Freitag, 17. April 2026

Luthers (Un)Geist unter den Traditionalisten und unter.....

 Luther müßte begeistert sein, wenn er den Siegeszug seiner Kampfparole:"Konzile können irren" in der heutigen Zeit in der Katholischen Kirche erleben könnte. Demun einen extremen Standpunkt nimmet der ein,der urteilt, daß alle Konzilien die Wahrheit gelehrt hätten, daß dann aber im 2.Vaticnum Irrlehren in der Kirche sich eingeheimatet hätten. die nun zur aktuellen Kirchenkrise führten. Den anderen der, der urteilt, daß endlich erst das 2.Vaticanum die Kirche aus dem Sumpf der kirchlichen Irrtümer befreite oder begann, sie zu befreien. Beide Positionen setzen damit voraus, daß es innerhalb der Kirchengeschichte Phasen gegeben hätte oder gibt, in denen der Hl.Geist die Kirche verlassen hätte, soff daß sie dann in Irrtümer fallen konnte, wenn sie nur noch ein Menschenwerk sei.

Ein einfaches Experiment: Aus dem Fenster schaue ich, sehe,daß es regnet. Ich schreibe nun auf einen Zettel: "Jetzt regnet es!"und hebe diesen Zettel auf, Ein paar Stunden später schaue ich wieder aus dem Fenster und sehe, daß die Sonne scheint, Die vordem wahre Aussage: "Jetzt regnet es!" hat sich entwahrheitet, Vor mir steht ein Baum und ich schreibe: "Hier steht ein Baum!" und ich wende mich um und sehe: "Hier steht ein Strauch!" Auch diese vorherige Wahrheit hat sich entwahrheitet. Sollten wir uns die Wahrheitsfähigkeit von den Lehren der Kirche ähnlich denken, daß jede wahre Aussage zeit- und raumbedingt sich so entwahrheitet? Modernisten scheinen das so zu sehen.

Aber frägt man sie, ob den Kirche anfänglich im Recht war, die Ideologie der Menschenrchte, die Parole der Französischen Revolution: "Freiheit, Gleichheit und Brüderlicdhkeit" zu verwerfen, so lautet das Urteil: "Mitnichten, die Kirche habe nun erst anerkannt, was sie von Anfang an hätte bejahen müssen!"Das gälte eigentlich auch für die Anliegen der Reformatoren, die sie, statt sie zu reprobieren, positiv hätte rezipieren sollen, was nun ja dank des 2.Vaticanumes geschähe. 

Wie konnte dann aber so lange die Kirche sich in so wesentlichen Fragen irren? Das ist nur vorstellbar, wenn Konzilien sich irren könnten, da sie der Hl.Geist verlassen habe. Der Conträrstdandpunkt  stimmt nun Luther auch zu, indem er urteilt, daß dieses Reformkonzil nicht eines aus der Kraft des Hl.Geistes gewesen wäre. Nun wenden Traditionalisten mit guten Argumenten ein, daß in gar Gewichtigem das 2.Vaticanum Lehren verträte, die nicht mit der bisherigen Lehre der Kirche übereinstimme. Die modernistische Auslegung der Texte des Konziles bestätigt dann auch diese Kritik.

Grundsätzlich gilt: Texte sind polyinterpretabel. Das schlichte Kommunikationsmodell des Senders, der eine Botschaft vermittelt, die dann der Leser eindeutig verstehen kann, scheitert an jedem komplexen Text. Die Erfahrung zeigt, daß es soviele Bibelstellendeutungen gibt, wie es Leser gibt. Jede Deutschunterrichtsstunde zeitigt das Resultat, daß es keine eine wahre Auslegung eines literarischen Textes gibt, 

Es bedarf einer Auslegungsnorm, um angemessene von nichtangemessenen Interpretationen zu distinguieren. Die Auslegungsnorm der Texte des 2,Vaticanumes ist nun die, daß als wahr nur eine beurteilt werden kann, die die Texte als übereinstimmend mit der bisherigen Lehre auslegen. Faktisch wird aber anders ausgelegt, daß die Texte sich in einem Widerstreit zur bisherigen Lehre befänden sodaß entweder die Tradition oder die jetzigen Texte falsches lehren. Unbestreitbar ist eine Auslegung, die die Reformkonzilstexte als übereinstimmend mit der Traad ition liest, keine leichte Aufgabe, aber nur eine solche kann als wahrhaft katholisch beurteilt werden. Die Alternative dazu ist, daß wir Luther zustimmen, daß die Kirche sich in wesentlichen Lehren irren kann.

 

 

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