Samstag, 21. Oktober 2017

Tod, Gericht, Himmel oder Hölle – Die „Letzten Dinge“ nach Papst Franziskus- oder: Wir alle kommen in den Himmel!

Am 11. Oktober sagte Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz, daß niemand das Gericht fürchten müsse:
„Wann das geschehen wird, weiß niemand, aber der Gedanke, dass am Ende unserer Geschichte der barmherzige Jesus steht, genügt, um Vertrauen zu haben und das Leben nicht zu verfluchen. Alles wird gerettet werden. Alles.“ (zitiert nach Kath info 20.10.201
Nun irrtiert das Wort "Alles". Meint das hier alle Menschen oder noch mehr, daß eben alles von Gott Geschaffene errettet wird, etwa auch alle Tiere und auch die gefallenen Engel? Die von Kath info präsentierte Deutung, daß, weil sich "Alles" nicht auf Objekte sondern Subjekte bezöge, seien alle Menschen damit gemeint, kann ich nicht nachvollziehen. Wer auch immer gerettet werden wird im göttlichen Endgericht, wird durch das Gerettetwerden zum Objekt: Gott wird dich retten, immer ist der Gerettetwerdende Objekt dieser Tat Gottes. Zudem: Seit wann sind denn nur Menschen Subjekte? Sind das nicht die Engel auch? Dann wird diese Aussage aber erst recht brisant, denn der Teufel ist ja auch nur ein Engel, wenn auch der Erste der gefallenen Engel. 
Eines ist aber offenkundig. Dem Papst kam es auf dies "Alles" an: „Dieses letzte Wort ‚alles‘ war in dem vom vatikanischen Presseamt an die akkreditierten Journalisten verteilten Text fett-hervor-gehoben.“ (Kath info 20.10.2017)
Es spricht so einiges dafür, daß der Papst hier bewußt: "Alles" sagte, um zu sagen, daß alles von Gott Geschaffene im Endgericht gerettet wird. 
Nur die oberflächlichste Lektüre des Neuen Testamentes beweist uns, daß Jesus Christus nie eine Allversöhnung gelehrt hat. Stattdessen verkündet er einen doppelten Ausgang des Gerichtes, den von Himmel und Hölle. Das Katholische Gebets und Gesangbuch des Erzbistumes München und Freising im Jahre 1950  lehrte, in vollster Übereinstimmung mit dem Zeugnis der hl. Schrift, der Tradition und dem Lehramt (S.15): 
"Gott belohnt das Gute und bestraft das Böse. Ewige Seligkeit oder ewige Verdammnis wird das endgültige Geschick der unsterblichen Seele sei."  
Nun bestreitet Papst Franziskus in einem Interviewbuch, daß die menschliche Seele unsterblich sei, indem er meint, daß die Seelen der Bösen einfach verlöschen würden, sodaß es gar keine Hölle mehr geben kann, weil es kein Subjekt mehr gibt, das sie erleiden könnte. Der Papst nimmt hier das Todesverändnis Epikurs auf, daß wenn ich bin, der Tod nicht ist, und wenn der Tod ist, ich nicht bin, sodaß es meinen Tod nicht geben kann. Deshalb fürchtet der sich vor seinem Tode Fürchtende etwas, was es für ihn nie geben kann. Meinen Tod gibt es nur für die Anderen. Wie Epikur damit die Furcht vor dem Tode beseitigen will, so will der Papst die Furcht vor der Hölle hier beseitigen, weil auch hier etwas gefürchtet wird, was nie mir geschehen kann: Wenn ich in der Hölle sein werde, dann höre ich einfach auf, zu sein und weil es dann mein Ich nicht mehr gibt, kann es für mich auch keine Hölle mehr geben. 
In den Zeiten des Primates des ökonomischen Denkens- man beachte die Fragestellung: Lohnt sich mein Leben bzw. das Leben des Menschen? könnte die Hölle dann so umformuliert werden: Die Hölle ist die "schwarze Null", man macht weder Gewinn noch Verlust. Aber das reicht Papst Franzikus noch nicht. Jetzt will er gar gegen das eindeutige Zeugnis der hl. Schrift und der Lehre der Kirche die Allversöhnung lehren! 
Damit sagt der Papst, daß es Gott gleicgültig ist, ob wir als Heilige oder als praktizierende Satanisten leben, wir alle kommen in den Himmel, vielleicht sogar der Teufel selbst.
Ob Papst Franziskus angesichts dieser revolutionären Erkenntnisse nicht endlich den einzig wahren Kirchenlehrer des 20. Jahrhundertes heilig sprechen muß?

Willy Millowitsch - Wir sind alle kleine Sünderlein Songtext

Wir sind alle kleine Sünderlein,
's war immer so, 's war immer so.
Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeih'n,
's war immer, immer so.
Denn warum sollten wir auf Erden
schon lauter kleine Englein werden?
Wir sind alle kleine Sünderlein,
's war immer so, 's war immer so.
Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeihn
's war immer so, immer so.
     

Freitag, 20. Oktober 2017

Gott beweisbar? Fundamente der christlichen Religion und was der Papst daraus macht

Daß Gott ist, existiert, diese Aussage bildet das Fundament jeder monothestischen Religion. Zu beachten ist dabei, daß diese Aussage auch schon ein theologiekritisches Moment in sich trägt in der These, daß dem Glauben polytheistischer Religionen ein Irrtum innewohnt, indem in ihnen Etwasse als Götter verehrt werden, die keine sind. Es gibt also nur einen Gott, der wirklich Gott ist, und die anderen Götter, die realiter keine sind, sind also Nichtgötter, also Götzen.
Es ist nur folgerichtig, daß diese Entgötterung den Verdacht gebiert, daß alle Götter, auch der der monotheistischen Religionen kein wirklicher Gott, sondern auch nur ein Götze neben anderen ist.
Der Apostelfürst Paulus nimmt sich schon dieses Komplexes an mit der These, daß Gott vom Menschen anhand der Welt erkannt werden kann, daß aber die Menschen dann selbstverschuldet dann zum Polytheismus abfielen. Die Kirche hat an der Erkennbarkeit und Beweisbarkeit Gottes ganz im Sinne des Apostels Paulus festgehalten und im 1.Vaticanum bestätigt.  
Aber seit der Aufklärung und isb seit Kant wächst der Zweifel an der Beweisbarkeit Gottes. Galt Paulus das Nichterkennen, daß Gott ist als der Schöpfer der Welt, des Universums als ein schuldhaftes Versagen des Menschen, den er hätte die Existenz Gottes doch erkennen können anhand der Welt (Röm 1,20f), so ist man heutzutage eher geneigt, dem Atheisten sein Nicht- Gott-Erkennen  zu exculpieren. Ja der Atheismus gilt vielmehr als moralisch legitim angesichts des Leides auf Erden: Wenn es einen Gott gäbe, dann dürfte es dies Erdenleiden in dem Maße, wie es erlitten wird, nicht geben.  (Vgl hierzu mein Buch zur Theodizee: Die Übel und der gute Gott).
So sehr man nun auch rechtens bemüht ist, die klassischen Beweise gegen ihre Kritiker zu verteidigen (Vgl dazu Hüntelmann in Theologisches 2017, 3 Teile), eines läßt sich nicht aus der Welt schaffen: Sie sind so umstritten, daß jeder urteilen kann, daß ihn die Beweise nicht überzeugen und daß er deshalb Gott für nicht beweisbar halte, ohne daß ihm dies als ein nicht entschuldbaren Mangel an intellektueller Redlichkeit vorwerfbar wäre. 
Es muß aber auch konstatiert werden, daß es keinen überzeugenden Beweis für die Nichtexistenz Gottes gibt.  Es scheint hier eine Pattsituation zu herrschen, in der keiner die andere Seite von der Beweisbarkeit, daß Gott ist oder daß er nicht ist, überzeugen  kann. 

Papst Franziskus zieht daraus radicale Konsequenzen:

Papst Franziskus äußerte jüngst dem Journalisten und Gründer der italienischen Zeitung ‚La Republica‚, Eugenio Scalfari in einem offenen Brief gegenüber, „dass jemand nicht an Gott glauben müsse, um in den Himmel zu kommen.“
Es genüge dem eigenen Gewissen zu folgen, um Gottes Vergebung zu erlangen. So schreibt Franziskus:


„So besteht die Frage für den nicht an Gott Glaubenden darin, dem eigenen Gewissen zu gehorchen. Sünde ist auch beim Nichtglaubenden, wenn man gegen das Gewissen handelt.“ (zitiert nach gbs -Köln)

Für den Papst ist so der Unglaube keine Sünde mehr, ja für das Heil ist die christliche Religion in Gänze überflüssig, denn es reiche, gemäß dem eigenen Gewissen zu leben! Eigentlich hätte Jesus auf Erden nur zu verkünden brauchen: Jeder höre auf die Stimme seines Gewissens und lebe danach, dann lebt er Gott wohlgefällig und wird eingehen in das Reich Gottes, in den Himmel, in das ewige Leben! Alles andere ist überflüssig. 

Wenn auch konstatiert werden muß, daß die Gottesbeweise nicht mehr so überzeugend sind, daß man ihnen zustimmen muß, so sind sie doch so überzeugend, daß man sie zum Anlaß nehmen kann, an Gott zu glauben. Anders gesagt: Wäre der Glaube noch ein tugendhafter Akt, wenn jeder Mensch, bedenkt er die Beweise der Existenz Gottes, ihnen zustimmen müßte?Gehört nicht zum Leben im Glauben, daß der Glaubende noch nicht im schauenden Erkennen lebt, aber es wagt, an Gott zu glauben? Und daß ein Nichtwagen dann als Schuld ansehbar ist? Zumindest eines muß konstatiert werden: Daß die Kirche mit der hl. Schrift stets den Unglauben als Sünde beurteilt, und nicht als eine Nebensächlichkeit: Hauptsache, der Mensch lebe moralisch, seinem Gewissen folgend.
 
 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Alle Religion gleichgültig- die Liebe allein zählt!

Woran erkennt man, daß ein Mensch "aus Gott geboren" ist, Gott kennt, ein Kind Gottes ist? Christian Lutsch (Adveniatkalender 18.10.2017) gibt uns darüber eine klare Auskunft: "Woran werden Gottes Kinder erkannt? Am Namen der Kirche,der Konfession oder Religion[...]?". Mitnichten, sondern allein daran, daß sie Liebe untereinander haben. So gilt, daß es gleichgültig sei,ob wer Katholik, Moslem, Buddhist oder gar Atheist ist, denn die Liebe allein zählt.
Das soll nun die Auslegung von 1.Johannes 4,7 sein:
"Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott." So wird die christliche Religion, ja jede Religion als gleichgültig deklariert, denn es käme ja allein auf die praktizierte Nächstenliebe an! Exegetisch ist der Text klar: Das "Untereinander" bezieht sich auf die johanneische Gemeinde und angesprochen werden Gläubige der Gemeinde, denen der Vorwurf gemacht wird, gar nicht oder zuwenig die Mitchristen zu lieben. Daß aber jeder Mensch, egal, ob er gläubig oder ungläubig ist. ein Kind Gottes sei, diese Aussage ist unvereinbar mit der Gesamtaussage des Johannesevangliums und den Briefen: Nur die Christgläubigen gelten als Kinder Gottes. Dogmatisch formuliert: Aber dieser Glaube, der uns zu Kindern Gottes macht, ist nur der wahre Glaube, wenn er sich lebendig erweist in den Werken der Nächstenliebe.
Erstaunlich ist nun, daß die reformatorische Theologie, daß allein der Glaube rechtfertige, mit Luther sogar explizit gegen die Lehre des Jakobusbriefes, daß nur der in Werken der Liebe tätige Glaube den Menschen vor Gott rechtfertige, vertreten,  in dieser Auslegung  für völlig überflüssig erklärt wird, weil es nun nur noch auf die Werke der Liebe ankäme. Die könne gar ein Atheist vollbringen und so sei er ein Kind Gottes, das Gott erkannt hat, obzwar er Atheist ist.  
Wenn das Luther hätte lesen müssen, selbst dem Pelagius, dem Gegner der augustinischen Gnadenlehre, wäre das zu viel gewesen- aber unser Adventistenpastor ist begeistert:"Hier ist nicht nur von bekennenden Christen die Rede!" Nein, der Glaube, das christliche Bekenntnis sind einfach gleichgültig. Und Luther nur ein einziger Irrtum, weil er den christlichen Glauben für heilsnotwendig hielt.
Das ist das Gutmenschentum pur, politisch korrekt jede Religion für überflüssig bzw für gleichgültig zu erachten, das ist die Religionswürdigung, die ideal zur Multikultiideologie paßt. Darum wird sie ja auch und nur darum so leidenschaftlich vertreten.     

Zusatz:
Von dem einem Extrem: "nur der Glaube allein" in das annder: "nur die guten Werke  allein"...so taumelt, wer die goldene Mitte nicht kennt von einem Extrem in das andere.     

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Geschichte- sinnlos?

"Das Christentum hat nie gelehrt, dass die Geschichte einen Zweck habe. Sondern ein Ende." Nicolas Gomez Davila, Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen,2017, S.117.
Lesen wir die Bibel doch einmal als einen Roman, in dem essayistische Einschübe und Briefe mitaufgenommen worden sind, beginnend mit dem 1.Kapitel: Wie kam es, daß Geschichte sich ereignete bis zum letzten, der Johannesoffenbarung vom Ende der Geschichte, dann soll all das da Erzählte keinen Sinn bzw. Zweck in sich tragen? 
Regiert nicht Gott selbst die Geschichte, daß es eine überhaupt gibt und daß sie ihr Ende im göttlichen Endgericht finden wird? Sollte man das etwa so verstehen, daß durch einen nicht von Gott gewollten Sündenfall des ersten Menschen die Unheilsgeschichte ihren  Anfang nahm, daß Gott zwar immer wieder dagegen steuerte, daß es aber eine sinnlose und zwecklose Geschichte bleibt, bis daß dann Gott ihr ihr Ende setzen wird?   
Hätte Gott mit der Setzung der Schöpfung aufgehört, sich um sie zu kümmern, um sie dem freien Spiel der Geschöpfe zu überlassen, wäre das vorstellbar. Aber Gott ist doch, um in diesem Bilde zu verharren, der Regisseur des Welttheaters.Wenn es ein Theater ist, dann hat es in sich auch einen Sinn und Zweck. Dieser mag uns, so lange wir im Glauben und noch nicht im vollständigen Erkennen leben, verborgen sein,aber gerade das gibt uns ja die Möglichkeit, daß wir an einen Sinn der Geschichte glauben können. Sähen wir ihn schon, könnten wir nicht mehr an ihn glauben. 
Fragen wir einmal anders: Könnte es Heilige geben, wenn sie sich nicht in Versuchungen zu bewähren hätten, Helden, wenn sie nicht gegen Schurken zu kämpfen hätten etc....Was wäre der Mensch ohne eine Geschichte? Wäre er dann ein Mensch? Wenn es Positives geben soll, dann verlangt das eine Geschichte, in der sich das Positive als Verneinung des Negativen hervorbringt. Ist die Menschheitsgeschichte gerade deshalb mit so vielem Negativen erfüllt, daß man meinen könnte,daß sie zweck- und sinnlos sei, damit Gutes in ihr entstehen kann aus der Konfrontation mit dem Negativen?    

Dienstag, 17. Oktober 2017

Auf daß der Islam wachse in Deutschland! Das ZK schlägt wieder zu!

"ZdK-Präsident Thomas Sternberg meint gegenüber der „Passauer Neuen Presse": "In einer multireligiösen Gesellschaft kann in Gegenden mit hohem Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne dass die christliche Tradition unseres Landes verraten würde – das geschieht viel eher in der Umgestaltung des Nikolaus zum Weihnachtsmann." (
(Kath net 17.10.2017)
Einst gehörte es zur Aufgabe der Theologie und der Kirche, die wahre von den falschen Religionen zu unterscheiden, um den Wahrheitsanspruch  der christlichen Religion zu legitimieren. Die unwahren Religionen dienten dann als Anknüpfungspunkt für die christliche Mission, denn in jeder Religion ist auch ein Moment der Wahrheit enthalten, sonst wäre sie gar keine Religion (etwa daß ein Gott ist, daß der für das Wohlergehen der Menschen zuständig ist- um es etwas salopp zu formulieren), aber sie erwiesen sich in der Missionspraxis eben auch als Hindernis, daß die Gläubigen in ihr verharren wollen.
Aber was nun? Auf die Mission verzichtet die Kirche seit dem 2.Vaticanum, der Protestantismus hat ebenso jede Missionstätigkeit eingestellt. Nicht nur die Judenmission wird abgelehnt,  sondern faktisch jede. Das Konzept des Dialoges der Religionen hat das der Mission vollständig ersetzt. Die Frage nach der Wahrheit der Religionen, sind alle gleich wahr oder ist zwischen der wahren und den unwahren zu distinguieren, ist auch ad acta gelegt zugunsten der rein pragmatischen, wie das Verhältnis der Religionen untereinander um des friedlichen Miteinanders willen zu gestalten sei.
Galten die falschen Religionen der vokonziliaren Kirche als etwas, das nicht sein soll um der Wahrheit willen und um des Heiles der Menschen willen, sodaß sie nur von der Kirche toleriert wurden, so gelten nachkonziliar die anderen Religionen jetzt als etwas Positives. Jede Religion ist gut und jeder kann in jeder selig werden.
Aber bei dieser Toleranz blieb es nicht. Jetzt sieht die Katholische Kirche es gar als ihre Aufgabe an, die anderen Religionen zu fördern! Ja, das Laien-ZK der Katholischen Kirche zeigt hier couragiert Flagge. Ganz politisch korrekt finden sie einen oder auch noch mehr? islamische Feiertage für Deutschland gut. So soll eben die islamische Religion gefördert werden.
Eine Gefährdung der christliche Tradition sieht das ZK natürlich durch die Einführung von islamischen Feiertagen nicht. Nein,die Islamisierung Deutschlands gefährdet nicht die christlichen Traditionen in Deutschland. Jedes islamisch dominierte Land beweist zwar das Gegenteil- man frage mal nach dem christlichen Leben in der Türkei oder in Pakistan nach- aber solche Realitäten kümmern das Laien- ZK nicht, denn das glaubt unerschütterlich an den guten, friedfertigen und humanen Charakter des Islam. Und so soll der Islam eben auch in Deutschland erblühen, wie er jetz schon in der Türkei alles überwuchert unter Erdogan.
Nebenbei: In christlichen Traditionen kennt das ZK sich auch nicht besonders aus, denn sonst wüßte sie, daß der Nikolaus (6.Dezember) und der Weihnachtsmann (24.Dezember) ganz Verschiedene sind und es auch nirgends außer im ZK zu Verwechslungen von diesen Beiden kommt- oder welchem Kinde bringt der Nikolaus zu Weihnachten Geschenke und der Weihnachtsmann zum 6.Dezember?Aber Sachkenntnisse stören eben nicht nur im Laien-ZK der Urteilsbildung!

Corollarium 1
Das Laien-ZK scheint sich in Analogie zum Parlament als Kontrollorgan der Regierung als Kontrollorgan und Kritikinstanz dem Klerus der Kirche gegenüber zu verstehen, als organisierte Opposition zum Klerus, wie ein Betriebsrat dem Unternehmer gegenübersitzend. Schon daraus generiert sich wohl der Oppositionsgeist der Laien der Leitung der Kirche gegenüber. Man ist  als Laie sozusagen prinzipiell oppositionell gestimmt. Das große Vorbild ist ihnen eben die Rotte Korach (4.Mose 16)

Corollarium 2
War einst das Ziel der Kirche die Überwindung der Mutireligiösität im Namen der einen wahren Religion, so ist das höchste Ziel jetzt, daß Multikulti lebe und aufblühe!  
  
    

Montag, 16. Oktober 2017

'Unser Missions-Wille und unsere Missions-Kraft sind schwach geworden'


 „Wer Ziele proklamiert, die nicht direkt der Gesellschaftverbesserung dienen, mag gegenwärtig mancherorts auf Unverständnis stoßen – nicht nur außerhalb der Kirche.“ Auf Kath ist (16.10. 2017) dankenswerter Weise die Predigt des Kardinales Cordes am Missionssontag wiedergegeben worden. 

Hier nun ein paar ergänzende Worte zu dieser Causa: 
Pointiert ausgedrückt: Wenn es um "Brot für die Welt" geht ist das Engagement der Katholischen Kirche wie der EKD geradezu vorbildlich, aber wenn es um das "Brot zum ewigen Leben" geht, da herrscht Flaute. Eigentlich hätte Jesus Christus, statt Gründonnerstag das kirchliche Meßopfer einzusetzen mit dem Wunder der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi als Medizin zur Unsterblichkeit besser ein immer wieder wiederholbares Wunder der Brotvermehrung als Zentrum seiner Kirche einsetzen sollen. Denn Brot braucht die Welt. 
Die Frage nach dem Seelenheil, die nach einem möglichen Leben nach dem Tode, nach Sünde und Vergebung....irgendwie nicht mehr en vogue. Mit "Brot für die Welt", das "Brot zum ewigen Leben" überlassen wir den Spatzen (frei nach Heinrich Heine) paßt sich eben die Kirche der Nachfrage der Welt an. Politisch anspruchsvoller formuliert: Die Kirche unterstützt allerlei Weltbeglückungsprogramme, wie alle Menschen zu einer hinreichenden Versorgung mit den materiellen Gütern des Lebens  zu verhelfen ist und überläßt alles andere dem"lieben Gott".  
Wenn noch nach dem ewigen Leben gefragt wird, dann bekommt man die beruhigende Antwort, daß jedem Menschen, egal wie er es zu Lebzeiten mit der Religion hielt, dies Leben von Gott gratis geschenkt bekommt, aber nur sofern er das auch sich wünscht. Gott dränge seine Geschenke Niemandem auf. 
Wesentlicher sei nun aber die Sorge um das diesseitige prämortale Leben, daß eben jeder Mensch ein Anrecht darauf habe, auf Erden gut zu leben. Darum sei die wesentliche Aufgabe die Sorge der Kirche um die Magenbedürfnisse der Menschen. Die Seele sei dem Menschen ja primär nun dazu gegeben, diese Körperbedürfnisse optimal zu befriedigen- von der Erfindung des Kochbuches bis zum Ideal einer gerechten Welt, in der alle so wohlhabend leben wie die Besserverdiener in Deutschland.  Dazu beizutragen, ist die Aufgabe der Kirche. 
So ist auch das eigentliche Heilswerk Christi das seiner Brotvermehrungen, durch die er die Kirche in seine Nachfolge ruft: Gebet der Welt Brot!  Nur wurde der Erlöser da dann arg mißverstanden, als ginge es Jesus nicht in erster Linie um das Brot, also um die wirklichen Bedürfnisse der Menschen. Jesus war so der erste wirkliche Materialist und dem folgt nun die Kirche. Und darum kann und darf die Mission auch nichts anderes mehr sein als : "Brot für die Welt".    

P.S. Ähnlichkeiten zum Kirchenreformprogramm des Großinquisitors (Dostojewski) ergeben sich rein zufällig.   

Corollarium 1
Die Voraussetzung dieses Wandels vom "Brot zum ewigen Leben" zum "Brot für die Welt", von der Mission zur Sozialdiakonie ist die Dominanz der materialistischen Philosophie, die
in der Anthropologie angewandt dazu führt, im Körperlichen das Eigentliche des Menschen zu sehen, der nur eine "Seele" mit cognitiven Vermögen entwickelt habe, damit sie die Befriedigung seiner Körperbedürfnisse optimiere. 
"Seelische Bedürfnisse" seien dagegen da nur Ersatzbedürfnisse für unbefriedigte Körperbedürfnisse. Einfacher gesagt: Wenn das Körperbedürfnis das nach Sex ist, spiritualisiert die Seele dies Bedürfnis, wenn es nicht realiter befriedigt werden kann, in den Wunsch, Liebesromane zu lesen. 
Wer nicht jeden Tag gut essen kann, sucht für sein Mangelleben einen "spirituellen" Sinn, aber "Brot für die Welt" schafft die Frage nach dem Sinn des Lebens aus der Welt, wenn erst alle genug zu essen haben. Darum wird die Politik zum Ersatz für die Religion, weil sie nun die Aufgabe übernimmt, die Welt zu erlösen durch "Brot für die Welt". 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Einheit der Menschheit und die Kirche: Alles gleichmachen

In Lumen gentium (2.Vaticanum) lesen wir: "Da aber die Kirche in Christus gleichsam das Sakrament bzw. Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott und für die Einheit des ganzen Menschengeschlechtes ist".
Daß die Kirche hier als Sakrament, bzw. gleichsam als ein Sakrament qualifiziert wird, soll nun nicht im Mittelpunkt dieser kurzen Notiz zu dieser Aussage des 2. Vaticanums stehen, sondern daß die Kirche das  oder ein Werkzeug für die Einheit des ganzen  Menschengeschlechtes hier behauptet wird. Das "für" meint dabei, daß die Einheit der Menschheit noch nicht ist, sondern daß sie erst durch die Kirche hervorgebracht werden soll. 
Das muß uns irritieren, ist doch die Einheit der Menschheit a) fundiert darin, daß unser aller Mutter Eva und unser aller Vater Adam ist und daß wir b) alle eins sind in der Ursünde Adams. In ihm haben wir alle gesündigt, wie der Apostelfürst Paulus im Römerbrief das expliziert. Diese Einheit ist der Menschheit vorgegeben, bevor sie als Subjekt der Geschichte der Menschheit auf der Weltbühne auftrat. 
Diese Einheit ist aber nun kein Einerlei, sondern Gott gliederte die Menschheit auf in Rassen und Völkern und noch basaler in die der Dualität von Mann und Frau. Diese innere Differenzierung auflösen zu wollen, wäre so eine Rebellion wider Gottes Ordnung der Menschheit in Rassen und Völker.
Meint nun diese Aussage von Lumen Gentium, daß die Ursprungseinheit der Menschheit durch diese Binnendifferenzierung verloren gegangen ist, sodaß die Aufgliederung der Menschheit in Rassen und Völkern zu negieren sei und daß das die Aufgabe der Kirche sei?
Dann würde die Gnadenordnung in der Kirche die Naturordnung nichten! Das sei ferne: Eingedenk der Einsicht, daß die Gande die Natur nicht zerstört sondern vollendet, das ist der wichtigste Grundsatz der Katholischen Gnadenlehre, kann es nicht die Aufgabe der Kirche sei, die Schöpfungs- und Naturordnung der Rassen und Völker zu nichten, um eine Menschheitseinheit hervorzubringen. 
Aber wesentlicher ist noch dieses: Indem Gott das Volk Israel erwählte, erwählte er all die anderen Völker nicht. Gott setzt die grundlegendste Diferenz in die Menschheit hinein, indem er durch sein göttliches Erwählen die Differenz setzt zwischen dem einen erwähltem und den anderen nichterwählten Völkern! Die Geschichte des Bundes Gottes mit seinem erwählten Volke ist gerade das Ringen um die Bewahrung dieser Differenz, daß Israel sich nicht heidnisiere, sondern als erwähltes Volk sich absondert von den anderen um so in seiner Besonderheit zu leben, daß es eben nur seinen Gott anzubeten und zu verehren hat und daß es sich fern zu halten hat von allen heidnischen Göttern. 
Der neue Bund in Jesus Christus prolongiert nun diese Differenz, nun aber als die zwischen den Christgläubigen in der Kirche und den Nichtgläubigen. Nicht schafft die Kirche eine Einheit der Menschheit sondern sie entzweit die Menschheit in Christusgläubige und Nichtgläubige. Die Johanneische Theologie begreift das als die Grunddifferenz zwischen den Menschen, die aus der Welt sind und gemäß ihr leben, und denen, die nicht aus dieser Welt sind (weil sie durch  das Sakrament der Taufe von oben, vom Himmel neu geboren sind.), sodaß  nun der Konflikt zwischen Welt und Kirche das die Geschichte der Menschheit bestimmende Moment ist. 
Aber gibt es dann nicht am Ende der Geschichte ein Happy End, auf das die Menschheit im Laufe der Geschichte Schritt für Schritt sich hochentwickelt? Mitnichten: Am Ende der Geschichte wird das Endgericht Gottes sich ereignen mit der endgültgen Zerreißung der Einheit der Menschheit in den Teil, der im Reiche Gottes ewig leben wird und den Teil, der zum ewigen Sein in der Hölle verurteilt wird. Diese Differenz ist nun als ewige gedacht.Man denke an die Erzählung vom armen Lazarus, wo der Reiche postmortem zum ewigen Abgetrenntsein von Gott und von denen, die bei Gott sind, verurteilt ist. Nicht eine Einheit der Menschheit erbringt das Ende der Geschichte der Menschheit, sondern die endgültige Scheidung. Fängt die Geschichte der Menschheit mit der ersten Tat, dem Brudermord an, Kain tötet seinen Bruder Abel, so endet sie mit der endgültigen Scheidung zwischen denen, die im Himmel ewig leben werden und denen, die zur Hölle verdammt sind. 
Wenn es dann noch eine Einheit der Menschheit gäbe, wie sollte ein einziger im Himmel glücksselig sein können, wüßte er Brüder und Schwestern, Mitmenschen also ewig in der Hölle?
Wer aufmerksam Lumen Gentium liest, der kann sich aber leider nicht des Eindruckes erwehren, daß dieser Text unter der Einheit der Menschheit einfach die ökonomisch-politische Tendenz zu einer Einheitswelt unter einer Weltregierung versteht, die vernünftige Weltrepublik (Kant), die kommunistische Einheitswelt (Marx) oder den globalisierten Kapitalismus (die Utopie des Liberalismus), alles aber Einheitskonzepte, die die Schöpfugsordnungen Gottes negieren wollen und gerade die Differenz von Kirche und Welt, und somit auch die Differenz der wahren Religion zu den falschen! 

Corollarium 1
Im heutigen Ja des Papstes Franziskus zur Masseneinwaderung von Flüchtlingen nach Europa realisiert dieser Papst so die Leitidee von Lumen Gentium, eine Einheitsmenschheit zu schaffen, in der die göttliche Ordnung der Rassen und Völker aufgelöst wird.