Freitag, 3. März 2017

Darf der türkische Regierungschef in Deutschland zu seinen Landsleuten sprechen?

Ein sehr seltsamer Fall wird nun in den deutschen Medien diskutiert. Erdogan möchte nach Deutschland einreisen und zu seinen türkischen Landsleuten sprechen, nicht absichtslos, sondern um Werbung für sich und seine Verfassungsreform zu machen. Da die meisten der hier bei uns lebenden Türken in der Türkei wahl- und abstimmungsberechtigt sind, ist das ein einsichtiges Unterfangen, zumal nach Umfragen Erdogan unter den in Deutschland lebenden Türken noch  mehr Zustimmung erfährt als im Heimatland. 
Kann es denn nun legitime Gründe geben, ihm oder anderen Mitgliedern seiner Partei solche Werbeauftritte zu untersagen? Daß sich im Ausland lebende Türken wie auch die Türken in ihrer Heimat mit ihrer Heimat verbunden fühlen und sich zuvörderst also auch für ihr eigenes Volk einsetzen, ist doch das natürlichste von der Welt. Nur politisch korrekt völlig Verwirrte sehen das als Problem an. Wenn nun der Deutsche Staat Türken, die in Deutschland leben,  einen Deutschen Personalausweis gibt, bleiben sie doch Türken, oft nun mit zweifacher Staatszugehörigkeit, der türkischen und der deutschen. Daß dies ein Problem ist, ist offenkundig: Wem gilt nun die Loyalität, dem Türkischen oder dem Deutschen Staate? Es spricht viel dafür, daß in erster Linie der Türkischen Heimat die Treue gilt. Darauf setzt auch der Türkische Staat und so spricht er die hier lebenden Türken angemessen als Teile des Türkischen Volkes an. 
Erdogans Botschaft an seine Auslandstürken ist eindeutig: Ihr seid Türken, bleibt eurerm Volke treu und setzt euch in Deutschland für Türkische Interessen ein! Was ist dagegen einzuwenden? Verhielte sich nicht jede Deutsche Regierung, die Politik für das eigene Volk machte, ebenso? Uns befremdet diese Praxis doch nur, weil wir uns eben schon daran gewöhnt haben, daß unsere Bundesregierungen Politik betreiben für alle möglichen und unmöglichen Ziele, nur nicht für Deutschland sich einsetzen! 
Das Problem bei dieser Praxis der Türkischen Staatsführung besteht ganz allein darin, daß der Deutsche Staat den bei uns lebenden Türken Einfußmöglichkeiten auf die Deutsche Politik gewährt. Daß die das dann benutzen, um die Politik im Türkischen Interesse zu beeinflussen, das ist dann das natürlichste von der Welt. Erdogan setzt darauf. Deshalb ihm einen Vorwurf zu machen, zeugt einfach nur von völliger Weltfremdheit!  
Man könnte nun aber meinen, daß es das Anliegen der Türkischen Regierung sei, die Demokratie in der Türkei zu beseitigen. Und deshalb dürften wir keine Werbeveranstaltungen durch Türkische Politiker hier tolerieren. Nur: Ist es nicht Sache des Türkischen Volkes, sich seine Regierungsform selbst gestalten zu dürfen? Oder sind wir Deutschen die Politkommissare, die dem Türkischen Volke vorzuschreiben haben, wie sie ihr eigenstes Volksleben zu gestalten haben? Sowenig wie Türken sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen haben, sowenig ist es unsere Aufgabe, der Türkei Vorschriften zu machen, wie sie ihr Volksleben zu gestalten haben. Nur, die Politische Korrektheitsideologie verstehen unsere Gutmenschen eben als Ermächtigungsgesetz, sich in die Betten und internen Angelegenheiten auch jedes Nachbarvolkes einmischen zu dürfen, ja zu müssen!
Nein, es gibt keinen legitimen Grund, der Türkischen Staatsregierung zu untersagen, hier in Deutschland ihre Volksgenossen anzusprechen und ihnen zu sagen: "Ihr seid Türken, bleibt es auch!"
Unser Fehler besteht allein darin, Ausländern Einflußmöglichkeiten auf unsere eigene Politik zu gewähren.    

Und so redet ein Türkischer Gutmensch in Deutschland über sein Gasland:
"Deniz Yücel wünscht im übrigen nicht nur Einzelpersonen wie Thilo Sarrazin den Tod. An anderer Stelle, ebenfalls in der taz, jubelte er vor einigen Jahren geradezu hymnisch über den demographischen Niedergang seines Zweitpaßvolks: „Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite.“    zitiert nach Junge Freiheit vom 3.3. 2017        

Keine Kommentare:

Kommentar posten