Montag, 5. Juni 2023

Hier irrte der Apostel der Deutschen, der hl. Bonifatius oder eine neue Ökoreligion

Hier irrte der Apostel der Deutschen, der hl. Bonifatius Nach unbestätigten Gerüchten beabsichtigen Würdenträger der Neu-synodalkirche sich förmlich bei allen Deutschen für das Pseudomissionswirken des unheiligen Bonifatius zu entschuldigen. Der Zentralakt dieses Missionars: Er fällte einen dem Gotte Donar geweihten Baum („Mein Freund,der Baum ist tot“, sang Alexandra unbeabsichtigt passend dazu), um die Überlegenheit des christlichen Gottes über die Götter unser Vorfahren so zu demonstrieren. Damit begann die Unheilsgeschichte der Naturzerstörung, gipfelnd in der jetzigen alles Leben austrockenen wolllenden Klimakatastrophe. Die Germanen, so wie auch die Indianer des Amazonasgebietes mit ihrer Verehrung der „Mutter Erde“ lebten ganz im Einklang mit und in der Natur, war die doch für sie von mütterlicher Göttlichkeit ganz und gar durchflutet.Das Narrativ eines jenseitigen Gottes, der die Welt nur als einen Gebrauchsgegenstand für die Menschen erschaffen haben soll, der dann auch noch den Menschen als den Herrn über die Natur eingesetzt haben soll, destruierte dann auch in Germanien den ökologischen Frieden, in dem der Germane als Teil der Natur lebte, die ihm alles mütterlich zum Leben gab. Ohne jeden Respekt vor der wunderbaren Naturreligion der Germanen, vor ihrer Herzensliebe zu den Bäumen, dialogisierten sie nicht mit den Naturgläubigen sondern setzten ganz auf die Gewalt: Bonifatius fällt den Donarbaum! Ohne diesen Irrweg lebten wir hier noch immer im Naturfrieden, eingebunden in die Götterwelt der Natur. Die Neusynodalkirche wird so, so verdichten sich die Gerüchte, eigens einen Donargottesdienst neu ins Leben rufen mit Baumpflanzaktionen. Damit befände sich diese Neusynodalkirche, einst katholisch auch auf der Höhe der postmodernen Ökophilosophie. So verfaßt Frau Bennett in ihrem Buch: „Vibrant Mutter“ dieses „Nizäische Glaubensbekenntnis für Möchtegernmaterialisten“: „Ich glaube an die eine Materie-Energie,die Schöpferin alles Sichtbaren und Unsichtbaren,Ich glaube,dass dieses Pluriversum von Heterogenitäten durchzogen wird,die ständig etwas tun. Ich glaube,dass es falsch ist, nichtmenschlichen Körpern,Kräften und Formen die Vitalität abzusprechen, und das ein vorsichtiger Kurs der Anthromorphisierung helfen kann,diese Vitalität zu offenbaren“. Zitiert nach: Zizek, Absoluter Gegenstoß, 2016,S.21) Die ganze Natur soll so als beseelte geglaubt werden, wobei die „Seele“dann einerseits eine Materie-Energie , die andererseits aber auch die Schöpferin von allem sein soll. In altmodischerer Sprache formuliert: daß Naturgötter das die ganze Natur mit dem Menschen zusammen Belebende sind. Es gälte, die Muttererdengöttin neu zu entdecken. Als also auf der Amazonassynode Papst Franziskus die indianische Naturgöttin Pachamama verehrte, war er schon ganz auf der Höhe der Zeit, des Zeitgeistes der Resakralisierung der Natur. Der beste Baumschutz ist doch der Glaube, daß alle Bäume dem Gott Donar Geweihte sind und der beste Naturschutz, daß uns die Natur wieder zur göttlichen Muttererde wird. Zusatz: Die Naturverklärung ist dabei ein typisches Produkt des Stadtmenschen, der die Natur verklärt als eine Antithese zum Stadtleben, dem verkünstlichtem entfremdeten.

Sonntag, 4. Juni 2023

Fundamentales: Die vergessene und verdrängte unsichtbare Welt oder siegt der Materialismus`?

Fundamentales: Die vergessene und verdrängte unsichtbare Welt Wir glauben an Gott als Allmächtigen, als den Schöpfer des Himmels und der Erde,“visibilium omnium et invisibilium“.Das Credo der Kirche. Es existiert eine von Gott geschaffene unsichtbare Welt. Also ist damit nicht Gott selbst gemeint, was dann aber? Das philosophische Denken unterscheidet zwischen der uns über unsere Sinne zugänglichen Welt und der rein intelligiblen, die uns nur im Denken zugänglich ist. Damit stehen wir in einem 2 Weltenschema und hören so Nietzsches Kritik über die Erfindung der Hinterwelt, der unsichtbaren, die wir nur erfanden, weil wir die einzig reale nicht ertrugen konnten. Aber eine solche psychologistische Kritik beweist ja noch gar nicht, daß diese Hinterwelt nicht existiere, sie demonstriert doch nur, warum diese Hinterwelt Menschen nützlich ist. Fangen wir einmal ganz einfach an mit der Aussage: „Dies Mädchen ist schön.“ Dieser Satz soll nun erörtert werden: Was muß gelten, wenn diese Aussage wahr ist? „Dies Mädchen“ verweist auf ein Subjekt, von dem etwas ausgesagt wird, Es ist ein Einzeletwas. „Schön“ dagegen ist etwas, was von vielem aussagbar ist: Ein Bild kann schön sein, ein Glas, von vielen x,y,z kann das Schönsein ausgesagt werden. Worauf bezieht sich so das „Schöne“, Es ist eine Universale. Nach Platons Analyse dieses Satzes, wenn er denn wahr ist, bezieht sich „schön“ auf die Idee des Schönen. Dies Mädchen als schönes partizipiert so an der Idee des Schönen. Es ahmt die Idee nach- Mimesis heißt das. Die Teilhabe an der Idee des Schönen macht so dies Mädchen schön. Die Idee nun selbst gehört nicht der sichtbaren Welt an, nur als in ihr Erscheinende ist sie für uns sichtbar. Aber diese Idee ist. Theologisch formuliert: Die Idee des Schönen ist eine von Gott selbst hervorgebrachte Idee. Sie fungiert dann als das Urbild für alles andere schön Erscheinende, indem sie dem so Erscheinenden an sich einen Anteil gibt. In der Welt ist alles relativ: Dies Mädchen kann schöner als ein anderes und weniger schön als ein anderes sein. Ja, man könnte gar urteilen, daß sie schön ist im Vergleich zu einem, aber unschön im Vergleich zu einem anderen Mädchen ist. Es kann von diesem Mädchen gelten, daß sie jetzt schön seiend, alt geworden nicht mehr schön sein wird. Die Idee des Schönen ist dagegen absolut sich gleichbleibend. Sie ist als der Quellgrund alles schön Erscheinenden ewig, während alles schön Erscheinende vergänglich ist. Mit diesen wenigen Gedanken haben wir nun schon das Wesentliche der Unterscheidung und der Beziehung dieser 2 Welten erfaßt, die unsichtbare, nur im Denken zugängliche und die sinnlich erfahrbare. Aber schon wenn wir 3 Äpfel abzählen im Urteil: „Das sind 3 Äpfel“, verbinden wir doch das „sind“ 2 Elemente der sichtbaren Welt mit Elementen der intelligiblen: die Äpfel verbinden wir mit der Zahl 2. Wir verfügen zwar über ein Zeichen für diese Zahl, aber das ist nicht selbst die Zahl. Frügen wir, wo denn diese Zahl ist, müßten wir respondieren, daß sie selbst nicht zur Sinnenwelt gehört und doch existiert sie. Das zeichnet sie aus als ein Element der intelligiblen Welt. Ohne diese Welt der Ideen existierte nun aber für uns die wirkliche der Sinnenwelt nicht: Die Aussage: „Dies Mädchen ist schön“ wie sollte sie wahr sein können ohne daß es die Idee des Schönen gäbe. Somit erschließt sich in einer simplen Betrachtung dieser Aussage die Wahrheit der unsichtbaren Welt der Ideen. Von daher ist es einsichtig, daß die Theologie in der platonischen Philosophie ihr Ähnliches recognizierte und diese Philosophie als die wahre bejahte. Fällt nun dies philosophische Denken fort, dann untergräbt sich die Theologie selbst, weil sie eine denkende Tätigkeit ist, die über das Denken sich Klarheit verschaffen muß und das leistet allein die Philosophie: In ihr bedenkt sich das Denken, inwiefern es wahrheitsfähig ist. Kardinal Ratzinger kann so in dem Kapitel: „Der Primat des Logos“ in seiner „Einführung in das Christentum“ schreiben, daß unser menschliches Denken, wenn es denn ein wahres Denken ist, nur das Nachdenken des Vorgedachten in Gott ist, im Denken wir also an der Ideenwelt Gottes partizipieren. Corollarium 1 Adam und Eva sind so als die Urbilder des Menschseins als Mann und Frau zu begreifen, die als von Gott als zur freien Selbstbestimmung Bestimmten durch ihre Entscheidung, faktisch ihren Sündenfall die menschliche Natur als eine sündige bestimmten: die Erbsündenlehre. Im Sinne Pico della Mirandola erwählte der Urmensch so seine Natur, die erbsündliche als die, wie der Mensch dann in der sinnlich-wirklichen Welt erscheint. Corollarium 2 Kann es die Idee des Schönen geben, wenn es nicht die Idee des Nichtschönen auch gibt? Könnte es nicht so sein, daß um des Seins der Idee des Schönen willen auch die Idee des Nichtschönen gibt, das was Gott nicht wollte aber doch dachte, damit die Idee des Schönen auch in der Sinnenwelt erscheinen kann in ihrer Differenz zum Nichtschönen? Das Mißliche an der platonischen Ideenlehre ist ja, daß das Böse wie das Häßliche nur als etwas defizitär Gutes und Schönes existieren kann, das aber der Realität des Bösen und Häßlichen nicht gerecht wird.

Samstag, 3. Juni 2023

Fundamentales: Kann ein beweisbarer Gott geglaubt werden?

Grundlegendes: Kann ein beweisbarer Gott geglaubt werden? Kath net offeriert mit dem Artikel „Die Schöpfung – ein Gottesbeweis“ einen schönen Beitrag zur Gotteslehre, der aber in die Irre führt. Eine Ehefrau, sie mißtraut ihrem Eheman und läßt ihn so die ganze Zeit der Kur von einem Detektivbureau observieren. Das rapportiert ihr dann: „Ihr Mann hat sie auf der Kur nicht betrogen!“ Der Ehemann, heimgekommen sagt zu seiner Frau: „Ich habe Dich auf der Kur nicht betrogen!“ Kann sie ihm nun das glauben? Nein, weil sie weiß, daß er sie nicht hintergangen hat, kann sie nicht mehr glauben, daß er ihr treu gewesen ist. Von den drei Tugenden des Glaubens, des Hoffens und des Liebens bleibt im ewigen Leben nur die der Liebe, weil wir Gott dann so erkennen werden, wie er ist und so glauben wir ihn nicht mehr. Der Glaube an Gott impliziert nämlich einen defizitären Modus des Erkennens. Wenn die Vernunft: „Gott ist“ beweisen könnte, könnten wir nicht mehr sagen: „Ich glaube an Gott.“ Gerade wenn der Glaube als ein Fürwahrhalten (cognitiv) und als ein Vertrauen auf (affektiv) verstanden wird, würde ein Beweis des Seins Gottes den Glauben an ihn verunmöglichen. Die Möglichkeit der Gotteserkenntnis, daß das Sein Gottes beweisbar wäre, muß also begrenzt werden, um den Glauben an ihn zu ermöglichen. Die These, A ist größer als C ist bewiesen, wenn gilt: A ist größer als B und C kleiner als B. Man kann nun nicht mehr glauben, daß A größer ist als B, weil es bewiesen ist. Man kann aber sehr wohl sagen: Ich glaube, daß Thomas Mann ein bedeutender Schriftsteller ist als Heinrich Böll. Dafür könnte nun ein Literaturwissenschaftler auch gute Gründe anführen aber keinen Beweis. Ein Nichtliteraturwissenschaftler kann nun diesem Urteil des Experten Glauben schenken, weil er ihn für kompetent in dieser Causa hält, aber wenn ihm bewiesen werden könnte, daß dies Urteil wahr ist, könnte er auch dem Literaturexperten nicht mehr glauben. Gott kann und darf so nur soweit in und durch die Natur erkannt werden, daß sein Sein glaubwürdig ist, aber das heißt notwendigerweise, daß sein Sein nicht bewiesen werden können darf, da das einen Glauben an ihn verunmöglichte. Wer etwa die Wohlgeordnetheit des Kosmos als Beweis des Geschaffenseins des Kosmos durch Gott anführt, daß etwa unsere Sonne unser Leben auf der Erde ermöglicht, darf nicht vergessen, daß die selbe Sonne alles Leben auf der Erde vernichten wird, spätestens wenn sie völlig ausgebrannt sein wird. Gerade weil es auch Gründe für die Annahme, daß es keinen guten Schöpfergott gibt, sondern eher ein Demiurg, ist der Glaube an einen guten Schöpfergott nur möglich. Es sei daran erinnert, daß selbst der hl Augustin, solange er dem Manichäismus anhing, nicht an einen guten Schöpfergott glauben konnte und wollte, weil er es als unmöglich ansah, einen Monotheismus mit dem Bösen in der Natur und der Welt zu vereinbaren. Erst durch sein Studium platonischer Philosophen fand er seinen Weg zum christlichen Monotheismus. Wenn die Erkenntnis Gottes als Beweis seiner Existenz aus der Natur so möglich wäre, warum gelang dann diesem großen Gottsucher dieser Beweis nicht? Hätte es ihn gegeben, wäre Augustin aber nie ein gläubiger Katholik geworden!

Freitag, 2. Juni 2023

Kritische Bemerkungen zum Konzept des Multikulturalismus

Kritische Bemerkungen zum Konzept des Multikulturalismus Zum Träger der Kultur: In den Zeiten der Dominanz des soziologischen Denkens sprach man in Vorliebe von der „bürgerlichen“oder der „Arbeiter“-Kultur oder von schichtenspezifischen, der der Ober-,Mittel- und Unterschicht. Milieutheorien verpluralisierten dann diese recht schematistischen Ansätze: man sprach dann von einer Kultur des katholischen Milieu,oder von der Jugendkultur und vielemähnlichen. Wer jetzt in der aktuellen Debatte den Begriff des Multkulturalismus verwendet, geht von Völkern oder auch von Rassen als dem Träger der Kultur aus. Darin spiegelt sich der Erfolg der Biowissenschaften wider, die als exakte beachtliche Neuerkenntnisse in die Bedingtheit des Menschen durch seine genetische und biologisch erhellbare Natur generiert. Die Genetik und die Erforschung der Funktionsweise des Gehirnes produzieren Schlagzeilen. Es ist so kein Zufall, daß der negative Charakter des Deutschen, daß er etwa von seiner Natur nach zum Rassismus hin tendiere, neuerdings betont wird und nicht etwa historisch kontingente Ereignisse dafür verantwortlich gemacht werden. Es gibt also von Natur aus gute und weniger gute, wenn gar zum Bösen neigende Völker und Rassen. So ist für den Feminismus der Mann von seiner Natur aus zum Herrschsüchtigen geneigt, für den Antirassismus der „Weiße Mann“ der Hort des Bösen und für die Linke der Deutsche. Völker besitzen je eigene Kulturen und sollten auch das Recht haben, sie zu leben. Das ist aber das Zentraldogma des Ethnopluralismus, der als „rechtes“ Projekt von den Vertretern von Multikulti strikt abgelehnt wird! Beim Multikulturalismus geht es immer darum, daß in einem Staatsgebiet möglichst viele verschiedene ethnisch fundierte Kulturen nebeneinander her leben sollen. Mehr oder weniger homogene Kulturen, fundiert in der Volkskultur des jeweiligen staatstragenden Volkes sollen so aufgelöst werden durch ihre Verpluralisierung. Es dürfe keine für alle verbindliche Kultur geben, sondern die Migranten sollen das Recht haben, in den Ländern, in die sie einwandern, ihre Eigenkultur sich zu bewahren. Die in den Einwanderungsländern existierende Volkskultur soll so zu einer neben vielen anderen herabgestuft werden. Die Vermultiethnisierung des einstigen Nationalstaates bildet so das natürliche Fundament der Verrmultikultivierung. Das Ziel ist so eine Gesellschaft, bestehend aus vielen ethnisch fundierten Kulturen, die sich alle abgrenzend voneinander erhalten. Wie dann miteinander? Damit ist das Problem des Wies des Miteinanders der differenten Kulturen gesetzt. Es kann nun keine Kultur mehr geben, die über den verschiedenen Kulturen steht als von allen anzuerkennende. Das wäre ja das Konzept der Leitkultur, das auf das energischste vom Multikulturalismus verworfen wird. Es bleibt dann nur noch der Staat mit seinen Gesetzen als das von allen Bürgern Anzuerkennendes übrig. Nur wird dieser deutsche Staat ja nun von vielen oder einigen Nichtdeutschen als der deutsche und somit nicht als ihr Staat wahrgenommen. Er fundiert sich nun mal in unserem Volk mit seiner Kultur. Realistischer ist es da wohl, daß die sich multiethnisch und somit dann auch multikulturell aufsplitternde Gesellschaft nur noch durch die Gesetze der Ökonomie zusammengehalten wird. Eine neue Gemeinschaftsreligion? Ob das aber als Bindungskraft für eine so inhomogene Gesellschaft reicht, ist bezweifelbar. Die Zerspaltung in so sich herauskristallisierende Parallelgesellschaften verlangt eben nach der Installation einer neuen „öffentlichen Religion“, die alles doch wieder zusammenhält. Die Ideologie der Politischen Korrektheit soll so zu dieser neuen Religion werden. Zerstört der propagierte Multikulturalismus alle ein Gemeinwesen verbindende Bande, so muß dieser nun doch noch irgendetwas hervorbringen, was wieder eine Einheit ermöglicht. Die Proklamation des Feindes als der politische Akt (vgl Carl Schmitt) erlangt so eine neue Relevanz: Nichts verbindet pluralistisch strukturierte Gesellschaften noch außer der proklamierte gemeinsame Feind. Wann hatten wir je so viele "Feinde" wie jetzt: Reichsbürger, Klimaktastrophenleugner, Coronoleugner, Holocaustleugner, Rechtspopulisten, Putinversteher, Islamphobe. Homophobe, Antisemisten, Impfverweigerer, AfDler, Fundamentalisten, Erzconservative, Reaktionäre.....

Donnerstag, 1. Juni 2023

Eine Religionslehrerin: Was macht die Kirche aus?

Eine Religionslehrerin: Was macht die Kirche aus? Dank dem Standpunktkommentar von Kath de vom 1.6. 2023 wissen wir endlich, was die Kirche ausmacht: „Kirche kann auch sicht- und erfahrbar werden, wo Menschen einander Gutes tun, wo sie einander aufrichten, ermutigen, einander groß sein oder groß werden lassen.“ In der Überschrift taucht zwar noch der Terminus „Gott“ auf, aber sonst hat der damit Bezeichnete mit der „Kirche“ dieser Internetseite wohl nichts zu tuen. Aber klingt das nicht schön: wo Menschen einander Gutes tun? Nur, was mag diese Religionslehrerin damit vor Augen gehabt haben? Die hl. Messe? Tuen wir in ihr einander Gutes? Lassen wir da einander groß werden? An den Gottesdienst dürfte diese Lehrerin wohl nicht gedacht haben- woran dann? Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte hier eher eine Utopie des Gemeindelebens uns skizziert worden sein: Wenn so es in der Gemeinde zuginge, dann wäre da die Kirche erfahrbar. Das eigentliche Geschehen der Kirche ist ja unsichtbar, daß in ihr Gott gegenwärtig ist, daß er durch die Sakramente wirkt, daß die vielen Menschenworte, die da gesprochen werden, Worte Gottes sind. Aber für diese geistliche Wahrheit fehlt diesem hier skizzierten Kirchenverständnis der Sinn: Das Proprium der Kirche müsse etwas Sicht- und Erfahrbares sein. Dort, wo human Menschen miteinander umgehen, da ist die Kirche. Man kann dies dürre Kirchenverständnis dann noch ein bißchen aufdekorieren, indem man Gott, Jesus und vielleicht gar den Heiligen Geist erwähnt, aber es bleibt doch dabei: Die Kirche ist eben nichts anderes als ein Gut-Miteinander-Umgehen. Den Hintergrund dafür bildet auch ein gestörtes Verhältnis zum Glauben,weil als wahr nur angesehen wird, was irgendwie sinnlich erfahrbar sei.

Mittwoch, 31. Mai 2023

Das Schisma vorbereiten – Ein „Los von Rom“ Theologe im Kampf gegen die Katholische Kirche

Das Schisma vorbereiten – Ein „Los von Rom“ Theologe im Kampf gegen die Katholische Kirche: Es gibt keine Offenbarung Gottes! Im Standpunktkommentar vom Kath de vom 31.5.2023: „Gehorsam um jeden Preis oder die Kraft des besseren Arguments?“agitierte mal wieder der „Theologieprofessor“ Oliver Wintzek gegen die Grundlagen der Kirche. Er profiliert sich ja schon mit der Behauptung, daß die Vorstellung, Gott berufe, eine Willkürvorstellung sei und so aus dem Amtsverständnis des geweihten Amtes zu eskamotieren sei, (Tagespost,17.Juni 2022).er kämpft wider den Katechismus der Katholischen Kirche und betätigt sich als eifriger Kombattant des Synodalen Irrweges. Da nun Rom alle Reformprojekte des Synodalen Weges als mit der Lehre der Kirche unvereinbar erklärt hat, will dieser „Theologe“ nun andemonstrieren, daß die Reformer dieses Irrweges nicht auf Rom hören müssen, sondern einfach ihren Irrweg weiter beschreiten können. Auf einer prinzipiellen Ebene führt dieser Stand-punktkommentar nun seinen Angriff gegen Rom. Er bekämpft dabei: „lehramtliche Stoppschilder à la "Schöpfungsordnung" (Biblizismus nebst naturalistischem Fehlschluss), "Weltkirche" (Einheitsfiktion nebst Inkaufnahme diskriminierender Positionen), "keine Vollmacht zu" (Verschleierung absoluter Macht nebst argumentativer Verweigerung) glauben machen wollen.“ Also: es gäbe keine Schöpfungsordnung, nicht die eine Katholische Kirche,(gegen das Glaubensbekenntnis) das ist für ihn eine „Einheitsfiktion“,und für die Kirche existierte keine Begrenzung ihrer Vollmacht: Sie könne alles in ihr verändern! So sieht dann die Alternative zur katholischen Theologie aus: „Die theologische Alternative ist die Einsicht in das geschichtliche Gewordensein des Evangeliums als beständiger Übersetzungsprozess dessen, dass der Gottesglaube zu allen Zeiten mit fehlbaren menschlichen Gründen errungen wird, deren Plausibilitäten nachweislich in die Jahre kommen, denen auch durch formale Autorität keine Zukunft beschieden ist.“ Die Offenbarung der Wahrheit, die das Fundament der Theologie und der Kirche bildet wird so aufgelöst in menschlich-allzumenschliche Meinungen, die eine zeitlang als plausibel erscheinen, dann aber veralten und so ad acta zu legen sind. Der „Gottesglaube“ fundiert sich so nicht in der Offenbarung Gottes,präziser formuliert in der Objektivität der Selbsterkenntnis Gottes selbst, an die er seiner Kirche einen Anteil gibt durch sein Offenbaren, sondern ist ein von Menschen produzierter aus „fehlbaren menschlichen Gründen“. Ein so hervorgebrachter „Gottesglaube“ kann für bestimmte befristete Zeiten plausibel erscheinen, aber wenn er seine Plausibilität verliert, muß er neu konstruiert werden. Das kirchliche Lehramt dürfe nun nicht ein Festhalten an unplausibel gewordene Gottesvorstellungen verlangen. „Offenbarung als übernatürliches Wissen, unfehlbares Lehramt? Für den Fundamentaltheologen Oliver Wintzek entstammen diese Vorstellungen einer Neuerfindnung des Katholizismus im 19. Jahrhundert – mit problematischen Auswirkungen bis heute.“ So heißt es in dem Kath de Artikel: „Fundamentaltheologe: Kirche ist Gefangene des eigenen Systems“ (28.11.2021). Damit destruiert dieser „Theologe“ mit einem Schlag das Fundament der Theologie und der Kirche.Gott offenbart nichts,keine Erkenntnisse, nichts. Alle Wahrheiten der Katholischen Kirche sind nur die Hervorbringungen dieser Kirche. (Wollte man dies mit der natürlichen Gotteserkenntnis und somit der natürlichen Religion identifizieren, übersähe man, daß hier die natürliche Gotteserkenntnis radical vergeschichtlich wird: jede Zeit denke eben Gott anders und jede so zeitbedingte Vorstellung verschwände auch wieder, weil die Zeiten sich änderten. Es existieren so keine dem Zeitfluß enthobene Wahrheit:Alles fließt) Ergänzend dazu: Für den Theologen Oliver Wintzek, der auch Priester ist, gilt hingegen: „Gott schiebt ‚keine ewigen Informationen Wahrheiten über sich rüber‘, sondern es ist dem Menschen anheimgegeben, in einer Begegnung gläubiger Art mit Gott irgendwie eine gläubige Gewissheit zu erringen. Und das ist nicht fertig, das ist ein Prozess.“ CNA-Deutsch 9.12.2022 Bericht über Wintzeks Polemik gegen den katholischen Katechismus. Es ereigneten sich nur „Begegnungen gläubiger Art“, die dann den Emergenzpunkt für Gewißheiten bildeten, die Menschen dann aus diesen Begegnungen zu gewinnen versuchen. Also irgendwelche religiösen Erfahrungen bildeten das „Fundament“ der Glaubens, der aber seine errungenen Ergebnisse immer wieder neu auszuformulieren habe. Einfacher formuliert: Nichts Gewisses weiß man, es existieren nur Kirchenarchive angefüllt mit Meinungen über Gott und die Welt, die jederzeit neu umzuformulieren seien nach den jeweilig aktuellen Bedürfnissen der Zeitgenossen. Dieser „Theologe“ versteht also unter „argumentieren“ einfach die Behauptung, daß alles als von der Kirche als wahr Gelehrtes einfach nur zeitbedingte Vorstellungen über Gott und die Welt sind, die so keinerlei Verbindlichkeit beanspruchen können. Darum also bräuchten die Reformer des Synodalen Weges keinerlei Beachtung der Kritik durch Rom schenken und sie könnten stattdessen vollmächtig jetzt eine ganz neue Theologie und Kirche für die deutschen Konsumenten konstruieren. Corollarium: Der Terminus: Begegnung religiöser Art soll dabei die religiösen Vorstellungen der Kirche, die sie aber leider als Lehre ausgibt, einen Halt in der Objektivität geben, aber diese religiöse Erfhrung ist eben auch wieder so unbestimmt, daß auf ihr jede beliebige Religion konstruiert werden kann und das heißt für eine Kirche der Marktwirtschaft: alles, wie der Kunde es wünscht.

Dienstag, 30. Mai 2023

„Türken feiern auf deutschen Straßen“ oder gelebtes Multikulti

„Türken feiern auf deutschen Straßen“ oder gelebtes Multikulti Die „Junge Freiheit“ berichtet am 30.5.2023: „Mit Autokorsos feiern Türken überall in Deutschland den Sieg „ihres Präsidenten“. Die in Deutschland lebenden Türken verstehen sich nun mal mehrheitlich als in einem ihn fremden Staat Lebenden, für die Erdogan und nicht der deutsche Bundeskanzler ihr Präsident ist. Daß diese Auslandstürken gerade den Kandidaten mehrheitlich wählten, der sich nationalistisch gab, dürfte niemanden irritieren, der sich mit der Lage von ethnischen Minderheiten beschäftigt habt, die ihre politische Heimat nicht in dem Lande haben, in dem sie als Ausländer leben. Irritieren könnte nur die Polemik des türkischen Grünenpolitikers Özdemir, der dies Wahlverhalten seiner Landsleute so scharf kritisierte. Er sähe in den Autokorsos ein Indiz einer mißlungenen Integrationspolitik. Wie kommt dieser Grünenpolitiker denn nur auf die Idee, daß sich die hier wohnenden Türken integrieren wollen? Als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, mußten die sich schon noch integrieren,weil auch ihr soziales Umfeld eben aus Deutschen bestand. Jetzt aber leben hier so viele Türken, daß sie hier in Deutschland fast ohne Sozialkontakten zu Deutschen gut leben können. Die Ideologie des Multikulturalismus reagiert ja auf diese Veränderung: Jedes Volkstum, das hier als eine ethnische Minderheit lebt, solle und dürfe ihre Eigenkultur sich bewahren. Der Austausch zwischen den vielen dann in Deutschland lebenden Kulturen müsse dann durch ein Minimum an Regulierung gestaltet werden, denn die Integration in die deutsche Kultur als der Leitkultur soll ja gemäß dieser Ideologie verzichtet werden. Um des Multikulturalimus willen darf und kann es so keine für alle verbindliche Kultur als Überkultur geben. Die Gesetze der Ökonomie ersetzen dann faktisch kulturelle Regulierungen. Der Auflösung unseres Gemeinwesens in eine Vielzahl von ethnisch mehr oder weniger homogener Milieus, auch als sich herauskristallisierender Parallelgesellschaften bezeichenbar, entsprechen diese türkischen Autokorsos, in denen Türken ihren alten und neugewählten Präsidenten feierten. Zusatz: Als der türkische Präsident Erdogan erwog, das Volk über die Wiedereinführung der Todesstrafe selbst entscheiden zu lassen, war das den Eurokraten zu demokrtisch und sie drohten, wenn diese Volksabstimmung stattfände, würden die Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU auf Eis gelegt werden. Die Volksabstimmung fand so nicht statt.