Samstag, 4. August 2018

Die Demokratsierung der Kirche- das Frauendiakonat

Welche Bedingungen muß eine theologische Aussage erfüllen, damit sie als wahr in der Katholischen Kirche gilt? Die Antwort, daß sie wahr sein muß, um als wahr zu gelten, wäre eine bloße Tautologie, denn diese Antwort  läßt ja die Frage völlig unbeantwortet, wie denn der Wahrheitsgehalt einer theologischen Aussage verifiziert werden kann. Die Quellen, aus denen heraus wahre theologische Aussagen generiert werden, sind aber klar:
die hl. Schrift, die Tradition,das Lehramt aber auch die Vernunft. Wie nun genau wahre Aussagen gewonnen werden, das legt dann die Ordnung des theologischen Diskurses fest.(Ob ein Spielzug in einem Schachspiel legitim oder unerlaubt ist, setzt ja auch nur das Regelsystem des Schachspieles fest.)   
Ist ein Diakonenamt für Frauen in der Katholischen Kirche legitim?, lautet nun eine der Zentralfragen der Katholischen Kirche, an der wohl eine dazu von Papst Franziskus eingesetzte Kommission arbeitet, auch wenn sie offiziell nur historische Untersuchungen betreibt. Da der Papst sich nun selbst als über dem Zeugnis der hl. Schrift und der Tradition stehend versteht, ist auch hier mit dem schlimmsten zu rechnen.
Da kam eine jesuitische Universität auf den Gedanken, ihrem jesuitischen Papst unterstützen zu wollen in der Frage: Ist die Einführung eines Diakonenamtes für Frauen in der Katholischen Kirche möglich, daß Frauen also die 1. Stufe der Priesterweihe empfangen können. (Es bedarf keiner prophetischen Talentierung, um vorauszusagen, daß dann die letzte Forderung die nach Frauen im Papstamt ist.) Wie wird  nun an einer jesuitischen Universität diese theologische Frage geprüft? 
Ganz einfach- ganz ohne jede Theologie: Man befrägt einfach katholische Frauen! Und damit es qualifizierte Antworten gibt, Ordensobere. (Das hat natürlich den Vorteil, daß ob des Wissens um die Linkslastigkeit der Frauenorden in den USA das politisch korrekte  Ergebnis und das Wunschergebnis der Jesuiten auch zu Stande kam:     
"77 Prozent der amerikanischen Ordensoberen gehen davon aus, dass Frauen zu Diakoninnen geweiht werden können. Dies ergab eine Studie des Zentrums für angewandte Apostilatsforschung (CARA)  an der Jesuiten-Universität Georgetown. 72 Prozent denken, dass die Kirche eine sakramentale Weihe für Frauen zulassen sollte. Dass dies tatsächlich geschieht, glauben allerdings nur 45 Prozent der Antwortenden." Katholisch de am 3.8. 2018. 
Und so euphorisch wird dann das zukünftige Diakonenamt auf Katholisch de bejubelt:
"Ein Teilnehmer betonte dabei, dass die Diakoninnenweihe nicht für die geweihte Person, sondern für die Kirche ein Segen wäre: Die besondere Art von Frauen zu fühlen und zu dienen würde "der Kirche ein schönes Gesicht geben" und ihrem Dienst etwas hinzufügen, das Männer in diesem Amt nicht haben."  Auch hier stellen wir wieder einmal fest, daß auch im Punkto Personalmanagement der Sohn Gottes einfach versagt hat: Wie konnte er es nur unterlassen, 6 Frauen als Apostel zu erwählen, wenn doch Frauen dieses Amt in so unvergleichlich anderer Weise als die Männer auszuführen wissen! Aber jetzt kommen Frauen: Wir wollen das Amt und weil das ganz viele wollen, haben wir auch das Recht dazu! Was 72 Prozent wollen, das muß wahr sein!
So wie der Papst eben gegen die Bibel und die Lehre der Kirche jetzt die Todesstrafe als unchristlich verurteilen läßt, nur weil die jetzige Mehrheit das so will, so könnte auch der Papst Frauen zu Diakonen weihen lassen, weil es die Mehrheit so will. Und was sagt die Lehre der Kirche dazu? Das ist gleichgültig, denn jetzt zählt nur noch der demokratische Mehrheitswille. 
Anbei: Jesus Christus war das erste Opfer einer basisdemokratischen Gerichtsentscheidung; Pilatus hielt ihn ja für unschuldig!  Und nun möchte der Jesuitenorden die Wahrheiten der Katholischen Kirche auch ganz demokratisch abschaffen.  

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