Mittwoch, 7. August 2024

Wie Kath de um olympisches Gold in der Sparte der originellsten Apologie des „Ölympia-Abendmahles“ kämpft!

 

Wie Kath de um olympisches Gold in der Sparte der originellsten Apologie des „Ölympia-Abendmahles“ kämpft!


Der linksliberale Katholizismus hat eben doch mehr als nur ihre Standartlitanei von mehr Sex, dem Frauenpriestertum und mehr Demokratie zu bieten: Da nun finstere Ewiggestrige Anstoß nahmen und immer noch nehmen an der olympischen Persiflage des „letzten Abendmahles Jesu Christi“, theologisch aber angemessener der ersten Eucharistiefeier, steigt man in den Ring, um diese LGBT- Kampfansage an die christliche Religion gutzureden. Man will eben der eigenen Lieblingsklieentel zur Hilfe eilen zumal so ein gut vorgetragener Angriff auf das Herz der christlichen Religion doch einfach auch gefällt, hatte doch schon der Aufklärer Kant solche Religiösität als den „Afterdienst“ der Kirche verdammt in seiner Schrift über die Religion im Rahmen der Vernunft.

Mit originellen Beiträgen führt Kath de nun den Kampf zur Unterstützung dieses blasphemischen Spektakels:“Er sehe keine Kritik an Jesus oder dem letzten Abendmahl. Benediktiner Werlen: Olympia-"Abendmahl" war prophetisch.“ tönt die Artikelüberschrift so am 6.8.2024. .Dieser Benediktermönch ist nun der Kath-de Leserschaft kein Unbekannter, ist er doch bekannt als wortgewaltiger Vorkämpfer der linksliberalen Zentraldogmen des Jas zum Frauenpriestertumes, der Demokratisierung der Kirche und der Forderung einer Entdogmatisierung der Kirche.Der Beitrag fällt aber nun so wenig originell aus wie diese allseits bekannte liberale Reformlitanei. Jesus stünde für die Zuwendung Gottes zu allen Menschen, der keinen ausschlösse. Das zu zeigen, wäre das Anliegen dieser Abendmahlsinszenierung. Gerade die diskriminierten LGBT-Menschen möchte Jesus einladen zur Gemeinschaft mit ihm. Auf die Nachzeichnung der dekorative Ausmahlung dieses so dürftigen Gedankenganges wird nun verzichtet, um ein paar notwendige Richtigstellungen hier vorzutragen: Zu dem „letzten Abendmhl“, besser der ersten Eucharistiefeier hat Jesus Christus nur und ausschließlich seine 12 Apostel geladen! Er bezeichnete und verstand sich als der Erlöser und somit auch als der Arzt der Verlorenen und Erkrankten, sodaß er nicht zu ihnen sagte: Ihr seid, so wie ihr seid, in Ordnung sondern er erlöste sie, machte sie gesund als der Arzt der Menschen. Das ist etwas völlig anderes als das Narrativ von den zu unrecht Diskriminierten, die Jesus dann in die Gesellschaft reintegrieren wollte, weil sie zu Unrecht aus ihr sozusagen als „Paria“ ausgeschlossen worden seien. Auch predigte er dann den Befreiten und Geheilten: „Sündige hinfort nicht mehr!“und nicht sagte er ihnen: „Bleib so, wie Du bist, denn Gott bejaht Dich so, wie Du bist!“

Einfallsreicher geht da schon der Artikel: „Im Mittelalter war der Spott gegen die Kirche schärfer als heute“vor. Nie ist eine Verspottung der christlichen Religion ernst zu nehmen, weil sie immer schon noch viel heftiger verspottet worden ist. Das ist so, als sagte ein Seelsorger zu einer vergewaltigten Frau, was sie denn ihr Mißgeschick beklage, andere Frauen wären doch nach ihrer Vergewaltigung auch noch umgebracht worden!

Da muß noch nachgebessert werden, wenn es zu einer olympischen Goldmedaille in dieser Disziplin reichen soll. Auch ist es nicht gerade klug, an ein und dem selben Tag Jesus als den hochzustillisieren, der niemanden ausschlösse und dann am selben Tag zu jubeln: „Eröffnung von Garnisationskirchtum hat Termin – AfD nicht eingeladen.“ Die Begeisterung für den Ausschluß aller nicht politisch korrekt Denkenden paßt doch nicht zu dem: „Ich schließ keinen aus“- Jesus! Nur für die Leserschaft von Kath de ist das kein Problem im Namen der Toleranz und Pluralität alle auszugrenzen, die einem theologisch oder politisch mißfallen.

Eine Frage stellt sich nun aber doch noch, die nach einem Zusammenhang zwischen der lingsliberalen Deformagenda des Synodalen Irrweges und der Versuche der Verteidigung dieser Verhöhnung der ersten Eucharistiefeier Jesu Christi. Beide Phänomene sind wohl anzusehen als Symptome einer tiefgreifenden Abneigung gegen alles genuin Katholische. Die LGBT-Organisationen kennen ihren Feind, den sie zu bekämpfen haben und da gelang ihnen jetzt ein Husarenstück in der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele.

Allen Antikatholischen wird das gefallen haben, könnte man meinen, aber dann ist es völlig unverständlich, daß die islamistische Regierung des Iran gegen diese Inszenierung ihren Protest einlegte, wohingegen die quasi offizielle Internetauftrittseite der Bischöfe Deutschlands nun die Rolle der Verteidigung übernimmt, wenn auch bisher mit recht dürftigen Beiträgen. Offenkundig ist die Kunst der Unterscheidung von Freund und Feind in dieser Causa nicht so ganz einfach. 

Zusatz:

100 prozentig sicher: Hätte es in der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele eine solche Inszenierung mit Mohammed gegeben, kein einziger Artikel erschiene auf Kath de, der diese Aktion gutheißen oder als nicht skandalös beurteilen würde.






Dienstag, 6. August 2024

Es gibt nicht nur den bösen Donald (Trump) sondern auch den guten Donald (Tusk) oder was einen guten Europäer ausmacht!

 

Es gibt nicht nur den bösen Donald (Trump) sondern auch den guten Donald (Tusk)


Polen hat nun gut gewält und so schreiben die Medien auch nicht von manipulierten Wahlen, wie in der Causa Venezeuela, sondern begeistert von der neuen Mitte-Links-Regierung unter der Führung des proeuropäischen Donald Tusk. Was begeistert nun die Medien an diesem guten Donald`? Er verhieß, daß nun endlich auch die Frauen Polens wie die alle Westeuropas ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen! Leider scheiterte er dann dank einiger uneinsichtiger Koalitiönäre in seinem Kampf um dies Tötungsrecht, aber das war ja nur der erste Veruch. Außenpolitisch bekommt er Bestnoten für sein beherztes Eintreten für den Primat einer militärischen Lösung des Ukrainekonfliktes, aber er setzt doch auch deutlich andere Akzente!

Kath de berichtet darüber: „Bischöfe beklagen Handeln der Regierung. Reform des Religionsunterrichts in Polen stößt auf Kritik.“ (5.8.2024. Hinter dem Euphemismus der Reform verbirgt sich der Wille der Regierung, den Religionsunterricht in den Schulen zu kürzen. Polen ist eben aus der Sicht der proeuropäischen Regierung noch zu katholisch und müsse so entkatholisiert werden. Daß in Polen immer noch kein liberales Abtreibungsrecht existiert, ist eben eine Negativfolge des Zuvieles an dem christlichen Glauben in Polen.

Klar hat die neue Regierung auch die Pressefreiheit als den größten Feind der Demokrtie erfaßt: „Des Weiteren löste Tusks Regierung noch im selben Monat alle öffentlich-rechtliche Medien in Polen, die als Propagandamedium der PiS galten, formell auf, um eigenen Aussagen zufolge eine Umstrukturierung dieser zu ermöglichen.“ weiß der „Wikipediaartikel“ über den guten Donald zu berichten. Die neue polnische Regierung hat die gesamte Führungsriege der öffentlich-rechtlichen Medien in dem Land entlassen. Zuvor hatte das Parlament eine Resolution zur Wiederherstellung der Unparteilichkeit der Medien beschlossen.“ meldete die „Tagesschau“ am 20.12.2023! Die „Wiederherstellung der Unparteileichkeit der Medien“ bedeutet so also, daß alle der bisherigen Regierung zugewandten Journalisten durch neue regierungstreue ersetzt werden. Zu kritischer Journalismus stört eben auch demokratische Regierungen, so hat ja auch die Bundesregierung das „Compact- Magazin“ verboten. Das ist eben der europäische Standard der Pressefreiheit.

Aber was bedeutet nun die antikatholische Ausrichtung der neuen proeuropäischen Regierung? Einst war die Lage doch sonnenklar, gut übersichtlich, denn da verteidigte der „Freie Westen“ die christliche Religion doch gegen den kommunistischen Atheismus des Ostens. Rückblickend geurteilt scheint das nun ein teilweises Fehlurteil gewesen zu sein, denn es wurde zwar die westliche Freiheit verteidigt aber gleichzeitig säkularisierte sich der Freie Westen so sehr, daß jetzt die christliche Religion nicht mehr recht in das Projekt Europa hineinpaßt. Es ist kein Zufall, daß im Jahre 2024 in der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris die christliche Religion verspottet wurde: Das jetzige Europa zeigt, daß es das in ihr noch währende christliche Abendland gänzlich überwinden will. Dazu gehört nun auch, daß die neue proeuropäische Regierung ihren Kampf gegen die christliche Religion aufnimmt. Polen ist erst dann ein wahrhaft europäisches Land, wenn in ihm wie in ganz Westeuropa die Mütter ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen dürfen, Paris hat dies just zum neuen Menschenrecht erklärt und wenn, formulieren wir es mal grob, an den „Christopher Street Day“ Kundgebungen viel mehr Polen als an den Fronleichnamsprozessionen teilnehmen.

Auch wenn es vielleicht einigen Lesern als zu verschwörungstheoretisch klingen mag: Im Freimaurerlexikon, eines Lexikons von Freimaurern verfaßt. steht schwarz auf weiß geschrieben: „Die Freimaurer haben zu dem Ausbruch der französischen Revolution vieles beigetragen, nicht zuletzt die Devise: Freiheit,Gleichheit und Brüderlichkeit und die Deklaration der Menschenrechte“. (zitiert nach: Hans Tranced: Freimaurer, 1938, S.13) Es ist zu befürchten, daß hier das wahre Fundment des heutigen Europas sich anzeigt und daß eben das heutige Europa nicht in der Idee des christlichen Abendlandes sich aufbaut, wie sie uns Novalis so glanzvoll vor Augen malte. Und dazu paßt nun wirklich der Kampf der neuen polnischen Regierung gegen die christliche Religion und für das Menschenrecht auf die Kindestötung im Mutterleibe! 

Die "Freie Welt" schreibt am 6.8.2024:"Umfrage der Freien Welt nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris: 98,3 Prozent der FW-Leser finden, der Westen sollte entschiedener für seine Werte einstehen." Es ist nur anzunehmen, daß die "Werte" die die Leserschaft der "Freien Welt" vor Augen haben, nicht die des Westens sind!

 



Montag, 5. August 2024

Kath de eröffnet den heißen Wahlkampf gegen Trump für Kamala Harris

 

Kath de eröffnet den heißen Wahlkampf gegen Trump für Kamala Harris



Als wenn die Präsidentenschaftswahl der USA in Deutschland entschieden würde, so leidenschaftlich kämpft nun Kath de gegen ihren Vorzugslieblingsfeind Donald Trump und unterstützt so bedingungslos den neuen Stark aller Antirechten, Frau Harris: „Kamala Harris fordert Trump heraus – und die katholischen Bischöfe.“,titelt so die „Harris- Fan-Seite“ Kath de am 5.8.2024. Die Hoffnungsträgerin aller Feministin der Welt erklärte dann das Kernanliegen ihrer erstebten Präsidentschaft so: "Wir trauen Frauen zu, ihre eigenen Entscheidungen über ihre eigenen Körper zu treffen und nicht der Regierung das Sagen zu geben, was sie tun dürfen". Die Freiheit, selbst zu entscheiden, gehörte schon zu ihren Kernbotschaften, als sie sich im Frühjahr im Auftrag Bidens auf eine "Reproduktive Freedoms Tour" durch die Swing States aufmachte. Als Kandidatin verspricht sie, die vom obersten Gericht kassierten Rechte bei ihrer Wahl ins Weiße Haus per Gesetz zu verankern.“

Das so proklamierte Recht auf die Kindestötung im Mutterleibe extatisiert eben nicht nur Amerikas Feministin sondern wohl auch die liberale Leserschaft von Kath de. Was für ein Kontrast auch zum Lebensschützer Donald Trump!Conservative Bischöfen Amerikas bereite das Probleme, aber das seien eben auch nur die conservativen. „Conservativ“ ist in der Kath de Sprache stets pejorativ verwendet.Das „Recht“ auf die Kindestötung soll gar gesetzlich verankert werden. In Deutschland gibt es ein solches Recht (noch) nicht, nur die sehr befremdliche Konstrution, daß der Staat, wenn die Kindestötung unter bestimmten Conditionen erfolgt, auf eine Strafverfolgung dieser Unrechtstaat verzichtet. Frau Harris will nun aber das Unrecht der Kindestötung zu einem Recht auf die Kindestötung umfälschen.

Aber Kath de betont, daß diese Kandidaten ob ihrer Positionen zu Umweltfragen und zur Sozialpolitik doch auch mit der Kirche Kompatibles vertrete und auch deshalb wählbar sei. Daß sie als die Nachfolgerin des jetzigen Präsidenten seine Kriegspolitik gegen Rußland vorbehaltlos fortsetzen will, daß sie gegen Trump keine diplomatische Lösung des Ukrainekrieges will, erwähnt Kath de natürlich nicht, wäre das doch der Kath de Leserschaft schwer vermittelbar. Schon gar nicht wird der innerliche Zusammenhang des Jas zum Recht auf die Kindestötung im Mutterleibe und der Bejahung der Kriegspolitik bedacht, daß beides eben Optionen der Lebensverneinung sind.

Der letzte Satz dieses Wahlkampfbeitrages lautet nun: „Sie wäre bei ihrer Wahl auf dem Parteitag der Demokraten die erste schwarze Präsidentschaftskandidatin in der Geschichte.“ Das darf man wohl als eine (anti)rassistisch begründete Empfehlung zur Kür dieser Feministin zur Präsidentenschaftskandidaten lesen, denn ihr Schwarzsein qualifiziere sie ja zu dem Präsidentenamt gerade wenn der Gegenkandidat ein Weißer und dann noch gar ein heterosexueller Mann ist! Für einen politisch Korrekten sind ja das Weißersein und das Mannsein, sofern Mann nicht homosexuell ist, negative Eigenschaften. Die Rassenzugehörigkeit und das Geschlecht und die sexuelle Orientierung qualifizieren oder dysqualifizieren ja Bürger für bestimmte Ämter! Der Primat des soziologischen Denkens der Alt68er wird eben substituiert durch den Primat des biologischen Denkens, das nach der Rassenzugehörigkeit und dem Geschlecht als den Kriterien für die Geeignetheit für bestimmte Aufgaben frägt.

Natürlich steht Kath de nicht allein auf sich gestellt in diesem heroischen Kampf für Frau Harris: Alle anständigen Medien Deutschlands stehen wie ein Mann hinter ihr in bedingungsloser Gefolgschaft! 

Der Kath net Kommentar zu dieser Causa am 6.8.2024: "Medien wollen bestimmen was wir denken sollen.Im amerikanischen Wahlkampf wird in unseren Medien deutlich Partei ergriffen, so als ginge es um eine politische Entscheidung in unserem Land - Ein Gastkommentar von Prof. Hubert Gindert."





Sonntag, 4. August 2024

Ist praktizierte Blasphemie ein Kavaliersdelikt? Für liberale Katholiken schon!

Ist praktizierte Blasphemie ein Kavaliersdelikt? Für liberale Katholiken schon!



Sollte sich das Olympiakomitee für den vermeintlichen Abendmahls-Eklat bei der Auftaktfeier entschuldigen? Weltweit sind mehrere Bischöfe immer noch entsetzt über die Darstellung.“ So frägt Kath de am 3.8. 2024: „Auch drei Kardinäle unterzeichnen Offenen Brief. Bischöfe aus aller Welt fordern Entschuldigung von Olympiakomitee.“Es handele sich also gar nicht um einen „Abendmahls-Eklat“,und „immer noch“ entsetzten sich Bischöfe dadrüber, obzwar doch es nun offensichtlich sein müßte, daß gegen diese Aufführung nichts einzuwenden sei.

Aber in diesem Meer der Unverständigen tuen sich die Bischöfe Deutschlands wohltuend hervor, wie Kath de in diesem Artikel bemerken kann: „Die deutschen Bischöfe hatten in dieser Woche einen versöhnlicheren Ton angeschlagen. Das Olympische Komitee habe inzwischen klargestellt, "dass aufseiten der Veranstalter keine Absicht bestanden habe, religiöse Menschen vor den Kopf zu stoßen", erklärte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Montag.“

Von Bischöfen hätte man eigentlich erwarten können, daß eine blasphemische Handlung in erster Linie eine gegen Gott, in diesem besonderen Falle eine gegen den Sohn Gottes gerichtete Handlung ist und erst in zweiter Linie eine gegen die Gefühle religiöser Menschen. Daß die Wirkung dieser Persiflage auf Christen und sogar Muslimen, daß sie das als eine Gotteslästerung empfinden, nicht auch beabsichtigt gewesen sein soll, das ist nun doch eine völlig unglaubwürdige Behauptung! In der heutigen Ästhetik gehört die Reflexion der Wirkung von Kunstwerken auf das Publikum zum Selbstverständlichsten, ja daß Kunst provozieren soll, gehört sogar zum Einmaleins jedes Kunstmarketings: Was provoziert, wird wahrgenommen, kommt in die Medien und so wird es zu einem wertvollen Kunstwerk.

Unübersehbar ist nun auch, wie eine der Schauspielerin dieser Persiflage sich nun medienwirksam als ein armes Opfer reaktionärer Kräfte inszeniert und sich so wohl weitere gut dotierte Theaterrollen sichert: Mit Blasphemien läßt sich ein gutes Geld verdienen, wenn man sich dann noch geschickt als ein armes Opfer der reaktionären Kirche und sonstiger Ewiggestriger in Scene zu setzen weiß. Leider mußte dann Kath de am 4.8.2024 konzedieren: „Über eine Woche nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris hat sich der Vatikan zu der queeren Inszenierung geäußert. Der Heilige Stuhl sei betrübt gewesen über einige Szenen und könne sich nur den Stimmen anschließen, die in den vergangenen Tagen die Beleidigung vieler Christen und Gläubiger anderer Religionen beklagt hätten, heißt es in einer Mitteilung am Samstagabend.“ Aber Kath de weiß nun gar, daß da gar nicht das letzte Abendmahl Jesu Christi dargestellt worden sein solle, sondern ein Ereignis, von dem die griechische Mythologie erzähle! Gäbe es eine olympische Goldmedialle für Falschnachrichten, Kath de zählte zu den Favoriten!

So viel Besänftigung und so ein Schmusekurs gegen dieses Verhöhnungsspektakel läßt uns nach den Motiven dafür fragen. Der Sohn Gottes lehrte, daß wir Menschen nur Gott zu fürchten hätten und deshalb jede Blasphemie insbesondere, weil ER die Seele und den Leib ins Verderben der Hölle führen könne und nicht die Menschen, denn die können nur den irdischen Leib töten. Aber den Gott Jesu Christi hat die liberale Theologie so verharmlost und verniedlicht, daß den keiner mehr zu fürchten braucht. Das führte aber nun nicht zu nichts mehr fürchtenden Christen sondern zur Menschenfurcht! Die Mächtigen der Welt fürchtet nun der liberale Katholizismus, nachdem er die Ehrfurcht vor Gott als abergläubisch abgelegt hat. Die LBGT-Organisationen sind nun in Westeuropa aber wohl auch in den USA zu realen Machtfaktoren geworden,und so nur konnten sie es auch nur schaffen, in der Olympiaeröffnungsfeier ihr Propagandastück an so exponierten Stelle aufführen zu lassen. Wer in postmodernen Zeiten über eine Medienmacht verfügt, über Hofjournalisten, die stets wohlwollend unterstützend über sie schreiben, der verfügt über eine reale Macht und der beugen sich dann auch die weniger Mächtigen. Die einen unterstützen die LGBT-Organisationen ob ihrer Gleichgesinntheit, die anderen als Realisten ob deren Macht.

Ja, im Kathollizmus wird geradezu um die Gunst der LGBT-Organisationen gebuhlt, denn die sind eben durch ihre Selbstinszenierung als die armen Opfer der Intoleranz Ewiggestriger in den Medien sehr erfolgreich und eine Kritik an ihnen würde so ihre Macht noch potenzieren, beruht diese doch auf ihrem Opfernarrativ. Diese Strategie eines Opfernarratives wird nun erfolgreich von vielen sog. Minderheiten gefahren, um sich Vorteile in den gesellschaftlichen Verteilungskämpfen zu sichern und die LGBTler praktizieren diese Strategie besonders erfolgreich: Der Katechismus der Kirche soll nun gar umgeschrieben werden , nur weil da Mancherlei deren Lobbyisten mißfällt. Und wenn so Mächtige Blasphemisches veranstalten, dann ist das halt nichts Blasphemisches. Denn auch in dieser Causa gilt: „Quod licet Iovi, non licet bovi (Iovi auch Jovi, deutsch: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“

1.Zusatz:

Wer hätte es je für möglich gehalten, daß man als Christ der islamistischen Regierung Irans dankar  zu sein hat, da sie, als so viele schwiegen, beherzt gegen Jesu Christi Verhöhnung Einspruch ernoben? 

2.Zusatz

Die Blasphemie kann kein legitimes Element des Pluralismus sein. 





 

Samstag, 3. August 2024

Die Allheiltherapie für die Kirche: „Mehr Demokratie wagen“

 

Die Allheiltherapie für die Kirche: „Mehr Demokratie wagen“



Der neugewähte Bundeskanzler Brandt erklärte in seiner Regierungserklärung am 28.10.1969, daß das Motto seiner Regierung: „Mehr Demokratie wagen“ laute und nun ist diese Parole in der Katholischen Kirche angekommen, daß eben das Allheilmittel der Lösung aller Kirchenprobleme in einer Demokratisierung der Kirche bestünde. Politisch Interessierte wird es längst aufgefallen sei, daß im jetzigen politischen Diskurs unter der Parole der Wehrhaften Demokratie“ ein Weniger an Demokratie und ein Mehr an Zensur gefordert wird, um die Demokratie vor denen, die ihre Freiheit mißbrauchen zu oppositionellem Denken, zu schützen. So wurde jetzt ja das „Compact“-Magazin von der Regierung verboten, da da zu kritisch gedacht und geschrieben wurde.

Sollte der Reformdiskurs der Kirche jetzt erst die Parole des Bundeskazlers aus dem Jahre 1969 für sich entdeckt haben? Die Demokratisierung der Kirche hieße, daß alle Mitglieder der Kirche über die wesentlichen Angelegenheiten entweder direkt selbst entschieden oder Repräsentanten wählten, die dann in ihrem Auftrage die Entscheidungen träfen. Ein gravierendes Problem evoziert diese Vorstellung: Die Kirche ist die Einheit der triumphierenden Kirche im Himmel, der leidenden im Fegefeuer und der auf Erden kämpfenden. Aber in einer verdemokrstisierten Kirche entschieden dann ja nur die jetzt just Lebenden über die Kirche und entdemokratisierten so die Kirche, da die vor uns gelebten Kirchenglieder nicht mehr gehört würden. G.K. Chesterton wies deshalb schon daraufhin, daß so gerade keine Demokratisierung der Kirche sich ereignete.

Die Demokratie setzt voraus, daß ein Beschluß rechtens ist, wenn er demokratisch gefaßt wurde. Was aber rechtens beschlossen ist, ist deshalb nicht wahr. Beschlösse ein demokratisch gewähltes Parlament, daß es keinen Gott gäbe und daß deshalb jede Religion zu verbieten sei, so ist der Beschluß rechtens aber das Beschlossene ist trotzdem nicht wahr. Was als wahr zu gelten hat, wird in keiner Wissenschaft demokratisch ermittelt aber für die Theologie soll nun gelten: Je mehr Menschen an dem theologischen Diskurs beteiligt sind und wenn keine gesellschaftlich relevante Gruppe ausgeschlossen oder unterrepräsentiert sei, dann sollen die demokratisch ermittelten Ergebnisse als theologisch wahr gelten. Solange aber Frauen, Homosexuelle und „Diverse“, na ja eben die LGBT-Menschen nicht ausreichend an den Entscheidungen partizipieren, können kirchliche Entscheidungen nicht als verbindlich wahr anerkannt werden. Nur, warum soll ein Kirchenbeschluß wahr sein, bloß weil auch LGBT-Lobbyisten zahlreich an den Beschlußfassungen beteiligt waren?

Stellen wir uns eine Operation in einem Spital vor. Wäre es vorteilhaft für den Patienten, wenn die Frage, ob und wie er operiert wird, von einem demokratisch legitimierten Gremium gefaßt würde, wenn dann neben dem Chefarzt der Lehrlingsvertreter und der Bureauleiter und die Raumkosmetikervertreterin dies Gremium bildeten und daß mindestens ein Homosexueller und ein „Diverser“ dabei sein müßten ? Oder kann mit welchem Recht angenommen werden, daß jeder Getaufte und Gefirmte über eine genügende theologische Kompetenz verfüge, um über Theologisches sachlich entscheiden zu können? Es drängt sich det Verdacht auf, daß hier mehr der Wille zur Macht: „Auch ich will da mitentscheiden!“ triumphiert und daß deshalb die Frage nach der Entscheidungskompetenz ausgeklammert wird.

Alle sollen sich einbringen, sollen mitentscheiden, aber diesen: „Wir wollen mehr Demokratie wagen“-Parolen widerspricht nun der innerkirchliche Kampf wider Rechts, daß eben politisch Inkorrekten der Zugang zu allen Beratungs- und möglichen Entscheidungsgremien verwehrt werden soll! Die sich so gern als Antiklerikale Inszenierenden schreiben damit dem Kirchenvolke vor, wen sie überhaupt in Gremien wählen dürfen, nämlich die die Kirche Regierenden Genehmen. So wäre dann sichergestellt, daß in allen Gremien dem linksliberalem Katholizismus genehme Entscheidungen getroffen werden.

Wenn nun gar nach der Treue zum Ursprung gefragt wird, daß die Kirche sich nicht einfach von ihrer ihrem Gründer zu verdankenden Ordnung entfernen dürfe, dann fällt die Parole der Demokratiserung der Kirche völlig durch, den im Urchristentum gab es keine demokratische Verfaßtheit. Der Herr der Kirche setzte das ganz und gar  nichtdemokratische Petrusamt ein, monarchisch die Kirche zu regieren!

Im politischen Diskurs ist die Parole des SPD-Kanzlers Brandt längst ad acta gelegt, nur in der Kirche führt sie noch ein Pseudoleben und leidet an dem Widerpart, daß jetzt die Parole lautet: „Weniger Demokratie zum Schutze der Demokratie vor dem Volke!“ 

Zusatz:

Den interessantesten Beitrag zur Rettung der Demokrat präsentiert ein Mitarbeiter von "Correktiv": Correctiv“-Aktivist im Wahn: Deutschland wieder teilen – wegen der AfD. ("Zuerst" am 1August 2024) Um der Demokratie willen soll so allen Ostdeutschen das Wahlrecht entzogen werden, damit der Westen demokratisch bleiben kann.


 













Freitag, 2. August 2024

Und wieder jubelt der LGBTler in Olmpia: Mannfrau boxte und siegte

 

Und wieder jubelt der LGBTler in Olmpia: Mannfrau boxte und siegte



Beim Boxkampf im Damenwettbewerb bis 66 Kilogramm durfte ein biologischer Mann aus Algerien antreten. Seine Gegnerin war eine Frau, die nach wenigen Sekunden zu Boden ging. Der nächste Skandal bei Olympia in Paris.“ So berichtet kath net am 2.8.2024: „Olympia: Mann verprügelt Frau im Boxring - Kamala Harris und die deutsche Regierung wollen das.“ Man ist eben halt das Geschlecht, als das man sich just so fühlt. Wenn nun ein Boxer männlichen Geschlehtes mit wenig Aussichten auf eine Olympiamedaillie sein Geschlecht umwandelt und sich als eine Frau ausgibt, dann kann er in den Ring treten und die Frauen ko schlagen und vielleicht bekommt er dann gar eine Goldmedaillie. Daß sie ihm dann später aberkannt werden würde, weil er sich zu einem Mann rückverwandelt hätte, ist sicher auszuschließen, denn eine solche Aberkennung würde ja sein Recht auf die freie Geschlechtswahl in Frage stellen. Denn es gilt der Grundsatz: Ich bin immer nur das,wofür ich mich just halte: männlich, weiblich oder divers oder was auch immer.

Ob diese Olympiade als die der LGBT in die Sportgeschichte eingehen wird? Erst beglückte Frankreich uns mit der Verhöhnung des letzten Abendmahles Christi, nun wird die Geschlechterdifferenz im Sport, daß eben im Sport Männer nicht gegen Frauen antreten, außer Kraft gesetzt. Das Geschlecht soll eben nichts anderes mehr sein als ein Bekleidungsstück, das je nach Lust und Laune austauschbar ist.

Hierin manifestiert sich in letzter Konsequenz die Revolte gegen die Herkunftsbestimmtheit des Menschen. Weil der Mensch ein von Gott Erschaffener ist, weil seine Herkunft so die von Gott her ist, revoltiert der Mensch, indem er sich selbst seine Ziele setzen will, sein Bestimmtsein zu mißachtend. Der Mensch wird von Gott als ein bestimmter erschaffen, sein Geschlecht und seine Volkszugehörigkeit sind ebenso Gaben Gottes, die ihm somit auch als Aufgaben gegeben sind. Auch und gerade hier revoltiert der Mensch, in dem er unter seiner Freiheit das Recht versteht, Gottes Gaben zu verwerfen, um sich selbst zu etwas zu machen, wozu er halt Lust hat. Zu den Gaben Gottes gehört auch das von Gott gesetzte Geschlechterverhältnis von dem männlichen zu dem weiblichen Geschlecht. Gott will das Leben der Menschen und darum richtet er es auf die Fortpflanzung aus. Auch und gerade dagegen revoltiert nun die LGBT-Ideologie.

Unverkennbar ist, daß diese Bewegung über eine klare Feinderkennung verfügt und deshalb bei dieser Olympiade nicht nur gegen die christliche Religion sondern gegen Gott selbst revoltierte in ihrer Persiflage auf die Eucharistiefeier der Kirche. Leider sind nicht alle Katholiken so klarsichtig. Selbst die Regierung des Iran, obzwar Jesus in der islamischen Religion nun nicht eine besonders gewichtige Rolle spielt, protestierte offiziell gegen diese Schmähveranstaltung, wohingegen die quasi offizielle Internetsauftrittsseite der Deutschen Bischöfe, Kath de nun fast täglich neue Apologien dieser Diffamierungsveranstaltung versucht: War doch alles nicht so schlimm! Ja, ganz verblendet in der Liebe zur LGBT-Ideologie kann hier der Feind der Kirche nicht mehr erkannt werden.

Die Revolte gegen Gott wird weitergehen und es dürfte kein Zufall sein, daß jetzt Frankreich der Ort ist, wo all dies sich ereignet. Denn Frankreich ist nun mal seit der Französischen Revolution, als da die christliche Religion durch eine neoheidnische Verehrung der Göttin Vernunft ersetzt werden sollte, das Land des Kampfes wider die christliche Religion. Dem Kampf wider Gott in der Verhöhnung der Eucharistiefeier folgt eben der Kampf wider den Menschen, indem sein Geschlechterverhältnis konfundiert werden soll und auch hier setzte diese Olympiade einen markanten Anfangspunkt, daß ein Mann, sich just als eine Frau fühlend in den Boxring steigen darf, um eine Frau verprügeln zu dürfen! 

Zusatz:

Man vergleiche:  "Standpunkt: Was für ein harmloses queeres "Abendmahl" bei Olympia" Kath de am 30.7.2024 und am 2.8.2024:"Beim Thema Missbrauch gebe es nicht solche Entrüstungswellen.Norpoth: Bischöfe machen sich durch Olympia-Kritik lächerlich"



























Donnerstag, 1. August 2024

„Der antichristliche Mensch setzt sich im Transhumanismus an Gottes Stelle“ oder aus der unendlichen Geschichte der Technikphobie

 

Der antichristliche Mensch setzt sich im Transhumanismus an Gottes Stelle“



So tönt Heinz-Lothar Barth in seinem Essay: „Die Gefährdung menschlicher Vernunft in Staat und Kirche, Teil III“, in Theologisches,Aug/Sep 2024, Sp.333.Mit diesem Alarmimus steht dieser Rufer in den Meer der Technikkritiker nicht allein. Aber man könnte doch, statt hier lautstark in diese Klagelitanei einzustimmen, sich von der hl.Schrift selbst in dieser Causa belehren lassen! Gott, der Schöpfer selbst gibt uns Menschen diesen Auftrag: „crescite et multiplicamini et replete terram et subicite eam.“ (1.Mose 1,28): Subjektiviert die Welt, das heißt: unterwerft sie euch! Wir Menschen sollen uns vermehren, die Welt anfüllen und sie dann auch beherrschen. Auch wenn manch Heutigem Heideggers Rede vom Menschen als dem Hüter des Seins besser gefällt, isb wenn man diese Aussage verkennt, als meinte dieser Philosoph, daß der Mensch der Gärtner der Natur zu sein habe, Gott selbst gibt uns einen ganz anderen Auftrag, nämlich den der Naturbeherrschung.

Die Stellung des Menschen in der Welt ist nun nach der Schöpfungserzählung eine zwiefache, denn in seiner Leiblichkeit gehört er der Natur an, aber nicht als Seele.denn von ihr lehrt die Kirche eindeutig: „daß nämlich die Seelen unmittelbar von Gott geschaffen werden,heißt uns der katholische Glaube festhalten.“ (Pius XII, Enzyklika Humani Generis, Denzinger-Hünermann, 40.Auflage Nr 3896) Der Leib gehört so zu den zu unterwerfenden Objekten, denn er gehört zur Erde als etwas aus ihm Entstandenes, wohingegen die Seele des Menschen unmittelbar von Gott ist. In der Seinshierarichie der Schöpfung sind so die Engel Gott ähnlicher, da sie wie Gott selbst rein geistig immateriell sind, wohingegen wir Menschen als ein Zusammengesetztes aus der Seele und dem Leib ob unser Seele Gott ähnlich, ob unserer Leiblichkeit Gott aber weniger ähnlich sind als die Engel. Wie Gott und seine Engel Heeren über die Erde, die Natur sind, so sollen auch wir Menschen als Seele die Natur beherrschen.

Nimmt man das „subicere“ ernst, erscheint die Schöpfung noch gar nicht als etwas vollkommen gut Geordnetes, denn dann ergäbe der Auftrag zur Beherrschung, zu einer Gestaltung keinen Sinn, es hätte stattdessen lauten müssen, daß wir Menschen uns in die Keosmosordnung einzufügen hätten. Aber das „Subjecere“ bedeutet ein nach uns ausgerichtetes Gestalten des uns Vorgegebenen. Gott gleicht hier eher einem Vater, der seinem Sohn einen großen Haufen Legosteine schenkt, damit er nun damit alles Mögliche erbauen kann. Es gibt nun keinen einsichtigen Grund, daß dies Beherschen und Gestalten nur auf die uns Menschen äußere Natur zu limitieren sei. Denn in seiner eigenen Leiblichkeit begegnet er ja selbst die Natur in sich selbst. Deshalb ist jede Morallehre immer auch eine Lehre von dem Wie der Beherschung der menschlichen Leiblichkeit. Der Dualität von Gott und Welt korrespondiert eben die von der Seele und dem Leibe.

Wer heute von der natürlichen Umwelt des Menschen spricht, mag naturromantisch gestimmt da an Wiesen und Wälder denken, an Frühlingsspaziergänge, aber faktisch ist uns die technich-künstliche Welt zur ersten Natur geworden, von der wir uns höchstens noch in Urlauben erholen. Der so geschmähte Transhumanismus ist deshalb nur die legitime Konsequenz des göttlichen Naturbeherrschungsauftrages. Er begreift nämlich die Natur als eine Aufgabe. Auch wenn es ungewohnt klingt: Frauen liegt diese Erkenntnis näher als Männern, denn welche Frau läßt sich schon an ihrer natürlichen Schönheit genügen, sodaß sie gar eine ganze Geheimwissenschaft erschufen, die der Kosmetik, um die natürliche Schönheit zu optimieren. Schon kleinen Mädchen bereitet es ein Vergnügen, ihre Fingernägl bunt zu machen! Schon in dieser einfachen Tätigkeit begreifen sie ihre Fingernägel als eine Gestaltungs-aufgabe und erfassen somit die Natur als das, was sie ist, als unsere Aufgabe.

Wenn kleine Kinder mit ihren Bauklötzchen dann Türme und Burgen erbauen, manches Bauwerk erweist sich als nicht sehr standhaft, es stürzt ein, aber das spornt unsere Jungarchitekten doch nur an, beim nächsten Bauen sorgfältiger zu bauen. Die ganze Menschheitsgeschichte ist so die Geschichte der Naturbeherrschung, des Willens, die Natur für uns zu gestalten.

Aber es muß nun die große Naturkastrophe mitbedacht werden: der Sündenfall. Wir leben nicht mehr in der Paradiesnatur sondern in der gefallenen Natur. Somit ist sie einfach nicht mehr die gute. Die vielen Krankheiten gibt es nur in der Folge des Sündenfalles der ersten zwei Eltern. Die Natur in ihrem Status als gefallene, das ist die reale Natur, die uns jetzt als unsere Gestaltungsaufgabe vorgegeben ist und in erster Linie ist das uns der zum Erkranken geneigte Leib. Das Todesschicksal, daß wir als erbsündliche Menschen zum Sterbenmüssen verurteilt sind, generiert auch die vielen Krankheiten als die Vorboten des Sterbenmüssens.Der Tod gehört also nicht zur guten Scöpfungsordnung Gottes und deshalb steht der Mensch auch in seinem Kampf wider die Vorboten des Todes, den Krankheiten. Das Konzept der Cyborgisierung des Menschen verspricht hier, nicht unrealistisch viele Siege über die Vulnerabilität des Menschen. Man denke nur an das Schicksal blind Geborener und der eventuellen Möglichkeit, durch künstliche Plantate Blinde heilen zu können. Unter dem Begriff der Cyborgisierung wird ja nichts anderes verstanden, als daß der Mensch Technisches nicht mehr nur äußerlich als etwas Zuhandenes benutzt, sondern sich incorporiert, damit er es so nutzt. Ein Herz, das nicht mehr aus sich heraus ordentlich schlägt, wird ein Herzschrittmacher beigefügt, damit so das Herz gut funktioniert.

Aber das soll nun etwas „Satanisches“ sein! Was macht denn dann die Differenz aus, zwischen dem der sich künstliche Augengläser aufsetzt, weil er ohne sie nicht mehr lesen kann und zukünftigen Seherkrankten, gar Erblindeten, denen eine künstliche Sehhilfe eingepflanzt wird, damit er so wieder sehen kann. Was sollte denn an künstlichen Transplantaten satanisch sein, wenn damit an Alsheimer Erkrankte wieder gesunden? Eine solche Technikperhorreszierung ist moraltheologisch angesichts des Leidens so vieler Erkrankter nicht rechtfertigbar. Es wird dabei nämlich der Auftrag Gottes zur Beherrschung der Natur vergessen und das viele Leid ob des Depraviertseins der Natur in der Folge des Sündenfalles.

Denn wenn man die Überschwenlichkeiten der Posthumanismus abstreift, reduziert sich dies Unternehmen doch darauf, die schwache menschliche Natur durch Technik aufzubessern. So hat eben das „Raubtier“ Mensch seine nicht optimale Beschaffenheit zur Jagd durch künstlich erstellte Waffen verbessert und machte sich so überlebensfähiger. Seine Neigung zum Erkranken bekämpft er durch die Medizin, in der er gerade künstlichen Mitteln so viel zu verdanken hat, auch der Fortschritte im Gebiet der Operationstechnik. Den Kampf darum, in der gefallenen Welt die Lebens- und auch ganz elementar die Überlebenschancen durch Technik zu verbessern, als satanistisch zu dysqualifizieren, ist mit dem Gebot der Nächstenliebe wahrlich nicht vereinbar. 

Zusatz:

Der Ikarusmythos ist kein christlicher. Sehr hörenswert ist die Umdeutung dieses Mythos von den "Puhdys": "Ikarus".