Mittwoch, 7. August 2019

Was hat uns Deutsche die Amazonassynode zu sagen?

 Was hat uns Deutsche die Amazonassynode zu sagen?

Sie hat noch nicht stattgefunden, aber schon jetzt kann ein erstes Resümee aus dem Vorbereitungstext für uns gezogen werden: Unser Unglück begann mit dem Germanenmisssionar Bonifatius. Völlig unsensibel für unsere germanische naturverbundende Kultur zwang er unseren Vorfahren die christliche Religion auf, statt zu erspüren, daß es gälte, auf die Weisen der dort beheimateten Religion zu hören: Im Einklang mit der Natur lebend, aus der spirituellen Kraft der Wälder Germaniens, in Respekt vor allem Leben, denn der Germane fühlte sich doch verschwistert mit allem Leben, nicht ihm als Herr gegenüberstehend sondern eins mit der Natur- so baute er keine künstlichen Straßen oder lebte in Städten, abgesondert von der Natur, diesen so Lebenden trat kulturimperialistisch Bonifatius entgegen, dort nur Unglauben und Heidentum wahrnehmend.
Und seine erste Tat: Er fällte eine Donaueiche, den naturverbundenen Germanen ein heiliger Baum, ihm aber nur Rohmaterial zur Weiterverarbeitung.Und so begann auch bei uns die Unheilsgeschichte der Naturausbeutung, der Zerstörung des Natürlichen. Die spirituellen Kräfte versiegten und auch der Germane wurde zu einem homo faber, der nun die CO2-Klimakatastrophe hervorbringt-und Alles begann mit der gefällten Eiche. Aber das sind eben die Ausgeburten einer Kirche, die statt den Dialog mit den Andersgläubigen zu führen, Mission betreibt, völlig dabei verkennend, daß der göttliche Vater schon längst bei den Germanen beheimatet war, bevor der erste Missionar zu ihnen kam, die so aber auch die Früchte des dort sich schon inkulturiert habenden  Gottes mißachteten, diese wunderbare Kraft der germanischen Spiritualität, von denen zuerst die Missionare zu lernen gehabt hätten.
Umkehr tut not. Wenden wir uns also unserer wahren urgermanischen Religion wieder zu, pflanzen Donaueichen und werden wieder  zu natürlich Lebenden in unseren germanischen Hainen, in tiefster Solidarität mit allen Indianern der Welt, die wie wir auch aus der Technikzivilisation aussteigen wollen zu einem wahren Naturleben als Fischer und Hirten, ganz ohne (Wasserkraft)Werke, ohne elektrischen Strom, ganz einfach nur natürlich.    
    

Dienstag, 6. August 2019

Ein "bischöflicher" Kämpfer wider den Staat Israel

Ein "bischöflicher" Kämpfer wider den Staat Israel

Wikipdia stellt kurz und bündig die "Ein-Staat-Lösung" dar:
"Die Ein-Staat-Lösung (auch binationale Lösung) bezeichnet heute üblicherweise einen Vorschlag für eine Lösung des Israel-Palästina-Konflikts zwischen dem 1948 gegründeten Staat Israel und den Palästinensern, demzufolge aus dem jetzigen Israel, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen ein einheitlicher demokratischer und säkularer Staat gebildet werden soll. Zudem wurde sie historisch als eine Möglichkeit des geregelten Zusammenlebens von Juden und Arabern zur Zeit des britischen Mandatsgebiets Palästina diskutiert.
Die Ein-Staat-Lösung spielt heute keine praktische Rolle in den Versuchen einer Lösung des Konfliktes, ist allerdings in pro-palästinensischen und antizionistischen Kreisen beliebt. In der jüdischen Bevölkerung Israels findet sie wenig Unterstützung, da dadurch Israel als jüdischer Staat abgeschafft würde. Auch die arabisch-palästinensische Bevölkerung lehnt die Ein-Staat-Lösung mehrheitlich ab. Arabische Nationalisten lehnen die Ein-Staat-Lösung traditionell ebenfalls ab."
Es bedarf wahrlich keiner tiefschürfenden Analyse, warum diese "Lösung" aus Sicht Israels völlig inakzeptabel ist: Einem Volk, daß seit seiner Exilierung 586v Christus erleiden mußte, was es heißt, in der Diaspora als Minderheit außerhalb der Heimat leben zu müssen, nun vorzuschlagen, auf ihren jüdischen Volksstaat zu verzichten, um wieder als ethnische Minderheit in einem Nichtjüdischem Staate zu leben, ist geradezu inhuman.
Aber ein evangelischer Laienbischof Deutschlands fühlt sich nun berufen, den jüdischen Staat zu verneinen, um stattdessen einen Staat zu fordern, in dem Juden und Palästinenser miteinander leben sollten. 
Unter der etwas reizerisch geratenen Überschrift: "In Deutschland bricht aus allen Ecken der Antisemitismus hervor" (Kath de 4.8.2019) wird über diese Causa berichtet:  "Bischof" Abromeit behauptet nämlich, daß wir Deutschen ob unserer Schuldgefühle ob des Holocaustes uns zu sehr mit dem Staate Israel identifizierten und die Rechte der Palästinenser so nicht respektierten. Er verurteilt dann den Zionismus als jüdischen Nationalismus, und den Staat Israel als jüdischen,daß er eben kein multiethnischer ist und in ihm keine positive Resonanz für die Multikultiideologie wahrnehmbar ist. Dieser Bischof argumentiert so nicht antisemitisch sondern antinational: Völker haben kein Recht auf einen eigenen Volksstaat und wo es solche noch gibt, wie den Staat Israel, muß der aufgelöst werden.
Aber dieser  Standpunkt ist so ein eindeutig antijüdischer. Dabei wird aber auch die besondere Leidensgeschichte des jüdischen Volkes völlig ignoriert, was es heißt, als ethnische Minderheit in der Fremde leben zu müssen ohne den Schutz eines eigenen Nationalstaates, der sich eben auch und gerade für die im Ausland lebenden Juden eingesetzt hätte, hätte es ihn gegeben.
Aber für diesen evangelischen Laienbischof ist eben die Liebe zum eigenen Volkstum und der Wille in der Heimat in einem eigenen Volksstaat zu leben, etwas Verwerfliches. 
Daß jeder Staat Staatsgewalt ist und daß es das Recht jedes Staates ist, seine Existenz auch mit staatlicher Gewalt zu verteidigen gegen seine Feinde, davon hat dieser evangelische "Bischof" auch noch nie etwas gehört, und das obzwar hier Luthers Obrigkeitslehre klar den Staat als Staatsgewalt bejaht, daß er eben nicht mit dem Evangelium sondern mit dem Schwert zu regieren hat. Und so lange der Teufel in der Welt wirkt, kann es weltlichen Frieden nur durch das Schwert des Staates geben. Das weiß die politische Führung des Staates Israel und so regiert sie auch- trotz solcher antijüdischer Kritiker mit bischöflichem Hirtenstab.      

Montag, 5. August 2019

Deutschland- ein Irrenhaus?

"Einen Tag nach dem Mord an einem 8-jährigen Jungen auf dem Frankfurter Hauptbahnhof hat ein Unbekannter im Bahnhof Hamburg-Altona die Reisende mit einer Durchsage vor ähnlichen Attacken gewarnt. Die deutschen Medien sind schockiert, weil die Durchsage rassistisch sei.

Nach Aussage einer Zeugin lautete die Warnung, "man solle sich hinter der Sicherheitslinie aufhalten und am Besten sicherheitshalber zur Mitte des Bahnsteigs gehen und Kinder an die Hand nehmen. Und wenn einem die Person, die neben einem steht, nicht geheuer erscheint, solle man weitergehen, damit ein weiterer muslimischer Anschlag vermieden wird". 
Freie Welt am 2.8.2019. Nicht, daß ein 8 Jähriger ermordet wurde, indem er auf dem Frankfurter Hauptbahnhof vor einen fahrenden Zug gestoßen wurde,beunruhigt unsere politisch korrekten Medien, sondern diese "Warnung", denn die sei rassistisch. 
Irrsinn? Der Täter ist ein Eritreer, und damit ist er ein Lieblingskind der Gutmenschen, das Opfer dagegen ein Deutscher und hier ist dann an die Parole der Antirechtsdemonstraionen in Dresden, kein Gedenken an die Opfer des Bombenangriffes Dresdens,  zu erinnen : "Es gibt keine Deutschen Opfer" als Legitimationsformel für die vielen Toten unter der Zivilbevölkerung Dresdens . 
Also wird dieser Mord heruntergespielt. Der Täter sei gewiß ein Einzeltäter, und mit dem Islam habe das gar nichts zu tuen und wahrscheinlich ist der Täter auch psychisch krank, sodaß er mehr ein Opfer als ein Täter sei.Ganz anders dagegen diese Warnung: Wer vor muslimisch motivierten Anschlägen warnt,ist eben ein Rassist! Der Islam ist zwar eine Religion und keine Rasseeigenschaft, aber das stört gestandene Antirassisten nicht, denn die bezeichnen jeden, den sie nicht mögen, als Rassisten. 
Die Freie Welt offenbart uns am 2.8.2019 :"Wenn politische Korrektheit pathologische Züge annimmt Sorge um die Täter statt Empathie für die Opfer?" zwei besonders gelungene Beispiele für den politisch korrekten Umgang mit Opfern, wenn der Täter zu den Lieblingskindern der Gutmenschen gehört:
" Nach dem grausamen Bahnhofmord von Frankfurt an einem achtjährigen Jungen durch einen Afrikaner aus Eritrea kommentierte die Pfarrerin bei der Andacht in Frankfurt:
»Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut.«
Und ein Grünen-Politiker aus Niedersachsen relativierte die Tat, stellte sie einem Unfall gleich, indem er schrieb:
»Im Autoverkehr sterben jährlich mehr als 3.000 Personen - keine allzu großen Diskussionen. Im Bahnverkehr stirbt eine Person - Interview mit dem Chef eines Sicherheitsdienstes, Bundesminister unterbricht Urlaub, Bitte immer die Verhältnismäßigkeit wahren,...« 
Mitleid mit dem Täter und so schlimm ist es doch nicht, wenn ein deutscher  Junge getötet wird, wenn der Täter ein Eritreer ist oder sonst ein Hätschelkind der Gutmenschen. Dieser so praktizierte Antirassismus reproduziert in sich selbst den Rassismus, indem für ihn der Deutsche immer der Böse, der Nichtdeutsche der Gute ist.Und so kann ein deutsches Opfer nicht auf Mitleid, der nichtdeutsche Täter aber mit Verständnis und Nachsicht rechnen.   
   

Sonntag, 4. August 2019

Aus der "Erklärung der Wahrheiten in Bezug auf einige der häufigsten Irrtümer im Leben der Kirche in unserer Zeit"

Kardinal Burke, Kardinal Pujats, Erzbischof Peta, Erzbischof Lenga und Weihbischof Schneider verfaßten diese 40 Punkte umfassende Erklärung: Wie weiht weicht doch die Katholische Kirche heute von diesen Wahrheiten ab. Der Gesamttext ist in Theologisches Juli/August 2019 wiedergegeben, mehr als lesenswert. Hier soll jetzt nur der 28. Punkt erörtert werden:
Der lautet: "In Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und der beständigen Überlieferung des ordentlichen  und allgemeinen Lehramts, hat sich die Kirche nicht geirrt, wenn sie lehrte, dass die staatliche Gewalt die Todesstrafe an Übeltätern erlaubterweise anwenden kann, wo dies wirklich notwendig ist,um die Existenz oder die gerechte Ordnung von menschlichen Gesellschaften zu bewahren." (Sp. 321)
Auch wenn hier Papst Franziskus nicht ausdrücklich erwähnt wird, so ist doch klar, daß vor allem sein Nein zur Legitimität der Todesstrafe damit gemeint ist. Dieser Papst behauptet ja, daß die Todesstrafe mit der Menschenwürde unvereinbar sei! So jubelte Spiegel- Online am 2.8.2018:
"Papst Franziskus verbannt die Todesstrafe aus der Glaubenslehre der katholischen Kirche. Sie sei unzulässig, "weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt", heißt es in einer Änderung des Katechismus, des offiziellen Lehrbuchs." Dieser Papst stellt sich so gegen das Zeugnis der Hl. Schrift und die Glaubenslehre der Kirche mit der sensationellen Einsicht, daß die Todesstrafe gegen die Menschenwürde verstieße.
Was bedeutet das nun aber für die Theologie des Karfreitages, daß Jesus Christus für unsere Sünden am Kreuze gestorben ist? Gott selbst wollte den Kreuzestod seines Sohnes für die Sühne der Sünden der Menschen. So kreuzigte Pontius Pilatus Jesus Christus auch, weil Gott es selbst so gewollt hat.
Ja, Gott will die Kreuzigung von Sündern, er ordnet die Todesstrafe selbst so an: Gott sprach zu Mose:"Nimm alle Häupter des Volkes und hänge sie im Angsichte der Sonne an Galgen, damit mein Grimm sich von Israel abwende." 4.Mose, 25,4.Also, als das Gott selbst anordnete, da erkannte er nicht, daß seine eigene Anordnung wider die Menschenwürde verstößt, die er selbst geschaffen und mit ihrer Würde ausgestattet hat. Und als Gott das Kreuzaltaropfer seines Sohnes zur Sühne der Sünden verlangte, da verstieß Gott selbst gegen die Menschenwürde seines Sohnes! Wie kann das ein Papst ernsthaft vertreten, daß Gott selbst nicht weiß, was mit der Menschenwürde kompatibel  und was inkompatibel ist?
Noch verwirrender ist nun, daß der heutige Zeitgeist sich einerseits vehement gegen die Todesstrafe ausspricht, andererseits aber die Vollstreckung der Todesstrafe an unschuldigen Kindern im Mutterleibe bejubelt als Erfolg der Frauenemanzipation. Die Katholische Kirche unterwirft sich nun zusehens unter dem jetzigen Papst diesem Zeitgeist, auch wenn er inkompatibel ist mit dem Zeugnis der Hl. Schrift und der Lehre der Kirche. Ja, Papst Franziskus glaubt sogar von sich, daß er selbst besser Bescheid wüsse über die Menschenwürde als Gott, der Schöpfer der Menschen.        

Samstag, 3. August 2019

"Lippenleser sollen rassistische Aussagen in Stadien erkennen"

Im Kampf gegen Rechts tuen sich ja Fußballsportvereine besonders hervor. Das ist auch nicht verwunderlich, denn hier werden die Maximen der Multikultiideologie ja schon längst praktiziert. Fußballmannschaften, die in der Champion-League mitspielen, oder in den ersten Ligen ihrer Heimat sind reine Multikultitruppen, zusammengekauft von allen Enden der Erde, zusammengehalten von der Aussicht auf viel Geld, wenn gewonnen wird. Spielt heute eine englische Mannschaft gegen eine deutsche, kann ein Radiohörer einer Liveübertragung kaum noch die deutsche von der engländischen unterscheiden, weil fast nur noch ausländische Namen er zu hören bekommt.Wie soll da dann noch eine Identifikation mit der eigenen Mannschaft sich ereignen,wenn sie fast nur noch aus Fremden besteht?
Diese Vermultikultivierung der Fußballmannschaften ruft nun nicht nur Begeisterung hervor. Aber Vorsicht ist geboten: Der Wunsch, wir wollen eine Deutsche Mannschaft, Deutsche Mannschaften sehen, kann schon als rassistisch angesehen werden. Nun berichtet die Junge Freiheit am 2.8.2019 über einen sensationellen Vorschlag zum Kampfe gegen Kritiker dieses dort praktizierten Multikulturalismus: Lippenleser sollen die Zuschauer in den Stadien überwachen um ihnen von den Lippen abzulesen, was sie da heimlich vor sich hinsagen oder zum Sitznachbaren. Äußern die Lippen "Rassistisches", soll das weitergemeldet werden, um dann gegen diese Personen vorzugehen. Stadionverbote sind so schon in  England erteilt worden.
Aber warum denn nur in Fußballstadien so vorgehen? Könnten  nicht in jedem Betrieb, jedem Restaurant und in allen Geschäften Lippeleser eingesetzt werden, um so Rassistisches überall aufzuspüren? Die politische Korrektheit verlangt eben die lückenlose Überwachung des ganzen Volkes, daß auch wirklich Niemand ungestraft sich kritisch zu Multikulti äußern kann, nirgendwo, auch nicht auf öffentlichen Toiletten.        

Freitag, 2. August 2019

Der neue Mensch und der Wille zur Selbstnegation

"Mit jeder Entwicklungssufe strebt die Evolution ihrer eigenen Überwindung entgegen.Die Tage des Homo sapiens sind gezählt, eine von vielen Epochen der Schöpfungsgeschichte neigt sich dem Ende..."So steht es geschrieben in dem Roman: "Schaumschwester" von Thor Kunkel, 2010, S.268.Im "Prolog" wird ein Rückblick auf die Entwickelung und den Untergang der Menschheit aus dem Jahre 3011 gewährt, aus einer "Posthumanen Chronik": Am Beginn des 4.Jahrtausendes wird konstatiert, daß die Menschheit nach einer Phase der Überbevölkerung weitestgehend ausgestorben ist: "Die Krankheit namens Mensch ist verschwunden.Innerhalb weniger Generationen wurden aus Milliarden Millionen und aus diesen wiederum ein paar Hunderttausend". (S.7). Der Roman erzählt nun, wie es zu diesem Ende des Menschen kam. 
Pure Science Fiction? In dem Perry Rhodan Romanzyklus der "Schwarm" (Nr.500-569) trat der homo superior auf, der das Ende des homo sapiens verkündete und damit eingehend die Abkehr vom Leben in und durch die Technik retour zu einem natürlichen Leben. Nietzsche prophezeite die Zeit des Übermenschen, der den Menschen als Zwischenwesen zwischen dem Tiere und dem Übermenschen überwinden würde. Linke Revolutionshoffnungen erwarteten den neuen Menschen in der klassenlosen Gesellschaft, erst in ihr würde der Mensch zum Menschen werden, sich aus seiner selbstverschuldeten Entfremdung befreiend. Am Anfang dieses Traditionsstranges stand aber die urchristliche Verkündigung vom neuen Menschen in Christus, der den alten Adam ablegt, weil er eine ganz neue Kreatur geworden sei. 
Bei so viel Willen, den alten Menschen, den Adam zu überwinden, um ein neues Menschsein hervorzubringen, irritiert es nun nicht, daß auch in dem Roman: "Schaumschwester" mal wieder das Ende des Menschen proklamiert wird. 
Das Ende des  homo sapiens begann nach dem Roman: "Schaumschwester" so: "Die Ablösung vollzog sich im Stillen, im Halbdunkel, fast zärtlich, in den Ehebetten und mit dem vollen Einverständnis des Menschen." (S.9) Und wie? Einfach, indem die Menschen ihre Fortpflanzung einstellten. Sie hatten noch viel Sex, aber bekamen keine Kinder mehr. Denn statt mit Frauen zu verkehren nahmen die Männer Kunstpuppen mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, die fast alles konnten, nur nicht schwanger werden. Das sind die "Schaumschwestern". Das war dann der Anfang vom Ende. Und was tritt dann anstelle des homo sapiens? Technisch produzierte Kunstwesen, einfach gesagt Roboter, die sich selbst reproduzieren können, treten die Herrschaft an. Im Widerstreit zwischen Mensch und Maschine obsiegt so am Ende die sich selbst reproduzieren könnende Maschine. Aber die Maschine kann nur siegen, weil der Mensch den Willen zur Fortpflanzung aufgegeben hat: Er will nicht mehr leben! 
Oswald Spengler beschreibt dies Phänomen so: "Der letzte Mensch der Weltstädte will nicht mehr leben, wohl als einzelner, aber nicht als Typus, als Menge; in diesem Gesamtwesen erlischt die Furcht vor dem Tode." Untergang des Abendlandes, Kap: Die Seele und der Staat, Unfruchtbarkeit und Zerfall. "Nicht nur weil Kinder unmöglich  geworden sind, sondern vor allem weil die bis zum äußersten gesteigerte Intelligenz keine Gründe für das Vorhandensein findet, bleiben sie aus." Soweit Oswald Spengler.
Könnte es da subkutan Zusammenhänge geben zwischen der Hoffnung auf einer Überwindung des homo sapiens durch einen wahreren Menschen, dem neuen Menschen, dem Scheitern dieser Vorstellung und der Selbstnegation des homo sapiens durch das Unterlassen der Fortpflanzung, daß er dann so das Ende des homo sapiens will? Konnte er nicht mehr werden als er war, dann wollte er zu nichts werden? 
Sind dann die in allen westlichen Ländern propagierte Homosexualität und der Wille zur Tötung der Kinder im Mutterleibe die Manifestationen der Selbstverneinung des homo sapiens, daß er als Gattungswesen nicht mehr sein will? Denn subkutan inkludiert ja die Sehnsucht nach dem neuen Menschen sein Nein zum alten. Was wird aus dieser Sehnsucht, wenn der alte Mensch der alte bleibt?  Generiert sich daraus etwa ein Wille zur Selbtnegation?

Corollarium 1
Eine andere Frage ist die, ob es möglich ist, daß der Mensch sich selbst einmal durch durch ihn selbst hervorgebrachte Roboter mit künstlicher Intelligenz, sich selbst reproduzieren könnend, ersetzt wird. In dem Roman "Schaumschwester" wird als Alternative nur das Projekt der Cyborgisierung des Menschen angedeutet, daß aus dem erbitterten Ringen zwischen Mensch und Maschine (S.9) eine Synthese sich herausbildet: der Mensch als Cyborg. Der "neue Mensch" wäre so eine Einheit von Mensch und Maschine. Die Bewegung desTranshumanismus arbeitet ja an diesem Zukunftsprojekt, auch damit der Mensch nicht von der Maschine überflüssig gemacht wird. 
         

Donnerstag, 1. August 2019

Eine kleine Irritation- was kann der Mensch erkennen?

"Können wir objektive Wahrheit erkennen und wie weit reicht die Erkenbarkeit objektiver Wahrheit?" mit dieser Frage leitet Josef Seifert sein sehr lesenswertes Buch: "Unbezweifelbare Wahrheitserkenntnis" ein. Nur, daß diese Einleitungsfrage doch schon eine Kritik evoziert. Aussagesätze können wahr sein. Die Erkenntnistheorie steht somit vor der Frage, wie der Wahrheitsgehalt einer Aussage zu prüfen ist. Aber die indikativische Aussage: "So ist es"ist nun nur ein Fall von möglichen Aussagesätzen, denn es gibt auch die imperativische Aussage:"So soll es sein", die konjunktivische: "So könnte es sein" und die optatvische: "O möge es doch so sein". Dann kann statt des Präsenz noch eine Vergangenheitsform gewählt werden: "So war es", "So ist es gewesen" und eine Futurform:"So wird es sein", oder: "So wird es gewesen sein"
Können alle diese Ausagen unter dem Begriff der "objektiven  Wahrheit" subsumiert werden und kann der Wahrheitsgehalt all dieser Aussagen mit ein und derselben Erkenntniskritik auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht werden?
Jeder Aussagesatz setzt eine Sprache voraus, das System einer Sprache, damit einzelne Aussagen möglich sind, so wie das Regelsystem des Schachspieles erst einzelne Schachzüge eines Spieles ermöglicht. Muß das Regelsystem wahr sein, damit es wahre Züge geben kann, oder definiert erst das Regelsystem, was ein wahrer Zug ist, wobei aber das Regelsystem selbst weder wahr oder unwahr ist? 
Aussagen beziehen sich auf etwas  außerhalb der Aussage und als wahr gilt eine Aussage, wenn eine Aussage sich adäquat auf dies Außerhalb bezieht. Aber auf was für ein Außerhalb, auf was für eine Realität bezieht sich eine futurische Aussage: "So wird es sein"? Auf eine Realität, die nicht ist, sondern von der nur ausgesagt wird, daß sie sein wird. Und auf welche Realität, oder objektive Wahrheit bezieht sich die Aussage: "So könnte es sein", "So hätte es sich ereignen können"
Ist etwa die objektive Wahrheit nur eine von vielen realisierte Möglichkeiten? Je länger ein Mensch lebt, desto mehr besteht sein Leben ja aus nicht realisierten Möglichkeiten, denn etwas Bestimmtes zu realisieren, schließt ja immer die Nichtrealisierung von Alternativmöglickeiten aus. 
Der erkenntnistheoreische Diskurs leidet eben an seiner nicht zu rechtfertigenden Kaprizierung auf indikativische Aussagen, als gäbe es nicht auch  imperativische. konjunktivische und optativische. Aber gerade in diesen Aussagemöglicheiten lebt der Mensch, der nicht nur erkennen will, was ist? (Indikativ), er will auch erkennen, was sein könnte (optativisch) und was sein sollte (moralisch-imperativisch). Und da er in der Zeit Existierender ist, lebt er immer aus der Vergangenheit auf eine Zukunft hin, wobei die Gegenwart ihm nur die Trennlinie zwischen der Vergangenheit und der Zukunft ist. 
Nehmen wir den ersten Zug, den Weiß spielend, gezogen werden kann: Objektiv sind 20 verschiedene Züge möglich, 16 mit den Bauern , 4 mit den Springern. Einen gezogenen Zug erkennen, hieße doch nun, ihn als eine bestimmte Realisation von 20 möglichen Spielzügen zu begreifen. Kann etwas als erkannt gelten, wenn es nicht als eine bestimmte Realisation von begrenzt oder unbegrenzten Möglichkeiten begriffen wird? 
Prinzipieller: Kann eine sprachliche Aussage wahr sein, wenn das, worauf die Aussage sich bezieht nichtsprachlich ist? (Theologisch ist darauf zu respondieren, daß, da alles durch das göttliche Wort ist, es logoshaft ist, so daß die Sprache das Logoshafte des sprachlich Ausgesagtem so auch adäquat ausdrücken kann.) Wie ist das aber erkenntnistheoretisch einholbar?