Mittwoch, 22. Februar 2017

Hat die EKD noch etwas mit Luther im Sinn? Oder Käßmanns Phantastereien

Es gibt wohl kaum etwas Absurderes als die Ex-Laienbischöfin Margot Käßmann zur "Reformationsbotschafterin" im Luther-Jubeljahr ernannt zu haben. Kath de meldet am 22.2. des Jahres:"Militärpfarrer und FDP-Politiker Pascal Kober hat Margot Käßmann für ihre Position zur Bundeswehr scharf kritisiert.""Käßmanns Ratschlag, Terrorismus mit Beten zu bekämpfen und die Bundeswehr nach dem Vorbild Costa Ricas abzuschaffen, sei "Weltflucht und Eigen-PR".
Ob Frau Käßmann mit dieser Forderung wirklich eine Weltflucht begeht, sei dahingesellt, denn für sie ist nun mal die Welt der Medien ihre (einzige) Welt, die sie kennt und der sie sich zu profilieren weiß. 
Da sie mit der reformatorischen Theologie und Luther in den Medien nicht mehr meint, punkten zu können, versucht sie es so. Wer nur über die allergeringsten Kenntnisse über Luthers Theologie verfügt, weiß, daß Luther angesichts dieser Äußerung  Käßmanns vor Wut getobt haben muß! Da hat er immer wieder wider die Schwarm-und Rottengeister, dem linken Flügel der Reformation gepredigt, daß der Staat zu recht das Schwert trägt und mit ihm die Welt regiert, da hat er sein Herzblut dafür eingesetzt, den Unterschied zwischen Evangelium und Gesetz zu lehren, daß der Staat nicht mit dem Evangelium in der Hand die Welt regieren darf, denn dann würden die Bösen über das Gute triumphieren, sondern mit dem Schwert, da hat er eine sehr komplexe Lehre von den zwei Reichen, dem der Kirche und dem des Staates entfaltet, damit nun diese Ex-Laienbischöfin in bester Schwärmermanier Gesetz und Evangelium, Kirche und Staat durcheinanderwirbelt um alles, was Luther und alle Reformatoren dazu sagten, ad acta zu legen, um ein plump-naiven Pazifismus zu predigen.
Daß Politiker aber so verblödet sind, auf diese Phantastereien einer Ex-Laienbishöfin zu hören, ist aber nicht zu befürchten. Daß weiß auch Frau Käßmann. Sie wollte mal wieder nur im Scheinwerferlicht der Medien stehen: Seht, mich gibt es noch!
Daß aber die EKD diese Frau mit ihrer dezidiert antilutherischen Theologie zu der Repräsentantin des Luther-Jubel-Jahres erwählte, das zeigt, daß Luther in der EKD kein Heimatrecht mehr besitzt. Man hat ihn längst, wie auch Jesus Christus faktisch exkommuniziert und durch linksliberalen Zeitgeist ersetzt: Wozu noch Luther und Jesus- der postmoderne Gutmensch genügt sich selbst!      

Dienstag, 21. Februar 2017

Amtsmißbrauch durch kirchliche Gemeinden-Kirchenasyl

"Immer mehr Kirchengemeinden in Deutschland gewähren Flüchtlingen Kirchenasyl, um sie vor Abschiebung zu schützen."(Kath de am 21.2.2017. Nachdem also gerichtlich in letzter Instanz entschieden worden ist, daß jemand nicht berechtigt ist, in Deutschland Asyl gewährt zu bekommen, werden einige katholische  Kirchengemeinden aktiv. Selbstverständlich können die besser als deutsche Gerichte erkennen, ob ein Antragsteller hier ein Asyl zu gewähren ist. Und selbstverständlich beurteilen sie dann ergangene Gerichtsurteile als Fehlurteile. Statt daß so Abgelehnte in ihre Heimat zurückgebracht werden, verhindern Gemeinden die Abschiebung, in dem sie Abgelehnte bei sich wohnen lassen. 
Angesichts von so viel Amtsanmaßung kann man nur staunen! Wie haben die Gemeinden wohl nur die Anträge so viel besser als die Gerichte überprüfen können? Haben sie Fachjuristen zu Rate gezogen, Kenner der Lage des Landes, aus dem die Antragsteller kamen oder angeben zu kommen?
Oder liege ich recht mit meiner Vermutung,daß man da einfach sagt: "Wer bei uns ein Asyl haben will, der soll es auch bekommen, nur weil er es haben will"? Und wenn die Antragsteller dann noch Tränen fließen lassen, dann reicht das eben unseren Gutmenschen, daß die Antragsteller im recht sind. 
Daß Paulus etwas ganz anderes sagt in seiner Staatslehre(Röm 13) interessiert christliche Gutmenschen in der Regel nicht. Sie wähnen Gott auf ihrer Seite und sehen sich so des Gehorsames der Obrigkeit gegenüber enthoben. Denn irgendwie partizipiert doch jeder Katholik am unfehlbaren päpstlichen Lehramt, sodaß man als Gemeinde eben über dem Rechtsstaat steht und selbst an seiner statt beurteilt, wem ein Asyl zu gewähren ist, und  das eben auch besser kann als der Rechtsstaat.
Es ist traurig, daß unser Rechtsstaat sich so von Gemeinden auf der Nase herumtanzen läßt, und ihr illegitimes Verhalten gar noch fördert dadurch, daß gelegentlich ob des moralischen Druckes, erzeugt durch solche Kirchenasylkampagnen  er rechtsstaatlich ergangene Urteile revidiert. Aber diesen Lapsus beging schon Pontius Pilatus, als er auf das Drängen des Volkes hörend, sein Urteil, Jesus von Nazareth sei unschuldig revidierte und ihn kreuzigen ließ.
Es ist aber auch zutiefst unmoralisch, Menschen zum Genuß der Gewährung eines Asyles verhelfen zu wollen, denen das nicht zusteht, wenn Gerichte das festgestellt haben. Aber selbst das schreckt Gutmenschen nicht ab- Hauptsache sie praktizieren ihre Multikultiideologie.  

      

Montag, 20. Februar 2017

Moralischer Rigorismus in "Dubia" (Teil 2)

"Die Frage lautet, ob >Amoris laetati< der Aussage zustimmt, dass keine Handlung, die das Gesetz Gottes übertritt (wie Ehebruch, Diebstahl, Meineid),jemals,auch unter Berücksichtigung der Umstände,welche die persönliche Verantwortung mildern, entschuldbar oder auch gut werden kann." 
Dubia 4, zitiert nach: "Theologisches, Januar/Februar 2017 Sp.59
Kann ein Meineid jemals etwas Erlaubtes, ja vielleicht so moralisch Gebotenes sein? Gäbe es nur einen Fall, in dem ein Meineid moralisch erlaubt ist, wäre klargestellt, daß wir es auch hier mit einem moralischen Rigorismus zu tuen haben, dem die Moral wichtiger ist als das menschliche Leben. Stellen wir uns Folgendes vor: Ein Christ steht vor Gericht als Zeuge in einem Blasphemieprozeß. Angeklagt ist eine Christin, die gesagt hat, daß Mohammed nicht ein Prophet Gottes ist. Deshalb soll sie zu Tode verurteilt werden. "Sind sie bereit, zu beschwören, daß die Angeklagte nicht gesagt hat, daß Mohammed kein Prophet war?" Verweigert der Christ diesen Eid, geht das Gericht davon aus, daß die Christin das gesagt hat und verurteilt sie zum Tode.
Darf nun dieser Christ durch einen Meineid, denn sie hat das wirklich gesagt, das Leben der Christin retten? Laut "Dubia" nicht. Er darf  keinen Meineid  schwören und die Christin wird hingerichtet! Daß in einem rechtsstaatlich durchgeführten Gerichtsprozeß ein Meineid sicher auch moralisch unerlaubt ist, ist nicht bestreitbar, aber wenn nun ein Unrechtsstaat einen Prozeß führt, wenn ein moralisch Unschuldiger durch Willkürgesetze die Todesstrafe droht und das durch einen Meineid abwendbar wäre, muß dann ein geleisteter Meineid anders beurteilt werden.
"Sind sie bereit zu beschwören, daß diese Person nicht  an einer Verschwörung gegen den Diktator XY sich beteiligt hat?" Verweigert der Christ diesen Eid, weiß das Gericht, daß die Anklage wahr ist und sie den Angeklagten hinrichten lassen kann.
Und ist nun in jedem Falle ein Diebstahl unerlaubt? Hier fällt es sehr leicht, Fälle zu konstruieren, in denen ein Diebstahl erlaubt sein muß. Etwa, wenn ein Verdurstender in der Wüste aus einem dort vorgefundenen Auto Wasserflaschen stiehlt, um nicht zu verdursten. Keine Moral kann einem Verdurstenden verbieten, Wasser zu stehlen, wenn er sonst verdursten würde. 
(zum Falle des Ehebruches siehe Teil 1)
Der Rigorismus ist einfach die Folge davon, daß die Folgen des Tuens nicht mitreflektiert werden bei der Beurteilung einer Handlung. Handlungstheoretisch gesprochen: Ein Moment einer Gesamthandlung wird verabsolutiert, indem es isoliert wird aus der Gesamthandlung und dann wird es unangemessen beurteilt. 
Zur Verdeutlichung: Ist es moralisch erlaubt, sich zu verletzen oder verletzen zu lassen? Nein, das widerspricht  dem Gebot der Selbstliebe. Ist es also erlaubt, sich verletzen zu lassen, um etwa ein erkranktes Organ, den Blinddarm sich entfernen zu lassen? Rigoristen urteilten nun, daß, wenn ein Sichverletzenlassen immer eine unerlaubte Handlung ist, sie auch moralisch verwerflich ist, dient das Sichverletzenlassen dem Zweck der Wiederherstellung der Gesundheit, weil eine an sich böse Tat immer moralisch verwerflich bleibt, auch wenn sie der Lebensrettung dient!       
   

Sonntag, 19. Februar 2017

Irritierendes Dem Bösen nicht widerstehen?

"In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin."(Mt 5,39).
Als Christen sollen wir also dem Bösen nicht widerstehen. Aber was würde aus der Welt, befolgten wir das? 
Ein Fallbeispiel: Ein Mann vergewaltigt eine Frau. Sie ist Christin und läßt sich dann ohne Widerstand zu leisten vergewaltigen. Dann sagt sie zu ihm, daß sie als Christin verpflichtet ist, ihren Feind zu lieben. Also sagt sie ihm zu, ihn nicht vor Gericht anzuzeigen. Darauf fällt ihr das mit der Wange ein und sie erklärt, daß der Mann sie auch noch ein zweitesmal vergewaltigen könne. Hat so unsere Christin gemäß Jesu Willen gehandelt.
Nun die Folgen: Der Vergewaltiger weiß nun, daß er ohne negative Folgen für sich befürchten zu müssen, Christin vergewaltigen kann, denn jede wird ihm keinen Widerstand entgegensetzen und ob der gebotenen Feindesliebe auch nicht anzeigen. Das Böse in der Gestalt der Vergewaltigung triumphiert, ja, die Bösen werden, wird ihnen kein Widerstand entgegengebracht, es immer schlimmer treiben, sie werden immer böser. 
Würden sich wir Christen so dem Islamischen Staat gegenüber verhalten, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis er die Welt beherrschen würde. Und wir Christen würden ausgerottet werden. 
Ist es wirklich Gottes Wille, daß das Böse in der Welt siegen soll? Sollen wir  die Jenseitsorientierung der christlichen Religion so verstehen, daß wir, um ins ewige Leben eingehen zu können, die Welt widerstandslos dem Bösen überlassen, auf daß es in dieser Welt triumphiert und wir dann im Jenseits?  
Aber mit dem Zentralgebot der christlichen Nächstenliebe ist dies: Leiste dem Bösen keinen Widerstand! nicht vereinbar. Sehe ich, daß jemand einen Mitmenschen umbringen will und urteilte ich darauf, daß ich diesem Bösen keinen Widerstand entgegensetzen darf, ließe ich somit die Ermordung eines Nächsten von mir zu! Ja, es wäre genaugenommen eine unterlassene Hilfestellung, wenn ich den Mord durch meinen Widerstand verhindern hätte können, das aber unterlasse. Um der Nächstenliebe willen bin ich doch geradezu dazu verpflichtet, wenn es mir möglich ist, durch meinen Widerstand den Mord zu verhindern!
Oder soll das nun heißen, daß wir nur, wenn wir das Opfer von Bösem werden, dem keinen Widerstand entgegensetzen dürfen, aber wohl anderen Mitmenschen durch unseren Widerstand vor Bösen bewahren? Hieße das, auf das Beispiel der Vergewaltigung bezogen, daß eine Frau, sieht sie, wie eine andere vergewaltigt wird, sehr wohl durch Gewaltanwendung den Vergewaltiger am Vollzuge der Vergewaltigung hindern darf, sogar soll, wenn es ihr möglich ist, daß sie, wenn sie selbst aber das Opfer einer Vergewaltigung wird, es widerstandslos über sich ergehen lassen muß? 
Das wäre nun aber unvereinbar mit der gebotenen Selbstliebe. Und selbstverständlich erlaubt die kirchliche Morallehre die Notwehr: Eine Frau darf ihrem Vergewaltiger Widerstand leisten, um nicht vergewaltigt zu werden. 
Man kann nicht umhin, daß diese Aufforderung Jesu wohl einer der schwer verständlichsten ist, weil, wenn wir sie befolgten, daß für die Menschen so schlimme Folgen hätte, daß man hier fast genötigt ist, an die rigoristische Moralmaxime zu denken: Hauptsache, moralisch richtig handeln, und wenn die Welt auch daran zu grundegeht! 
In der Regel umgehen Predigten dies Problem, in dem sie nur Miniaturformen des Bösen dabei thematisieren: Ist wer unfreundlich zu dir, reagiere darauf nicht, indem du nun auch unfreundlich wirst, sondern lächle freundlich zurück.Und vielleicht verändert dadurch der Unfreundliche sein Verhalten, indem er nun auch daraufhin freundlich reagiert.  Im Kleinen stimmt das wohl so, aber auch nur im Kleinen. Steht ein Gotteskrieger vor mir und will mich köpfen, weil ich ein Christ bin, dann kann diese Aufforderung Jesu nicht mehr für mich gelten, daß ich mich von ihm widerstandslos
umbringen zu lassen habe! 
Es müßte so das: "Leiste dem Bösen keinen Widerstand" seine Grenze im Gebot der Selbst- und der Nächstenliebe haben. 
Und auch im Gebot der Gottesliebe? Oder darf ein Christ offensichtlicher Gotteslästerung keinen Widerstand entgegenbringen? Stellen wir uns den Fall eines Hostienraubes vor und der Dieb will nun die geweihte Hostie schänden, etwa indem er auf sie uriniert. Darf da ein Christ dem Widerstand leisten, um diese Hostienschändung zu unterbinden? Man wird diese Frage bejahen müssen!  
Also dürfen wir diese Belehrung Jesu nur im Kontext der gesamten christlichen Morallehre betrachten, um nicht  moralisch unerträgliche Folgen zu verursachen.      

Samstag, 18. Februar 2017

Es gibt keine muslimischen Terroristen!

"Nach Auffassung von Papst Franziskus sind Religionen an sich niemals terroristisch. "Ich spüre, es ist wichtig, das noch einmal zu sagen: Kein Volk ist als solches kriminell und keine Religion ist terroristisch", betonte der Papst in einem am Freitag vom Vatikan veröffentlichten Schreiben. Es gebe weder christlichen noch jüdischen noch muslimischen Terrorismus, so Franziskus in seiner Botschaft an ein im kalifornischen Modesto tagendes Treffen der Welt-Sozialbewegungen." (Kath de vom 17.2.2017)
Nun staunt der geneigte Leser: Verhält es sich damit wie mit den "Geisterfahrern" auf der Autobahn, die es ja auch nicht gibt, weil die Straßenverkehrsordnung es verbietet, auf Autobahnen in verkehrter Richtung zu fahren? Meint also der Papst, daß wie der Warnruf: Auf der Autobahn x in Höhe y kommt ihnen ein Geisterfahrer entgegen! eine Falschmeldung ist, so auch alle Berichte über den islamistischen Terror Falschmeldungen sind? 
Nein, so meint der Papst es doch nicht. Er behauptet einfach, daß es in allen Religionen  "Fundamentalisten" gibt und die seien eben leider gewalttätig. Aber dieser Fundamentalismus hat mit der jeweiligen Religion der Gewalttätigen nichts zu tun! Befremdlich nur, daß in unseren Massenmedien nie von Terrorangriffen christlicher oder jüdischer Fundamentalisten rapportiert wird. Welche Informationen mögen da dem Papst nur von christlichen Terroranschlägen vorliegen? Gibt es die wirklich oder nur in der Phantasie des Papstes?
Warum er das sagt, ist natürlich klar: Angesichts der Unzahl von islamistischen Terrorangriffen ist es das päpstliche Anliegen, diese Religion von jeder Verantwortung für diesen Terror freizusprechen, indem er a) behauptet, daß der religiöse Terrorismus gar nichts mit der Religion der Täter zu tuen habe und daß b) es  gewaltätige Fundamentalisten in jeder Religion gäbe, sodaß man nicht urteilen darf, daß der Islam mehr als andere Religionen zum Terror neigt. 
Wie kommt es nun aber zu dem Phänomen gewalttätigen Fundamentalismus? Bei dieser Frage blendet der Papst bei seiner Antwort selbstredend aus, daß es heutzutage keinen christlich fundamentalistischen oder jüdisch fundamentalistischen Terrorismus gibt! Der Papst urteilt: Ursache des  gewalttätigen Fundamentalismus seien: "Arbeitslosigkeit", "Gewalt", "Korruption", eine "Identitätskrise"  und eine Kriese der Demokratie! 
Was soll man zu dieser Vulgärsoziologie sagen? Das ist fast so lächerlich wie der päpstliche Glaube, daß nicht die 97 Prozent des natürlich entstehenden CO2 sondern allein die 3 Prozent, die wir Menschen hervorbringen, die Ursache der Klimaveränderung sind! Warum von Arbeitslosigkeit Betroffene, weil sie arbeitslos sind, zu gewalttätigen religiösen Fundamentalisten werden, ist wohl nur für den Papst verstehbar. Aber wichtig ist das dem Papst auch gar nicht, denn es kommt ihm doch nur um die Reinwaschung des Islam an! 
Und was empfiehlt der Papst als Strategie gegen den gewalttätigen Fundamentalismus? Wir ahnen es: Liebe! Papst Franziskus wird also den Vertretern des Islamischen Staates mit offenen Armen entgegen gehen wollen, ihnen zurufend: Ich habe Euch liebe! und dann werden die sich, angerührt von so viel Liebe in liebe Muslime verwandeln und mit ihm bei Kaffee und Kuchen die Probleme der Welt erörtern, von Arbeitslosikeit bis zum Umweltschutz! 
P.S.:
Aber diese päpstliche Vorliebe für die Liebe hält Papst Franziskus in keinster weise davon ab, auf seine Kritiker mit seiner Barmherzigkeitskeule einzuschlagen!      

Fundamentalisten und gewalttätige Menschen gebe es "in allen Völkern und Religionen", betonte der Papst. "  Kath de vom 17.2. 2017i seien Arbeitslosigkeit, Gewalt, Korruption und eine Identitätskrise real. "Die Demontage von Demokratien ist real

Freitag, 17. Februar 2017

Moralischer Rigorismus Kriische Anmerkung zu "Dubia" (Teil 1)

Unter "moralischem Rigorismus" sei verstanden die Haltung, Hauptsache moralisch richtig handeln, auch wenn die Welt daran zugrunde geht. Das ist ein Moralverständnis, daß eine Handlung als in sich gut oder schlecht beurteilt unter Absehung der Folgen der Tat oder Unterlassung. Das Handlungssubjekt ist dann eben nur für sein Eigentuen verantwortlich, aber nicht für die Folgen.
Lehrte ein Moraltheologe, daß es für einen Mann geziehmend ist als Kavalier einer Frau Feuer zu geben, damit sie eine Zigarette rauchen kann und daß diese gute Tat auch nicht dadurch eine schlechte würde, daß man sich in einer Fabrik zur Herstellung von Feuerwerkszeug befindet, sodaß die ganze Fabrik explodiert ob des Feuers, dann erklärte man das für verrückt.
Aber moralische Rigoristen sehen das anders:
"Nach >Veritatis splendor< ist im Falle in sich schlechter Handlungen keine Unterscheidung der Umstände oder der Intentionen notwendig. Das gilt auch dann, wenn ein Geheimagent aus der Frau des Terroristen, falls er mit ihr einen Ehebruch begehen würde, wertvolle Informationen herausholen könnte, um so das Vaterland zu retten. (Das klingt wie ein Beispiel aus einem James-Bond-Film, ist aber schon vom heiligen Thomas von Aquin in "De Malo,q.15,a.1 erörtert worden.) Johannes Paul II.vertritt die Auffassung, dass die Absicht (hier >Vaterland retten< )die Spezies der Handlung (>Ehebruch<) nicht verändere und dass es genüge, die Spezies der Handlung (>Eheruch<) zu kennen, um zu wissen, dass man sie nicht tun darf." (Die Dubia: Klarheit schaffen.Ungelöste Knoten von Amoris laetati -Ein Appell, zitiert nach: Theologisches, Januar/Februar 2017 Sp.58.) 
Dies ist nun geradezu ein Musterfall an moralischen Rigorismus. Man ist verpflichtet- nach dieser Morallehre- eine unerlaubte Handlung, hier einen Ehebruch, nicht zu vollziehen, auch wenn dadurch ein großer Schaden für das Allgemeinwohl des eigenen Volkes entsteht.
Dieser Moralrigorismus ist eben nicht bereit, den Unwert einer negativen Tat mit der Größe des moralischen Schadens zu verrechnen, wenn die unerlaubte Tat nicht vollzogen würde. Denn durch das Unterlassen einer Tat dem eigenen Volk Schaden zu verfügen, ist ja auch eine unmoralische Handlungsweise. Gebe ich einem Hungernden kein Brot, sodaß er verhungert, obgleich ich genügend Brot habe, ist selbstredend dies Unterlassen auch eine Sünde. So sündigt der moralische Rigorist wider das Allgemeinwohl seines Volkes durch sein Unterlassen des Ehebruches. 
Wenn die Kinder von Adam und Eva solche moralischen Rigoristen gewesen wären, hätten sie geurteilt, daß der Inzest auf jeden Fall eine schlechte Handlung in sich ist und deshalb von ihnen nicht vollzogen werden darf, auch wenn das zur Folge hat, daß die Menschheit mit dem Tode von den Kindern Adams und Evas ausstirbt, da für eine mögliche Ehe nur leibliche Geschwister zur Verfügung standen. Das Rigoristische ist, daß so nicht die Moral zum Wohle des Menschen ist, sondern daß der Mensch um der Moral willen existiert und im Konfliktfalle zwischen Leben und Moral die Moral so wichtiger ist als das menschliche Leben.
Wie weit entfernt von so einem lebensfeindlichen Rigorismus ist doch die hl. Schrift! Man lese nach im Buch Judit, wie die hl. Judit, um ihr Volk zu retten, den feindlichen Holofernes heimtückisch tötete, indem sie ihm ein Rendevouz gewährte, und als er tunken des Weines war, mit dem Schwert erschlug. (Judit 12,10-13,17). Es war ein heimtückischer Mord, aber sie wird als Heilige geehrt, gerade weil sie so ihr Volk rettete! 
Es ist ein Unglück, wenn sich die Morallehre soweit von der hl. Shrift entfernt, daß sie als Sünde verurteilt, was die hl. Schrift als Gott wohlgetan beurteilt! (Nähres zu Judits Tat in meinem Buch: Der zensierte Gott)       

Donnerstag, 16. Februar 2017

Das Laien-ZK verliert die poitisch korrekte Orientierung!

Vor lauter Begeisterung im Kampf gegen den Priesterzölibat entglitt dem ZK-Vorsitzenden Sternbach diese Äußerung, von Kath de am 15.2.2017 dokumentiert: "Die Frage, warum nicht auch erwachsene Männer, verheiratete Männer Priester werden können, die wird einfach nicht mehr verstanden." Heute habe der Zölibat seine Plausibilität verloren, sagte Sternberg."
Hier geht nun alles drunter und drüber: A)Selbstverständlich versteht jeder diese Frage, nur daß  eben die Antwort der Kirche auf diese Frage von vielen abgelehnt wird. B) Seit wann dürfen denn "erwachsene Männer" nicht mehr Priester werden? Meint der Laien-ZK-Vorsitzende, daß jetzt die Kirche nicht erwachsene Männer zu Priestern weiht, sondern Jugendliche und Kinder?  
Und der größte Fehler: Der Vorsitzende vergaß die Lieblingsforderung aller politisch korrekten Reformer: die Einführung des Frauenpriestertumes. Das wäre doch nun wirklich "revolutionär", denn sonst schaffte man zuerst das Priestertum ab, wie Luther, um dann im Protestantismus Frauen Pfarrer werden zu lassen! Mal was anderes: erst Frauen zu Priestern weihen und dann das Priestertum abschaffen!
Aber wir fragen uns jetzt nur eines: Warum konvertiert dieser ZK-Vorsitzende denn nicht einfach in
seine "Idealkriche", der EKD und läßt die Katholische Kirche katholisch sein?