Wenn das Christentum ineinsgesetzt wird mit dem Liberalismus
Daß in der stets politisch korrekten Internetseite „Communio“ die Unvereinbarkeit von der „Neuen Rechten und dem Christentum“ (12.5.2026) behauptet wird, wird niemanden irritieren, aber die Begründung müßte irritieren.
Die christliche Religion wird hier einfach ineinsgesetzt mit dem Credo des Liberalismus:
„Im Mittelpunkt der katholischen Soziallehre steht weder das Volk noch die Nation oder die Kultur als letzter Maßstab, sondern die menschliche Person. Das Personalitätsprinzip geht davon aus, dass der Mensch als Person eine unverfügbare Würde besitzt, die allen politischen Ordnungen vorausgeht und sie begrenzt. Diese Würde ist nicht abhängig von irgendeiner Gruppenzugehörigkeit. "Grund, Träger und Ziel aller gesellschaftlichen Institutionen", heißt es in "Gaudium et Spes", ist >die menschliche Person<".
Diesem Glauben an die Person des Menschen wird nun, wie originell die Focussierung der „neuen Rechten“, die sich in diesem Punkte aber nicht von der traditionellen Rechten unterscheidet, auf das Volk und die Nation entgegengesetzt. Moeller van den Brucks Votum, daß am Liberalismus die Völker zugrunde gingen, demonstriert dieser „Communio“ Artikel nun wieder ein Mal.
Dem atomistischen Personalismus korreliert dann ein kosmopolitischer Universalismus, in dem alles Soziale und der Mensch als in Gemeinschaften Eingebundender aufgelöst wird. Faktisch existiert in dieser Ideologie der Mensch nur als der homo oeconomicus, dem jeder andere Mensch nur als Geschäftspartner zugeordnet ist, als Käufer und Verkäufer auf dem freien Markt. Allen Bindungen soll er von sich abschütteln, um nur noch als ein Akteur der globalisierten Marktwirtschaft zu fungieren. Die Ideologie der Menschenrechte und seiner Würde etablieren dabei diesen homo oecomomius.
Mit der christlichen Religion hat dieser atomistische Personalismus des Liberalismus nichts gemein, denn in dieser Religion steht der erlösungsbedürftige und zum Bösen geneigte Mensch mit seiner Tendenz zur Selbstdestruktion im Zentrum, daß er auf Jesus Christus als seinen Erlöser angewiesen ist. So wird die Theologie immer auf einen starken Staat, keinen liberalen insistieren, also eher rechts als liberal votieren. In der chrisltichen Religion steht in der anthropologischen Hinsicht nicht der Einzelmensch im Zentrum, sondern im Alten Bund das von Gott erwählte Volk Israel und im Neuen Bund das Volk der Kirche. Der Einzelne ist so eingezeichnet in diese Volksgemeinschaften und hat sein Leben aus ihnen. So lehrt der hl. Cyprian, daß Niemand Gott zu seinem Vater haben könne, der die Kirche nicht zu seiner Mutter habe.
Wer nach Gottes Willen frägt, was will Gott von mir?, der bekommt in dem als was ihn Gott erschaffen hat, seine Antwort: Er soll das sein, als was ihn Gott erschaffen hat: Sein Geschlecht, seine Familien- und Volkszugehörigkeit ist ihm Gottes Aufruf, das zu sein. Gott erschafft nämlich nicht abstrakte Menschen sondern konkrete und das sind wir nicht im Geiste eines atomistischen Personalismus sondern als bestimmte Menschen, das ist als durch ihr Geschlecht und ihr Volkstum und ihre Rassenzugehörigkeit Bestimmte. In diesen Bestimmungen hört der Gläubige Gottes Anruf an ihn: „Sei, wozu Gott Dich bestimmt hat!“ Der atomistische Personalismus ist die Revolte des Menschen gegen seinen Schöpfergott in seinen Schöpfungsordnungen der Ehe, der Familie, des Volkes und des Volksstaates!
Der atomistische Liberalismus widerstreitet diesen Schöpfungsordnungen und widerstreitet so auch dem Gebot der Nächstenliebe, indem er in letzter Konsequenz die Liebe der Mutter zu ihren eigenen Kindern als eine Sünde verurteilt, weil eine Mutter alle Kinder der Welt wie ihre eigenen zu lieben habe und der Staat für alle Menschen zu sorgen habe als ein guter Hirte und nicht zuvörderst für das ihm anvertraute Volk. Aus der Ordnung der Liebe des Thomas von Aquin wird dann ein universalistisches Weltbe-glückungsprogramm, in dem die Nächstenliebe der Fernstenliebe geopfert wird.
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