Freitag, 20. Juli 2018

'Europa hat dreimal Nein zu seiner eigenen Zukunft gesagt'

„Ich möchte euch eine Sache sagen, die ich im Herzen trage. Ich denke, es ist ein Wort des Heiligen Geistes, das ich sagen muss. Welche ist die Schuld Europas? Die Schuld Europas, die Hauptschuld, ist das Nein zum Leben. Vor einigen Tagen habe ich im österreichischen Fernsehen auf die Frage eines Journalisten geantwortet: „Europa hat dreimal Nein zu seiner eigenen Zukunft gesagt“. Das erste Mal im Jahre 1968, wir feiern jetzt 40 Jahre, durch das Ablehnen von Humanae vitae. Das zweite Mal im Jahre 1975, als die Abtreibungsgesetze Europa überschwemmt haben. Das dritte Mal zur Zukunft und zum Leben. Gerade gestern habe ich aus Österreich die Nachricht bekommen, dass die Regierung der homosexuellen Ehe zugestimmt hat, auch in Österreich: das ist das dritte Nein. 
Und dies ist nicht zuerst eine moralische Sache, sondern eine Frage der Gegebenheiten, der Fakten: Europa ist im Begriff zu sterben, da es Nein zum Leben gesagt hat.“ Dies hatte hat der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, am 27. März 2008 im Abendmahlssaal in Jerusalem bei der Gemeinschaftstagung der Bischöfe Europas „Domus Galilaeae“ in seiner bemerkenswerte Predigt gesagt." 
kath net 19.7.2018- Dem wäre nichts hinzuzufügen, gäbe es nicht die Politik der offenen Grenzen, vehement durch Papst Franziskus und dem Protesantismus befürwortet, durch die der 4.Akt zum Tode Europas eingeleitet wird.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Irritierendes:Herr Onan und die Sexualität

Daß die Selbstbefriedigung auch Onanieren genannt wird, das ist bekannt, aber wie war das noch mit Onans Geschichte. Der Kern der Geschichte ist einfach: Judas, einer der Söhne des Jakob sagte zu seinem Sohne: "Begib dich zu dem Weibe deines Bruders, und nimm sie zur Ehe,daß du deinem Bruder Nachkommenschaft erweckst." (1.Mose, 38,8- alle Zitate nach: A.Arndt, Die Heilige Schrift, Alten und Neuen Testaments, mit dem Urtext der Vulgata, 1905) )Her, der Bruder war von Gott getötet worden, weil er böse war (38,7) und so blieb seine Ehe kinderlos. Onan sollte nun die Witwe heiraten, damit sein toter Bruder so zu seinen Nachkommen kommt. 
Onan wußte, "daß die Söhne nicht ihm gehören würden". (38,9) Das ist nun auf den ersten Blick befremdlich, denn er sollte doch die Verwitwete heiraten und dann wären doch die in ihr entstehenden Kinder die seinigen. Aber 5.Mose 25,5 gibt uns dazu eine Auskunft: "Wenn Brüder beisammen wohnen, und einer von ihnen ohne Kinder stirbt, so soll das Weib des Verstorbenen keinen Fremden heirathen, sondern sein Bruder soll sie nehmen, und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken."
Das Ziel dieser Ehe mit der Verwitweten und Kinderlosen ist somit, daß so der Verstorbene zu einem Nachwuchs kommt. Onan wäre so zwar der leibliche Vater, er wäre auch der Ehemann, aber er würde nicht als Vater der Kinder anerkannt- sie würden als Kinder des Verstorbenen gelten.
Onan soll so ein Leihvater für die Kinder seines toten Bruders abgeben! Was tut er? Er befriedigte sich so (er ließ "den Samen auf die Erde fallen, damit auf seines Bruders Namen keine Kinder geboren würden" 38,9) Das heißt: Hier meint die unerlaubte Selbstbefriedigung, daß ein Mann mit der Absicht, unfähig zur Zeugung sich zu machen, masturbiert. Er war verpflichtet als Ehemann zum Geschlechtsverkehr mit der Frau seines toten Bruders, aber er wollte mit dieser Frau keine Kinder zeugen, weil sie dann nicht die seinigen wären.  
Wie reagiert Gott darauf? "Darum tödtete ihn der Herr, weil er Verabscheungswürdiges that." (38,10) 
Diese Geschichte ist nun nicht irgendeine Dramaerzählung sondern sie steht so in der hl. Schrift! 
A) Nicht soll ein Fremder die kinderlose Witwe heiraten. Die Intention ist klar: Es geht um die Identitätsbewahrung. Durch die Verheiratung mit einem Fremden würden die Kinder aus dieser Ehe Fremdkinder. 
B) Für den Verstorbenen ist es ein Unglück, kinderlos gestorben zu sein; darum hat nun ein Bruder von ihm einzuspringen, um ihm einen legitimen Nachwuchs zu besorgen.  
C) Wenn sich der Bruder weigert, dieser Verpflichtung nachzukommen, sündigt er- so sehr, daß Gott ihn, wie das Beispiel des Onan demonstriert, mit dem Tode bestraft!
 D)Es muß aber deutlich gesagt werden, daß hier die Selbstbefriedigung (Onanieren) nur eine Sünde ist, weil so sich der Mann der Pflicht zur Fortpflanzung entzieht, indem er sich zeitlich limitiert unfähig zum Geschlechtsverkehr macht. (Der einstige italienische Startrainer Bayern Münchens hätte dazu wohl sein berühmtes: Flasche leer! ausgerufen.) Dem heutigen Leser wird auch diese Verweigerung, den Leihvater abzugeben, nicht unverständlich sein, ja gilt doch in der jetzigen Moraltheologie das als unerlaubt! Nur, daß Gott hier das ganz anders beurteilt. Für ihn ist das Ziel, daß der Mensch sich fortpflanze das Wesentliche. Damit dabei der kinderlos Verstorbene seine Identität bewahrt, sollen für ihn die Kinder aus der Ehe seiner verwitweten Frau mit seinem Bruder seine Kinder sein. Das ist die Pointe dieser Bestimmung aus dem 5.Buch Mose: Es geht um die Identitätsbewahrung. 
Wer nun die Geschichte im 38. Kapitel weiterliest, kommt dann aus dem Staunen nicht raus. Die Witwe, nun immer noch kinderlos verkleidet sich als Prostituierte, verbringt so unerkannt mit dem Vater ihres toten Mannes eine Liebesnacht und wird schwanger. Judas, als er nun erfährt, so als Freier Vater geworden zu sein, urteilt: "Sie ist gerechter als ich"
(38,26), weil sie so nun doch noch zu dem Kinde für ihren verstorbenen Ehemann gekommen ist. Der Leser erwartet nun doch, daß Gottes Zorn entbrennt angesichts dieser Tat und er den Vater und die Schwiegertochter straft- Gott hat ja schon im 38.Kapitel 2 Menschen, da sie Sünder waren, getötet. Aber Gott greift nicht ein!
Eine Fußnote bietet dazu diese Deutung: "Sie sündigte nicht aus schnöder Lust, sondern sie bezweckte bloß Empfängnis." Das heißt dann wohl nach dem so zitierten Hieronymus, daß die Frau gar nicht gesündigt habe oder wenn doch, dann nicht aus schnöder Lust= Begierde, sondern um des Guten willen, daß sie so ihrem toten Ehemann zu seinem Nachwuchs verhelfe. 
Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, daß für den Alten Bund die Fortpflanzung, der eigene Nachwuchs so wichtig ist, daß um dieses Zieles willen fast alles erlaubt ist! 
Das ist die radicale Lebensbejahung Gottes und der unbedingte Wille zur Identitätsbewahrung! 

Nachtrag
Ministerpräsident  Benjamin Netanjahu sprach von einem "entscheidenden Moment" in der Geschichte des Staates Israel. 122 Jahre, nachdem Theodor Herzl seine Vision eines Judenstaats veröffentlicht habe, "haben wir mit diesem Gesetz das Gründungsprinzip unserer Existenz festgeschrieben. Israel ist der Nationalstaat des jüdischen Volkes und respektiert die Rechte aller Bürger." Nichtjüdische Abgeordnete sprachen dagegen von einem "Apartheidsgesetz" und einem "rassistischen Gesetz".So kommentiert indirekt die Süddeutsche Zeitung am 19.7. des Jahres den israelischen Ministerpräsidenten, der gerade hier einmal wieder zeigt, wie sehr es seiner Regierung um die Bewahrung der Identität des jüdischen Volkes geht, die er rechtens am besten in einem jüdischen Nationalstaat gewährt sieht. Er steht damit ganz im Geiste des Alten Bundes, in dem gerade Gott selbst für die Wahrung der jüdischen Identität Sorge trägt, auch durch eine Sexualmoral, die der heutigen Lehre der Kirche widerspricht, weil sie im Zweifelsfalle immer dem Willen zur eigenen Nachkommenschaft oberste Priorität zuschreibt.

Israel verabschiedet umstrittenes Nationalstaatsgesetz

 

Mittwoch, 18. Juli 2018

"Trump: Europa verliert seine Kultur - wegen der Immigration"

Donald Trump, der Präsident Amerikas, spricht Wahrheiten aus, die jeden Gutmenschen in der Politik und der Kirche in Rage bringen- nicht weil er Unwahres von sich gibt, sondern weil er sagt, was wahr ist, was aber nicht mehr gesagt werden darf. (vgl Freie Welt am 13.7. :Trump: Europa verliert seine Kultur- wegen der Immigration"Für Gutmenschen ist das natürlich rassistisch. Der "Freie Welt Kommentar frägt daraufhin: "Wäre es rassistisch zu sagen, dass die Indiander ihre Kultur verloren haben, weil Millionen Europäer nach Amerika ausgewandert sind? Ist es rassistisch zu sagen, dass mit den türkischen Völkerwanderungen das Byzantinische Reich mitsamt seiner christlichen Kultur unterging und zu einem muslimischen Osmanischen Reich wurde?" 
Wären unsere Gutmenschen intellektuell redlich, müßten sie urteilen, daß der Wille, seine eigene Kultur erhalten zu wollen, rassistisch sei und daß es deshalb in Ordnung sei, daß die Indianer wie auch das Byzantinische Reich ihre Kultur verloren hätten. Sozialdarwinistisch formuliert: Es ist das Recht der Starken, den Schwächeren ihre Kultur zu berauben und ihnen die der Sieger aufzuzwingen. So entdeutschten die westlichen Siegermächte unsere Kultur, indem wir verwestlicht wurden und so sollen uns nun die Heerscharen der Flüchtlinge von unserer westlichen Kultur befreien und dem Christentum sein Ende bereiten.
Nur, so klar und eindeutig reden unsere politisch korrekten Gutmenschen nicht. Sie malen uns stattdessen Bilder von armen Flüchtlingen und in Seenot Geratener vor Augen, appellieren an das moralische Gefühl, verurteilen jedes kritische Durchdenken dieses agitatorischen Bildmateriales, um so die "Festung Europa" zur Aufnahme des trojanischen Pferdes der Flüchtlinge zu bewegen.
Wie oft sagte man nicht schon den Untergang der europäischen Kultur voraus. Der brillanteste Versuch ist immer noch Oswald Spenglers "Untergang des Abendlandes", aber Europa lebt noch. Nur, kaum, daß dieser Satz daniedergeschrieben wurde, meldet sich ein Widerspruch an! Rußland (dies Land gehört zu Europa) hat seine Kultur sich bewahrt, selbst unter Stalin und der kommunistischen Herrschaft, jetzt erblüht sie wieder und in ihr die Russisch Orthodoxe Kirche- aber wie sieht es in den westeuropäischen Ländern aus?  Verdammen die nicht gerade Rußland, Ungarn und Polen, weil sie ihre nationale Kultur bewahren wollen?  Wurde nicht der kroatische Präsident Franjo Tudjmann von den westlichen Medien so verteufelt, weil er als Staatsführer Politik zuerst für das kroatische Volk praktizierte?
"Emmanuel Macron sieht den Westen gespalten: hier die werteliberalen Progressiven, dort die konservativen Nationalisten. Die nächsten Jahre, so sagte er, würden vom Kampf dieser zwei Gruppen geprägt sein." Freie Welt vom 11.7.2018 Der Französische Präsident spricht Tacheles: Da gibt es die Conservativen, die ihre jeweilige Nationalkultur bewahren wollen, und das sind dann Nationalisten, also Böse und die Guten, die Liberalen, die die Völker von ihrer Kultur befreien wollen, weil ihnen die Kultur etwas Einengendes ist, etwas das den Menschen unfrei macht. Der im Geiste des Liberalismus befreite Mensch  ist der homo oeconomicus, für den Kultur nur ein beliebiges Konsumgut ist: Kaufen können, was ich begehr, ist seine einzige Kultur.
Ernst Niekisch verdanken wir diese Erfassung des Liberalismus, 1935 geschrieben, aber heute noch so gültig wie damals:" Die geistige Haltung des Bürgers, der sich anschickt, die ganze Welt als Absatzmarkt  [und wir müssen jetzt hier ergänzen: als Produktionsort ]zu organisieren, ist der Liberalismus. Der Liberalismus ist die Philosophie, die die wirtschaftliche Ratio für sich zurechtlegt; er zersetzt die Prinzipien und Gesichtspunkte, durch welche sich der bisherige gesellschaftliche Zustand gerechtfertigt hatte. Er macht die Grundkategorien der Wirtschaftsüberlegung für die gesamte Geistigkeit verbindlich, für Metaphysik, Literatur und Kunst gilt als letzte Voraussetzung,die selbstverständlich da ist und von der niemand ausdrücklich spricht: daß es der Sinn der Welt sei, dem Bürger Profit und Rente abzuwerfen." Ernst Niekisch, Die dritte imperiale Figur, Kapitel 18: Die liberale Versuchung.
Der Liberalismus selbst zerstört die Kultur der Völker, er ist, wie  Moeller van den Bruck urteilte der Tod der Völker, indem er eine Einheitswelt schafft mit einem Geld- Waren- und Arbeitsmarkt, dem alles Kulturelle und Individuelle subordiniert wird. Es soll nur noch den homo oecnomius geben. Damit dieser der die Welt dominierende Menschentyp wird, soll durch eine Politik der Massenimigration alle kulturellen Identitäten aufgelöst werden. Das, und nur das ist das Ziel des progressiven Liberalismus, dem Völker und Nationalstaaten, nationale Kulturen nur Hindernisse für die globalisierte Weltwirtschftsordnung sind.
Es ist kein Zufall, daß dieser liberale Progressist in höchsten Tönen Simone Veil ehrt:"Veil hat als Gesundheitsministerin im Jahr 1974 die Legalisierung der Abtreibung in Frankreich durchgesetzt. Das Gesetz zur „freiwilligen Unterbrechung der Schwangerschaft“ bis zur zehnten Schwangerschaftswoche wird bis heute als „loi Veil“, als „Veil-Gesetz“ bezeichnet. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 1975 sind in Frankreich etwa 9 Millionen Babys abgetrieben worden. "  Kath net 10.Juli 2018. Frankreich schafft eben durch diese Massentötung von Kindern im Mutterleibe Platz für die Migrationsströme, um so das französische Volk zu ersetzen durch eine Multikultigesellschaft, in der der Franzose zur Minderheit im eigenen Lande wird. Das ist das Zerstörungswerk des progressiven Liberalismus. So schaffen die Eliten Europas selbst die Kultur der Völker Europas ab durch die Massenaufnahme von Flüchtlingen!  Das Endziel ist dabei das Verlöschen aller Kulturen in einem Einheitsweltstaat mit dazugehörigen Massenmenschen ohne eine kulturelle Identität. 

 

Dienstag, 17. Juli 2018

Jesuit fordert „Recht auf Abtreibung“

Da gibt es also noch Staaten auf der Welt, in denen es noch nicht erlaubt ist, daß Mütter ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen, so die Dominikanische Republik. Das ist natürlich für die Feministin weltweit ein Skandal, haben sie doch sonst fast überall das Recht auf das Tötenlassen von Kindern im Mutterleibe durchgesetzt- ja, der Feminismus kann sich ja jetzt schon rühmen, daß noch nie im Namen einer Ideologie so viele unschuldige Menschen getötet worden sind. 
Jetzt soll es einen Marsch zum Recht auf Kindestötungen im Mutterleibe in der Republik geben. Nach dem triumphalen Sieg des Antichrist in Irland schaut nun die Welt hoffnungsfroh auf die Dominikanische Republik.
Und welche Stimme ertönt da? Die eines Jesuiten:   „Heute für die Entkriminalisierung der Abtreibung auf die Straße zu gehen, heißt, Jesus nahe sein, der liebt, der begleitet und Menschen nicht verurteilt“. kath info 16.7.2018. Kath info kommentiert: "Nun meldete sich ein Jesuit zu Wort und empörte sich öffentlich über das Abtreibungsverbot. P. Mario Serrano ist auf der Insel im Orden für soziale Fragen zuständig. In einem Video sprach er sich für die Einführung eines Abtreibungsgesetzes aus, das die Tötung ungeborener Kinder legalisieren soll. Er rief die Gläubigen auf, „mit den Frauen zu sein“, was in der Vorstellungswelt des Jesuiten offensichtlich bedeutet, sie bei der Tötung ihres ungeborenen Kindes zu unterstützen."
So proklamiert ein Jesuit das Recht auf das Töten von Kindern im Mutterleibe.
Es muß wohl davon ausgegangen werden, daß dieser Jesuit das Apostolische Glaubensbekenntnis nicht kennt oder es zumindest teilweise verwirft, denn da heißt es ja, daß der zur Rechten Gottes sitzende Jesus Christus wiederkommen wird in Herrlichkeit, um zu richten die Lebenden und die Toten. In diesem Gericht wird Jesus Christus selbst Menschen zum ewigen Tod verurteilen, wie er es in seinen eschatologischen Gerichtsankündigungen klar zum Ausdruck bringt. Aber der Jesus dieses Jesuiten sagt eben zu allen Sündern: Sündigt weiter- Gott liebt euch, auch wenn ihr mordet und Todsünde auf Todsünde begeht. 
Dieser theozentrische Nihilismus bildete also das Zentrum der Verkündigung dieses Jesuiten, müßte man präsumieren, daß der Jesuit das von ihm Gesagte auch ernst meint. Aber das ist ausgeschlossen. Wer gegen die Politische Korrektheit sündigt, zu dem wird dieser Jesuiten-Jesus natürlich nicht weiterhin Ja sagen, er sagt nur sein Ja zu allen, die politisch korrekt leben und dazu gehört auch das Tötenlassen der Kinder im Mutterleibe durch die eigene Mutter. 
So eine "Theologie" entsteht eben, wenn die Grundlagen der christlichen Religion reprobiert werden und stattdessen die Ideologie der Politischen Korrektheit zur ewigen Wahrheit gekürt wird.  
Aber dieser Jesuit steht damit nicht allein in seinem Orden:
"Carlos Novoa: Jesuit und Abtreibungsbefürworter
Die Kontakte zwischen der Jesuitenuniversität und der Abtreibungslobby stellte der Jesuit Carlos Novoa Matallana her. Pater Novoa, der ehemalige Dekan der Theologischen Fakultät, lehrt Ethik an der Päpstlichen Universität Xaveriana und ist einer der streitbarsten Theologen Lateinamerikas – allerdings gegen die katholische Lehre. Novoa ist bekennender Abtreibungsbefürworter. Eine Position, die er an der Universität und ebenso als häufiger Gast in den Medien und von Abtreibungsbefürwortern öffentlich und lautstark vertritt. "
zitiert nach: "Die (gar nicht) " Stille Apostasie"- Wenn Jesuiten...Gloria TV https://gloria.tv/article/jEasqJ2aGfQS2cKa673K9hWtt

Zusatz:
Der Vorzeigekämpfer gegen Rechts  Andreas Püttmann formuliert in dieser Causa gemäßigter, indem er conservativen Katholiken  zuviel Engagement für den Lebensschutz und gegen die Genderideologie vorwirft (Katholisch de am 8.7.2018)- wichtiger sei der Kampf gegen die AfD! Das ist eben politisch korrektes Christentum, dem sich auch die Jesuiten verpflichtet fühlen, ja dem sie gut jesuitisch Kadavergehorsam leisten! 


 



Montag, 16. Juli 2018

Papst Franziskus- ein Kryptolutheraner?

"Es wird Zeit, dass die Todesstrafe dorthin kommt, wo die Duldung der Sklaverei und weite Teile des "Syllabus Errorum"  sind: Auf den Müllhaufen der Kirchengeschichte. Es wird Zeit, dass Papst Franziskus den Katechismus ändert." So tönt der heutige Standpunktkommentar auf der quasi offiziellen Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz: katholisch de am 16.7. des Jahres.Als Begründung wird Papst Franziskus zitiert, der behauptet haben soll, daß die Todesstrafe dem Evangelium widerspräche.
Bis heute ist es gültige Lehre der Kirche, daß die Todesstrafe nicht dem Evangelium widerspricht, ja sie wurde vom Paulus, dem Apostelfürsten  bis heute bejaht. Wie kann es sein, daß die Kirche unter der Leitung des Heiligen Geistes dauerhaft etwas lehrt, was dem Evangelium widerspricht? Das ist nur vorstellbar, wenn der genuin lutheriche Standpunkt eingenommen wird, daß Konzilien und die ganze Kirche irren kann.
Also steht jetzt der Papst über der Hl. Schrift und der Lehre der Kirche, oder wird über sie gestellt, damit er eigenmächtig Lehren der Kirche, die dem herrschenden Zeitgeist mißfallen, abschaffen kann! Denn nirgends in der Bibel noch in der Tradition wurde je das Recht des Staates, gerechte  Kriege zu führen und die Todesstrafe zu vollstrecken, in Frage gestellt- es ist eben das Recht des Staates als Gewaltmonopol! Und Jesus Christus selbst lehrt so, indem er zu Pontius Pilatus sagt: Du hättest keine Macht über mich, mich zu Tode zu verurteilen, wenn Du sie nicht von Oben, von Gott verliehen hättest. Gott selbst läßt ja durch den Römischen Staat die Todesstrafe an Jesus Christus, seinem Sohn vollstrecken um der göttlichen Gerechtigkeit willen. 
Aber von solchen theologischen Wahrheiten wollen zeitgenössische Modernisten nichts wissen,denn ihnen ist der Beifall der Medien das wichtigste.  

1.Zusatz:
Nie hat die Kirche offiziell den Syllabus Errorum als Irrtum abgeurteilt, daß er nicht mehr beachtet wird, ist eine der Ursachen ihres heutigen Niederganges! Die Bejahung der Sklaverei war nie Lehre der Kirche!   

Sonntag, 15. Juli 2018

Kunst und Wirklichkeit-oder ein Plädoyer für deutsche Philosophie

"Leicht ließe sich denken, daß ihr [der Kunst] autonomes Reich mit der auswendigen Welt nicht mehr gemein hat als entlehnte Elemente, die in einen gänzlich veränderten Zusammenhang treten." Diesen Gedanken finden wir in:  Adorno, Ästhetische Theorie, das letzte große Werk dieses Philosophen, das aber unvollendet blieb.
(Eine Nebenbemerkung: In conservativen Kreisen macht man es sich manchmal zu leicht mit der Kritik der "Frankfurter Schule" im Allgemeinen und im Besonderen mit Adorno. Es reicht eben zu wissen, daß die irgendwie alle marxistisch waren, die sexuelle Freizügigkeit propagierten und alle Werte und Normen der bürgerlichen Gesellschaft liquidieren wollten. Und irgendwie ist dann diese Schule schuld an allem, was nach 1968 dann bei uns daneben ging- war doch irgendwie dieser 68er Destruktionsprozeß von diesen Philosophen erdacht worden. Bedenklich ist dabei aber, daß die Hauptwerke Adornos in solchen Kritiken in der Regel gar nicht erwähnt werden, geschweige denn daß man sich mit ihnen auseinandersetzt.
Wer aber auch nur die ersten 10 Seiten etwa der "Negativen Dialektik, des "Jargons der Eigentlichkeit", "Die Dialektik der Aufklärung" und in seine Ästhetik liest, wird ad hoc verstehen, warum so verfahren wird: Selbst einem im Lesen von philosophischen Texten Geübten fällt das Verstehen nicht leicht. Es sind eben Produkte der Hochkultur philosophischen Denkens. Die Philosophie von Platon über Kant bis Hegel und Marx wird hier als selbstverständlich bekannt vorausgesetzt und darauf aufbauend, bejahend und kritisierend wird darüber hinaus gedacht. Aber den Kritikern reicht oft ein Blick in die "Studien zum autoritären Charakter" mit dem Basiswissen, irgendwie hat da Adorno herausgefunden, daß die bürgerliche  Familie an allem schuld sei, daß die so aufgelöst werden müsse und das reicht dann, um zu urteilen: So nicht. Schon die Frage,ob diese Studie nicht eher ein Nebenwerk  im Schaffen dieses Philosophen ist, wird dann nicht gestellt, damit man sich nicht genötigt sieht. die Hauptwerke lesen zu müssen.
Für Optimisten ist auch die Geschichte der Philosophie eine stetige Aufwärtsbewegung vom Dunkleren hin zu immer Klarerem, zu mehr Licht, auch wenn hier und da mal ein Irrweg beschritten worden ist. Ein Blick gerade in die Hauptwerke Adornos belehrt uns da etwas anderem: Daß es auch Zeiten des Niederganges gibt, daß da das Erbe, was auf die Jetzigen zukommt, ihnen zu groß ist, sie zu klein dafür sind. Der hochkomplexe Diskurs der Scholastik vor Luther ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn die Tradition nicht mehr weitergeführt werden kann, weil sie ihre Erben überfordert. Das lutherische "Sola scriptura" ist so auch eine kulturfeindliche Parole, daß man sich weigert, die Tradition fortzuführen. "All das vor uns Geleistete soll nicht mehr gelten- nur mein neues Denken, das ab ovo wieder anfängt, zählt!" 
Der deutsche Idealismus, auf Kant aufbauend, war gewiß der Höhepukt deutscher Kultur- aber wie schwer zugänglich ist uns das Denken eines Fichtes, eines Schellings und eines Hegels geworden!  Und selbst noch die "Frankfurter Schule" und ein Adorno schöpfen aus dem Reichtum dieses Denkens- es ist ihn ihren Werken präsent.
Es ist wohl keine allzu überspitzte These, daß erst der Import angelsächsischer Philophie mit ihrer Vorliebe für den Empirismus und Pragmatismus, mit ihrer antimetaphasischen Neigung  und ihre Vorherrschaft im heutigen Diskurs uns den Zugang zu unseren eigenen Traditionen verbaut. Die Verwestlichung Deutschlands ist immer auch eine Entfremdung vom Eigenen. Das hat natürlich auch etwas mit dem Vorurteil zu tuen, daß irgendwie die ganze deutsche Kultur und somit auch die Philosophie Auschwitz ermöglicht hätte als rein deutsche Untat. 
"Was tun?"- so frug schon Lenin, der mit Verlaub gesagt gerade den deutschen Philosophen Hegel und nicht nur Karl Marx aufs höchste wertschätzte!
Wenn uns die großen Werke unserer eigenen Kultur zu groß geworden sind- uns Kleingezüchteten, dann wollen wir wenigstens versuchen, Perlen und schöne Kleinode aus ihnen herauszufischen, um sich ihnen dann zu widmen!  (Vergleichbares ist ja auch in der Literatur erlebbar: Versuche man doch einmal, Jean Pauls Meisterwerk: "Der Titan" zu lesen! Welch eine Sprachvirtuosität begegnet uns da, die uns heutige Leser in unserem verarmten Deutsch so sehr überfordert! Wie arm ist da verglichen mit dieser Sprachkunst Jean Pauls selbst die Sprache unserer Gegenwartsliteratur!)

Jetzt zur Sache: Es ist wohl eines der verbreitesten Vorurteile, daß die Literatur und insbesondere der Roman eine Wirklichkeit widerspigele und daß so die Aufgabe der Literaturkritik die ist, das Widergespiegelte aus den Kunstwerken herauszukristallisieren.Die plumpeste Vorstellung ist dabei die, daß der Stoff eines Romanes sich aus der Biographie des Autoren erschlösse. Romane wären so eigentlich nur verschriebene Autobiographien. Dieser Ansatz kann nun gar noch ausgebaut werden, daß sich in einem Roman die gesellschaftliche Wirklichkeit widerspiegele und daß die Qualität der Widerspigelung ihre kritische Haltung zur gesellschaftlichen Wirklichkeit sei. Kunst müsse gesellschaftskritisch sein, "engagiert" parteiergreifend für den Fortschritt und die Humanität. So tönt es seit 68 in den germanistischen Lehrveranstaltungen. 
Wie nun aber, wenn Adorno hier recht hätte! Wenn die Literatur nichts Reales widerspiegelt, sondern daß sie  Kunstwelten erschafft, in die der Kunstnutzer sich versetzen läßt im Akt  des Lesens? "Wo bin ich denn, wenn ich mit den Hobbits aus Tolkiens: "Herr der Ringe" durch düstere Wälder wandere?  Ist nicht jedes Romanlesen ein Eintauchen in eine rein fiktive Welt, die  im Lesen mir zur realen Lebenswirklichkeit wird? 
Anthropologisch gesagt: Weil der Mensch als Geistwesen nie in der Natur heimisch werden kann, weil er Geist ist, schafft er sich künstliche Welten, um sich in ihnen zu beheimaten!Die Natur dagegen gestaltet er für sich um, um sie sich ihm genehm zu machen. Die komod gewordene Welt wäre so die vollständig kultivierte.
Es ist vielleicht eine der verhängnisvollsten Folgen des Übergewichtes des Denkens im Indikativ, daß das Denken primär auf die Wirklichkeit bezogen ist mit dem Ziel, das Wirkliche  adäquat zu erfassen. Aber es gibt auch das konjunktivische Denken: Es könnte auch Alles ganz anders sein! und das optativische: Wenn es doch so wäre! Vielleicht ist die Literatur mehr der Ort der Konjunktive  und Optative als der der Wirklichkeiten widerspiegelnden Indikative.  Erfassen wir aber nicht erst so, was das Eigentliche eines Kunstwerk ausmacht?
     

   

Samstag, 14. Juli 2018

Was bewegt die anglikanische Episkopalkirche? Oder der Tod des (amerikanischen)Protestantismus

"Noch bis zum Wochenende tagen Mitglieder der US-Episkopalkirche in Texas zu aktuellen Themen der Anglikaner. " katholisch de am 13.7.2018. Und was sind nun die Themen dieser anglikanischen Christen? "Bei der 79. Generalsynode der Kirche in Austin, Texas, geht es unter anderem um Zuwanderung, Umweltschutz und Waffenkontrolle." 
Es gibt leider keinen berechtigten Grund, das als Falschmeldung zu beurteilen. Die Synodalisierung führt eben auch dazu, daß die Tagesordnung der Welt zu der der "Kirche" wird. Es bedarf keiner großen Kenntnisse, um bei dieser rein politischen Tagesordnung die Anti-Trump Ausrichtung herauszuhören. Multikulti und Öko sind eben die Lieblingsthemen des politisch korrekten Amerikas. In diesen Herzstücken linksliberaler Medien versagt ja der amerikanische Präsident vollends, der sich stattdessen um so reaktionäre Themen wie den Lebensschutz und der Familie zuwendet. 
Für diese Syndalanglikaner gibt es eben nur diese politisch korrekten Themen! Aber da gibt es nun doch noch schwarze Schafe in dieser Gutmenschkirche!katholisch de:
" Doch die als Hassgruppe eingestufte Westboro-Baptist Gemeinde aus Kansas nutzt seit über 30 Jahren jede Gelegenheit, um gegen Homosexuelle zu demonstrieren. So machte sich die Gruppe auch diesen Sonntag nach Austin zur Synode auf. Die episkopale Gemeinde in Austin will dem Hass Liebe entgegensetzen." Im Klartext heißt das, daß eine Kritik der Glorifizierung der Homosexualität mit biblischer Begründung eine Haßattacke gegen Homosexuelle ist. Das muß bekämpft werden. Ob diese "Episkopalkirche" schon beschlossen hat, alle Aussagen der Bibel zur Homosexualität aus ihr als Haßtexte zu streichen, entzieht sich meiner Kenntnis- aber das wird wohl auch nicht nötig sein, da dank der historisch-kritischen  Bibelauslegung die hl. Schrift jegliche Normativität verloren hat. 
Wozu auch die Bibel, wenn doch die Synodalen ganz erfüllt sind vom Weltgeist der Politischen Korrektheit: Multikulti, Umweltschutz und Deliberalisierung des Waffengesetzes und tatkräftige Unterstützung der Homosexbewegung, so stellt sich das total amerikanisierte Christentum dar- mehr hat es nicht mehr der Welt zu sagen. Dies Christentum ist so verweltlicht, so ganz von und in dieser Welt, daß es nur noch die Nachäffung  des Gutmenschtumes ist, dekoriert mit ein paar christlichen Phrasen! 
Dem aufmerksamen Leser dieses Berichtes auf katholisch de kann aber nicht entgehen, wie begeistert dieser Kommentar über dies Verfallschristentum ist!     

Zusatz:
Für Kontinentaleuropäer wird der uramerikanische Gundsatz, daß ein Amerikaner nur ein freier Bürger ist, wenn er einen Colt in seinem Halfter trägt, nie nachvollziehbar sein. Dieser Grundsatz speist sich aus dem Mythos vom "Wilden Westen", daß ein Mann nur ein Mann ausgestattet mit Pferd und Colt ist. Das nicht zu akzeptieren, heißt, den Amerikaner nicht Amerikaner sein zu lassen. 

Freitag, 13. Juli 2018

Populäre Irrtümer :Weil es Unterschiede gibt, gibt es Konflikte

Wer auch nur oberflächlich dem allgemeinen Gerede in den Medien Gehör verleiht, kann eines nicht überhören, das Axiom, daß Unterschiede die Ursache aller Konflikte seien, sodaß nur die Einebnung aller Differenzen uns einen kinflktfreien Frieden ermöglichen könne. So gilt heutzutage in den Medien das Urteil, die Person sein umstritten, oder ein Werk sei umstritten,als reines Negativurteil- nur was unumstritten sei, sei gut. Umstrittenheit beinhaltet eben, daß etwas different beurteilt wird und das ist schon in einem konsensverliebten Diskurs etwas zutiefst Anstößiges. 
Der Umstrittene tritt dann nur noch als Objekt des öffentlichen Geredes auf, es wird nur noch über ihn- gegen ihn- geredet. M. Foucault, dem wir eine brillante Analyse der Ordnung des Diskurses verdanken, (Ordnung des Dikurses) wird in einem Punkte diesbezüglich oft mißverstanden: Er konstatiert nämlich, daß jeder reale Diskurs immer nur geführt wird, indem er bestimmte potentielle Kommunikanten und Gegenstände ausschließt und so erst zu einem Diskurs wird. 
(Zur Veranschaulichung des Gemeinten: Man kann nicht regellos einen Ballsport betreiben, sondern es wird eine bestimmte Version des Ballsportes gewählt, etwa das Fußballspiel und damit ist die Differenz gesetzt von einem regelkonformen Umgang mit dem Ball und einem unerlaubten. Diese Ballsportregeln können nicht aus einer Analyse des Balles konstruiert werden, daß man etwa urteilen könnte, daß das Ballspielsystem Fußball dem Wesen des Balles gerechter würde als das Handballsystem. Nur eines gilt: Es muß entschieden werden, durch welche Regeln ein Diskurs bestimmt wird.) 
Gäbe es keine Unterschiede, Differenzen mehr, dann verschwänden alle Konflikte. Also, weil es Völker gibt, die auf ihrer Identität Wert legen, gibt es Patriotismus und Nationalismus als die Quelle der Weltkriege. Deshalb müssen die Völker aufhören, deutsch, englisch, französisch zu sein, sie sollen nur noch Europäer sein. Weil es Männer und Frauen gibt, gibt es Beziehungsprobleme zwischen den Geschlechtern. Wenn aber die Männer und die Frauen nur noch Menschen sein wollen, dann verschwinden diese Konflikte. Weil es Katholiken, Evangelische und Orthodoxe gibt, gibt es innerchristliche Konflikte- wenn aber alle nur noch Christen sein wollten, dann verschwänden die. Weil es Christen, Juden und Muslime gibt, gibt es gar Religionskriege- gäbe es nur noch Gläubige, verschwänden auch diese Konflikte.  Solange es Rassen gibt, gibt es Rassenkonflikte...
Abstrakter: Gäben alle ihre Identität auf,löste sich Alles in einem Einerlei auf, lebten wir in einer konfliktfreien Welt. Nur, die Differenzen sind ja- und deshalb sollen sie als unwesentlich abgetan werden: Es ist doch (selbst Gott) gleichgültig, ob ich evangelisch oder katholisch oder muslimisch glaube, ob ich Mann oder Frau bin, ob ich Deutscher oder Franzose bin, denn es soll nur noch unterschiedslos Menschen geben, die überall die selben Rechte für sich beanspruchen können. Ein Afghane darf eben nach Deutschland auswandern und hier leben,blos weil er es will, und dann  genießt er qua Menschsein gleich die Rechte jedes Deutschen. Wer hier Unterschiede sieht, der ist eben ein menschenverachtender Nationalist, nur weil er seine Identität nicht verlieren will. 
Im Hintergrund dieses Willens zum Einheitsmenschen ohne eine Identität, (denn die ist ihm nur durch eine Differenz zu anderen Menschen) steht selbstredend der Wunsch nach dem Massenmenschkonsumenten, der das will, was auch nur jeder will und der universell überall als Arbeitskraft einsetzbar ist. Die sich globalisierende Wirtschaft schafft sich selbst ihren homo oeconomicus, den Konsumenten und Produzenten ohne eine Identität. Dem korreliert der ökomenische und interreligiöse Dialog als Überwindungsversuch gläubiger Identität: Alles gleichgültig!   
Und was bedeutet das für das Leben. Leben ohne Differenzen wäre Kulturlosigkeit.

Es ist kein Zufall, daß am 4.7. 2018 die antideutsche FAZ jubeln kann
"In Graz hat am Mittwoch der Prozess gegen die rechtsextreme Identitäre Bewegung Österreich (IBÖ) begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft zehn Führungsmitgliedern und sieben „aktiven Sympathisanten“ der Bewegung die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor sowie Anstachelung zum Hass, teilweise auch Sachbeschädigung und Nötigung." Der Willle zur Bewahrung eigener Identität ist für diesen rein politischen Prozeß eine kriminelle Handlung und eine Anstachelung zum Haß. Hieße ihre Parole: Österreich, Deutschland verrecke!, könnten sie dagegen mit Extragratifikationen und dem Lob aller Gutmenschen rechnen. 
        

Donnerstag, 12. Juli 2018

Jesuiten im Kampf gegen die Wahrheit! Ein Beispiel

"In einem Blogeintrag im November 2014 hatte sich McAdams kritisch mit einer Dozentin der Marquette University befasst, die einem Studenten vorgeworfen hatte, seine Kritik an der „Homo-Ehe“ sei eine Beleidigung für homosexuelle Studenten. Manche Meinungen seien „nicht angebracht“ und „homophobe Ansichten“ würden in dem von ihr unterrichteten Ethikkurs nicht toleriert." kath net am 10.7. 2018.
Was passierte da?
1) Ein Student nimmt kritisch zur Homoehe Stellung, wahrscheinlich in einer Seminardiskussion
2) Die Dozentin erklärt darauf, daß sie solche Kritik nicht dulde; ja eine Kritik der Homoehe sei nicht
    tolerierbar. Das ist ein Musterfall der Grenzen der Toleranz: Verstöße gegen die politische Kor-
    rektheit sind nicht duldbar. An einer Universität sind nur politisch korrekte Äußerungen erlaubt.
3. Ein Dozent kritisiert nun diese Zensur der Dozentin.
4. Daraufhin suspendiert die Leitung der Universität  den kritisiernden Dozenten. Sein Eintreten für
   die Meinungsfreiheit sei inakzeptabel. Manche Meinungen sind nicht angebracht und nicht 
   tolerierbar.

An welcher Universität ereignete sich das? Es klingt sehr unglaubwürdig, aber ist wahr. Der Tatort: Die Jesuitenuniversität  Marquette University! In einer jesuitischen Universität wird ein Student gemaßregelt, weil er die Homosexehe kritisiert. Diese Kritik ist an einer Jesuitenuniversität intolerabel. Die Leitung der Universität stimmt dem zu. Als ein Professor diese Unterdrückung der Meinungsfreiheit kritisiert, wird er von der Jesuitenleitung vom Dienst suspendiert!
5. Jetzt folgt ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Unileitung und dem Suspendierten. Er gewinnt den Prozeß gegen die Jesuitenleitung!
Per weltlichem Gericht muß ein Dozent das Recht erstreiten, daß die Lehre der Katholischen Kirche zur Causa Homosexualität und Homoehe in einer Jesuitenuniversität nicht als nicht tolerierbar unterdrückt wird. 
Preisfrage: Welche sonstigen Lehren der Katholischen Kirche dürften wohl in dieser Jesuitenuni nicht mehr vertreten werden, weil sie intolerabel sind für jesuitische Gutmenschen? So bitter es auch ist: Zu einem der größten Feinde der Katholischen Kirche ist der Jesuitenorden geworden! Papst Franziskus ist an solchen Universitäten "ausgebildet" worden!
 

 


Mittwoch, 11. Juli 2018

Irritierendes: War das früher nicht alles ganz anders?

Philo von Alexandrien, sicher einer der bedeutendsten jüdischen Theologen, vergleichbar vom Niveau her mit Origenis urteilte über das menschliche Leben:"...Denn jeder von uns ist in diese Welt gekommen wie in eine fremde Stadt, an der wir vor unserer Geburt keinen Anteil hatten und in dieser hält er sich wie ein Gast auf, bis er die ihm zugemessene Lebensspanne erschöpft hat." (zitiert nach: Sloterdijk, Die wahre Irrlehre: Gnosis, in: Ders.Nach Gott, 2017, S.78. Paul Gerhardt expliziert diesen Grundgedanken dann aufs beeindruckendste in seinem Kirchenlied: "Ich bin ein Gast auf Erden":

1) Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand;
der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland.
Hier reis ich bis zum Grabe; dort in der ewgen Ruh
ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu.


Beiden gemein ist der Glaube an die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Als Exillierte Kinder Evas leben wir hier auf Erden in der Verbannung, abgetrennt von unserer Heimat, unserem Ursprung. Sloterdijk verortet nun die Differenz zwischen der gnostischen und der christlichen Erlösungsvorstellung genau in dem einen wirklich wesentlichem Punkte, daß im gnostischen Denken schon die Schöpfung der Fall als Entfremdung vom Ursprünglichen gedacht wird, während das christliche Denken zwischen der ursprünglich guten Schöpfung und ihrer Depravation durch den Sündenfall des Teufels und der Menschen distinguiert wird, sodaß es einen guten Schöpfergott geben kann, der dann auch als Erlösergott fungieren kann, wohingegen für das gnostische Denken es nur einen guten Erlösergott geben kann, dem ein demiurgischer Schöpfer entgegengesetzt ist.
Gemein ist aber beiden, daß die Erlösung einer aus der gefallenen Welt hinaus ist. So erst erschließt sich uns diese Zentralaussage der Johanneischen Theologie: 
"Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, stammt nicht vom Vater, sondern von der Welt."  1.Joh, 2,15-17. Christlich ist diese Aussage, wenn hier die Welt als die sich von ihrem Ursprunge emanzipiert habende Welt gemeint ist.
Aber all das muß uns Heutigen verwirren, gilt uns doch die Liebe zur Welt und der Wille, zum Erhalt der Schöpfung etwas beizutragen, als höchste christliche Tugend, nachdem der Umweltschutzgedanke in der Kirche heimisch wurde. Fühlt die zeitgenössische Theologie nicht viel eher mit Heinrich Heines Deutsches Wintermärchen, 2. Kapitel?

"Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen."


Und ist es nicht bezeichnend, daß für dies neu entdeckte Erdenleben, wozu brauchen wir da noch einen Himmel- Paradiesleben? die Magenfreuden von Brot und Zuckererbsen entdeckt werden, aber auch die Lust und die Freude am Schönen? Das Erdenleben ist eben für den sich auf Magen- und Geschlechtsbedürfnisse Kaprizierenden ein Paradies, denn davon bietet die Welt ausreichend an, es muß nur noch sozial gerecht verteilt werden: für jeden Brot und Zuckererbsen und der Lustgewinn. So gewinnt man die Erde lieb in Folge dieser Reduction menschlicher Bedürfnisse aufs Materielle und Sexuelle (Lust). Ist das nicht das Spezifische der postkonziliaren Theologie mit ihrer Zentrierung auf das diakonische Handeln der Kirche? Kann man den Diskurs über die Zulassung zum Empfang der hl.Kommunion in Deutschland verstehen ohne die These, daß die Frage nach dem ewigen Heil und die Bedeutung eines sakrilegischen Empfanges der Kommunion für das Seelenheil einfach ausgeklammert wird, weil selbst in der Kirche man sich nur noch auf das irdische Wohlergehen konzentriert- das ewige Heil bekommt ja jeder gratis dazu, wenn er es denn überhaupt als erstrebenswert erachtet!
Ob nicht auch der Kirche der Himmel, das Jenseits als unserer eigentliche Heimat abhanden gekommen ist, weil auch die Kirche den Menschen nun so materialistisch sieht wie dieser Dichter, daß uns die fremde Welt, das Exil zur Heimat wird, reduzieren wir Menschen uns auf Magen- und Geschlechtsbedürfnisse, die in einer sozial gerecht organisierten Welt für Jedermann erfüllbar sein sollen. (Vgl: A.Gehlen, Moral und Hypermoral: Brot und Sex für alle, um es polemisch scharf zu formulieren! Wie weit hat sich doch so unser Denken von dem religiösen wegentwickelt und ist materialistisch vulgär geworden!

 
    

 

Dienstag, 10. Juli 2018

Haßrede- was ist das oder daß es guten und bösen Haß gibt

"Schmeiss n Molotov auf die Frau vom/n Storch, Azzlack wir sind das Volk, aber kein Teil von Euch!!« — So rappen  und   twittern die Rapper »Celo und Abdi«, die in der YouTube-Serie >Germania< als gelungenes Beispiel für Integration gefeiert werden. Das ZdF findet die Serie »Germania« ganz toll und macht Werbung dafür." Freie Welt 7.7.2018: Was ist Hate speech?
Wenn nun wer wie auch der Kommentar auf dieser Internetseite das für ein Beispiel für Haßsprache hält und nicht verstehen kann, warum dieser Rapp ein Musterbeispiel für eine gelungene Integration ist, dem muß gesagt werden, daß er die Anfangslektionen der Politischen Korrektheit und des Gutmenschtumes noch nicht gelernt hat!
A) Zum Gutmenschtum gehört die Kunst des Unterscheidens von den Guten und den Bösen. Haßreden können nämlich so nur Haßreden sein, wenn sie an Gute adressiert sind. Die Bösen sind zu recht  hassenswert, und darum kann eine Rede gegen sie keine Haßrede sein, wenn darunter ein inadäquates kommunikatives Verhalten gemeint ist, denn es ist ja moralisch richtig, sie zu hassen.
B) Aufrufe zum Töten sind so an sich auch weder moralisch verwerflich noch gut, denn es kommt allein darauf an, wer wen töten lassen will. Wenn z.B. Feministin Mütter dazu auffordern, ihr geistig behindert zur Welt kommen werdendes Kind vordem zu töten, dann ist das ein Aufruf zu einem selbstbstimmten Leben für Frauen und so moralisch gut. Wer zur Tötung von einer Frau aufruft, die Müttern ihr Recht, ihr Kinder im Mutterleib töten zu lassen, abspricht, handelt moralisch gut, denn es gibt ein Menschenrecht, das eigene Kind, ungeboren, töten zu lassen.
C) Auch ist es politisch korrekt, wenn in Südafrika dazu aufgerufen wird, weiße Farmer umzubringen, denn die sind ja böse, weil sie weiße Rassisten sind. Dagegen ist es unmenschlich und unmoralisch, wenn wer die Repatriierung illegal Eingereister aus Deutschland fordert.
D) Wunderbar ist dagegen die Erkenntnis, wenn die  Rapper bekennen, daß sie das Volk sind, aber nicht von euch sind. Diese vielleicht etwas verwirrend klingende Botschaft ist aber erstklassig politisch korrekt, besagt sie doch, daß diese Künstler sich nicht zum Deutschen Volke dazugehörig wissen, aber dem Volke angehören, dem ...ja was nur? die Zukunft hier gehört. "Wir sind das Volk"- und nicht die Deutschen!, das bestimmt, wo es lang zu gehen hat.
E) So beweisen diese Künstler, daß sie wirklich in die Politische Korrektheit des Gutmenschentumes bestens integriert sind, ja daß sie diese Gutmenschkultur praktizieren auf das allerbeste und so vom Staatsfunk auch gebührend gelobt werden. Nur reine Formalisten  meinen eben, daß Haß Haß sei und stets verurteilt werden müßte. Merke: Der Haß der Gutmenschen ist immer ein gerechter Haß! Und der darf auch über Leichen gehen!

Montag, 9. Juli 2018

Irritationen: Der ungekündigte Bund

"Konkret sieht Benedikt XVI. bei den beiden Stichworten "Substitutionstheorie" und "nie gekündigter Bund" Nachschärfungsbedarf: "Beide Thesen - dass Israel nicht durch die Kirche substituiert werde, und dass der Bund nie gekündigt worden sei - sind im Grunde richtig, sind aber doch in vielem ungenau und müssen kritisch weiter bedacht werden", schreibt Benedikt in seinem Text."   Benedikt XVI. veröffentlicht Text zum christlich-jüdischen Dialog, Kath net 6.7.2018
Papst Benedikt sieht also bezügich des Begriffes des ungekündigten Bundes im Raume des christlich-jüdischen Dialoges einen Nachschärfungsbedarf. Für wahr, denn selten hat ein Begriff in der Kirche so schnell Karriere gemacht und blieb doch theologisch so unklar.
Frügen wir exegetisch, bekämen wir eine komplexe, aber klare Aussage: Der Begriff des Bundes soll besagen, daß Gott mit dem Volke Israel einen "Vertrag" geschlossen habe, daß er der Gott Israels sein will und ihm großes Wachstum und ein eigenes Land verheißt, wenn das Volk  Gottes Gebote hält. Der Bund bezeichnet dann die Wenn-Dann- Struktur, das Gesetz ist dann der Zentralbegriff all dessen, was Gott dem Volke Israel als Gebote gibt. Der Ausgangspunkt dieser theologischen Reflexion ist (so die Mehrheitsmeinung der Exegeten) das Exil in Babylon mit der Frage: Warum haben wir alles verloren, was uns unser Gott verheißen hat? Die Antwort lautet, daß Gott den Ungehorsam des Volkes Gottes Bund gegenüber strafte durch ihre Exilierung.
Ist dies Bestrafen nun ein Ende des Bundes, oder setzt diese göttliche Bestrafung nicht die Gültigkeit des Bundes voraus? Weil Israel vom Bund abgefallen ist, straft Gott sein Volk mit dem Exil.
Unbestreitbar ist, daß Gottes Wille es war, daß er seinen Sohn in Israel wirken ließ, daß Gott durch seinen Sohn Israel zum christlichen Glauben bekehren wollte. Diese Bekehrung war und ist für dies Volk heilsnotwendig. Wenn unter Gottes ungekündigtem Bund verstanden würde, daß Gott durch seine Kirche auch weiterhin das jüdische Volk zur Umkehr zum christlichen Glauben aufruft und so dies Volk nicht aufgibt, dann ergäbe der Begriff des ungekündigten Bundes einen theologischen Sinn.
Aber dieser Begriff soll nun gegenteilig den Verzicht auf jede Bekehrung der Juden zum christlichen Glauben legitimieren! Weil das jüdische Volk von Gott erwählt sei, bedürfte es keiner Bekehrung zum wahren Glauben. Das setzt mit Notwendigkeit voraus, daß für das jüdische Volk der Glaube an Jesus Christus, dem Messias Israels nicht selbst heilsnotwendig wäre. Nun konstituiert sich aber die jüdische Religion ja erst durch das Nein! zu Jesus als dem Messias Israels. Damit ist die jüdische Religion die Verweigerung des jüdischen Volkes. gemäß dem Willen Gottes, an Jesus als den Messias Israels und der ganzen Welt zu glauben.
Wenn der Begriff des ungekündigten Bundes Gottes mit dem Volke Israel so einen Sinn haben soll, dann kann das nur beinhalten, daß für Gott dies Nein! nicht das letzte Wort Israels ist, sondern daß er weiter es zum Glauben an Jesus Christus aufruft. Ungekündigt heißt dann, daß Gott das jüdische Volk nicht aufgegeben hat, daß es noch den Weg zum Glauben findet. Eindeutig ist aber Jesu Verkündigung an das jüdische Volk: Gerade es ist dazu berufen, den christlichen Glauben aufzunehmen und nicht im Nein zu Jesus Christus zu verharren.
Das Befremdliche ist nun aber, daß im christlich-jüdischen Dialog genau das Gegenteil gemeint wird: Weil Gott seinen Bund mit Israel aufrechterhält, bräuchten Juden nicht den wahren Glauben, den christlichen anzunehmen! Im Nachhinein sagt man so zum Sohn Gottes, daß er sich eben vertan habe, denn er hätte nur den Heiden und nicht den Juden den christlichen Glauben verkündigen sollen. Das jüdische Volk dagegen bräuchte seinen eigenen Messias nicht, ja das jüdische Volk könne seinem Bund mit seinem Gott treu bleiben, gerade indem es nicht an Jesus als den Christus glaube.Aber das Telos des Bundes Gottes mit dem jüdischen Volke ist ja gerade die Messiasverheißung, daß Israel in Jesus ihren verheißten Messias erkenne und glaube. So wird aus der größten Untreue des Volkes Israels, sein Nein zum Sohn Gottes in diesem Dialog die Treue Israels zu seinem Bund mit Gott. Was für eine Absurdität!
Implizite setzt dieser jüdisch-christlicher Dialog voraus, daß es a) eine jüdische Religion vor der Menschwerdung Gottes gegeben hätte, (dabei wird die Religion des jüdischen Volkes im ethnischen Sinne in einsgesetzt mit der jüdischen Religion nach der Inkarnation), daß b)  der die christliche Religion als eine andere entgegengesetzt vorgestellt wird  und daß nun c) die Treue des jüdischen Volkes darin bestünde, ihre Religion nicht aufzugeben, indem sie sich der christlichen anschlösse. Es gäbe so eine autonome jüdische Religion im Bund Gottes mit dem Volke Israel, die nicht ihr Ziel im Glauben an Jesus Christus habe, sondern zu der es konstitutiv dazugehöre, nicht an Jesus als den Christus zu glauben. Das Ziel des jüdisch-christlichen Dialoges sei so, mit der These des ungekündigten Bundes zu begründen, warum Israels Treue zu Gott in ihrem Verharren in ihrem Neinsagen zu Jesus Christus bestünde. Ihr Unglaube sei ihre Treue zu Gott!            

Sonntag, 8. Juli 2018

Zum Aufstand der Gewissen wider die Wahrheit



"Ein Trauerspiel. Auch die allerkleinsten Reformen werden im Keim erstickt. Und dabei wäre sehr viel zu tun, wenn die Kirche um ihrer Glaubwürdigkeit willen endlich in der Gegenwart ankommen möchte. Was in Rom mühsam diskutiert wird, ist vor Ort längst geklärt. In unserer Gemeinde gehen alle Getauften, die in ihrer Kirche zum Abendmahl zugelassen sind, zur Kommunion. Dafür muss man nicht in einer konfessionsverbindenden Ehe leben, sondern einfach Christ sein.
Die Gläubigen von heute sind eben keine gehorsamen Kinder am Gängelband der Hierarchie, sondern mündige Erwachsene. Sie tun, was ihnen ihr Gewissen sagt."
So legt sich ein katholischer Priester  seine Kirche zu recht.Auf der Internetseite: Christliches Forum ist der ganze Stellungnahme des Pfarrers zur Causa: Wer darf zur Eucharistie zugelassen werden? nachlesbar. (7.7.2018). Der Gemeindeleiter erlaubt einfach jedem Getauften den Empfang der hl. Kommunion. Das sei die Realität, die endlich doch auch die Da- Oben der Kirche anzuerkennen haben- und wenn nicht, dann mache eben jeder Getaufte, wie es ihm gefällt. 
Woher weiß dieser Pfarrer denn nun, daß die hinreichende Bedingung zum Empfang der hl. Kommunion das bloße Getauftsein ist? Nach der Lehre der Katholischen Kirche reicht nicht einmal das Gliedsein in der Katholischen Kirche dazu aus, sondern der Kommunikant muß auch frei sein von schwerer Sünde. Sonst hat er erst zu beichten. Aber die Lehre der Kirche interessiert diesen Pfarrer offensichtlich nicht. Er hat sich eben eine Privatkirchenlehre zugelegt, nach der jeder Getaufte, egal welcher christlichen Konfession er angehört, zur Kommunion zulaßbar sei. 
Diese Privatanarchie bejubelt dann der Pfarrer, daß nun jeder Getaufte täte, wie es ihm sein Gewissen sagt! Aber wozu noch bedarf es da eines Gewissensentscheides?, wenn der Gemeindeleiter schon für alle entschieden hat: Jeder Getaufte darf. Er hat ja schon mit seinem Gewissensurteil für die Gemeinde die Lehre der Kirche außer Kraft gesetzt, indem er entschied, daß alle Getauften zur Kommunion zulaßbar sind. 
Die rechte Lehre der Katholischen Kirche ist für diesen Pfarrer nur "ein Gängelband der Hierarchie".Damit demonstriert dieser Pfarrer eben, daß er ganz in der Wirklichkeit der postmodern sich auslegenden Gesellschaft angekommen ist mit ihrem Zentralcredo, daß eine erkannte Wahrheit unfrei mache. Denn jede erkannte Wahrheit setzt die Differenz von wahr und unwahr und diskriminiert so das Unwahre. Die Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber ermöglicht dagegen die Praxis der Vergleichgültigung: Egal, ob wer der wahren Kirche oder einer in vielen sich irrenden christlichen Gemeinschaft angehört: Jeder darf...denn Gott selbst ist die Wahrheit gleichgültig!  Und woher weiß das dieser Pfarrer? Das wird ihm wohl sein Gewissen offenbart haben.
Ein wahrhaft großer Revoluzzer agiert also da, indem er einfach seine Privattheologie zur einzig wahren deklariert. Aber er geht noch weiter: "Jetzt kommt es darauf an, dass wir den Glauben selbst in die Hand nehmen, ihn verkünden, feiern und leben. Vielleicht hierarchiefrei, aber wahrhaftig."
Das heißt im Klartext: Jeder möge sich doch seinen Privatglauben zusammenkomponieren und denn dann  authentisch= glaubwürdig praktizieren. Wer nun -bestürzt- den Einbruch der Anarchie in der Kirche befürchtet, dem sei zum Trost gesagt: Selbstverständlich ist der Glaube, den wir in die Hand nehmen, hundertprozentig politisch korrekt ist und faktisch meint das nur, daß der traditionelle Glaube der Kirche durch Zeitgeistgemäßes zu ersetzen sei.
Im Namen der Gewissensfreiheit wird so der Getaufte von der Wahrheit der Kirche emanzipiert, um ihn dann dem herrschenden Zeitgeist zu unterwerfen. Das ist dann die Freiheit der Gläubigen wider die offenbarte Wahrheit. 
Geradezu revolutionär ist dabei das hier zu Grunde liegende Verständnis von Wahrheit und Wirklichkeit. Verkündet die Kirche Normen, so hat das zu sein, so sind diese Normen als nichtig zu erklären, wenn festgestellt wird, daß viele Menschen sich nicht an diese Normen halten. Also, würde festgestellt, daß mehr als 50 Prozent alle Ehemänner regelmäßig ihre Frauen betrügen, indem sie in ein Bordell gehen, dann wäre das kein Ehebruch mehr sondern eine Lebenspraxis, die die Kirche zu bejahen habe. Sie hätte eben die Gewissensentscheidung der Bordellkunden zu akzeptieren und dürfe dies Verhalten nicht gängeln, gar moralisch verurteilen, denn was die Masse macht, ist immer recht, nur das davon Abweichende ist zu kritisieren, also die unverbesserlichen Dogmatiker,  die die Lehre der Kirche vertreten.   
Als vorkonziliar und den Heutigen unzumutbar gilt so heute, was die Kirche dazu vor dem 2.Vaticanum lehrte:
„Aus dieser modrigen Quelle der Gleichgültigkeit, die den Glauben betrifft, fließt jene törichte und falsche Ansicht, die man besser als Wahnsinn bezeichnet, für jeden die Gewissensfreiheit zu fordern und zu verteidigen. Der Wegbereiter für diesen überaus verderblichen Irrtum ist diese vollkommen übermäßige Meinungsfreiheit, die auf weiten Gebieten zum Verderben der Kirche und des Staates verbreitet ist. Einige behaupten hierbei mit großer Unverschämtheit, daß sich daraus Vorteile für die Religion ergeben. Der heilige Augustinus sagt dagegen, was ist tödlicher für die Seele, als die Freiheit des Irrtums! Wenn jeder Zaum entfernt wird, durch welchen die Menschen auf den Pfaden der Wahrheit geführt werden, und dadurch ihre zum Bösen geneigte Natur in die Tiefe stürzt, sehen wir den geöffneten Abgrund der Hölle, aus dem der Apostel Johannes den Rauch aufsteigen sah, der die Sonne verdunkelte und aus dem Heuschrecken hervorgingen, die sich über die gesamte Erde verbreiteten, um sie zu verwüsten18. Aus diesem Irrtum entstammt die Wandlung der Gesinnungen, die zur Verderbnis der Jugend führen, aus dem die Verachtung des Volkes gegenüber der Religion sowie der heiligsten Dinge und Gesetze hervorgeht und aus dem die Worte der Pest kommen, die für das öffentliche Gemeinwesen tödlicher sind, als alles andere. Die Erfahrung bezeugt, was seit ältester Zeit bekannt ist. Staaten, die durch Reichtum, Macht und Ruhm aufblühten, sind an diesem einen Übel zugrunde gegangen, das sich in der übermäßigen Meinungsfreiheit, der Redefreiheit und der Sucht nach Neuerungen äußert.“
Papst Gregor XVI.  (zitiert nach Wikipedia, Gewissensfreiheit).
Aber heutzutage erdreistet sich schon ein Ortspfarrer, im Namen dieser Gewissensfreiheit, die Lehre der Kirche als nichtig zu erklären und dazu aufzurufen, daß doch jeder seinen Privatglauben ganz nach seinem Geschmacke sich zusammenbasteln möge. 

Zusatz: Welche Mutter gäbe ihrem Kinde von ihren Tabletten zu "naschen" mit der Begründung: "Wenn mein Kind unbedingt diese bunten Pillen mal "naschen" möchte" und vergäße dann ganz die Negativfolgen solch eines Medizinmißbrauches! So schützt die Mutter Kirche auch Menschen vor einen sakrilegischen Empfang der hl. Kommunion ob der Kollateralschäden mißbräuchlichen Empfangens. Merksatz: Je stärker die Heilkraft einer Medizin, desto destruktiver ist sie, falsch eingenommen. Die Eucharistie ist die stärkste Medizin auf Erden, weil sie Medizin zur Unsterblichkeit ist, recht eingenommen aber nur recht eingenommen! 


   

Samstag, 7. Juli 2018

Die Realität der Schlepper und die Wahnwelten des Papstes

"Die libysche Küstenwache nennt die Schlepperaktionen und die Migration über das Mittelmeer »Selbstmord-Aktionen in Gummibooten«. Die Menschen würden sich in Gefahr bringen. Schuld seien die Machenschaften der Schlepper, die Rettungsversprechen der vorgeblichen »Rettungschiffe« und die offenen Häfen – all dies würde eine Sogwirkung auslösen, die die Menschen dazu ermutigt, die Migration über das Meer zu wagen." So kann man es auf der Internetseite "Freie Welt" am 6.7. des Jahres lesen. Treffend lautet so die Überschrift:"Migranten sollen sich nicht länger mit »Selbstmord-Aktionen in Gummibooten« in Gefahr bringen."
Das könnte so auch Papst Franziskus und Deutsche Bischöfe wissen! Aber was erklären sie? Katholisch de titelt am 6.7. 2018: "Papst prangert "Heuchelei bei Anti-Migrationskurs an" Für ihn gibt es nur in Seenot geratende Flüchtlinge, denen die Europäer zu helfen haben. So legt sich dieser Papst die Welt zurecht:"Die Menschen würden verschlossen "gegenüber denen, die wie wir ein Recht auf Sicherheit und auf Bedingungen für ein würdiges Lebens haben ", sagte Franziskus am Freitag bei einem Gottesdienst für Migranten im Petersdom. Statt Brücken würden Mauern gebaut – sowohl in der Wirklichkeit als auch in den Köpfen." Katholisch de am 6.7.2018.
Angesichts solcher Wirklichkeitsverzehrungen wundert es nicht, daß diese Bischofs-konferenzinternetseite ihre Kommentarfunktion gesperrt hat, denn was für klarstellende Kommentare evozierte diese päpstliche Kommentierung der Tatsache, daß Schlepperorganisationen Menschen auf seeuntaugliche Schiffe lockt mit dem Versprechen, in ein Land zu kommen, wo Milch und Honig für sie fließen, die Einheimischen ihnen alles Gewünschte gewähren würden.
Dabei ist es dann ganz im Sinne dieser Organisationen, daß dann ihre Schiffe in Seenot geraten, damit dann die "Flüchtlinge" gerettet werden, indem sie in europäische Häfen transportiert werden von Rettungsschiffen! Denen dürfe dann das Vorankergehen nicht verboten werden und so sind die "Flüchtlinge" trotz ihrer illegalen Einreise, wo sie hinwollen. Dann wird das Zauberwort: "Asyl" gerufen und Europa wird diese "Flüchtlinge" nicht mehr los! Wehe, wer versucht, Illegale zu repatriieren. Das Protestgeschrei von Gutmenschorganisationen findet kein Ende und die Schlepper verdienen so ihr gutes Geld .
Papst Franziskus und Deutsche Bischöfe stellen sich nun an die Spitze dieser Gutmenschbewegung, faktisch jeden, der zu uns will, um hier gut zu leben, aufzunehmen und ihn hier dann zu Lasten der Einheimischen das zu ermöglichen. Nicht einmal mehr die Fiktion des Armutsflüchtlinges wird bemüht. Der einfache Wille, daß wer so gut leben möchte wie der Durchschnittsdeutsche, legitimiert hinreichend den Willen, hier dauerhaft als Asylant zu leben. Es gäbe eben ein Menschenrecht auf ein gutes Leben, sodaß jeder das Recht habe, dort zu leben und sich verköstigen zu lassen von der dortigen Gemeinschaft, wo es ihm am besten gefällt.
Faktisch unterstützt so der Papst und die ihm Zustimmenden in erster Linie die Geschäfte der Schlepperorgnisationen, aber sie helfen damit auch mit, die Völker Europas aufzulösen, ihre Kultur auszulöschen durch eine konsequente Multiethnisierung und Multikultivierung Europas. Ob da noch subkutan die marxistische Befreiungstheologie nachwirkt, die "imperialistischen" Länder, die die "Ausbeuter der Welt" sind anzugreifen und zu zerstören? 
Zu Grunde liegt dem eine etwas vulgarisierte Version von Lenins Theorie des Imperialismus als höchstenwickelte und letzte Stufe des Kapitalismus, in der imperialistische Mächte Drittstaaten ausbeuten und so auch das Proletariat in ihren Ländern so zu versorgen, daß auch sie etwas daran profitieren, sodaß die dortigen Proletariate schwerlich noch für die Revolution zu gewinnen sei. Das revolutionäre Subjekt sei so in den ausgebeuteten Ländern zu verorten, die dann ihren Kampf gegen die Weltmächte führten, Europa und Amerika. Diesen Krieg führten dann diese "Flüchtlinge" gegen die "imperilalistischen Mächte", den USA und Europa, besser Westeuropa!  Ob Papst Franziskus in diesem Geiste agiert?       


Freitag, 6. Juli 2018

Ein klärendes Wort zum Kommunionmpfang evangelischer Ehepartner

kath.net dokumentiert die Erklärung des „Priesterkreises Communio veritatis“ in voller Länge:( 04 Juli 2018, 12:00 Paderborner Priesterkreis: Erzbischof Beckers Weisung ist unannehmbar)


Unsere Vereinigung erklärt dazu folgendes:

1. Grundsätzlich gilt: „Um die heilige Kommunion zu empfangen, muss man der Katholischen Kirche voll eingegliedert sein und sich im Stand der Gnade befinden“ (KKKK 291).

2. In der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia des hl. Papst Johannes Paul II. lesen wir: „Die Ablehnung einer oder mehrerer Glaubenswahrheiten über diese Sakramente […] hat zur Folge, dass der Bittsteller nicht für ihren rechtmäßigen Empfang disponiert ist“ (EdE 46). Es gehört zum Wesen des Protestantismus, nicht den vollen katholischen Eucharistieglauben zu haben.

3. Bezüglich Kanon 844 § 4 CIC kann kein Diözesanbischof die Situation in einer konfessionsverschiedenen Ehe zur schweren Notlage erklären, um eine Interkommunion zu ermöglichen. (Kardinal Brandmüller sagte zur Deutung der schweren Notlage: „dass der Kanon sich auf Extremsituationen, wie sie in Krieg, Verfolgungen, auch Deportationen und Naturkatastrophen entstehen, bezieht“ (kath.net, 25.6.2018).

4. Kanon 844 § 4 des katholischen Kirchenrechts stellt für den Kommunionempfang eines nichtkatholischen Christen unter anderem die notwendige Bedingung, dass ein Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufgesucht werden kann.

5. Die in Nummer 1401 des Katechismus der Katholischen Kirche beschriebene rechte Disposition schließt notwendig auch das Freisein von schwerer Sünde ein. Daraus ergibt sich, dass der Protestant in einer echten Notlage zunächst zum Bußsakrament geführt werden müsste.

6. Im Hinblick auf das ewige Heil gibt es in ziemlich seltenen Ausnahmefällen die Möglichkeit, einzelne nichtkatholische Christen zum Bußsakrament, zur Krankensalbung und zur Eucharistie zuzulassen. Das setzt jedoch voraus, dass bestimmte, außergewöhnliche, durch genaue Bedingungen gekennzeichnete Situationen (siehe oben 2 bis 5) - wobei alle Punkte zutreffen müssen - gegeben sind. Es ist die Pflicht eines jeden, sich treu daran zu halten (vgl. Papst Benedikt XVI., Sacramentum Caritatis, 56).

Es ist fast schon ein kleines Wunder, daß in Zeiten theologischer Konfusion Priester zu so klaren Worten finden, aber es sind auch traurige Zeiten, in denen das eigentlich Selbstverständlliche, daß die Kirche katholisch denkt und handelt, zur Ausnahme wird!

Donnerstag, 5. Juli 2018

Der gscholtene Präsident der USA

"Trump schreibt Brief an Pro-Life-Organisation: „Wir haben alle die Pflicht, das wichtigste und fundamentale Menschenrecht, das Recht auf Leben, zu verteidigen. Als Präsident widme ich mich dem Schutz aller Amerikaner, auch den Ungeborenen“ kath net 4.7.Wann wurde je ein amerikanischer Präsident so in den deutschen Medien attackiert wie dieser! Und: Gerade katholische Medien immer an vorderster Front! Was sagen katholische Bischöfe zu ihm? Sie polemisieren.
Wie ist das möglich? Dafür gibt es eine klare Antwort: Für den heutigen Katholizismus ist der Glaube an die Multikultiideologie zum wichigsten Dogma avanciert. Und zu ihm gehört die Verachtung, die Verneinung des Eigenen, denn nur das Fremde ist gut. Ein Präsident dagegen, der sich als Patriot versteht, Politik für das eigene Volk machen will und so auch Sorge trägt für die Lebensfähigkeit des Volkes, indem er sich für das Lebensrecht der Ungeborenen einsetzt, ist da nur ein einziges Ärgernis.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Der Verlust aller Werte? Oder der Sieg des Verkaufserfolges

Der Protagonist des Romanes: "Gegen den Strich" von Joris-Karl Huysmann faßt seine Erfahrung mit Schriftstellern desillusioniert so zusammen. Er war entsetzt, "ihre kleinlichen und rachsüchtigen Urteile zu erkennen, ihre banale Unterhaltung und ihre widerlichen Streitigkeiten zu hören, wonach der Wert eines Werkes einfach nach der Zahl der Auflagen und dem Ertrag des Verkaufes bemessen wurde." (Einleitung, Anacondaverlag, 2015, S.14).  Der Protagonist erleidet hier nach dem Abschluß seiner Ausbildung in einem Jesuiteninternat das, was bei Buddha seine Ausfahrten aus dem Hofe in das wirkliche Leben evozierten: Angesichts der Desillusionierung entscheidet sich der Protagonist zur Abkehr von der Welt. Nach Kontakten zu Adelskreisen, zu denen er selbst gehört, zu ehemaligen Schülern des Internates suchte er einen Kontakt zu Literaten, hoffend hier auf Geistesverwandte zu treffen- aber gerade hier erlitt er diese maßlose Enttäuschung. Spontan fühlt man sich an Balzacs: "Verlorene Illusionen" erinnert.
Aber was erwartete den der "Held", als er den Weg zu Literaten suchte, sodaß er enttäuschbar war?Wer nichts erwartet an Positivem, der kann ja auch nicht enttäuscht werden. Unterteilt man die Vernunft in Anlehnung an Kant in drei, die theoretische, die praktische und die ästhetische Vernunft, so wäre die Literatur einer der Orte des Diskurses über das Schöne und das Häßliche, wie die theoretische Vernunft sich konstituiert durch das Oppositionspaar: wahr und unwahr, und die praktische Vernunft durch das Oppositionspaar: Gut und Böse. Und auf was stößt nun der Protagonist? Wo er ästhetische Dialoge erhofft hat, da stößt er auf Kleinkrämerisches, auf die enttäuschende Wahrheit, daß die Qualität eines künstlerischen Werkes der Gewinn ist, der mit ihm erzielt wurde. Alles Ästhetische löscht sich auf angesichts dieser Krämergeistwahrheit. Das Desillusionierende ist nun, daß die Künstler selbst, die Literaten selbst, diese Art der Wertschätzung künstlerische Werke so verinnerlicht haben, daß sie selbst auch keine ästhetischen Qualitätsmerkmale mehr kennen.Nicht ist es hier so, daß Künstler eigentlich ästhetisch Wertvolles hervorbringen möchten, sich dann aber gezwungen sehen, gemäß den Gesetzen des Marktes zu produzieren. Sie verfügen selbst nicht mehr über ästhetische Werturteile- sie orientieren sich allein am (möglichen) Verkaufserfolg ihrer Produkte. 
Das kann einerseits als Außerkraftsetzung aller Ästhetik in einem nihilistischen Sinne begriffen werden, aber andererseits auch als die Folge der Unterwerfung der Kunstproduktion unter die Gesetze des freien Marktes. Kunstwerke, die nur noch Waren sind, emanzipieren sich von der Ästhetik, weil sie nur noch zum Geldverdienst produziert und angekauft werden (als Wertanlage). 
Aber so betrachtet wird ein anderes Phänomen dabei übersehen: Daß der Diskurs über das Schöne und Häßliche selbst an seinem ihm notwendig innewohnenden Anspruch gescheitert ist, zu begreifen, was das Schöne denn in der Kunst wäre. Der subjektivistische Geschmack zersetzte jede Objektivität des Schönen. Was für den moraltheologischen Diskurs das Gewissen als Letztentscheidungsinstanz ist, daß ist für den ästhetischen Diskurs der Rekurs auf den individuellen Geschmack. Diese Subjektivierung, wie ein schwarzes Loch, löscht alles Objektive aus, zermalmt es in sich.
So bitter es auch ist: Daß Goethe und Schiller zur Hochkultur und Karl May und Hedwig Courths Mahler zur bloßen Unterhaltungsliteratur zählen, ist nur noch eine Konvention, der zugestimmt wird, weil man so zu denen gehört, die so guten Geschmack beweisen. Die Literaturwissenschaft kann selbst dies Werturteil nicht selbst mehr begründen, es akzeptiert dies Urteil einfach als Vorurteil des Alltagswissens. Und wie bleibt dies Werturteil lebendig? Wer unter Literaten sitzend erklärte, Courths Mahler als eine brillante Erzählerin zu schätzen, der katapultierte sich damit heraus aus dem Kreise der ernst zu nehmenden Literaturkritiker. Darum zählt sie eben nur zur seichten Unterhaltungsliteratur. 
Kann es einen desillusionierenden Ausgang der Ästhetik geben als diesen, daß nur noch der Verkaufserfolg den Wert ästhetischer Werke ausmacht?  
Kann man ernsthaft glauben  bzw. hoffen, daß das sich nur auf die ästhetische Produktion beschränkt, daß nicht auch die wissenschaftliche Theologie und somit auch die Kirche so ihre Produkte produziert: Wahr ist, was verkaufbar ist, was beim Konsumenten ankommt? 

Zusatz:
Ist der Nihilismus so nur der philosophische Begriff dafür, daß alles zur Ware geworden ist, und daß das gerade auch für den Diskurs über das Wahre, Gute und Schöne gilt, daß diese einstigen Werte entwertet sind durch den alleinigen des Verkaufserfolges?        

Dienstag, 3. Juli 2018

Jesus, Gottes Sohn? Nein, danke! Der Protestantismus bekennt....

Die ehemalige EKD- Vorsitzende M.Käßmann bekannte in einem Spiegelinterview am 22.7. 2013:
“Da bin ich ganz Theologin des 21. Jahrhunderts. Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die Gott vollkommen vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht[…] Ich denke, dass Josef im biologischen Sinne der Vater Jesu war.” Von dieser Frau schrieb Katholisch de am 2.7. des Jahres: "Margot Käßmann hinterlässt eine große Lücke. Mit Margot Käßmann ist die wohl wichtigste Persönlichkeit des deutschen Protestantismus am Wochenende in den Ruhestand gegangen." 
Wer war und ist dann dieser Jesus Christus für diese wichtigste Persönlichkeit des deutschen Protestantismus? Eines kann er nicht sein für sie: Der Sohn Gottes, denn er ist ja nur ein Mensch und sonst nichts. Auch darf für diese Protestantin Maria keine Jungfrau sein, sondern sie war nur eine junge Frau- nach der Tradition des Protoevangeliums des Jakobus 16 Jahre alt. Eines macht dies deutlich, daß die im ökumenischen Dialog vertretende Meinung, daß die Katholischen Kirche und die EKD das Apostolicum als gemeinsames Glaubensbekenntnis besäßen, ein Irrtum ist. Zentrale Aussagen dieses Bekenntnisses werden (nicht nur von der einstigen  EKD-Vorsitzenden) abgelehnt!So kann Jesus Christus nicht mehr für sie Gottes eingeborener Sohn sein  noch wurde er von einer Jungfrau geboren. Welche Lücke kann diese Frau hinterlassen, die Zentralaussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses so verleugnet?
Und wie soll dann noch die Verkündigung eines im 1.Jahrhundertes Gelebthabenden für uns im 21. Jahrhundert noch Bedeutung haben? Frau Käßmann versteht sich als Frau des 21. Jahrhundertes: Das meint, daß für sie nur noch das Bedeutung haben kann, was ins 21. Jahrhundert paßt. Da fällt eben der Zeitzensur vieles zum Opfer, nicht nur der Sohn Gottes oder die Jungfrauengeburt! Daß Jesus Christus die Ehe als unauflöslich lehrte, ist dann eben inakzeptabel für eine Protestantin des 21. Jahrhundertes. "Die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, hat Papst Franziskus bei den Themen Ehe, Abtreibung und Familie als „engstirnig“ bezeichnet." Kath net vom 2.7.2018 zu Käßmanns Papstkritik. Als "Theologin des 21. Jahrhundertes" ist sie eben für das Töten von Kindern im Mutterleib als Recht der Mutter und für die Ehe für alle. Wenn das dann nicht mit Jesu Verkündigung in Einklang zu bringen ist, dann macht das gar nichts, denn schließlich trennt uns von Jesus fast 2000 Jahre Fortschritt, sodaß man nicht bei so veralteten Lehren stehen bleiben darf, denn als Christ schreitet man mit der Zeit voran, Überaltertes hinter sich lassend.
Wenn nun kritisch bilanziert würde, was uns denn dieser Jesus noch zu sagen hätte, es bliebe wohl nur der Appell zur Nächstenliebe übrig und daß es einen uns alle bejahenden Gott gäbe. Könnte da nicht gleich ganz auf Jesus Christus verzichtet werden, zumal er schwerwiegende Irrtümer praktizierte, so als er Juden zum christlichen Glauben bekehrte- so als wüßte er nicht, daß Juden ob der Treue Gottes zu seinem jüdischen Volke keine Umkehr zum christlichen Glauben um ihres Heiles willen bedürften, wie es die EKD jetzt einmütig bekennt. Und das Abergläubische! Daimonen und böse Geister trieb er aus, phantasierte über ein apokalyptisches Weltende statt zur Conservierung der Schöpfung aufzurufen. Jesus war eben doch nur ein Kind des ersten Jahrhundertes, der uns jetzt nach 2000 Jahren Fortschritt eigentlich kaum noch etwas zu sagen hat!
Wenn heute für den Protestantismus wie aber leider auch für die Katholische Kirche die Propagierung von Multikulti und offenen Grenzen zur Auslöschung der Identität der Völker das wichtigste ist, wozu bedürfen wie 21. Jahrhundertchristen da noch den Jesus Christus? Frau Käßmann hat das klar erfaßt, indem er ihn zu einem bloßen Menschen degradiert. 


Montag, 2. Juli 2018

"Der Gleichheits-Wahn"

W.J.Mertensacker resümiert diesen Leitartikel des "Kurier der Christlichen Mitte" Juli 2018, S.1:"Die Gleichmacherei ist ein Aufstand gegen den Schöpfer und seine Schöpfungs-Ordnung und ein Verbrechen an den Menschen, wie es kaum größer gedacht werden kann. Wenn alle Menschen gleich sind, muß das geistig-seelische Leben zum Stillstand kommen. Das ist aber der Tod."
Gleichheit ist für den modernen Menschen ein ganz und gar positiv besetzter Begriff.  Sind wir alle nun schon gleich, oder gibt es noch Ausgegrenzte, Diskriminierte? ist so das Präludium des Diskurses über die Gleichheit. Eine dunkle Seite wird dabei tunlichst verdrängt:

"Kurz und schmerzlos. So hatte sich Joseph-Ignace Guillotin, dessen – natürlicher – Tod sich 2014 zum 200. Mal jährt, Hinrichtungen vorgestellt. Dann aber wurde die Guillotine zur Enthauptungsmaschine der Französischen Revolution, zur großen Gleichmacherin unter einem Fallbeil, das unterschiedslos und sehr effektiv tötete."  https://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Kunstvolle-Kurzmacherin-_arid,84695...11.05.2014. Die Guillotine ist sozusagen die Nacht- und Rückseite des Gleichheitsideales als ihre dunkle Wahrheit: Weil Menschen nicht gleich sind, müssen sie gewaltsam gleich gemacht werden. 
Nur, darf denn das Ideal der Gleichheit überhaupt als Ideal anerkannt werden? Gemeinschaftliches Leben generiert sich doch gerade aus der Ungleichheit der Menschen. Ein ganz simples Bild möge das veranschaulichen: Wenn viele einzelne Kugeln nebeneinander liegen, kann  auch der Geschickteste nichts daraus erbauen, es bleiben beziehungslose Kugeln. Wenn aber verschieden geformte Legosteine die Mutter ihrem Kinde zum Spielen gibt, gerade daraus kann dann das Kind Erstaunlichste zusammenbauen. Gemeinschaft setzt Verschiedenheit voraus, aus der sich dann etwas Gemeinsames auferbauen kann, so wie eben auch der menschliche Körper aus Verschiedenem besteht und so aber auch nur eine Einheit ist. Der Leib Christi ist nur eine Einheit, indem er sich selbst wie jeder lebendige Körper aus verschiedenen Organen zusammensetzt. 
Das zweifelhafte Ideal einer Gesellschaft dagegen denkt jeden Einzelmenschen als in sich ruhende Kugel, sodaß alle so gleich sind. Aber diese Kugelmenschen können keine wesentlichen Beziehungen zu anderen als sich selbst aufbauen, weil sie selbst schon kugelförmig vollendet sind. Ganz anders die Gemeinschaft, in der das Ganze jedem seinen besonderen Ort gewährt, an dem er gemäß seiner Besonderheit, das ist seine Differenz zu allen anderen, für das Ganze ist. Wenn alle Teile des Körpers nun nur noch Kopf sein wollten, dann wäre das der Tod des Körpers- nur aus Differentem kann sich eine organische Einheit auferbauen. 
Gleichheit, radical realisiert, löschte dagegen jede Einheit, die der Ehe, die der Familie und des Volkes auf und läßt nur atomisierte Individuen zu. Die eheliche Liebe verlangt notwendig, daß der Ehemann nicht jede Frau liebt wie die seinige sondern nur sie.  Setzte ein Ehemann diese Differenz nicht, weil er alle Frauen gleich liebte, weil sie doch alle gleich sind, zerstörte er damit ad hoc die Ordnung der Ehe. Die Ordnung des Volkes gibt es auch nur, weil es die Ungleichheit von den Dazugehörigen und den Nichtdazugehörigen setzt. Löschte man diese Ungleichheit auf. löscht man sofort die Ordnung der Völker aus! 
Der "Gleichheits-Wahn" zernichtet so das Konstitutivum der Fähigkeit zu einem gemeinschaftlichen Leben, das sich aus Differenzen auferbaut! Und jede Differenz negiert die Gleichheit, die in einer Gemeinschaft nur als Anerkennung und Bejahung der Differenzen existieren kann.  
 

Sonntag, 1. Juli 2018

Wie eine Kulturministerin der Katholischen Kirche Irlands auf der Nase tanzt!

"Die Kulturministerin hat die Katholische Kirche aufgefordert, Frauen zu Priestern zu weihen. Sie hatte die Kampagne ihrer Partei für die Abschaffung des Lebensschutzes in der irischen Verfassung geleitet." Kath net am1.7.2018. Das verwundert nun Niemanden, daß eine Antikatholikin sich für das Töten für Menschen im Mutterleib einsetzt und vehement die Einführung des Frauenpriestertumes fordert. Aber jetzt kommt der Skandal!
"Madigan [so heißt diese Ministerin]   war in ihrer Dubliner Pfarrkirche als Lektorin für die Vorabendmesse am 23. Juni eingeteilt. Der Priester war verhindert, der als Ersatz vorgesehene Geistliche erschien nicht. Deshalb entschloss sich die Politikerin mit zwei weiteren Pfarrangehörigen, einen Wortgottesdienst zu halten und anschließend die Kommunion zu spenden. "
Hier verhöhnt eine Feministin die Katholische Kirche a) indem sie das Amt einer Lektorin ausübt, obgleich sie hundertprozentig antikatholisch gesonnen ist und b) sich anmaßt, was ihr nicht zusteht, eigenmächtig einen Wortgottesdienst anzusetzen und zu leiten und c) dann noch die Kommunion auszuteilen. Und dann verlangt sie noch die Einführung des Frauenpriesterumes! Und der Höhepunkt dieser Confusion: Für diese Kulturministerien ist der Schutz des Lebens Barbarei. ." In einem Interview mit der irischen Zeitung Herald hatte sie das Abtreibungsverbot wörtlich als „barbarisch“ bezeichnet."  Kath net am 1.7.2018.
Barbarisch ist also ein Staat, der es Müttern nicht erlaubt, ihre eigenen Kinder im Mutterleibe töten zu lassen. Eine so gesonnene Frau darf in der Kirche das Lektorenamt ausüben! Nähme die Katholische Kirche Irlands sich noch ernst und spielte nicht nur noch den Hampelmann für die Medien, hätte sie diese Ministerin gleich, als sie die Führung der Kampagne zum Kindertöten übernahm, exkommunizieren müssen! Was sagt nun aber der zuständige Bischof? " Madigan habe durch ihr Verhalten und ihre Aussagen viele Gläubige verletzt." 
Nein, diese Kultusministerin hat mit ihrem Tun Gott "verletzt" und beleidigt! Sie ist gleich der Rotte Korach (4. Mose 16) eine Aufrührerin wider Gott und seine Ordnungen. Aber dieser Bischof weiß nur von sich verletzt fühlenden Gläubigen zu reden und erlaubt dieser praktizerenden Antikatholiken weiterhin, das Amt der Lektorin auszuüben, statt sie stehenden Fusses zu exkommunizieren! Eine Kirche, die sich so von ihren Feinden durch den Kakao ziehen läßt, da wundert es nicht, daß der Satan sie in Irland im Kampf um das Lebensrecht Ungeborener besiegen konnte.
Die Katholische Kirche Irlands ist eine, die Jesu Bergpredigt mißversteht, als hätte er zu ihr gesagt: Wenn Dich Dein Feind schlägt- einmal, dann lasse Dich von ihm auch zum zweiten- und x. Male schlagen und erdulde alles bis zu Deinem Tode.  Es gibt aber die heilige Pflicht der Kirche, sich um des Heiles des Menschen willen gegen Angriffe ihrer Feinde zu verteidigen und das heißt erstmal, ernst zu nehmen, was Jesus Christus hierzu selbst angeordnet hat: Mk 9,47:
"Ärgert dich dein Auge, so wirf's von dir! Es ist dir besser, daß du einäugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das höllische Feuer geworfen"
Damit ist selbstverständlich die Kirche gemeint, die hier als ein Organismus verstanden wird, für den es um der Gesundheit, des Heiles notwendig ist, ein erkranktes Teil operativ zu entfernen, statt die Erkrankung des ganzen Körpers zuzulassen: etwa die Entfernung eines entzündeten Blinddarms. Das besagt für die Kirche: Wenn ein Glied der Kirche die ganze Kirche zum Sündigen zu verleiten sucht (und nicht einfach nur privat sündigt), dann hat sie dies Glied zum Schutz der ganzen Kirche zu exkommunizieren. Damit sagt Jesus aber auch: Wenn die Kirche als Ganzes sündigen würde, dann würde sie auch als Ganze in die Hölle geworfen werden- nur, daß der Herr der Kirche sie davor selbst bewahrt, sodaß immer nur Teile von ihr sündigen können, wie diese Kultusministerin, die sich nun rühmen darf, ein ganzes Volk zu Todsünden mitverführt zu haben.

 

Samstag, 30. Juni 2018

Ein Bischof mit dem Mut zur Wahrheit oder eine Verschwörungstheorie

"(Rom) Hinter der Masseneinwanderung nach Europa steht ein Plan, die europäischen Völker auszutauschen. Dies sagte Msgr. Athanasius Schneider, einer der profiliertesten Bischöfe der katholischen Kirche,[...] Es gehe dabei auch um einen „gelenkten“ Versuch, das Christentum in Europa in Frage zu stellen."  Kath info 29.6.2018.
Den politisch korrekten Medien ist dieser Bischof natürlich nur ein obskurantistischer Verschwörungstheoretiker, der nicht sehen will, daß es der Bundeskanzlerin und ihren Freunden nur um rein humanitäre Anliegen ginge. Parteipolitiker, deren Zukunftsausblick nur bis zum nächsten Termin einer möglichen Wiederwahl reicht, kann man aber auch wahrlich nicht so weitgehende Zukunftspläne zutrauen. Aber doch scheint sich in, unter und zwischen all den Zufälligkeiten der letzten Jahre ein Plan sichtbar zu werden, der tatsächlich einen Bevölkerungsaustausch in Europa  beabsichtigt.Wirken Hintergrundmächte, die jenseits der publizierten Politik wirken, den Untergang der Völker Europas  und dabei isb. auch das Erlöschen des Christentumes in Europa erstrebend?
Bischof Schneider spricht hier nicht Klartext, wem er solche Pläne zutraut. Sind diese so mächtig, daß er die direkte Konfrontation mit ihnen meidet? Oder setzt er darauf, daß conservative Katholiken in Einklang mit der vorkonziliaren Kirche damit das Wirken der Freimaurerei assoziieren?
Eines ist offenkundig: Gerade die Katholische Kirche und der organisierte Protestantismus stellen sich dabei an die Spitze der antideutschen und auch antieuropäischen Bewegung, ja ihnen ist die Bejahung der Auflösung der Identität der Völker Europas und die Förderung des Islam der wichtigste christliche Glaubensartikel geworden zu sein! Nur kann man sich schwerlich die Kirche als den oder als einen der Urheber dieses Untergangsplanes vorstellen. Die Kirche ordnet sich hier einfach der herrschenden Ideologie unter und propagiert sie- wohl um so so viel wie möglich an Privilegien, die sie noch in den Staaten Europas genießt, nicht zu verlieren. Die uns regierenden politischen Parteien kann man sich als Urheber so komplexer Zukunftspläne auch nicht vorstellen, sie denken nur von Wahlkampftermin zu Wahlkampftermin.
Es gehört zum guten Ton, daß man jede Art von Verschwörungstheorie ablehnt- aber sind die politischen Ereignisse ohne solche Theorien wirklich erklärbar? Und dürften wir als Christen nicht hinzufügen, daß wir den größten aller Verschwörer, den Satan selbst bestens kennen!  Wer wagt zu behaupten, daß dieser wohl im Privatleben eingreift (man denke an des Teufels Versuch, Doktor Faustus zu versuchen- Goethe-),aber daß der Teufel nicht im politischen Raume wirke durch und in internationalen Organisationen? Oder glaubt wer ernsthaft, daß der Feminismus mit seinem unbedingten Willen zur Tötung von Kindern im Mutterleibe ohne den tatkräftigen Teufel so erfolgreich gewesen sein könnte?

Zusatz:
"DÜSSELDORF. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die EU aufgefordert, wegen ihrer Flüchtlingspolitik den Friedensnobelpreis zurückzugeben. „Eine Europäische Union, die sich derart abschottet und Menschen in Todesgefahr die Hilfe verweigert, verrät die Liebe, für die das Christentum steht“, schrieb der Vorsitzende der EKD-Kammer für Migration und Integration, der rheinische Präses Manfred Rekowski, auf dem „Präsesblog“ seiner Landeskirche "
Hier demonstriert mal wieder die EKD, wie mit plumpen Propagandatricks Stimmung für eine Untergangspolitik Europas machbar ist.
A) vergißt man einfach, daß diese Flüchtlinge bei dem Versuch einer illegalen Einwanderung nach Europa/Deutschland sich selbst mutwillig in Not bringen,
daß B) das auch von den Schlepperorganisationen so beabsichtigt ist, denn je mehr Flüchtlinge ertrinken um so mehr wird dann die illegale Einreise gelingen,
wobei C) die Schlepperorganisationen ganz auf die NGOs und die Kirchen sich verlassen, die für sie das Geschäft machen durch die Verteufelung jedes Versuches, illegale Einwanderungen zu verhindern. Daß nun die Liebe des Christentumes darin besteht, Menschen bei illegalen Versuchen zu einem besseren Leben zu kommen, zu unterstützen, muß wohl als der Höhepunkt kirchlicher Desinformationspropaganda bezeichnet werden.