Montag, 6. März 2017

Kirche ohne Theologie- Was Papst Franziskus wirklich bewegt! (Teil 1)

Papst Franziskus war von einer römischen Universität eingeladen worden. 4 Studenten durften vorher schriftlich eingereichte Fragen stellen und der Papst brachte dann zu diesem Dialog ein fertiges Redemamanuskript mit. Das lies er verteilen und auch publizieren, um dem Auditorium mitzuteilen, daß er doch lieber frei und spontan reden möchte. 45 sprach der Papst, das offizielle Redemanuskript bei Seite lassend. Und was sagte der Papst in diesen 45 Minuten?
"Jedenfalls nichts, was mit Jesus Christus oder dem katholischen Glauben zu tun hätte, jedenfalls nicht in einem direkten und erkennbaren Zusammenhang. Weder erwähnte er Gott, ob Vater, Sohn oder Heiligen Geist, noch sprach er von der Kirche, dem Evangelium oder dem christlichen Bekenntnis." So berichtet es Kath info am 4.3.2017. Das "Theologische" stand eben nur im offiziellen Redemanuskript, aber auch nur da. Der Kommentator mutmaßt, daß dem Papst die offizielle Antwort wohl nicht gefallen habe, sodaß er sie einfach wegließ. Was war dem Papst wohl nun so wichtig? "Franziskus trat vielmehr als Soziologe und Politiker vor die Studenten, manche würden sogar von einem „Zeitgeistphilosophen“ sprechen. Er sprach über Soziologie; über Gewalt in der Sprache; über die „zentrale Bedeutung“ des Dialogs;"
"über die Jugendarbeitslosigkeit, die dazu führe, daß junge Menschen sich islamischen Terrororganisationen anschließen, um ihrem Leben „einen Sinn zu geben“; und er sprach vor allem über die Einwanderung, die Folge der Ausbeutung der Dritten Welt sei; die Migranten kämen in die reichen Länder, weil diese die armen Länder ausgebeutet haben, und daher dort Hunger herrsche und keine Arbeit sei; die Einwanderer kämen dann in die reichen Länder, wo sie „wieder ausgebeutet“ werden; Einwanderer „bringen eine Kultur mit, das ist ein Reichtum für uns“;[...]  und noch einmal über die Ausbeutung, die aus dem Mittelmeer einen „Friedhof“ der Migranten gemacht habe; es sei notwendig, so der Papst, Einwanderer „Willkommen zu heißen, zu begleiten, zu integrieren“, dann brauche „niemand Angst zu haben“.
Worüber soll man nun mehr staunen oder sich entsetzen? Daß hier ein Papst statt als Papst zu sprechen aus der Phrasenschatzkammer linker Gutmenschen zitierend daherschwätzt und dabei alles Theologische bei Seite läßt? Wie anrührend naiv, den islamischen heiligen Krieg auf die Jugendarbeitslosigkeit zurückzuführen, Wirtschaftsflüchtlinge, die viel Geld den Schlepper-organisationen zahlen, damit sie nach Europa kommen,in hungernde Menschen zu verwandeln und in aus von Seiten der Schlepperorganisationen  gut einkalkulierten Schiffsunglücken Zeichen der Ausbeutung der Flüchtlinge zu sehen...so viel Weltfremdheit rührt doch fast schon an. Wo andere realistisch nüchtern einen "Kampf der Kulturen" (S.Huntngton) sehen, nimmt der Papst nur kulturelle Bereicherungen wahr.  Hat der Papst nicht Berater, die ihn besser informieren könnten? Aber der Papst redet lieber frei heraus, wo was sein Herz erfüllt ist: linke Vulgärsoziologie! Galten einst Jesuiten als die Intellektuellen und Denker in der Katholischen Kirche, so räumt Papst Franziskus damit gründlich auf. 
Was sagt dieser Vorfall aus über die Theologie des Papstes? Eines: Die Theologie ist ihm gleichgültig. Auf AL bezogen heißt das: Dem Papst ist genaugenommen nur die Aussage wichtig, daß im Einzelfall nun doch Geschieden-Wiederverheiratete zur hl. Kommunion zulaßbar sein sollen- alles andere ist dann nur noch offizielles Begleitmaterial, das er auch hätte links liegen lassen können wie das Redemanuskript zu seiner freien Rede vor Studenten! Der Reformpapst huldigt eben einfach die Emanzipation der Kirche von ihrer Theologie. Ein linker Moralismus reicht eben für die Kirche des 21.Jahrhundertes.
Damit steht der Papst wahrlich nicht allein. Das große innerkirchliche Unbehagen an dem Theologenpapst Benedikt XVI. wird wohl auch einer der Gründe dafür gewesen sein, nun einen ganz und gar untheologischen Papst zu wählen. Paßt das nicht auch in die Zeit der Postmoderne, der eben ein Unbehagen gegen alle großen Lehren und Denksystemen der großen Meisterdenker zu eigen ist?      



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