Regressive Frömmigkeit – eine neue Kampfparole wider den katholischen Glauben?
Eine gediegene Übersicht bietet der KI zu diesem Stichwort abgefragt am: 23.8.26: „Als >regressive Frömmigkeit< bezeichnet man eine Form des religiösen Glaubens, die sich aus Angst vor Komplexität und gesellschaftlichem Wandel in frühere, vermeintlich heile und starre Dogmen zurückzieht. Sie meidet den kritischen Dialog mit der Moderne und setzt stattdessen auf blinden Gehorsam, Rituale und emotionale Sicherheit.
Hier findet sich fast das gesamte Kampfvokabular des linksliberalen Katholizismus wieder : „der religiöse Glaube“ ist selbst schon pejorativ gemeint, da der Terminus „religiös“ den Glauben, den an sich guten, depraviert, ähnlich wie das Wortfeld: fromm, frömmelnd, frömmlerisch. Der wahre Glaube ist stattdessen ethisch, moralisch sich engagierend und verbleibt nicht im „Religiösen.“
Die Quelle solch einer Frömmigkeit, solcher Religiösität ist die „Angst“, nur nicht mehr vor dem Menschen beängstigende Naturereignisse, die er nicht (noch nicht) begreifen konnte wie Donner, Blitz und Seuchen etc sondern vulgärsoziologisch vor der „Komplexität“ der Gesellschaft und der „Angst“ vor dem gesellschaftlichen Wandel. Damit ist a priori ausgeschlossen, daß es für diese Frömmigkeit aus dem Wesen der Religion selbst stammende Gründe existieren könnten.
Es wird also die Zuflucht davor in „starre Dogmen“ gesucht. Damit ist selbstredend die ganze Lehre der Kirche gemeint und wird so abgeurteilt. Der Glaube, es gäbe offenbarte und in der Kirche erkannte und bekannte Wahrheiten ist so nur das Produkt verängstigter Christen bzw einer verängstigten Kirche. Es gibt keine Religion, keine praktizierte, die ohne eine Ritualpraxis auskäme. Der wahre Glaube, der antiregressive, also progressive ist demnach ein religionsloser Glaube, das ist einer, der nur die moralisch/ethische Praxis kennt und alles eigentlich Religiöse als abergläubisch abtuen möchte.
Der „kritische Dialog mit der Moderne“ sei zu führen, aber das meint hier nun nicht, der Moderne gegenüber kritisch eingestellt zu sein, sondern die Moderne als die Kritikinstanz anzuerkennen, von der aus die Kirche zu kritisieren sei, wenn sie der Normativität der Moderne nicht genüge.(Marxistischer formuliert: Die Religion gehört zum „Überbau“ und muß sich stetig dem gesellschaftlichen Wandel, dem Fundament der Gesellschaft anpassen, letztendlich der Ökonomie.
Als die Merkmale dieser Frömmigkeit zählt der KI nun auf:Rückzug ins Gestern: Alte Traditionen werden unkritisch verherrlicht und als einzig wahre Norm gesetzt.Abwehr von Kritik: Zweifel oder theologisches Nachdenken gelten als Verrat oder Schwarz-Weiß-Denken: Die Welt wird streng in „gut“ (die eigene Gruppe) und „böse“ (die säkulare Welt) eingeteilt.Autoritäre Struktur: Führungspersönlichkeiten oder feste Dogmen geben strikte Antworten vor, um eigene Verantwortung abzugeben.
Wer als Katholik über diese Punkte gründlich nachdenkt, kommt unweigerlich auf die Erstursache dieser Frömmigkeit: Jesus Christus selbst. Dieser selbst unterscheidet wirklich zwischen Gott und dem Teufel, ist Vertreter einer autoritären Struktur: Er fordert Gehorsam ihm gegenüber, lehrt feste Dogmen, statt daß er nur seine persönlichen Privatansichten mitteilt, gibt sich selbst als den einzig wahren Hirten aus, dem seine Schafe zu folgen haben, setzt dann gar noch einen Nachfolger in dies autoritäre so gar nicht demokratische Hirtenamt ein, proklamiert sich als die eine Wahrheit! Jesus Christus war und ist einfach das Schlimmste, was der Kirche passieren konnte.Die Revolte gegen den Herrn der Kirche ist eben das eigentliche Anliegen des progressiven Katholizismus.
Als die Ursachen werden dann noch genannt, statt auf den Verursacher des regressiven Glaubens zu verweisen:
„Überforderung: Schnelle gesellschaftliche Veränderungen und Krisen erzeugen Angst.
Sicherheitsdrang: Einfache Antworten und feste Regeln bieten psychologischen Halt in einer unübersichtlichen Welt.“
Das erstaunt nun jeden mitdenkenden Leser: Gibt es denn noch simplere Antworten auf die jetzige Krise der christlichen Religion als: Sex für jeden, die Verdemokratisierung der Kirche und die Einführung des Frauenpriestertumes?Ist diese linksliberale Reformagenda noch an Einfachheit und an fester Regelhaftigkeit unterbietbar? Wer die Welt sich so versimplifiziert zurechtlegt, für den existiert keine unübersichtliche Welt, der weiß genau, wo die Guten und wo die Bösen stehen: Außenpolitisch: Putin und Trump, neuerdings auch Netanjahu, religiös alles was rechts von der CDU positionierbar ist und im religiösen Raum: alle Conservativen, Traditionalisten, Fundamentalisten, eben jeder, der nicht linksliberal ist und die LGBTQ für die neueste Gottesoffenbarung hält. .
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