Donnerstag, 9. August 2018

Christentum: Die Religion der Blauäugigkeit

Seit  der Traueransprache des EKD- Vorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm,für eine ermordete Studentin durch einen Marokkanner wissen wir nun, was das Christliche ausmacht! In wunderbarer Klarsicht sagte  er über die Ermordete, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagierte:  
"Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Misstrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen? Hätte es ihr Leben sein können?" (kath net am 7.8. 2018). Erstmal, mit welcher Eleganz er ablenkt von dem Täter und seiner Schuld!  Warum diese Ablenkung?Weil der Täter ein Ausländer ist und zwar ein politisch korrekt priveligierter Ausländer, denn er stammt aus einem islamisch geprägten Land!  Jetzt muß die Ursachenforschung sich auf das Opfer kaprizieren, was in früheren Zeiten bei Sexualdelikten durch die Vertedigung so praktiziert wurde, denn irgendwie ist da doch immer die Frau  selbst schuld. Aber so kann heute keine Verteidigung  mehr vorgehen, denn das wäre ja Sexismus pur- es sei denn, der Täter ist ein Asylant!
Das Opfer lebte nicht aus dem Mißtrauen heraus und ob dieses Mangels an Mißtrauen wurde sie zum Opfer.Und was ist mit dem Täter, der das Mißtrauen aufs rabiateste ausnutzte? An den denkt unser Gutmenschprediger nicht. Er frägt: was, wenn diese junge Frau mißtrauisch gelebt hätte? Sie wäre dann wohl nicht das Opfer dieses Marokkaners geworden. Aber was wäre das für eine Lebensqualität gewesen, müßte man als Mißtrauischer leben!
Sagen wir es einfach: Solange Schafe im Glauben an Wölfe leben, die gerne Schafsfleisch zu Mittag  genießen möchten, ist das Leben der Schafe eines in Angst und Furcht. Deshalb sollen die Schafe einfach glauben, daß es so "böse" Schafe nicht gäbe, ja, daß sie friedliebende Vegetarierer sind. In diesem Glauben lebt es sich besser als wenn Schafe im Wissen um die Gefahr leben müßten.
Der christliche Glaube ist nun für diesen EKD- Vorsitzenden nichts anderes als  die totale Realitätsverweigerung als Glaube, daß alles gut sei in der Welt. Es gäbe eben nur gemeine Menschen (Rechte und Anverwandte), die dauernd von bösen Wölfen reden- aber damit wir gut leben, muß dies Gerede eingestellt werden. Tötet dann mal ein Wolf ein Schäflein, dann urteilen wir, daß das der Preis ist, der zu zahlen ist für ein Leben in friedfertiger Blauäugigkeit. Auch noch so viele Getötete darf uns nicht davon abbringen lassen, die Flüchtlinge und Asylanten als uns alle beglückende Bereicherung zu betrachten  (und nicht nur für die Asylindustrie). Das ist der christliche Glaube,der eben unvereinbar sei mit einer realistischen Realitätswahrnehmung des Bösen in der Welt.
Und so tat diese junge Frau recht, wenn sie ohne eine Spur von Mißtrauen dem Marokkaner begegnete, der dann ihr Mörder wurde. So sollen wir Deutsche es generell praktizieren, denn nur das sei echt christlich!

Corollarium 1
Selbstredend ist dies nur ein augenfälliges Beispiel der Umformung des nach Wahrheit fragenden Diskurses der Theologie zu einer marktorientierten Theologie und Verkündigung: Wir predigen das, was die Regierenden und das Volk hören möchte. Und da die Konsumenten lieber  Rosamunde Pilcher Filme sehen als realistische,  muß auch die EKD  eine Pilcher-Theologie kredenzen. Darauf versteht sich Papst Franziskus auch vortrefflich, jetzt mit seiner Revision der kirchlichen Lehre zur Todesstrafe, allein um diesen Konsumenten zu gefallen! 
 

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