Sonntag, 8. Februar 2026

Wird die „Synodalkonferenz“ das neue Leitungsgremium der Kirche in Deutschland, überwachend und bestrafend?

 

Wird die Synodalkonferenzdas neue Leitungsgremium der Kirche in Deutschland, überwachend und bestrafend?


Auf Kath de ist nun am 2.2.2026 in dem Artikel: „Die deutschen Bischöfe und der Vatikan sind am Zug“ etwas sehr Irritierendes zu lesen. Erteilen wir deshalb diesem Artikel das Wort. Seine wichtigste Information:

Einigen Oberhirten passte die Idee der Kontrolle ganz und gar nicht, etwa dem Münchener Erzbischof und Mitgründer des Synodalen Wegs, Kardinal Reinhard Marx. Die Synodalkonferenz solle keine Oberinstanz sein, die die Bischöfe überwache und in die Bistümer hineinregiere. "Das will ich nicht", sagte Marx harsch ins Plenum – und machte damit eine rote Linie deutlich.“

Wer hätte dieses kritische Votum von Kardinal Marx erwartet? Damit sagt der Kardinal, daß diese neu konstituiert werdende „Synodalkonferenz“ trotz der vollzogene Namensänderung als der oberste Rat der Kirche Deutschlands engesetzt werden, der so auch und gerade die Bistümer Deutschlands regieren soll, In diesem Gremium werden Vertreter des Laien-ZKs und von ihnen Erwählte die Mehrheit haben, sodaß dann endlich dies ZK die Kirche regieren wird. Kontrolliert werden soll dadurch die bisherigen, dann aber faktisch abgesetzen Bischöfe, die so keine mehr sind. Man verwandelt sie so zu Angestellten der „Synodalkonferenz“.

Kardinal Marx lehnt nun tatsächlich eine solche Oberleitung der Kirche ab. Abfällig äußert sich dazu der Kath de Artikel: „Einigen Oberhirten passte die Idee der Kontrolle ganz und gar nicht“,weiß doch jeder Staatsbürger, daß um eines guten Regierens willen eine Gewaltenteilung und wechselseitige Kontrolle notwendig ist. Was für die Institution des Staates eine gute Ordnung sei, das müsse eben auch für die Institution der Kirche gut sein.


Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf , „ kritisierte, dass gerade so etwas für Unbehagen in Rom sorgt und womöglich eine Bestätigung ins Wanken bringen könnte.“ Dieser Bischof erweist sich darin als ausgemachter Kirchenpolitiker, der das Wünschenswerte von dem Machbaren zu unterscheiden weiß: Nur eine „Synodalkonferenz“ als ein beratendes Gremium der Bischöfe sei kompatibel mit dem hierarischen Aufbau der Kirche und so von Rom tolerierbar.

Aber Kath de jubelt: „Trotzdem wurde der Beschluss mit einer sehr dünnen Zweidrittelmehrheit der Bischöfe angenommen. Von 32 Oberhirten votierten 10 dagegen.“ Eine Jastimme weniger, und die Machtergreifung durch das Laien-ZK und seine Gesinnungsgenossen wäre schon jetzt gescheitert. Nun kommt es darauf an, ob die Unterhändler dieses noch zu installierenden Zentralleitungsgremiums es schaffen, Rom dieses trojanische Pferd unterzujubeln! Dabei darf die Macht der Deutschen Kirche in Rom nicht unterschätzt werden, denn sie hat das Geld und Rom ist davon abhängig!

Eines stellt aber in herzerfrischender Klarheit dieser Artikel fest: Es geht wirklich um die Einsetzung einer nationalen Zentralregierung der Kirche, der sich gerade auch die noch als Bischöfe amtierende unterzuordnen haben: „Alle Macht den Räten!“hieß eine bekannte Revolutionsparole. 

Corollarium

Im Kontext der Verdemokrtisierung der Kirche kommt dem innerlirchlichen Kampf gegen  Rechts eine besondere Bedeutung zu: Nicht politisch Korrekten soll so das passive Wahlrecht entzogen werden, damit nur die Richtigen in die neuen Entscheidungsgremien der Kirche auf allen Ebenen. den Räten, hineingewählt werden können! 


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