Donnerstag, 7. April 2016

Ein prophetisches Wort zur Asylkrise aus dem Jahre 1974

Der algerische Staatspräsident Houari Boumedienne sagte im April 1974 vor der General-versammlung der Vereinten Nationen: "Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Hemnisphäre verlassen, um in die nördliche Hemnisphäre zu wandern. Und sie werden nicht als Freunde kommen, sondern als Eroberer. Und sie werden sie mit ihren Kindern erobern. Die Bäuche unserer Frauen werden uns den Sieg verschaffen." (zitiert nach: Renaud Camus, Revolte gegen den grossen Austausch, Verlag Antaios, 2016, S.83)  
Den Menschen auf den homo öconomicus reduzierend sehen die Medien in den "Flüchtlingen" ausschließlich aus wirtschaftlicher Not zu uns Wollende, damit es ihnen hier besser geht. Sie sehen nur Einzelne mit ökonomischen Interessen. So sieht der Liberalismus den Menschen. Daß es Völker gibt, die als Subjekte in der Geschichte auftreten und sie gestalten, ist für diese Weltansicht unvorstellbar. Aber das Phänomen von Völkerwanderungen ist eben nicht begreifbar, wenn das Subjekt, das  da wandert eskamotiert wird: Es sind die starken und vitalen Völker, die sich neuen Lebensraum erobern wollen, in dem sie die Alteingesessenen da verdrängen  und ihr Güter dann auch übernehmen wollen . 
Camus verzichtet in seinem Essay auf die notwendige Unterscheidung von Zivilisation und Kultur. Unsere abendländisch europäische Kultur ist ein komplexes Gebilde aus griechisch-römischer Kultur, dem Christentum und der jeweiligen Eigenart der Völker. Die Zivilisation als die Kunst der Naturbeherrschung ist in diesem Kulturraum zwar entstanden und gründet sich auch in ihr, hat sich aber von der Kultur als geistiges Leben emanzipiert und ist so zu etwas Selbstständigen geworden. Kulturen sind verschieden, aber Computer und Flugzeuge funktionieren überall genauso. Die Eroberer wollen sich also unserer Zivilisation aneignen und gleichzeitig mit ihrer mitgebrachten Eigenkultur die unserige verdrängen. Die Einheit der postmodernen Welt liegt dann einzig in der Einheit der technischen Zivilisation gegründet, während die Kulturen im Widerstreit sich befinden im Kampfe um die Vorherrschaft.   Samuel Huningtons Kampf der Zivilisationen ist so ein Kampf der verschiedenen Kulturen in dem Einheitsraum der einen technischen Zivilisation, die selbst ihren Grund in der europäischen Kultur hat, sich davon aber als Technikzivilisation emanzipierte. 
 Es ist der Kampf um die neue Weltordnung, in der nun auch die afrikanischen Völker mitspielen wollen. Treffend sprach ja Papst Franziskus von einer arabischen Invasion.  Der westliche Alternativentwurf will dagegen alle Menschen der Welt der kapitalistischen Weltordnung unterordnen, so daß sie nur noch als Produzenten und Konsumenten, als Funktionsträger der Wirtschaft fungieren, für die Kultur nichts anderes sein soll als ein Konsumgut unter anderen. Dies setzt die Atomisierung der Menschen voraus, ihre Herauslösung aus aller Kultur, damit sie nur noch abstrakte Arbeitskraft und Konsumkraft sind. In der nördlichen Hemnisphäre ist diese Atomisierung nun schon weit fortgeschritten, aber gerade diese Atomisierung schafft den Leerraum für die einwandernden Völker der südlichen Sphäre, daß sie nun mit ihrer Kultur den leer gewordenen Raum wieder anfüllen! 

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