Freitag, 2. Januar 2026

Ein paar Anmerkungen zu: „ et incarnatus est de Spirito Sancto ex Maria Virgine!“ - „aus der Jungfrau Maria“

 

Ein paar Anmerkungen zu: „ et incarnatus est de Spirito Sancto ex Maria Virgine!“ - „aus der Jungfrau Maria



Daß Maria einst eine Jungfrau gewesen ist, das gilt für jede Frau und somit auch für sie, daß sie aber, als sie schwanger wurde, schöner formuliert, als sie empfangen hatte noch eine Jungfrau gewesen war und es selbst noch war nach der Geburt ihres Kindes blieb, ist ein Wunder. Zarah Leander singt zwar: „Ich weiß, daß einmal ein Wunder geschehen wird...“, aber wo Gott nicht mehr als allmächtig geglaubt wird, kann an die immerwährende Jungfräulichkeit Mariae nicht mehr geglaubt werden. Joseph war dann selbstverständlich der Vater Jesu oder Maria war eben fremdgegangen und bekam ein uneheliches Kind. Daß dann, wenn Joseph und Maria die leiblichen Eltern waren, Jesus auch nur ein Menschenkind gewesen sein kann, ergibt sich daraus notwendig.

Anbei: Für den interreligiösen Dialog ist diese Herabstufung Jesu sehr dienlich, denn dadurch wird die These, daß alle Religionen gleich wahr seien, plausibler als wenn die eine von Gottes Sohn gestiftet, alle anderen aber nur von Menschen hervorgebracht vorgestellt werden.



Die Vorstellung der immer währenden Jungfräulichkeit Mariens beinhaltet auch ein moralisches Urteil, daß sie in Treue zu Gott gelebt hat und so nur die Mutter Gottes sein wollte und nicht noch die Mutter anderer Kinder. Wie die Kirche nur ein Ort für heilige Handlungen ist und in ihr nichts Profanes getan werden darf, so war Maria ausschließlich zum Muttersein Gottes bestimmt.



Es ist mehr als bedauerlich, daß die Kirche dem Protoevangelium des Jakobus so wenig beachtet, daß seine Auskunft, die Geschwister Jesu seien Kinder aus der ersten Ehe Josephs, nicht berücksichtigt wird, um die Frage der Geschwister Jesu zu klären.

Anbei: Es gibt auch keine überzeugenden Argumente, die Wahrhaftigkeit dieses Protoevangeliumes zu verneinen, denn es ist nicht vorstellbar, daß im Urchristentum, weil man nichts oder fast nichts von Maria wußte, alles in diesem Evangelium Berichtete erphantasiert habe, weil man der Ansicht wahr, man müsse Jesu Christi Mutter kennen, um ihren Sohn erkennen zu können und daß man dann betrügerisch dies Erphantasierte zu Papier gebracht hätte.



Wenn schon Engel mit Menschenfrauen Kinder zeugen konnten, (1.Mose, 6,1-4) dann kann nicht mehr eingewandt werden, daß Jesus einen menschlichen Vater haben müsse, da er sonst kein Mensch sein könne.



Die Jungfräulichkeit darf nun aber nicht als das Vorbild für jede Frau gelten,denn wenn jede Frau so lebte, stürbe die Menschheit in kürzester Zeit aus. Für die Frau gilt der Ordo Salutis des 1Timotheusbriefes 2,15,daß sie Mutter von Kindern sein soll und die christlich zu erziehen habe.



Als Jungfrau setzte Jesus Christus, ihr Sohn sie als die Mutter aller Gläubigen ein, (Joh 19,25-27)und so erfüllte sich ihr Muttersein als geistliche Mutter aller Christen, die wir nun keine Halbwaisen mehr sind, sondern denen auch eine himmlische Mutter geschenkt worden ist. 

Die Behauptung,die Jngfräulichkeit Mariae sei nicht blologisch sondern spirituell zu verstehen,etwa als eine Offenheit für alles,ist abwegig, denn zuvörderst ist sie bilogisch zu verstehen.



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