Donnerstag, 7. Juli 2016

Der Jesuitenorden- ein Brutkasten von Häresien?

„Lieber Vater, Sie sind barmherzig, Sie habe das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Lassen Sie dieses glorreiche Jubeljahr mit einem besonderen Akt der Barmherzigkeit für Ihre Priester enden: mit der Abschaffung des Pflichtzölibats.“ Der Jesuit Pater Llano wendet sich mit dieser Herzensbitte an seinen jesuitisch "Kollegen". Laut Kath info vom 6.7.2016 ist dieser Jesuit ein profilierter Modernisierer. So tritt er ein für ein Adoptionsrecht für Homosexuelle, befürwortet das Recht von Müttern, ihre eigenen Kinder "abzutreiben", und soll gar ein Fan der arianischen Häresie sein, daß Jesus Christus nicht gottgleich ist. Wenn man dies nun einfach als einen Einzelfall abtuen könnte, aber es drängt sich doch der Eindruck auf, daß der Jesuitenorden ein wahrer Brutkasten von jeder Art von Häresien ist! Und wenn wir auf Papst Franziskus schauen, müssen wir uns eben vor Augen halten, daß er im Jesuitenorden seine theologische Bildung sich erworben hat.
Es wäre eine mehr als verdienstvolle Arbeit, die Spiritualität des Jesuitenordens auf ihre Anfälligkeit für Härsien zu untersuchen. Sich Beeinflussenlassen und auch ein Beeinflußtwerden setzt ja immer eine innere Bereitschaft des Sichbeeinflussenlassens voraus und dazu in der Regel eine besondere Anfälligkeit für bestimmte Beeinflussungen. Eine Erklärung, sicher nicht schon eine hinreichende ist die Stellung der jesuitischen Frömmigkeit zur Autorität. Der Kerngedanke lautet: Nicht verkündet die Bibel und die Kirche das, was wahr ist, weil es wahr ist, sondern weil Bibel und Kirche das verkünden, ist es wahr. Ob der lebensgeschichtliche Hintergrund des Ordensgründers dabei eine maßgebliche Rolle gespielt hat, ist schwerlich exakt auslotbar. Aber für einen Soldaten gilt nun mal, daß er zu gehorchen hat den Befehlen seines Vorgesetzten, weil und nur weil er sein Vorgesetzter ist. Ein Soldat gehorcht dem Offizier nicht, weil er erkannt hat, daß das ihm Befohlene das Richtige ist, sondern weil es eine Order des Offiziers ist. Dies auf die Kirche appliziert ergibt das jesuitische Ideal des Kadavergehorsames, daß der Jesuit auf jeden Eigenwillen und jedes selbstständige Beurteilen verzichtet und nur Befehle ausführt.Der Kadavergehorsam meint ja, daß der Christ, wie ein Leichnam sich nur noch bewegt, wenn er von anderen bewegt wird, also:Der Jesuit verzichtet auf jede Selbstbewegung, weil er nur noch durch Befehle anderer sich bewegen will. Solange dem Jesuiten der Papst und die Hierarchie der Kirche ihr Offizier war, waren sie die gehorsamsten Glieder der Kirche. Was passiert aber, wenn die Autorität der Kirche nun durch eine andere Autorität ersetzt wird? Wenn dem Jesuiten der Zeitgeist zu seinem Offizier wird, dem er blind gehorchen will? Es entstünde so der typisch modernistische Jesuit! Die Anfälligkeit gründete sich so in dem Autoritätsglauben, daß eben die Autorität entscheidet, was wahr und was nicht wahr ist und daß der Jesuit dem sich blind zu unterwerfen habe.   
Dies ist gewiß keine hinreichende Erklärung für die Affinität des Jesuitischen zur Häresie, daß eben die Einsicht in die Wahrheit des Katholischen Glaubens da fehlt, aber es ist sicher einer von vielen Gründen für dies Geneigtsein zum Häretischen, daß das Häretische nur häretisch ist ob des Urteiles der Autorität, daß es häretisch sei!   Denn wenn nun die Autorität wechselt, wer ist heute dem Jesuiten die Autorität, wird sich auch ändern müssen, was wahr und was unwahr ist, denn das legt allein die Autorität fest.                      

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