Wider eine kryptolutherische Praxis der Eucharistie: dem Einlegen der Hostien am Kircheneingang
„>Sehr wünschenswert ist es,dass die Gläubigen,so wie es auch der Priester selbst zu tun hat,den Leib den Herrn von den Hostien empfangen,die in derselben Messe konsekriert worden sind (...)Auf diese Weise soll die Kommunion (...)klarer als Teilhabe an dem Opfer erscheinen,das gerade gefeiert wird<, so liest man in der Grundordnung des römischen Messbuchs (Nr 85)“,
Deswegen soll nun die Eucharistie wie folgt praktiziert werden: „Ist die Gottesdienstgemeinde überschaubar,kann man vor Beginn der Messfeier durchzählen, bei größerer Anzahl und weiten Räumen wird dies schwieriger. Hier gibt es die Möglichkeit, dass am Eingang Hostien bereitstehen.Alle,die die Kommunion empfangen möchten,legen eine Hostie in die Schale,welche bei der Gabenbereitung von den Ministranten zum Altar gebracht wird.“
hSo heißt es im Pfarrbrief des Pfarrverbandes Vilshofen, dem Jahreskreis nach Pfingsten 2026.
Eine der wesentlichen Differenzen der Lehre von der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie bzw des Abendmahles besteht in der Differenz zwischen der katholischen Lehre, daß das Brot und der Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt wird und daß diese Transsubstantion eine dauerhaft währende ist, wohingegen die lutherische Lehre besagt, daß durch die Konsekration Jesus in das Bot und den Wein einzieht, sodaß er unter, in und zwischen dem Brot und dem Wein real präsent ist und daß er dann nach dem Ende des Gottesdienstes sich wieder aus dem Brot und dem Wein herauszieht, sodaß dann nur noch das Brot und der Wein übrigbleiben.
Wenn also ein Lutheraner in der Eucharistie die Hostie aus dem Tabernakel entnommen empfinge, dann empfinge er nach seiner Lehre nur ein Stück Brot, er empfinge also die Kommunion ungültig.
Damit Lutheranern ein gültiger Empfang der Kommunion ermöglicht werden kann, darf so in der Kommunion nur direkt in der Eucharistiefeier Konsekriertes ausgeteilt werden. Um dem Ziele einer ökumenischen Eucharistie- bzw Abendmhlsfeier näher zu kommen soll so in der hl.Messe auch nur noch in der Feier selbst Konsekriertes ausgeteilt werden. Kirchenrechtlich und aus guten theologischen Gründen erlaubt aber die Kirche weiterhin nicht, Lutheranern die Kommunion zu empfangen ob der gravierenden Differenzen im religiösen Verständnis dieser gottesdienstlichen Handlung. Deswegen ist dieses Zugeständnis des römischen Meßbuches an die Lutheraner sinnlos.
Die dazu gegebene Begründung, die die reale ökumenische Intention verstellt, ist nun nicht nachvollziehbar. Für den Opfercharakter der hl.Messe ist es gleichgültig, ob die Hostien in der aktuellen hl.Messe transsubstantioniert worden sind oder in einer früheren. Selbst wenn außer dem Priester kein Gläubiger zur Kommunion ginge, beeinträchtigte das nicht den Opfercharakter der hl.Messe.
Aber durch die Praxis des Abzählens und des Einlegens wird die katholische Lehre der dauerhaften Realpräsenz Jesu Christi verdunkelt, als schlösse die Kirche sich in diesem Punkte Luther an. Stimmte man aber in diesem Punkte Luther zu, dürfte die Kirche nicht mehr zu einer eucharistischen Anbetung des ausgesetzten Allerheiligsten einladen, da nach Luther da wir Katholiken ein Stück Brot anbeten würden.
1.Zusatz:
Ob des Priestermangels ist es zu befürchten, daß nicht mehr in jedem Sonntagsgottesdienst die Eucharistie gefeiert werden kann. Damit dann den Gläubigen dennoch der Empfang der hl. Kommunion ermöglicht werden kann, gibt es nur die Möglichkeit, nach einem priesterlosen Wortgottesdienst die hl. Kommunion durch Kommionausteiler auszuteilen, die dabei die schon konsekrierten Hostien aus dem Tabernakel zu entnähmen. Dann würde die Eucharistie auf den Empfang der hl. Kommunion reduziert und wäre so keine Eucharistie. Das beeinträchtigte aber in keinster Weise die Gültigkeit des Empfangens der Kommunion. Um aber eine Meßsimulation zu vermeiden, wäre es notwendig, statt der Eucharistiefeier nur die Kommunion auszuteilen. So traurig das dann auch wäre, stärkte diese Praxis aber doch den Glauben an die dauerhafte Präsenz Jesu Christi in der transsubstantionierten Hostie.
2.Zusatz:
Dies Zugeständnis ist nur an die lutherischen Christen ausgerichtet, denn die evangelisch- reformierten glauben nicht an eine Realpräsenz Jesu in dem Brot und dem Wein in ihrer Abendmahlsfeier, sodaßsss es für sie gleichgültig ist, ob sie das Brot direkt aus der Abendmahlsfeier gespendet bekämen oder aus dem Tabernakel. Nur im gläubigen Herzen unabhängig von dem Empfang des Brotes und des Weines durch den Mund wird nämlich Jesus da empfangen.
3.Zusatz
Die Praxis des Abzählens und Einlegens ist nun selbst eine genuin lutherische Praxis: Nach der dortigen Lehre sind nach dem Gottesdienst das Brot und der Wein der Abendmahlsfeier nur noch profanes Brot und profaner Wein, aber da in ihnen davor wirklich der Leib und das Blut Christi anwesend gewesen waren, fällt es doch schwer, diese beiden wie profane Lebensmittel zu behandeln. Deshalb soll möglichst kein Brot und kein Wein nach dem Abendmahl übrig bleiben, um das Problem, wie nun damit umzugehen ist, zu vermeiden.
Die Idee des Einlegens der Hostien beim Hineingehen in die Kirche paßt zur Tendenz, die Bedeutung des Tabernakels herabzustufen und protestantisch zu meinen: Da sich zum Gottesdienst die Gläubigen versammeln, werde Jesus da erst gegenwärtig.
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