Mittwoch, 20. Mai 2026

Die „Junge Freiheit“ warnt vor dem Sozialismus- aber nicht jeder müsse den Gürtel enger schnallen

 

Die „Junge Freiheit“ warnt vor dem Sozialismus- aber nicht jeder müsse den Gürtel enger schnallen


So steht es nun in dem „JF“ Artikel: „Ifo-Präsident Fuest fordert Obergrenze – und warnt vor Sozialismus“ am 18.5.2026 geschrieben: „Fuest sieht Umbau der Gesundheits- und Altersversorgung als Notwendigkeit an.In diesem Zusammenhang müsse unausweichlich über eine Umgestaltung der staatlichen Gesundheits- und Alterssicherung nachgedacht werden, die sich stärker auf eine Grundversorgung konzentriere und durch private Vorsorge ergänzt werde.“

Der Terminus der „Grundversorgung“ bedeutet faktisch, daß das Rentenniveau auf das der Grundsicherung der Sozialhilfe reduziert werden soll. Wer mehr Rente erstrebt, der habe eben privat dafür zu sorgen, die staatliche solle nur dieser Grundversorgung dienen. Es bedarf keiner hellseherischen Begabung, daß so eine Privatvorsorge sich nur Gutverdiener leisten können angesichts der horrenden Preisexplosion im Lebensmittelbereich, der Mieten und der Energiekosten.

Die staatliche Gesundheitsfürsorge meint den Versorgungsstandard der gesetzlichen Krankenkassen, der wohl auch noch zu reduzieren ist, sodaß eine gute Versorgung nur den Privatkrankenversicherten zukommt. Ein Anschauungsbeispiel aus einer norddeutschen Kleinstadt, Aurich: 3 Cardiologen sind dort tätig, 2 behandeln nur Privatpatienten, 1 sowohl Private als auch Gesetzliche. Bei diesem beträgt die Wartezeit zwischen 12 bis 15 Monaten. Mir ist allein von 3 Herzerkrankten berichtet worden, die vor ihrem Termin an ihrer Herzerkrankung verstarben. Gesundheit soll eben auch ein Privileg der Gutverdiener sein und werden.


Aber es müsse gehandelt werden: „Handlungsdruck erzeugten insbesondere die steigenden Verteidigungsausgaben. Deren Anstieg mache es nötig, den Anteil anderer Ausgabenbereiche – wie für Soziales – zu senken.“

Kanonen statt Butter“ - da die Regierung nun Deutschland kriegsfähig machen möchte und den Krieg gegen Rußland weiter großzügig zu finanzieren gedenkt, muß das gemeine Volk den Gürtel enger schnallen.

Aber da gibt es ein Problem: „Dies stehe jedoch im Widerspruch zur alternden Gesellschaft, die steigende Ansprüche an Gesundheit, Renten und Pensionen hat. Ein „unangenehmer Weg“, dem Problem habhaft zu werden, sieht Fuest darin, „die Leistungen in der Gesundheits- und Altersvorsorge nach einer Übergangszeit in Richtung einer Grundversorgung fortzuentwickeln und darüber hinaus private Vorsorge zu verlangen“.

fortzuentwickeln“ ist hier natürlich ironisch gemeint und meint ein Rückentwickeln auf das Allernotwendigste.Nur den Gutverdienern kommt dann ein gutes Leben im Rentenalter und eine gute Gesundheitsfürsorge zu.

Also: Sozialismus ist, wenn alle eine gute Rente und Gesundheitsfürsorge erlangen, aber da das nicht finanzierbar sei, müsse das eben zum Privileg der Besserverdiener und Vermögenden umgestaltet werden.

Völlig außer achtgelassen wird hierbei aber der Hauptgrund der jetzigen Probleme des Sozialstaates, daß in der Folge von zu wenigen Geburten immer weniger die Versorgung der immer mehr Werdenden, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst erwirtschaften Könnenden, finanzieren müssen. Zudem leisten wir uns 3 Millionen Arbeitslose, die zukünftig Armen und jetzt sind schon 1,6 Millionen Bürger auf die Armenspeisungen angewiesen.

Aber die „Junge Freiheit“ glaubt unerschütterlich an die freie Marktwirtschaft und daß nun eben fast alle den Gürtel enger zu schnallen haben, denn die Wirtschaft ist nicht für das Volk sondern die Menschen sind für die Wirtschaft dar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen