Absurdes zur Meinungsfreiheit in der Kirche
Der Kath de Standpunktkommentar vom 11.5. 2026, man entschuldige bitte die Deftigkeit meiner Ausdrucksweise,ist „Hein-Blödpreis“ verdächtig.Unter der Überschrift: „Meinungsfreiheit ist das Bollwerk der pilgernden Kirche“ steht tatsächlich geschrieben:
„Am Anfang steht die von Jesus erbetene freie Meinungsäußerung: "Für wen halten die Leute den Menschensohn?" (Mt 16,13). Und auch Pfingsten gibt es nicht ohne freimütige und vielfältige Rede (Apg 2,11). Petrus relegiert die Menschen nicht. Er wertet die Vielstimmigkeit der freimütigen Rede auf. Sie sei von Gottes Geist gewirkt (Apg 2,17). Im Apostelkonzil plädiert er mit dem Argument, dass alle den gleichen Geist empfangen haben, für interkulturelle Vielfalt (Apg 15,9). Am Anfang der Kirche stehen Vielfalt und Meinungsfreiheit. Beide werden durch Petrus gewürdigt und durch Gottes Geist legitimiert.“
Die Lehrerfrage Jesu an seine Schüler, für wen man ihn denn halte, hat mit der Meinungsfreiheit überhaupt nichts zu tuen sondern dient als Auftakt, das wahre Bekenntnis von den falschen Meinungen über Jesus Christus zu unterscheiden.Daß nicht irgendwer, sondern der Apostel dann das wahre Bekenntnis ausspricht, ist ecclesiologisch von größter Bedeutung, denn hier agiert er schon als Apostel und als der designierter Hirte der Kirche.
Die „freimütige und vielfältige Rede“ der Apostel meint, daß sie ohne eine Furcht vor den Juden den christlichen Glauben predigten und die Vielfalt meint, daß die eine Wahrheit in vielen verschiedenen Sprachen verkündet wurde, aber meint keine Pluralität von Glaubensmeinungen. Der eine Geist, den sowohl die Juden- wie die Heidenchristen empfingen durch den Ritus der Handauflegung nach der Taufe, steht für die Einheit der Kirche und nicht für eine „interkulturelle Vielfalt“. Judenchristen beschnitten ihre Söhne nicht mehr, wie es der jüdischen Kultur entspräche sondern ließen sie taufen!
Das Urchristentum glaubte an die eine Wahrheit und kämpfte darum, daß diese verkündigt werden darf, weil sie zu verkündigen ist. Mit der Idee der Meinungsfreiheit und der Pluralität hat das überhaupt nichts gemeinsam.
Wollte man nun wirklich eine theologische Begründung der Meinungsfreiheit konstruieren, dann sollte dafür Gottes Erlaubnis, dem Teufel als der Versucher Adams und Evas, im Paradiese das Wort ergreifen zu dürfen, angeführt werden. Der Teufel durfte die Unwahrheit sagen, Gott ließ es zu, um Adam und Eva zu prüfen, ob sie dieser Versuchung standhalten werden.
In der Kirche selbst ist nun mit der selben Selbstverständlichkeit wie im Rechenunterricht zwischen richtigen und falschen Aussagen unterschieden wird und falsche diskriminiert werden, 5 plus 7 ist nun mal 12 und nicht 11, zwischen wahren und falschen Aussagen zu unterscheiden. Ein Pluralismus an Meinungen über eine theologische Frage ist somit nur dann erlaubt, wenn nicht erkennbar ist oder noch nicht erkannt worden ist, welche von den Meinungen die wahre Aussage ist.
Kein Geschichtslehrer wäre begeistert davon, erhielte er auf die Frage, wann begann der 30 Jährige Krieg die Antworten: 1518, 1818, im Mittelalter oder zu Zeiten Napoleons, ja ganz intolerant und pluralismusfeindlich eingestellt akzeptiert er nuraa eine Antwort: 1618.
In der Kirche geht es nun um weit Wichtigeres und deswegen ist hier ein Tolerieren unwahrer Aussagen noch weniger hinnehmbar. Die Wahrheit des christkatholischen Glaubens gründet sich nun nicht primär in unserem menschlichen Erkenntnisvermögen sondern darauf, daß das Fundament des Glaubens der Kirche die ihr von Gott offenbarten Wahrheiten sind und das verbietet einen Pluralismus des: „Gewisses weiß man nicht genau von Gott und dem Dazugehörigen.
Zusatz:
Der Standpunktkommentar ist zudem politisch völlig deplaciert, erkennen doch alle etablierten demokratischen Parteien in der Meinungsfreiheit die größte Bedrohung ihrer Herrschaft und fordern so Zensurmaßnahmen.Die Kirche unterstützt diesen Kurs nun uneingeschränkt in ihrem Kampf zur Bewahrung der Demokratie, der Herrschaft der demokratischen Blockparteien. Die „Politische Korrektheit“ diktiert schon längst dem Staatsbürger, was er sagen darf und was nicht. In der Kirche darf inzwischen jeder Prediger die immer währende Jungfräulichkeit Mariae bestreiten, aber wehe, jemand urteilt, daß die massenhafte Einwanderung von „Flüchtlingen“ unserem Gemeinwesen großen Schaden zufüge.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen