Mittwoch, 20. Mai 2026

Christ ist, wem Jesus ein, das Vorbild schlechthin ist....

 

Christ ist, wem Jesus ein, das Vorbild schlechthin ist....


Man könnte meinen, daß es so viele Vorstellungen von dem, was einen Christgläubigen ausmache gäbe, wie es Christen gibt, daß nun mal die Indivdualisierung oder Privatisierung der christlichen Religion das notwendig mit sich brächte, spätestens in der Epoche der Postmoderne.Selbst unter den Gliedern der Katholischen Kirche fände man kaum zwei, die in allem das Gleiche glaubten.

Was wäre dann davon zu halten, daß man den Glauben, daß Jesu Leben vorbildlich, ja das vorbildliche sei, als das Wesentliche der christlichen Religion erfaßte? Überprüfen wir diese These einmal.

Gesetzt den Fall, morgen entschlössen sich alle Menschen der Erde, so wie Jesus zu leben und sie führten diesen Beschluß auch wirklich aus, was zeitigte das für Folgen? Spätestens nach circa 120 Jahren wäre die Menschheit ausgestorben, da dann ja ab morgen alle Menschen enthaltsam leben würden!Nur extremistische „Umweltschützer“ begrüßten das, da so der größte „Feind“ der Natur von der Weltbühne abträte.

Jesus ist als das Sühnopfer für unsere Sünden am Kreuze Gott gehorchend gestorben, aber gerade nicht in der Intention, daß wir nun sein Kreuzaltaropfer nachzuahmen hätten, daß nun jeder Christ sein Leben so zu opfern hätte.

Jesus war der Lehrer, aber gerade nicht so, daß wir Christen nun auch wie er Lehrer sein sollten, sondern nur so, daß wir seine „Hilfslehrer“ sind, die lehren, was er lehrte.

Jesus wirkte Wunder und erwies sich so als der Sohn Gottes. Ihm nachzufolgen,müßte das dann nicht auch miteinschließen, daß wir solche Wunder auch zu tätigen hätten?

Ein Meer an Absurditäten ergäbe eine derartige Jesusnachfolge!

Deshalb ist die Vorstellung einer Jesusnachfolge so zu präzisieren: Nur das, was uns ausdrücklich Jesus geboten hat, ist uns zur Befolgung aufgegeben, nicht aber eine Nachahmung seines ganzen Lebens. Das Wesentlichere aber ist, daß auch die christliche Religion nicht auf eine Morallehre reduzierbar ist, auch wenn sie verpersonalisiert wird als: Wie Jesus hätten wir zu leben. 

Populär unter kirchenkritisch Eingestellten ist die Parole: Wenn doch jeder Christ Jesus sich zum Vorbilde nähme, besonders wenn man dabei an die anderen Christen denkt, nur nicht an sich, aber wird das ernsthaft durchdacht, zeitigte das die schlimmsten Folgen, die des Todes der Menschheit als die fatalste.





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