Mittwoch, 8. August 2018

Muß Jesus Christus aus der Kirche ausgeschlossen werden, weil er antijüdisch ist?

"Dabei betont Söding, "dass es antijüdisch wäre, den Sinai-Bund durch den Christus-Bund ersetzt zu sehen und Judenmission betreiben oder vorbereiten zu wollen." Man könne auch nicht bezweifeln, "dass auch jede Christologie, die exklusivistisch ist, dem Judentum die Luft zum Atmen nehmen würde." So verteidigt der Bochumer Neutestamentarier Söding "Ratzingers Theologie des Judentums"auf Katholisch de am 30.7. des Jahres: Es sei doch alles in Ordnung, der Papst a.D. lehre weder, daß der Sinai-Bund durch den Christus-Bund ersetzt sei, noch spräche er sich für eine Judenmission aus! Täte er das, dann wäre das wirklich antijüdisch!
Noch schlimmer wäre eine exkluvistische Christologie!
Ob Papst Benedikt a.D. antijüdisch lehrt, soll hier nicht diskutiert werden, weil wir ob dieses Votums vor der viel bedeutsameren Frage stehen: War Jesus Christus, der Sohn Gottes antijüdisch? 
Hat Jesus den Sinai-Bund als veraltet bezeichnet? Eindeutig Ja- weil er den neuen Bund in ihm verkündete, der nun für alle Menschen der Weg zum Heile ist.
Hat Jesus eine Judenmission betrieben? Eindeutig Ja: Er bekehrte Juden zu dem Glauben an sich als den Sohn Gottes und des Messias Israels.
Hat Jesus eine excluvisitische Christologie verkündet? Eindeutig Ja, indem er sich als der einzige Weg zum Vater bezeichnet hat. Er sagt von sich, daß er die Wahrheit ist, und nur er.Jesus sagt sogar, daß nur der gemäß Mose glaubt, der an ihn glaubt. Es kann also keine wahre Religion fußend auf dem Alten Testament geben, wenn in ihr nicht Jesus als der verheißende Messias des Alten Testamentes geglaubt wird. 
Aber es kommt noch viel schlimmer. Jesus lehrt: "Wer den Sohn nicht ehret, ehret auch den Vater nicht, welcher ihn gesandt hat". (Joh, 5,23)  Nicht sagt hier der Sohn Gottes, daß in der Synagoge Gott geehrt wird, aber in der Kirche vollkommener, besser -komparartivischer- sondern nur wo der Sohn wie der Vater gehehrt wird, da nur wird auch der Vater geehrt! Was bleibt dann für den Synagogengottesdienst übrig, wenn in ihm  nicht Gott, der Vater geehrt wird? Jesus verurteilt hier den Synagogengottesdienst als Nicht-Gottesdienst! Er besitzt in den Augen Jesu keine Legitimität mehr, weil nun nur noch der Gottesdienst wahr ist, in dem er wie der göttliche Vater verehrt wird!
Ja, in der Offenbarung des Johannes kommt es noch viel ärger! Wir lesen da zu unseerem Entsetzen: "du wirst gelästert von denen, die sich selbst Juden nennen und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans." A. Arndt SJ kommentiert in seiner Vulgataausgbe 1903 so: 
"Mit Absicht nennt der Apostel diese eine Synagoge (griechisch nicht ecclesia)des Satans, nicht sie sind das Volk Gottes, sondern die Christen." Da zu vermuten ist, daß damit die Offenbarung nur das aussagt, was Jesus selbst so lehrte: Ergo:Jesus Christus war antijüdisch.Wird nun Professor Söding die Forderung stellen, den Sohn Gottes aus der Kirche auszuschließen, weil er selbst nach seinen Kriterien beurteilt eindeutig antijüdisch war?

Zusatz: Da wir ja nun aus dem interreligiösen Dialog gelernt haben, daß jede Mission ein Unrecht gegen die Andersgläubigen war und ist, sollte da die Kirche in Deutschlands sich angesichts des Greuels der Germanenmission nicht auflösen und umandeln zu einer Odin-Wotan-Glaubensgemeinschaft?     

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