Sagt die Bibel Unwahres über Gott aus?- oder wenn ein dogmatischer Jesuit die hl.Schrift zensiert
Hören wir auf das Wort Gottes: Und Gott sprach zu einer Versammlung im Himmel: „Wer will Achab,den König von Israel,bethören,daß er hinziehe und bei Ramoth Galaad falle?“ 1.Könige22,20. Der König Israels wollte ob der Gewichtigkeit der Frage, ob er in den Krieg ziehen solle oder nicht, die Propheten als seine Ratgeber befragen, denn er weiß, wenn Gott diesen Krieg nicht bejaht, er ihn nicht gewinnen kann. Gott hält nun im Himmel eine Beratung ab: Er hat beschlossen, daß der König den Krieg führen und im Kriege fallen solle, um ihn so für seine Sünden zu strafen. Gott will nun irgendwen aus dem Himmel herabsenden, der den um Rat suchenden König „bethört“, sodaß er den falschen Beschluß fällt.
Ein Geist trat dann hervor und meldete seine Bereitschaft, so den König in die Irre zu führen. So will dieser Geist den Plan Gottes ausführen: „ Ich will ausgehen,und zu einem Geiste der Lüge in dem Munde aller seiner Propheten werden.“ V.22.Ist dieser Geist schon immer einer, oder gar der Lüge oder wird er es erst, um Gottes Auftrag zu erfüllen? Der Jesuit A,Arndt kommentiert in seiner Vulgataausgabe 1903:Der Geist sei der Satan, also wirkt er nur als der, der er ist und nicht wird er erst zu einem Geist, der nun zu „bethören“ hat. Die Propheten, deren Aufgabe es ist, Gott nach seinem Willen bezüglich der königlichen Politik zu befragen, werden so zu den König in die Irre führenden Propheten. Diese Propheten können nun selbst wohl nicht erkennen, daß sie durch diesen ausgesandten Geist zu Propheten der Lüge werden.
Und Gott? „Du wirst ihn bethören und seiner mächtig werden; gehe aus und thue also!“ V 23 Gott beauftragt so diesen Geist, dies Werk so auszuführen.
Aber wie kommentiert nun der Jesuit diese Bibelstelle?
„Gott wollte durch dieses Gesicht anschaulich machen,daß er zugelassen habe,daß der Satan die falschen Propheten begeisterte,um den König zu betrügen, um zum Kriege zu bereden“. Die Aufforderung: „gehe und thue“ ist unmöglich als ein Zulassen Gottes zu interpretieren. Auch sind die „falschen Propheten“ nicht einfach „falsche“, sondern dieser ausgesandte Geist macht er sie erst zu solchen, indem er sie für dieses von Gott selbst beabsichtigte Täuschungsmanöver benutzt. Zudem dürfe der Leser dieses Gesicht, daß da Gott so frägt, wer wolle den König so in die Irre führen, nicht ernst nehmen, „ denn Gott hält keinen Rath, und der Satan kommt nicht vor sein Angesicht“ denn Gott wolle nicht betrügen, er lasse es höchstens zu, daß wer betrogen würde. Gottes unerforschlicher Rat ließe es aber zu.
Nur der Text besagt gar nicht, daß dieser Geist der Teufel selbst sei. Gott sucht nur nach einen Geist, der bereit ist, den König zu betrügen. Es liegt auch kein unerforschlicher Ratschluß Gottes vor, sondern ein klares Anliegen: Der König soll wegen seiner Sünden bestraft werden, indem er auf die Propheten hörend in den Krieg ziehen soll, um in ihm zu fallen. Wenn diese Propheten nur Falschpropheten wären, warum hätte dann der König auf sie gehört? Er selbst glaubte, daß sie die wahren seien, zumal er gut demokratisch gesonnen auf die Mehrheit hörte und nicht auf den Dissidentenpropheten Michäas, der ihm nur Übles voraussagte
Gott selbst wollte hier den König betrügen, damit er dann seine Strafe erleidet. Die Geschichte ist an sich ziemlich klar. Aber nur sie widerspricht der dogmatischen Lehre, und deswegen zensiert sie dieser Jesuit so arg. Aus Gottes Anordnung soll ein bloßes Zulassen werden, Gott könne auch nicht im Himmel sich mit Engeln und Geistern beraten und schon gar nicht fragen: „Wer übernimmt diese Aufgabe?“
Nur, woher weiß dieser Jesuit so viel besser über Gott Bescheid als die hl.Schriift? Unser menschliches Erkennenwollen, auch das Gotterkennenwollen steht immer in der Gefahr, durch unseren Willen zur Macht, zu beherrschen wollen,kontaminiert zu werden. Wir wollen einen beherrschbaren und beherrschten Gott, der nur das tut, was uns zusagt, aber zumindest nichts uns Widerstrebendes will. Nur Gott nimmt sich die Freiheit, anders sein zu sein und zu agieren, als die Dogmaikvorschriften es zulassen.
Zusatz
Dazu paßt es,daß der jesuitische Papst die "VaterUnser Bitte":"und führe uns nicht in Versuchung" übersetzen will in:"Laß nicht zu, daß wir in Versuchung geraten"!
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