Donnerstag, 1. November 2018

Kampf dem Religionsunterricht

"KIEL. Die Grünen in Schleswig-Holstein haben einen „Religionsunterricht für alle“ gefordert, in dem Imame und Rabbiner verpflichtend mit unterrichten sollen. Einen entsprechenden Vorstoß habe Fraktionschefin Eka von Kalben in die Regierungskoalition eingebracht, berichteten die Lübecker Nachrichten." (Junge Freiheit am 1.11.2018)
Daß die "Grünen", die neue "bürgerliche" Partei, wenn es um die Bekämpfung der christlichen Religion geht, gerne an vorderster Front kämpft, ist bekannt, aber auch das Phänomen, daß Grünenpolitiker mehr als gern gesehene Gäste auf jedem katholischen wie auch protestantischem Kirchentage sind, ja daß die Agenda der Grünen, Umweltschutz und das Ziel der multikulturellen Auflösung des Deutschen Volkes faktisch zur Zentral-verküdigung der Katholischen Kirche nicht nur Deutschlands sondern dank des Papstes nun auch der Kirche als ganze avanciert ist, daß Alles und viel mehr hindert diese Partei nicht daran, sich treu bleibend, im Christentum  ihren Feind zu wittern.
Da zumindest theoretisch der konfessionelle Religionsunterricht an den Schulen der Vermittelung des christlichen Glaubens dienen soll, steht er auch immer im Feuer der Kritik. Die Grünen Schleswig Holsteins haben sich dazu nun nicht wirklich etwas Originelles einfallen lassen,nämlich daß der bisherige Religionsunterricht durch eine Religionskundeunterricht zu ersetzen sei. Jede Religion soll da vorgestellt werden. Solange aber noch mit der Kirche Verbundene diesen Unterricht erteilen, in Bayern gar Pfarrer, soll um der Ausgewogenheit willen auch islamische und jüdische Geistliche mitunterrichten. Jede Religion soll so in dem jetzigen Religionsunterricht durch einen Repräsentanten der jeweiligen Religion vorgestellt werden.  
Ziel ist so, daß den Schülern diese 3 Religionen als etwas Gleichwertiges angeboten wird, aus dem sie das ihnen Gefällige sich auswählen können oder alles als uninteressant abzulehnen. Daß das Christentum zur Deutschen Kultur gehört, auch wenn es als Religion etwas anderes als einfach nur Kultur ist, das soll hier so untergraben werden, denn jetzt soll gelten, daß  diese 3 Religionen uns gleichberechtigt angeboten werden und der Schüler als Konsument dann das ihm Passende in seinen Warenkorb legt. Der individuelle Glaube als  "Patchwork".
Fragen wirft das aus? Warum engagieren sich die "Grünen" so sehr für die islamische Religion? Verstand sich diese Partei doch bisher als Linkspartei, so frägt sich, was denn die Schnittmengen zwischen "Linken-Anliegen" und den Gehalten dieser Religion sein könnten. Diese Frage verschärft sich dann noch durch das Faktum, daß das organisierte Christentum nicht nur in Deutschland so sehr sich mit den politischen Vorlieben der "Grünen" identifiziert, daß eigentlich die EKD und die Bischofskonferenz ihre Idealpartner abgeben müßten! Ja, im Kampfe gegen die AfD und alles, was rechts ist, stehen doch die Deutschen Bischöfe, die EKD  Seit an Seit mit den Grünenpolitikern!  
Und was ist davon zu halten, daß die Grünen, nun zu der Partei des Bürgertumes aufgestiegen mit dem Islam sich verbindet: Ist denn diese Religion "bürgerlich"?  
Gehört etwa zur postmodernen Bürgerlichkeit eine gewisse Abneigung dem Christentum gegenüber und eine Sympathie dem Islam gegenüber zum guten Ton? 
Daß es den Grünen Schleswig-Holsteins nicht primär um die jüdische Religion geht, darf wohl als eine Selbstverständlichkeit präsumiert werden, aber sie wird auch herbeizitiert, um diesen Umwandlungsvorschlag gegenüber Kritikern zu immunisieren: Wer dies Konzept kritisiert, stellt sich gegen die jüdische Religion. Genaugenommen müßte die Synagoge mit diesem Grünenvorschlag selbst ein Problem haben, denn die jüdische Religion ist von ihrem Eigenverständnis so auf das jüdische Volk, jetzt im ethnischen Sinne gemeint, bezogen,daß sie als völkische Religion gar nicht sehr an eine Verbreitung unter Nichtjuden interessiert sein kann. 
Der Islam ist dagegen missionarisch ausgerichtet und verbietet so in seinem Herrschaftsgebiet jede Missionstätgkeit anderer Religionen, nimmt aber dankbar zur Kenntnis, daß ihr in Deutschland und in Westeuropa zumindest die  roten Teppiche ausgerollt werden, damit sie hier missionieren kann! Der Deutsche Staat schützt diese Religion schon jetzt, indem es eine Islamkritik unter der polemischen Bezeichnung der "Islamphobie" als tendenziell verfassungsfeindlich einstuft und so bekämpft, wohingegen gegen keine noch so polemische Christentumskritik eingeschritten wird. So käme dem Islam dieser Religionsunterricht im Sinne der "Grünen" entgegen. Damit stehen wir wieder vor der Anfangsfrage: Warum hegen "Grüne" so viel Sympathie für den Islam und das angesichts einer Katholischen Kirche und eines Protestantismus, die unüberhörbar ihre Übereinstimmung mit den "Grünen" in allen relevanten Fragen zelebrieren?
Könnte einer der Gründe dafür im postmodernen Bürgertum zu finden sein, daß dem Bürgertum die christliche Religion trotz Schleiermachers Versuch, mit der Schrift:„Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern es zurückzugewinnen, immer mehr als nicht mehr akzeptabel erscheint, sodaß das Bürgertum nun, postmodern gewandelt, das Exotische des Islams schätzt? Gehört  es zum guten Ton dieses Bürgertumes , multikulturell inspiriert, den Islam zu schätzen und die eigene Religion gering zu schätzen?  
Eines ist aber klar: Die "Grünen" möchten den traditionellen Religionsunterricht aus den Angeln hebeln, weil durch ihn noch zu viel abendländische Kultur vermittelt wird, wo es doch jetzt darauf ankommt, diese zu überwinden für die globalisierte Einheitswelt.        

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