Montag, 13. August 2018

"Kommt der Rechtsruck in Europas Kirchen?"

Mit dieser reißerischen Überschrift führt katholisch de seinen innerkirchlichen  Kampf gegen Rechts am 13.3. 2018 weiter.Thomas Seiterich polemisiert da gegen  den Katholiken Steve Bannon, der nicht nur in rechten Netzwerken wirke, sondern auch kirchliche Kreise zu infiltrieren suche. Besonders Osteuropa sei da anfällig!Skandalöse Dinge treibt dieser "Katholik"
"Leidenschaftlich polemisiert der erzkonservative Katholik gegen menschenrechtlich und sozial engagierte Bischöfe und Kirchen. Man sollte hellwach sein und öffentlich darüber berichten, welche Allianzen Bannon schmiedet, wenn er - wie jüngst beim Englandbesuch von Trump - in einem Londoner Hotel Hof hält und praktisch im Stundentakt Rechtsaußenvertreter aus Europa trifft, darunter auch Kirchennahe." Bannon ist erzkonservativ, trifft sich mit Rechtsaußenvertrtern und ist mit Donald Trump bekannt. Und dieser Unmensch kämpft dann natürlich gegen die Guten, die sozial engagierten, sich für Menschenrechte einsetzende Bischöfe. Geht es noch schlimmer? So weiß jetzt nicht nur jeder Leser der Public-Forum Journaille, für die kämpft dieser Streiter gegen Rechts beruflich, sondern auch jeder katholisch de Leser, daß der so kriminierte religiös gesprochen eine Inkarnation des Bösen ist. Klare Fronten: Hier kämpft Links gegen Rechte unter der Maxime: Kein Pardon wird hier in diesem Kampfe gewährt. Also nichts Neues unter der Sonne in einer Kirchenkampfsituation, wo es nur noch auf die richtige linke politische Gesinnung ankommt.
Aber vielleicht wird so dieser innerkirchliche Kampf gegen alles Conservative und Rechte auch verkannt, wenn dieser Konflikt nur als einer zwischen Links und Rechts angesehen wird. Erinnern wir uns an die Banalität, daß die Katholische Kirche ihre klare Stellung als Gegenüber zur Gesellschaft in der Praxis des Thron- und Altarbündnisses mit dem Ende des 1. Weltkrieges in Europa verlor und daß erst im 2.Vaticanum ihre gesellschaftliche  Stellung neu definierte als ein Diskursteilnehmer unter vielen in einer pluralistisch verfaßten Gesellschaft. Es ist der Strukturwandel vom Gegenüber zum In in der Gesellschaft.
Die politische Korrektheitsideologie wird nun in der postchristlichen Gesellschaft als neue herrschende Ideologie installiert. Hier muß man Karl Marx einmal recht geben, daß die in einer Gesellschaft vorherrschende Ideologie die der Herrschenden ist, jetz die der Eurokraten. In klarer Opposition dazu steht alles Conservative und Rechte, als popularistisch diffamiert. Darin manifestiert sich der Interessengegensatz zwischen den Regierenden und den Teilen der Völker, die nicht mehr die herrschende Ideologie anerkennen.
Ergo: Die Kirche will sich unter der Führung des Papstes nun eindeutig auf die Seiten der herrschenden Eurokraten mit ihrer Ideologie stellen, um so klar zu stellen, daß sie im Kampfe gegen alles Popularistische ein verläßlicher Partner ist: Wir kämpfen gegen alles innerchristlich Conservative und Rechte  und kämpfen auch mit gegen alles Oppositionelle im politischem Raume. Dafür erhofft sich dieser Linkskurs der Kirche die Anerkennung durch die Etablierten, die ob ihrer ideologischen Herkunft eher kirchenfeindlich gesonnen sind: Die Linken inclusive der Grünen. Die C-Parteien haben sich ja inzwischen so weit nach Links fortentwickelt, daß sie kaum noch von Rotgrünen Parteien unterscheidbar sind und so auch eine Gefahr für die Kirche würden,bliebe die sich treu und akkomodierte sich nicht an den herrschenden Zeitgeist. Es geht also nicht einfach um Links gegen Rechts, sondern um die gesellschaftliche Stellung der Kirche, die sich so als integres Element des ideologischen Staatsapparates erweist, um es mit dem Philosophen Althusser zu formulieren.

Corollarium 1
Damit die Kirche so dem ideologischen Staatsapparat dienlich sein kann, verlangt eben auch eine energische Umformung der traditionellen Lehre der Kirche, das Nein zu jeder Mission, die Verkündigung der Würde jedes Menschen statt des Aufrufes zur Umkehr, die Bejahung der Pluralität der Religionen als gleichwahre und die Auflösung der traditionellen Morallehre durch den Primat des Gewissens (faktisch der Herrschaft des Geredes, was man für richtig hält, produziert in den Medien).

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