Dienstag, 6. August 2019

Ein "bischöflicher" Kämpfer wider den Staat Israel

Ein "bischöflicher" Kämpfer wider den Staat Israel

Wikipdia stellt kurz und bündig die "Ein-Staat-Lösung" dar:
"Die Ein-Staat-Lösung (auch binationale Lösung) bezeichnet heute üblicherweise einen Vorschlag für eine Lösung des Israel-Palästina-Konflikts zwischen dem 1948 gegründeten Staat Israel und den Palästinensern, demzufolge aus dem jetzigen Israel, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen ein einheitlicher demokratischer und säkularer Staat gebildet werden soll. Zudem wurde sie historisch als eine Möglichkeit des geregelten Zusammenlebens von Juden und Arabern zur Zeit des britischen Mandatsgebiets Palästina diskutiert.
Die Ein-Staat-Lösung spielt heute keine praktische Rolle in den Versuchen einer Lösung des Konfliktes, ist allerdings in pro-palästinensischen und antizionistischen Kreisen beliebt. In der jüdischen Bevölkerung Israels findet sie wenig Unterstützung, da dadurch Israel als jüdischer Staat abgeschafft würde. Auch die arabisch-palästinensische Bevölkerung lehnt die Ein-Staat-Lösung mehrheitlich ab. Arabische Nationalisten lehnen die Ein-Staat-Lösung traditionell ebenfalls ab."
Es bedarf wahrlich keiner tiefschürfenden Analyse, warum diese "Lösung" aus Sicht Israels völlig inakzeptabel ist: Einem Volk, daß seit seiner Exilierung 586v Christus erleiden mußte, was es heißt, in der Diaspora als Minderheit außerhalb der Heimat leben zu müssen, nun vorzuschlagen, auf ihren jüdischen Volksstaat zu verzichten, um wieder als ethnische Minderheit in einem Nichtjüdischem Staate zu leben, ist geradezu inhuman.
Aber ein evangelischer Laienbischof Deutschlands fühlt sich nun berufen, den jüdischen Staat zu verneinen, um stattdessen einen Staat zu fordern, in dem Juden und Palästinenser miteinander leben sollten. 
Unter der etwas reizerisch geratenen Überschrift: "In Deutschland bricht aus allen Ecken der Antisemitismus hervor" (Kath de 4.8.2019) wird über diese Causa berichtet:  "Bischof" Abromeit behauptet nämlich, daß wir Deutschen ob unserer Schuldgefühle ob des Holocaustes uns zu sehr mit dem Staate Israel identifizierten und die Rechte der Palästinenser so nicht respektierten. Er verurteilt dann den Zionismus als jüdischen Nationalismus, und den Staat Israel als jüdischen,daß er eben kein multiethnischer ist und in ihm keine positive Resonanz für die Multikultiideologie wahrnehmbar ist. Dieser Bischof argumentiert so nicht antisemitisch sondern antinational: Völker haben kein Recht auf einen eigenen Volksstaat und wo es solche noch gibt, wie den Staat Israel, muß der aufgelöst werden.
Aber dieser  Standpunkt ist so ein eindeutig antijüdischer. Dabei wird aber auch die besondere Leidensgeschichte des jüdischen Volkes völlig ignoriert, was es heißt, als ethnische Minderheit in der Fremde leben zu müssen ohne den Schutz eines eigenen Nationalstaates, der sich eben auch und gerade für die im Ausland lebenden Juden eingesetzt hätte, hätte es ihn gegeben.
Aber für diesen evangelischen Laienbischof ist eben die Liebe zum eigenen Volkstum und der Wille in der Heimat in einem eigenen Volksstaat zu leben, etwas Verwerfliches. 
Daß jeder Staat Staatsgewalt ist und daß es das Recht jedes Staates ist, seine Existenz auch mit staatlicher Gewalt zu verteidigen gegen seine Feinde, davon hat dieser evangelische "Bischof" auch noch nie etwas gehört, und das obzwar hier Luthers Obrigkeitslehre klar den Staat als Staatsgewalt bejaht, daß er eben nicht mit dem Evangelium sondern mit dem Schwert zu regieren hat. Und so lange der Teufel in der Welt wirkt, kann es weltlichen Frieden nur durch das Schwert des Staates geben. Das weiß die politische Führung des Staates Israel und so regiert sie auch- trotz solcher antijüdischer Kritiker mit bischöflichem Hirtenstab.      

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