Mittwoch, 18. Januar 2017

Sprache und Denken Lesefrüchte

"Die Romantik als Weltanschauung und Philosophie konnte nur deshalb zur Blüte gelangen,weil die deutsche Sprache schon eine philosophische ist. >Die deutsche Sprache ist die tiefste<stellt z.B. Karl Kraus fest. (Nachts). Daher auch der bekannte Satz vom Volke der Dichter und Denker (Madam de Stael).
Das Lateinische ist eine Machtsprache, das Englische eine Handelssprache, das Französische eine Konversationssprache und das Deutsche eine Philosophensprache." Werner J. Mertensacker, Die Treue. Deutschlands Wesen und Ehre. Ein Plädoyer für Deutshland, Christliche Mitte 2016, S.49 
Wenn es kein un- oder vorsprachliches Denken gibt, sondern immer nur eines in einer Sprache, so ist jedes Denken immer auch fundiert durch die bestimmte Sprache, in der wir denken. Man könnte vielleicht sagen, daß die Grenzen unserer Sprache die Grenzen unseres Denkens sind. So ist uns ein Freiheitsbewußtsein, weil wir in Konjunktiven denken können: Gestern tat ich das, ich hätte aber auch etwas anderes tuen können. Es geschah so, es hätte sich aber auch anders ereignen können. Nun denken die Menschen in ihrer jeweiligen Muttersprache. Welche Bedeutung hat das für das Denken, das ist die Frage, die aus dieser Lesefrucht uns entsteht! Ist nicht jede Mutterprache eine individuelle Weise des Denkens? Wenn das vernünftige Denken muttersprachlich fundiert ist, ist es dann einerseits auf allgemeine Wahrheit insistierend doch andererseits eine individuierte Wahrheit durch das Denken in der Muttersprache? Kann man das Charakteristische der verschiedenen Sprachen bestimmen, etwa so wie es Mertensacker hier vorschlägt?
Vor vielen Fragen stehen wir damit- eines muß aber konzediert werden, daß das Denken sich eine Rechenschaft geben muß über seine sprachliche Strukturiertheit und damit auch über seine Bestimmtheit durch die je eigene Muttersprache.
In dieser Perspektive ist auch die Frage des Gebrauches der lateinischen Sprache in der Liturgie mitzuerörtern! Ist das Lateinische als jetzt "tote Sprache" uns somit zur Sakralsprache geworden?     

 

Dienstag, 17. Januar 2017

Ehebruch-immer eine schwere Sünde?

Das ist ja rein "moralistisch"! Diesem Vorwurf wohnt immer eine antithetische Gegenüberstellung von der Moral und dem Leben inne, daß da etwas moralisch wohl richtig geurteilt sei, aber dem Leben nicht gerecht wird.Der Ausspruch ist so ähnlich dem Gemeinspruch:"Das  mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nichts für die Praxis", dem Kant ja eine eigene kleine Untersuchung widmete. Angeregt durch eine sehr gelungene Verfilmung der Siegfried Lenz Erzählung: "Die Flut ist pünktlich" soll nun ein Fall konstruiert werden, um zu prüfen,ob in jedem Falle ein Ehebruch eine schwere Sünde ist, wie es im Rahmen der Debatte um AL immer wieder geschrieben wird.
Gesetzt den Fall, der Ehemann erleidet einen schweren Unfall ist danach irreversibel gelähmt, sodaß er nicht mehr mit seiner Ehefrau ehelich verkehren kann. Er sagte nun zu seiner Frau, daß er von ihr, inbesondere weil sie noch sehr jung ist, nun keine eheliche Treue mehr erwarten kann. Er möchte weiterhin mit ihr als seiner Ehefrau zusammenleben, "erlaubte" ihr aber jetzt "Seitensprünge",da er sie nicht mehr sexuell befriedigen könne. 
Gesetzt den Fall, die Ehefrau geht auf diesen Vorschlag ein, begeht sie dann, wenn sie fremdgeht, eine schwere Sünde?  Einerseits ja, denn ihr Fremdgehen widerspricht der Ordnung der Ehe, zu der kontitutiv die Treue gehört. Andererseits setzt doch der Ehebruch immer die Vorstellung voraus, daß das Fremdgehen gegen den Willen des anderen Ehepartners vollzogen wird.
Siegfried Lenz läßt den männlichen Protagonisten seine Ehefrau eine Erlaubnis zum Fremdgeben aussprechen, indem er erklärt, daß er krankheitsbedingt nicht mehr mit ihr Geschlechtsverkehr haben kann. Sie beginnt darauf eine Liason mit einem anderen Mann, von der der Ehemann weiß.  (In der Erzählung ist dieser Fall noch komplexer, da der Ehemann sich selbst beim Fremdgehen mit AIDS infiziert hat, dies aber der Ehefrau nicht eingestehen will und so eine andere Krankheit ihr vortäuscht, während er sie nicht infizieren will aber ihr auch nicht die Wahrheit sagen will. Als er ihr die aber offenbart, kommt es zu einem Ehedrama, in dem die Ehefrau versucht, ihren Mann zu töten und er daraufhin den Freitod wählt.) 
Wie hier nun eine gerechte Beurteilung finden? Das Fremdgehen der Frau ist in diesem Falle doch einerseits ein Ehebruch als Verstoß gegen die Ordnung der Ehe und doch ist es es auch nicht, denn der Ehemann hat ihr das ja ausdrücklich erlaubt. 
Man könnte jetzt so urteilen: Der Ehemann erlaubt die Seitensprünge, um seine Ehe als Ganzes zu retten, da er davon ausgehen muß, daß seine Frau sich gänzlich von ihm trennte, wenn sie in der Ehe keinerlei sexuelle Befriedigung mehr erleben und erwarten könne. Damit die Ehe nicht als Ganzes scheitert. erlaubt er eine punktuelle Durchbrechung der Ordnung der Ehe. Oder ist das eine zu laxe Auffassung von der Ehe? Muß die Ehefrau dies Schicksal akzeptierend  um der Ordnung der Ehe willen auf eine glückliche Ehe verzichten?
Wie verhält sich zu diesem Fall die Regel des Alten Testaments,daß, wenn eine Ehe kinderlos blieb, der Ehemann sich eine andere Frau nehmen durfte, um von ihr ein Kind zu bekommen, das dann als legitimes Kind der Ehe galt, auch wenn die Ehefrau nicht die leibliche Mutter war? Hier galt ja, daß die Ordnung der Ehe zum Hindernis für den Zweck der Ehe wurde, und daß deshalb um des Zweckes willen die dem Zweck der Ehe subordinierte Ordnung der ehelichen Treue punktuell auflösbar war. Der Ehemann ging ja nicht eine Zweitehe ein im Sinne einer Polygamie, sondern die andere Frau ersetzte nur die Ehefrau, damit ein legitimer Nachwuchs  entstehen konnte. 
Ein wenig hat hier der von Kant kritisierte Spruch doch Wahrheit in sich: In der Theorie der Ehe ist jeder Ehebruch eine schwere Sünde, aber es kann Fälle geben, wo er das nicht ist, besonders dann nicht, wenn das Fremdgehen um eines höheren Zieles willen gerechtfertigt sein könnte, also dem Zweck der Ehe, dem Nachwuchs oder wo nur, wenn ein Fremdgehen erlaubt wird, die Ehe aufrecht erhalten werden kann.                   

Montag, 16. Januar 2017

Damit ich gerettet werde- vergessene Fragen und Antworten

"quod me oportet facere, ut salvus fiam?" (Apg 16,30)A.Arndt .J. S. übersetzt: "was muß ich thun, um selig zu werden?"(Vulgata, Novum Testamentum 2.Auflage 1903 Reprint). Gerettet werden, wäre eine adäquatere Übersetzung. Ist den Menschen oder der Kirche diese Frage abhanden gekommen? Aber fangen wir jetzt mal anders an: Was für eine Antwort bekäme der so Fragende denn heute von einem kirchlichen Seelsorger? Es bedarf dazu keiner prophetischen Begabung. Der Frager würde erstmal befragt, worin denn wohl sein Problem, das ihn so bedrängende bestünde. Habe er das Problem im Bereich von Liebe/Partnerschaft oder im Beruflichen oder im Gesundheitlichen? Schon diese Grobverortung des Problemes zeigt dem Frager, daß dem Seelsorger ein wirklich religiöses Problem gar nicht mehr vorstellbar ist; er kennt als Seelsorger in der Regel nur Menschen mit weltlichen Problemen, bei denen evtl der christliche Glaube bei der Bewältigung eine Hilfe sein könnte. Meist reduziert sich aber das Religiöse auf die innere Motivation des Seelsorgers, demAnderen zu helfen, sodaß die Seelsorgepraxis dann rein humanistisch-psychologisch verfährt. 
Jedenfalls wird  er nicht die Antwort hören, die der Apostel Petrus den ihn so Fragenden gab: "Crede in Dominum Jesum:et salvus eris tu". "Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden" (Apg 16,31). Warum nicht? Weil es einem Nichtchristen oder gar einem  Andersgläubigen nicht zumutbar ist, ihn zum christlichen Glauben aufzurufen! Zudem: Welches seiner Probleme in der Liebe, im Beruf oder im Falle einer Erkrankung löste denn schon der Glaube an den Herrn Jesus? 
Aber was meint dann der so den Apostel Fragende? Es frug ihn so der römische Kerkermeister. Oberflächlich betrachtet könnte die Frage des Kerkermeisters so gemeint sein: Nachdem das Gefängnis durch ein Erdbeben zerstört war, alle Türen sich öffneten und alle Gefangenen fliehen konnten und der Gefangenwärter befürchtete, daß ihn die Vorgesetzten dafür veantwortlich machen würden, ihn, dem doch eine Spezialbewachung des gefangenen Paulus aufgetragen war, hatte er sich selbst töten wollen. Petrus bewahrte ihm vor diesem Freitod: Ich bin nicht geflohen. Soll  die Frage also eigentlich meinen: Petrus, was soll ich tuen, damit ich nicht von meinen Vorgesetzten bestraft werde?  Dann hätte Petrus seinen Gefangenenwärter gründlich mißverstanden. 
Was kann dann diese Frage gemeint haben? Der Kerkermeister erlebte das eigentümliche Erdbeben, und daß plötzlich Petrus, obgleich seine Füße gar an einen Block gekettet waren, wieder frei war. Das motivierte ihn zu dieser Frage. Abstrakter formuliert: Das Wunder dieser Art der Befreiung des Gefangenen ließ den  Kerkermeister in dem so Befreiten einen besonderen Menschen erkennen, einen, der mit Übernatürlichem und Wunderbaren in einer Beziehung steht. Und deshalb traut er dem Petrus zu, diese Frage beantworten zu können. Denn er frägt auch nach etwas Übernatürlichem und Wunderbaren: Wie kann ich im göttlichen Gericht gerettet werden? Woher wußte der so Fragende von einem solchen Gericht? Spontan würde man antworten. aus dem Glauben der Juden oder aus der urchristlichen Verkündigung. War er aber damit vertraut als römischer Soldat? Oder meint hier der Verfasser der Apostelgeschichte, daß das Wissen um ein göttliches Gericht zum Allgemeinwissn jedes religiösen Menschen gehört? Es wäre dann ein Bestandteil der natürlichen Gotteserkenntnis.
Aus dem 1.Thessalonikerbrief (1,9f) kann man die urchristliche Verkündigung des Paulus wie der anderen Heidenmissinare rekonstruieren, denen wohl ein jüdisches Bekehrungsschema zu Grunde lag: Kehrt ab vom Götzendienst und wendet euch dem einzig wahren Gott zu, damit ihr dem Gericht Gottes entgeht ob eures Götzendienstes. Christlich umgeformt: Glaubet an Jesus Christus, damit der euch aus dem Zornesgericht Gottes über euren Götzendienst rettet.  
Vor dem Gericht Gottes kann uns nur Jesus Christus retten und der rettet uns nur, wenn wir an ihm glauben, das verkündet Petrus seinem Kerkermeister. Diese Antwort ist dem postmodernen Christentum zu einer Unmöglichkeit geworden: Es kann gar keinen Zorn Gottes und kein Gericht Gottes geben und wenn es ein solches Gericht gäbe, dürfte der Glaube an Jesus Christus auf keinen Fall der Grund der Rettung aus diesem Gericht sein. Denn auch für Gott gelten die Menschenrechte, die es verböten, wen ob seines Glaubens zu diskriminieren. Also muß auch Gott, wenn er gerecht urteilt in seinem Gericht, der Glaube des Zubeurteilenden nicht von Relevanz sein. Gott kann doch nicht einen Menschen nur deshalb verurteilen, weil er nicht an Jesus Christus  geglaubt hat! Deshalb ist die Antwort des Petrus nicht mehr akzeptabel. Er hätte respondieren müssen: Egal, wie Du es mit der Religion hältst, wenn Du anständig lebst, reicht das aus, denn mehr verlangt Gott von Niemanden! 
Aber richtig christlich hätte die Antwort lauten müssen: Gott liebt Dich, so wie Du bist. Vertraue einfach darauf, von Gott bejaht zu sein. Für Dich gibt es kein göttliches Gericht. Das gibt es für Niemanden, denn Gott ist die Allliebe. Du brauchst also gar keine Errettung oder Erlösung, weil Alles immer schon in Ordnung ist!  
Das Veschwinden dieser Frage und die Unmöglichkeit dieser Antwort im postmodernen Christentum, das zeigt unübersehbar, wie weit die heutige Kirche sich von der Wahrheit emanzipiert hat. Das eigentliche Problemist die Gotteslehre. (Vgl dazu auch mein Buch: Der zensierte Gott)                     

Sonntag, 15. Januar 2017

Eine häretische Kommuionsspendungspraxis?

"Die katholische Kirche in Malta öffnet wiederverheirateten Geschiedenen den Zugang zur Kommunion. Wenn eine in neuer Partnerschaft lebende Person nach eingehender Gewissensprüfung zu der Überzeugung komme, "in Frieden mit Gott zu sein", könne sie "nicht daran gehindert werden, zu den Sakramenten der Versöhnung und der Eucharistie hinzuzutreten", heißt es in Leitlinien an die Priester des Landes, die in der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" vom Samstag veröffentlicht wurden." Katholisch de: "Malta: Wiederverheiratete können zur Kommunion". Diese Erklärung ist nun der Sieg des protestantischen Prinzipes des Gewissens als letzte und höchste Entscheidungsinstanz. Alle Aussagen des Lehramtes im Bereich der Moral werden damit unter den Vorbehalt gestellt: Wenn mein Gewissen das anders beurteilt, brauche ich der kirchlichen Morallehre nicht zu folgen! Daß diese Erklärung im "Osservatore Romano" publiziert wurde, zeigt unübersehbar, daß diese Auslegung die vom Papst gewünschte und intendierte ist. 
So sind die Dubia der vier Kardinäle nun praktisch respondiert: Der Papst will die Zulassung von Geschieden-Wiederverheirateten zum Kommunionempfang und somit auch zur Beichte. Bisher lehrte das Lehramt, daß die Enthaltsamkeit von den allein der Ehe vorbehaltenen sexuellen Akte die notwendige Voraussetzung dafür ist, daß Geschieden-Wi(e)derverheiratete (GW) zur Kommunion zulaßbar sind.  Auch bisher galt so schon, daß  GW zulaßbar waren unter dieser Bedingung.
Die uns nun aufgedrängte moraltheologische Frage lautet: Darf das Lehramt GW von dieser Bedingung dispensieren? Als Begründung dafür führt die Erklärung Maltas an:"Auch sexuelle Enthaltsamkeit in der Partnerschaft könne sich "als menschlich unmöglich erweisen oder größeren Schaden verursachen". Das Argument lautet also, daß a) die Forderung der Enthaltsamkeit sich als menschlich nicht realisierbar erweisen und b), daß diese Enthaltsamkeit Schaden verursachen könnte. 
Wenn es war wäre, daß diese geforderte Enthaltsamkeit wirklich unmöglich ist, dann läge es eigentlich näher, dann den Verzicht auf den Empfang auf die hl. Kommunion zu fordern. Hier wird nun aber so argumentiert: Die Intention des Gesetzgebers sei es, GW unter bestimmten Conditionen zuzulassen, und wenn diese von GW nicht erfüllbar sind, dann müsse angesichts der Intention des Gesetzgebers auf diese Condition verzichtet werden. 
Wenn die eingeforderte Enthaltsamkeit einen größeren Schaden hervorruft, ist nun eine sehr unklare Formulierung und deshalb wohl so gewählt: Ist der größere Schaden, den die Enthaltsamkeitspflicht bewirkt, eine andere als die der sich aus der Enthaltsamkeit ergebenden Nachteile, daß beide Partner sexuell unbefriedigt leben? Dann wäre die Forderung nach einem enthaltsamen Lebensstil im Bereich der Sexualität immer eine großen Schaden hervorbringende Lebenspraxis und so zu verurteilen. Oder soll das spezieller heißen, daß für die Zivilehe durch eine sexuelle Enthaltsamkeitspraxis erst dieser große Schaden entstünde- aber ist der Schaden dann doch nicht nur der, der aus der Unbefriedigung der sexuellen Bedürfnisse der beiden Partner  resultiert.Es drängt sich somit der Verdacht auf, daß hier tatsächlich gemeint ist, daß die moraltheologische Forderung nach sexueller Enthaltsamkeit für Menschen in der Regel nicht zumutbar ist ob der Folgen einer solchen Verzichtspraxis. 
Weil die Condition zur Zulassung von GW zur Kommunion also für sie nicht zumutbar sei, dürfen GW also von dieser Condition entpflichtet werden, das ist das Argument, daß über die These, daß das Gewissen letztendlich zu entscheiden habe, hinausgeht, indem es nun Argumente anführt, warum von der Pflicht zur Enthaltsamkeit man entpflichtet werden kann. 
Schwierig ist nun die Frage zu respondieren, ob diese Entpflichtung mit der Morallehre der Kirche kompatibel ist.  Ein bekannter Parallelfall ist die der einstündigen Enthaltsamkeitspflicht vor dem Empfang der hl. Kommunion: Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht eine Stunde auf eine Nahrungszunahme verzichten kann, ist von dieser Pflicht enthoben, weil durch die Einhaltung  ihm dann ein großer Schaden zustieße! Kann das auf die sexuelle Enthaltsamkeit bei GW appliziert werden? 
Eines muß uns dabei klar sein: Die Kirche erlaubt mit Papst Franziskus GW, die Kommunion zu empfangen, auch wenn sie nicht enthaltsam leben. Die wichtigste Frage lautet deshalb nun: Lehrt Papst Franziskus hier eine Häresie, die nun zu einer irregulären, nämlich häretischen Praxis führt oder ist diese Praxis doch noch als kompatibel mit der Lehre der Kirche zu beurteilen? Und was müßten wir von Papst Frnziskus sagen, wenn er wirklich eine unerlaubte und unerlaubbare Praxis der Kommunionspendung in der Kirche einführt? Ist er dann ein häretischer Papst?
      

Samstag, 14. Januar 2017

Integration-Antidiskriminierug: Der Verzicht auf unsere Kultur

„Ich habe wirklich nichts zur Religion zu sagen, die solche Meinungen vertritt, aber diese Meinungen sind nicht OK, genauso wie es nicht OK ist, daß eine katholische Schule homophob und gegen die Homo-Ehe ist. Das ist nicht OK, das ist nicht die Art, wie wir die Kinder in diesem Land aufziehen.“ Kath info am 13.1. 2017 :" Islamisierung an britischen Schulen,doch Intgrationsbeauftragte hat Probleme mit den Katholiken". Für diese Integrationsbeauftragte müssen sich also die Katholiken noch in die englische Gesellschaft integrieren, sie gehören noch nicht dazu, weil sie"homophob" seinen, das heißt, daß sie gegen die Homoehe sind. 
Wer also meint, das Anliegen der Integration sei die Einpassung der Einwanderer in die englische Gesellschaft, der irrt sich! Vielmehr ist es das Anliegen, England politisch korrekt gleichzuschalten und da muß eben zuvörderst gegen Katholische Schulen vorgegangen werden! Und wie ist es mit Geistlichen, die auch im Punkte Homosexualität die Lehre der Kirche verkünden? Wird ihnen in Bälde das Predigen verboten? 
In Deutschland gibt es für dieses Unterfangen die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes".
Ihren neuesten Erfolg proklamierte man dort so:  " Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland findet, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle in der Bundesrepublik diskriminiert werden und spricht sich für ihre rechtliche Gleichstellung aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zum Auftakt ihres Themenjahres für sexuelle Vielfalt "Gleiches Recht für jede Liebe" in Auftrag gegeben wurde." (Internetseite ADS)
Die Homosexehe in Deutschland durchzusetzen ist so für das Jahr 2017 das Herzenssanliegen dieser  Agitations- und Propagandainstitution.Sie kämpft auch energischt für die Auflösung Deutschlands in eine Multikultigesellschaft, die ganze Bandbreite politisch-korrekter Herzenswünsche abdeckend. Auch hier gilt: Nicht daß die Flüchtlinge sich in die Deutsche Kultur einzuleben haben, sondern daß wir Deutsche die unserige zurückzustellen haben, um Platz zu schaffen für die Fremdkulturen.  Vorbildliches berichtet dazu Kath net am 14.1.2017: Im niedrösterreichischen Traiskirchen darf kein Schweinefleisch mehr an die Kindergärten angeliefert werden aus Respekt vor dem Islam! 
Die aktuelle Preisfrage:Wann wird der erste Bischof im Deutschsprachigen Raum aus Respekt vor dem Islam öffentliche Fronleichnamsprozessionen untersagen?Es ist doch ad hoc einsichtig, daß solche öffentlichen Prozessionen die "Integration" der muslimischen Flüchtlinge behindert und so abgeschafft gehören! 

Jede Kultur basiert auf Unterscheidungen, erst durch Unterscheidungen konstituiert sich eine Kultur, indem sie diskriminiert: Zur Kultur gehört die Unterscheidung von Wahr und Falsch, was gilt bei uns als wahr und was nicht und wie bestimmen wir diesen Unterschied. Das gilt so auch für die zwei anderen basalen Unterscheidungen, der von Gut und Böse und der von Schön und Häßlich. Nicht wird in jeder Kultur diese Grundunterscheidung in der gleichen Weise durchgeführt, aber in jeder Kultur werden diese drei Grundentscheidungen entschieden. Wer diese Unterscheidung im Namen der Parolen der Antidiskriminierung auslöschen will, löscht damit auch die Kultur auf. Das Ziel ist eben eine kulturlose Gesellschaft, die nur noch durch die Gesetze des freien Marktes zusammengehalten wird und in der es nur noch den freien Konsumenten gibt, der sich an Kultur erwirbt, was ihm gefällt als Ausdruck seines Privatgeschmackes. Diese Privatisierung ist dann das Ende der Kultur!  

Zum Ende der Kultur gehört auch der Tod der Wissenschaft: "Diese Entwicklung läßt sich derzeit beobachten: Daß Wissenschaft auf freier Rede beruht, auf dem Austausch von Argumenten, hat immer weniger Verteidiger. Vielmehr herrscht an Universitäten und Forschungseinrichtungen oftmals der gegenteilige Geist, wird die Beurteilung von Theorien und Sachverhalten persönlichen Befindlichkeiten, dem Einfluß forschungsfremder Dritter oder all dem geopfert, was als Politische Korrektheit firmiert." Junge Freiheit vom 14.1.2017: "Ideologie tötet Wissenschaft". 

Freitag, 13. Januar 2017

Der Gutmensch und die rassistische Polizei

Unter der Überschrift "Polizei:2.000 Nordafrikaner wollten Silvester zum Kölner Dom." (Kath net vom 13.1.2017) lesen wir: "Die Zahl der dem Tätertyp der Kölner Silvesternacht 2015 entsprechenden jungen Männer, die an Silvester 2016 zum Kölner Dom wollten, wird von der Polizei jetzt als doppelt so hoch angegeben." Als Gutmenschen sind wir natürlich empört darüber, daß die Polizei diese Liebhaber des Domes den freien Zutritt zu diesem verwehrten. Es ist natürlich ein rein rassistischer Akt, zu meinen, weil im letzten Jahr junge nordafrikanische Männer sich ein wenig Deutschen Frauen gegenüber daneben benommen haben, daß nun auch diese Gruppe von Nordafrikanern Übles gegen Frauen am Kölner Dom beabsichtigten- nein, als Gutmensch gehen wir davon aus, daß Menschen mit Migrationshintergrund stets nur Gutes wollen  und wenn denn noch mal sich was Unerquickliches ereignnet, das dann von Rechten hochstilisiert wird zu sonst was für ein Verbrechen, dann war das ein bedauerlicher Ausrutscher. 
Statt daß die Polizei die Nordafrikaner von dem Besuch des Domes abhielt, hätte der Dom doch eine Willkommenskulturfeier durchführen  und um Konflikte zu vermeiden eben alle Deutschen Frauen davon ausladen können! Das wäre doch politisch korrekt. Aber Rassisten überschütten nun die Polizei, weil sie erfolgreich Frauen vor sexuellen Übergriffen beschützt haben. Solche Haßbotschaften darf es in Zukunft in den Medien nicht mehr geben! Prinzipiell gilt doch, daß nur Rechte Gewalttäter sind, während Flüchtlinge und Asylanten stets nur das Opfer von Gewalt sind, aber niemals Täter. Wenn nun im sogenannten "wirklichen Leben" es sich nicht so verhält, dann ist das von einem Gutmenschen einfach zu ignorieren- denn was nicht sein kann, weil es der Ideologie von Multikulti widerspricht, kann auch nicht gewesen sein. Darum müssen solche Falschmeldungen unterbleiben. Falschmeldungen gefährden die Demokratie und deshalb brauchen wir ein Mehr an Zensur!  
Schon der große Philosoph Hegel soll auf die Frage, was, wenn es ein Ereignis gäbe, das ihrem philosophischen System widerspräche, respondiert haben: Ein solches Ereignis kann es nicht geben und wenn doch, dann umso schlimmer für das Ereignis!
Richtig hätten die Medien berichten sollen: Junge Nordafrikaner wollten zum Kölner Dom pilgern, um so dort den Jahreswechsel im Dom zu erleben aber leider wurde ihr frommes Unterfangen durch übereifrig rassistische Polizisten unterbunden, die durch fremdenfeindliche Propaganda beeinflußt meinten, diese jungen Männer hätten Arges wider Frauen vor dem Dom im Sinne. Da sieht man mal wieder, wozu  Vorurteile führen, frommen Menschen den Weg zu einer Kirche zu verbieten, nur weil sie aus Nordafrika stammen: Skandalös!     

Donnerstag, 12. Januar 2017

Der hl. Kreuzzug der Caritas

"Der Caritas-Präsident warnte vor einem Erstarken des Rechtspopulismus. "Damit geht teilweise eine Verrohung der Sprache einher, die mit einem besorgniserregenden Anstieg der Gewaltbereitschaft zusammenkommt." Die Caritas bringt sich, um es zeitgemäß zu formulieren, ein in das Wahlkampfjahr 2017. Und der Präsident weiß als Gutmensch natürlich genau, wo der Feind steht, gegen den nun die Caritas zum (un)heiligen Kreuzzug aufruft. Es ist ja jedem Gutmenschen eine Selbstverständlichkeit, daß der islamistische Terror in Europa und Deutschland kein Problem ist- aber die gewaltbereiten Rechtspopulisten!
Auf der Homepage der Caritas spricht dann der Artikel: "Neue Gefahr von rechts" Klartext: "Rechtspopulismus ist auf dem Vormarsch. Rechtsextreme Tendenzen erleben auch Mitarbeitende in den Diensten und Einrichtungen der Caritas. Wegschauen ist dabei keine Lösung. Rassismus und alle Formen von Rechtsextremismus müssen aufgedeckt und thematisiert werden."  Und was treiben diese Rechtspopuisten/Rechtsextremisten? Ja, sie vertreten ein conservatives Familienbild, sind so gegen die Homosexehe, setzten sich für den Lebensschutz ein, votieren gar gegen Abtreibung, kritisieren die Genderideologie und polemisieren gegen den Sexuakundeunterricht in den Schulen, gegen die Frühsexualisierung und dem Bemühen dür die Akzepanz sexuller Vielfältigkeit! AfD, NPD und andere Rechte wirken da Hand in Hand:
Auf allen bisherigen Kundgebungen sprachen einmütig nebeneinander: Mitglieder von CDL/CDU, konservative Christ(in­n)en, die zum Teil auch kirchliche Re­präsentant(inn)en sind wie die Geschäftsführerin des päpstlichen Hilfswerks "Kirche in Not" (KIN), Karin Maria Fenbert, der Salzburger Weihbischof Andreas Laun oder der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, sowie Vertreter(innen) der AfD. Begleitet wird die Demonstration oft von Gruppen der "Identitären Bewegung", erkennbar an eigenen Logos, die den ­Veranstaltenden bekannt und zumindest den AfD-Poli­tiker(inne)n der Patriotischen Plattform auch sehr willkommen sind. Beliebte ­Rednerin der "Demo für alle" und zentrale Ideengeberin des politisch extrem rechten ebenso wie des christlich-konserva­tiven Anti-Genderismus ist Gabriele Kuby.
Gegen all das will nun die Caritas kämpfen! Wofür kämpft die Caritas dann? Aus der Negation von dem von ihr Verneinten ergibt sich das von selbst! Für alles, was politisch korrekt ist, setzt sich die Caritas ein! Das ist ihre Substanz! 2017 soll so ganz der Kampagne gegen Rechts gewidmet werden! "Zusammen sind wir Heimat"- unter dieser Parole soll diese Antirechtskampagne der Caritas durchgeführt werden! Mit dieser eigentümlichen Formel ist gemeint, daß Deutschland aufhören soll, die Heimat der Deutschen zu sein, indem es umgestaltet wird zu einem Multikulti-Land, in dem jede Fremdkultur ein Heimatrecht bekommen soll. Und um das zu erreichen, ein Multikultiland ohne Lebensschutz und ohne Männer und Frauen, die will ja die Genderideologie abschaffen, ohne Familien aber mit gelebter sexueller Vielfalt, muß eben alles Rechte von conservativen CDUlern bis hin zur Afd und der PEGIDA bekämpft werden. 
Mit der christlichen Religion hat dieser  Antirechtskampf wenig, genaugenommen gar nichts gemein, aber wozu braucht die CARITAS noch die christliche Religion, sie hat die ja längst gegen die viel beliebtere Politische Korrektheitsideologie eingetauscht!  

Corollarium 1
Bismarck bekämpfte die Katholische Kirche im Kulturkampf gerade weil er sie in Hinsicht auf die Geburtswehen des Deutschen Nationalstaates für national unzuverlässig hielt. Es scheint so, als wollte der Deutsche Katholizismus nun  durch seine antideutsche Option nachträglich den "Eisernen Kanzler" recht geben!