Mittwoch, 19. November 2025

Eine Revolution des Gerichtes Gottes und der weltlichen Gefängnisse

 

Eine Revolution des Gerichtes Gottes und der weltlichen Gefängnisse



Der „Communio“- Artikel:“Vor dem Richterstuhl Christi: Gedanken aus dem himmlischen Gerichtssaal“, am 16.11.2025 enthält, wohl selbst von vielen Lesern überlesen eine revolutionäre Umgestaltung des christlichen Glaubens an das Endgericht, wenn Jesus Christus kommen wird,zu richten die zu diesem Zeitpunkt Lebenden und die vor dem Verstorbenen. An der Glaubenswahrheit des Endgerichtes möchte der Autor, ein evangelischer Theologe nun festhalten, um der Gerechtigkeit willen, aber es soll dann doch niemand von Christus verurteilt werden. Das ist so, als wenn Examensprüfer vor der Prüfung erklärten, daß jede erbrachte Prüfungsleistungen mit dem Prüfling auf richtig und falsch Beantwortetes durchgesprochen würde:“Das und das ist inakzeptabel“, aber jedem Prüfling versichert wird, daß er nicht durch die Prüfung durchfallen könne, denn die Liebe der Examensprüfungskommission zu den Schülern verböte es, einen Prüfling durch das Examen durchfallen zu lassen.

So steht es nun in diesem Revolutionstext geschrieben:“Der Richterstuhl Christi ist nicht mit einer solchen Hölle assoziiert, in der Gottes Geschöpfen in ihrer personalen Substanz ewig qualvoll heimgezahlt wird.“

Sie werden - das ist das Erste - von Christus verantwortlich gemacht. Sie werden also darauf angesprochen und es wird ausgesprochen, dass all diese Taten ihre Untaten sind. Das Zweite ist: Sie werden von ihren Untaten endgültig unterschieden. Auf der Linie des Gedankens der Rechtfertigung durch Gott allein aus Gnade gedacht, ist das Jüngste Gericht also ein Akt, in dem das, was Menschen angerichtet und der Welt angetan haben, von ihnen getrennt wird, im Modus eines nicht nur justiziablen, sondern lebensontologischen Aktes. Gericht ist so gesehen die in die Tat umgesetzte Unterscheidung der Person von ihren Werken im Horizont einer wirkungsvollen und endgültigen Rückwirkung der Untaten auf die Person.“

Man beachte, daß hier das „allein aus Glauben“, die Zentralaussage der reformatorischen Theologie weggelassen wird, sodaß nun das „allein aus Gnade“ im Sinne einer Allversöhnungslehre zu stehen kommt: Jeder Mensch wird ob seines Menschseins als der einzig notwendigen Bedingung für seine Rechtfertigung von Gott im Endgericht freigesprochen und wird so in das ewige Leben eingehen.Eigentlich verbirgt sich hier unter der Maskerade des „allein aus Gnade“ ein purer Naturalismus:Es reiche aus,ein Mensch zu sein,um von Gott geliebt,bejaht und gerechtfertigt zu werden.Somit ist das Heilswerk Jesu Christi überflüssig und es bedarf auch nicht der Kirche als die Heilsvermittelungsinstiution, sondern nur noch der Aufklärung, daß jeder Mensch wegen seines Menschseins ein von Gott Bejahter sei.

Was ist nun mit unseren Werken, den sündigen? Die Taten werden von dem Täter getrennt und dann werden die Taten verurteilt, nicht aber der Täter!

So wird dann die biblische und ihr folgende traditionelle Vorstellung vom Ausgang des Endgerichtes,daß auch Menschen zur ewigen Verdammnis verurteilt werden, reprobiert: „Denn in den allermeisten Darstellungen des Weltgerichtes, die zur Freude so manch säkularisiert-kunstbeflissener Zeitgenossen auch Päpste, Bischöfe und Kaiser sowie Könige in der Hölle platzieren, sind es eben vollständige personale Subjekte, die zur Linken des auf dem Richterstuhl sitzenden Christus die Hölle bevölkern. Damit aber wird die Gnade der Trennung von Person und Werk im Jüngsten Gericht ignoriert.“

Nur die sündigen Taten werden in die Hölle geworfen, die Täter kommen alle in den Himmel! Ist die Hölle am Ende leer?Darum heißt es dann: „Was also müsste dann dargestellt und gemalt werden? Der Rechtfertigungspointe des Apostels Paulus folgend, wie Hans Urs von Balthasar einmal meinte, müsste womöglich einerseits eine Hölle in Gestalt einer leeren Menge auf die Leinwand gebracht werden, einer leeren Menge allerdings, so würde ich ergänzen, nur im Blick auf menschliche Subjekte selbst. Denn diese Hölle müsste andererseits mit den Untaten dieser Welt randvoll gefüllt zur Darstellung kommen.“

Also in einem Gefängnis hat nicht der zu einer lebenslangen Haft verurteilte Mörder einzusitzen sondern die verbrecherische Tat und der Täter sei in die Freiheit zu entlassen, da es der Würde des einen Mord Begangenen nicht entspräche,ihn als Person zu inhaftieren! So verurteile auch Jesus Christus Niemanden, er verurteilt nur die Sünden! Wenn Jesus also sagt, Lk 13,28:: "Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, daß Abraham Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid" , dann meint er, daß unsere Taten mit den Zähnen knirschen werden in der Hölle, wir Täter dagegen im Himmel sein werden! Kein Mensch würde vom ewigen Leben ausgeschlossen werden,nur seine täterlosen Taten würden,um es mal altertümlich drastisch auszudrücken in der Hölle schmoren!

Das Resümee dieses revolutionären Artikels in Hinsicht auf die viel diskutierten Mißbräuchsfälle in der Kirche lautet nun deswegen so:Liebe Mißbrauchstäter,schändet Kinder, Frauen und Männer so viel, wie es Euch Spaß macht,Ihr kommt doch in den Himmel,nur Eure Untaten werden in der Hölle archiviert! Ob der Autor nun aber auch konsequenterweise die Freilassung aller zu Gefängnisstrafen Verurteilter fordern wird und daß stattdessen seine Verbrechen zu inhaftieren sind,ist eine wirklich spannende Frage!





Dienstag, 18. November 2025

Die Katholische Kirche im Würgegriff der LGBTQ- Lobby

 

Die Katholische Kirche im Würgegriff der LGBTQ- Lobby


Wer das nun pupliziete Papier: „Geschaffen, erlöst und geliebt. Sichtbarkeit und Anerkennung der Vielfalt sexueller Identitäten in der Schule“ der Schulkommission der Deutschen Bischofskonferenz durchliest, kann die Augen nicht davor verschließen, daß hier die LGBTQ-Lobby einen großen Sieg errungen hat: Das Papier kapituliert bedingungslos vor der LGBTQ- Ideologie, wobei dann noch versucht wird, diesen Fremdkörper in die Theologie zu integrieren, wobei dann der ganze Glaube der Kirche verschrottet wird nur, um das Wohlgefallen dieser mächtigen Lobby zu erringen.

In dem „Communio“-Artikl vom 17.11.2025 : „Kritik ignoriert: Streit um katholisches Queer-Papier - Nachdem ein Text zur "Vielfalt sexueller Identitäten in der Schule" im Sommer für Streit gesorgt hatte, wurde das Schreiben kürzlich trotzdem mit kleineren Änderungen im Namen der Bischöfe veröffentlicht – ohne neuerliche Abstimmung. Einwände wurden offenbar nicht berücksichtigt“ wird die Kernthese dieses Eloborates erfaßt:

Dort heißt es nun, die >unbedingte Anerkennung des gemeinsamen Menschseins im Primat der Liebe" ergebe sich aus der "Gottebenbildlichkeit des Menschseins<. Gott erweise dem nach seinem Bild geschaffenen Menschen seine Liebe >In der Inkarnation des Logos und seinem Erlösungswerk"<. Das >Geliebtsein in Schöpfung und Erlösung"<gelte >dem Menschen in seiner gesamten Vielfalt"< Davon könne auch die >Diversität der sexuellen Identitäten nicht ausgenommen werden"<


 Das heißt, werden die theologischen dekorativen Verschnörkelungen weggelassen, daß die hinreichende Bedingung des Geliebtwerdens des Menschen von Gott sein Menschsein ist. Dies Geliebtwerden ist schon sein Gerechtfertigsein und Erlöstsein. Dieses Geliebt- und Gerechtfertigtsein habe dann auch Jesus Christus noch mal bestätigt, aber genau genommen war das ein überflüssiges Unternehmen, denn die Wahrheit, daß jeder Mensch ob seines Menschseins ein von Gott Bjahter sei, war und ist ja wahr völlig unabhängig von einem vermeintlichen Erlösungswerk Jesu. Er hat uns halt nur über den Sachverhalt unseres Bejahtseins von Gott aufgeklärt.

Daraus wird nun gefolgert, daß der Mensch, egal was er nun tut, ein immer von Gott Beajhter ist, daß er also seine Sexualität ausleben könne wie es ihm gefällt, immer sage Gott nur „Ja“ zu ihm! Er dürfe so auch sein Geschlecht verändern, behaupten keines zu haben oder so viele Geschlechter neu kreieren, wie es ihm gefiele, die Kirche habe dazu immer nur zu sagen: „Das ist in Ordnung!“ Sie müsse jeder Kritik an dieser Selbstbestimmungsideologie sich strikt widersetzen und allen nur die unbedingte Liebe Gottes zu jedem erfahrbar machen.

Dieser moralische Nihilismus1 wird mit der These, daß Gott jeden Menschen ob seines Menschseins bejahe, egal wie er dann sein Leben führe letztbegründet! Daß diese Lehre ein völliger Abfall vom Katholischen Glauben ist, ist offenkundig! Die theologisch korrekte Aussage, daß Gott das Heil jedes Menschen wolle und daß er deshalb einen ordo salutis gesetzt hat, wie der Mensch dann das Heil erlangen kann, wenn er diesen von Gott gesetzten Heillsweg beschreitet, wobei dann die Verhältnisbestimmung von der Gnade Gottes und dem Wie des Mitwirkens Gottes zu den schwierigsten Fragen der Theologie gehört2, wird dabei völlig ignoriert: Gottes Wille, jeden zu erlösen, wird nun einfach als schon allein durch Gott realisiert angesehen, daß Gott jeden Menschen ob seines Menschseins schon liebe und somit auch schon erlöst hat in Hinsicht auf das endgültige Heil.

Damit werden alle von Christus eingesesetzte Sakramente, die Kirche als Heilsvermittelungsinstitut auf der einen Seite und der in Liebeswerken tätige Glaube auf der anderen Seite als überflüssig abgetan. Es bedürfe nur des Glaubens an die Menschenwürde jedes Menschen, daß jeder ein von Gott Affirmierter sei, da er ein Mensch sei! Das ist purster Säkularismus mit einer Prise Menschenwürdeglauben gewürzt, daß der Mensch als Mensch ein von Gott Bejahter sei. Diese neue „Theologie“ ist nur erklärbar als eine vollständige Kapitulation vor der Macht der LGBTQ-Lobby..


1Dostojewski urteilt: Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt! Dazu muß ergänzt werden: Wenn Gott das unbedingte Ja zu jedem Menschen ist, ist auch alles erlaubt. Daß aber diese Lehre von der unbedinh´gten Bejahung durch Gott nicht kompatibel ist mit dem Enggement der Kirche gegen alles poliitisch Nichtkorrekte, hat dies Elaborat im Eifer des Gefechtes völlig vergessen!

2Vgl dzu: Der hl. Augustin: „Der dich ohne dich erschaffen hat,rechtfertigt dich nicht ohne dich.“ ziziert nach: Ludwig Ott, Grundriss der Dogmatik, 11.Auflage, 2005, S.352, „ohne dich“ bedeutet hier: nicht ohne dein Mitwirken.

Sonntag, 16. November 2025

Von der „Brandmauer“ in der Kirche und der Politik – die Tradition des „antifaschistischen Schutzwalles

 

Von der „Brandmauer“ in der Kirche und der Politik – die Tradition des „antifaschistischen Schutzwalles



Im Jahre 1980 setzte sich innerhalb der C-Parteien Franz Josef Strauß als Kanzlerkandidat durch, nachdem er vorher mit der Ausdehnung der CSU der Schwesterpartei gedroht hatte als der conservativen Ergänzung zu der CDU, um so getrennt marschierend gemeinsam zu siegen. Der „Kampf gegen Rechts“ wurde in der bundesweiten Anti-Strauß- Kampagne präfiguriert: Der Kanzlerkndidat wurde als Hitler 2 perhorresziert, eine antifaschistische Kampfgemeinschaft von der SPD bis hin zu kommunistischen Organisationen führte diese Kampgne: Rettet Deutschland vor einem neuen Faschismus! Der CSU-Kandidat scheiterte, es war der erste und der letzte Versuch der CSU,selbst den Kandidaten der C-Parteien zu stellen, denn seit dem gilt ein CSUler als bundesweit nicht durchsetzbarer Kantlerkandidat. Als zu effektiv erwies sich die Kampgne, die CSU in den Geruch einer kryptofaschistischen Partei zu bringen.

Ein Blick retour in die Anfänge des Antifaschismus nach 1945. Die Kürzel „SED“ ist wohlbekannt, schon weniger,daß diese 3 Buchstaben für die „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ stand. Wir erklärt sich nun diese programatische Namensgbung: Ihr lag das Narrativ zugrunde, daß der „Hitlerfaschismus“ nur hätte siegen können, weil die SPD und die KPD, statt Seit an Seit den Nationalozialismus zu bekämpfen, widereinander standen. „Nie wieder Hitler“ hießeurch deshalb, daß sich deshalb die Sozialdemokraten und Kommunisten zu einer antifaschistischen Einheitspartei zusammen zu schließen hätten. In Ostdeutschland setzte sich dieses Narrativ in der SPD und der KPD durch, die Kommunisten verzichten darauf, wieder eine kommunistische Partei, die Sozialdemokraten darauf, eine sozialdemokratische Partei zu gründen, man einigte sich auf die Kompromißformel: „sozialistisch“, selbstredend auch ob des maßgebenden Einflusses der russischen Besatzungsmacht. In Westdeutschland setzte sich dieses Narrativ nicht durch in der SPD und auch hier war dafür der Einfluß der westlichen Siegermächtig ausschlaggebend.

Eingedenk der Parole des französischen Revolutionsführers Robespierre: „Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit“ legitimierte die SED- Regierung dann die massive Einschränlung der Meinungsfreiheit mit dieser Maxime: „Wer gegen uns ist, ist eben ein Faschist und deswegen ein Feind der Freiheit!“ Der „antifaschistische Schutzwall“, so die offizielle Bezeichnung der „Mauer“ sollte so die antifaschitische sozialistische Demokratie vor der kryptofaschistischen BRD beschützen. Diese „Mauer“ kann so als das Vorbild der „Brandmauer“ gegen Rechts angesehen werden.

Die Studentenbewegung 1968 ff veränderte grundlegend den politischen Diskurs in Westdeutschland. Hier soll nur auf einen Aspeckt dieser Veänderung geschaut werden, auf die „Brandmauer“ in den sog. Studenparlamenten an den westdeutschen Universitäten: Hochschulolitische Organisationen kandidieren für diese Parlamente. Die SPD nahe Vereinigung bezeichnet sich bis heute als „Jungsozialisten“, „Jusos“ abgekürzt, die der neugegründeten DKP als „Marxistischer Spartakusbund“, „MSB“ abgekürzt und der „RCDS“= Ring christdemokratischer Studenten“ als die Studentenpartei der C-Parteien. In den Studentenpalamenten wurde nun bis 1989 eine Politik der „Brandmauer“ durch die „Jusos“ und dem „MSB“ gegen denas als rechts(lastig) diffamierten „RCDS“ praktiziert: Keine Zusammenarbeit mit dieser rechten Vereinigung. Linke Bündnisse stellen seit dem in der Regel die Regierung der Studenparlamente, gern von den „Jusos“ und dem „MSB“ getragende. Denn diese zwei verband vieles in ihrem gemeinsamen Nein zu allem, was „rechts“ sei. Nach 1989 löste sich der „MSB“ auf, die „Jusos“ halten aber bis jetzt an der „Brandmauer“ gegen die Studentenorganisation der C-Parteien und der FDP fest: Keine Cooppertion mit allen, die nicht „links“, das ist: nicht antifaschistisch sind.

Die Ausgrenzungspolitik gegen die AfD steht nun in dieser linken Antifaschismustradition, nur daß jetzt die sich nach links entickelte CDU/CSU nun als ein Bündnispartner akzeptiert wird, sofern sie sich eindeutig von allem, was irgendwie „rechts“ oder „conservativ“ ist, distanziert, gilt doch der politische Conseratismus als williger Helfer der Machtübernahme durch den Hitlerfaschismus, wie es just auch die CDU- Organisation: „Kompaß Mitte“ bestätigte in ihrem Kampfaufruf gegen eine conservativere Ausrichtung der CDU!

Daß nun die SPD Seit an Seit mit der Nachfolgeorganisation der SED, der Partei: „Die Linke“ das Verbot der AfD fordert, steht nun ganz in dieser antifachistischen Tradition: „Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit!“ Robespierres. „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, brüllen so ja Feministin im Bund mit Sozialdemokraten und Kommunisten, wenn Bürger für das Lebensrecht der Kinder im Mutterleibe demonstrieren. Die antifaschistische Einheitsfront steht. 

Auch im Sport wird dieser Brandmauer praktiziert: Das Mitglied der Olympiamnnschaft die Ruderin Frau Drygallas mußte im Jahre 2012 die Olympiamannschaft verlassen, nachdem der Leitung der Olympiamannschaft deren Freundschaft zu einrm NPD-Parteimitglied bekannt gemacht wurde. Daß sie selbst rechts gesinnt gewesen sei, wurde m.W nirgends behauptet, es reichte der unerlaubte Kontakt zu einem Rechten!

  

Daß sowohl die Katholische Kirche Deutschlands als auch der organisierte Protestantismus die „Brandmauer“ gegen Rechts praktiziert, ist unübersehbar, ja die katholischen Verbände mit ihren Unvereinbarkeitsbeschlüssen übernehmen da geradezu eine Avantgardfunktion. Warum das so ist, dafür gibt es viele Gründe. Hier möchte ich nur drei direkt ansprechen.

Erstens haben fast alle Führungskräfte der Kirche einmal an einer Universität studiert. Die Studenschaft aber inzwischen auch die Professorenschaft in den Geisteswissenschaften ist so links ausgerichtet, daß jeder conservativ oder gar rechts sich verstehende Student dort den Status eines Aussaätzigen inne hat und gewiß keine Karriere an der Universität machen kann. Eine linke Gesinnung ist faktisch eine conditio sine qua non für eine gelingende Promotion.

Zweitens steht die Kirche seit der Coronakrise unter dem Generalverdacht, nicht systemrelevant zu sein. Durch ihren emsigen Kampf gegen Rechts will die Kirche so ihre Systemrelevanz beweisen!

Drittens: Kirchenpolitisch war und ist die politische Linke und der politische Liberalismus stets kirchenfeindlich, nicht nur wegen der marxistischen Religionskritik, die Religion sei Opium für das Volk. Schon die Französische Revolution führte einen harten Kampf gegen die katholische Christen.1 Die Kirchengeschichte muß nun umgeschrieben werden, um zu zeigen, daß der Feind der Kirche immer nur rechts stand und das obschon General Franco die Kirche Spaniens vor dem Bolschewismus gerettet hatte. Theologisch gelingt das, indem Gott reduziert wird auf den Schöpfer aller Menschen, sodaß die Menschenrechte den Verkündigungsgehalt der Kirche auszumachen habe und Rechte gegen diese seien, Linke sie dagegen erkämpfen wollten!2


1Der Artikel: „Wie könnte man sie vergessen? Die Märtyrer von Vandee“ („Der Fels“, November 2025, S.326) zeigt die Radicalität dieses Kampfes gegen die Katholiken Frnkreichs:“General estermann,der sich den Namen >Schlächer< >verdiente<, erstattete danach diesen Rapport: >Auf Befehl habe ich Kinder unter den Hufen der Pferde zertreten, Frauen abgeschlachtet....Ich habe keinen einzigen Gefangenen gemacht...Ich habe sie alle ermorder.“

2So heißt es ja in der „Internationale:“Völker, hört die Signale!
Auf, zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht! Völker, hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.“

Samstag, 15. November 2025

Smartphone – Internet – und die „sexualisierte Kindheit“: Technik und Sex alles ein einziges Übel?

 

SmartphoneInternet – und die „sexualisierte Kindheit“: Technik und Sex alles ein einziges Übel?



Eine Technikphobie ist nicht nur unter zivilisationsfeindlichen Grünen zu finden, auch in sich sehr christlich wähnenden Vereinigungen. Einst war alles so ganz natürlich und gut, bis daß dann alles vertechnisiert und verkünstlicht wurde.Daß Gott dem Menschen den Auftrag gab, sich zu vermehren, um sich die Natur unterzuordnen, die Vulgata übersetzt mit dem Verb: „subjecere“, wie es uns das erste Buch der Bibel verkündet und daß die Technik das Mittel zu der Erfüllung dieser Aufgabe ist, hört man so ungern in solchen Milieus, die sich sonst doch gern als die die Bibel noch Ernstnehmenden inszenieren.

Ein gediegenes Anschauungsbeisiel für so eine solche exzessive Technikphobie ist nun die Broschüre: „Digitale Kindheit- Digitaler Albtraum“, einer „Aufklärungsbroschüre der Aktion DemoFürAlledes Jahres 2025. Die Technik bedrohe unsere Kinder! Sie telephonieren zu viel, nutzen Smartphones extensiv und surfen im Internet! Man stellt somit fest, daß schon Kinder kommunizieren und dabei die technischen Kommunikationsmedien des 21. Jahrhundertes verwenden. Gegen Kommunikation ist nun wirklich nichts einzuwenden, der Mensch ist nun mal ein auf die zwischenmenschliche Kommuniktion ausgerichtetes Wesen, es sei denn man erachtete das klösterliche Schweigen und das Meditieren fernöstlicher Religionen für die wahre Existenzweise des Menschen.Gegen das Kommunizieren wird der Autor dieser Broschüre wohl nichts einzuwenden haben, aber gegen die technisierte. Nur, er ließ selbst diese Broschüre drucken und so entstand ein technisch hergestelltes Produkt- warum limitiert sich der Autor nicht auf den mündlichen Vortrag in der Anwesenheit eines ihm zuhörenden Publikums?

Aber die Broschüre entdeckt nun in all den Medien nur eines: überall nur Sex! Auch wenn das die Leserschaft dieser Broschüre nicht gern hören werden: Grenzt das nicht an eine Paranoia, wenn man überall nur noch Sex wahrnimmt? Es bedarf keiner großen Kommunikationsfrschung, um die These aufzustellen, daß wohl schon unsere Vorfahren der Steinzeit an den Lagerfeuern, wenn sie denn schon gelernt hatten, Feuer zu erzeugen, über Sex and Crime redeten und die Buben und Madels mit roten Ohren (heimlich) mitlauschten. Jetzt verfügen wir über Telephone und Fernsehgeräte und Internetanschlüsse, aber zu allen Zeiten dürfte: Was hat der Bub mit dem Madel im Stroh gemacht?, mehr interessieren als theologische, philosophische und sonstige geistvolle Unterhaltungen. Auf dem Schulhof wurden schon schlüpfrige Witze erzählt, lang bevor irgendwer ein Mobiltelephon besaß!

Aber bei allem Liebe zu Heraklits: „Alles fließt!“, sollten Christen doch als eine notwendige Korrektur immer Salomons Weisheit: „Nichts Neues gibt es unter der Sonne“ im Ohr haben. Da heißt es doch tatsächlich: „Vor allem Mädchen neigen dazu,ihren Stellenwert an ihre sexuelle Attraktivität zu koppeln.“ (S.13). Das dürfte sicher so schon unter den Töchtern Evas und Adams sich so abgespielt haben! Spätestens wenn ein Mädchen geschlechtsreif geworden ist, findet sie Gefallen daran, schön zu sein und sich aufzuschönen. Das ist so natürlich, daß sich eine Mutter, verhielte sich ihre Tochter nicht so, Sorgen machen müßte.

Aber es gehört zu den bitteren Wahrheiten, daß einige Mädchen und junge Frauen erkennen müssen, daß sie mit den Anderen nicht mithalten können, daß eben die Anderen schöner sind als sie. Aber kluge Mädchen und Frauen kompensieren dann dies Manko durch ihr Sozialverhalten, sie sind halt „netter“ und erklären, daß es doch mehr auf die „inneren Werte“ ankäme als auf das Äußere. Aber auch der Neid und das Ressentiment gegen die Schönen und scheinbar von Fortuna Bevorzugten gehört zum Standardrepertoire der Reaktionsmöglichkeiten auf diese Erfahrung: Die Anderen sind schöner als ich – ich kann nicht mithalten!

Keine Festivität an einem Hofe, kein Besuch in einem Theater, ohne daß die dortige Damenwelt die Frage sich stellt: „Spieglein, Spielglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Dazu bedarf es keines Internets, keines Mobiltelphones, denn das ist die ewige Natur der Frau! Und die Männer möchten dann gerne Helden sein, um das Herz der Schönsten für sich zu erobern. So ist es auch kein Zufall, daß in den Liebesfilmen nur schöne Frauen die Hauptrollen spielen und die Männer dazu passend attraktiv sind.

Die Bedeutung der Technik wird so maßlos überbewertet, denn was kommuniziert wird, das darf als eine Konstante angesehen werden, nur das wie mit welchen Kommunikationsmitteln ändert sich. Aber zur Daimonisierung der Technik gehört es wohl auch, überall etwas Sexuelles zu sehen, als gäbe es die Sexualität erst, seit es die Medien gab.

Als die Rettung empfiehlt dann die Broschüre: „Zurück zur Natur“ (S.23),aber was tun, wenn da unsere Bubens und Madels zugucken, wie der Rüde eine Hündin bespringt? Die Natur ist nicht sexualfrei! Und die Kunst schon gar nicht! Goethes Faust wird doch recht intim mit seinem Gretchen und die Amoren des Göttervaters Zeus erst! 

Merksatz:

Man hüte sich vor dem Neid und dem Ressentiment verkleidet in einem Moralmantel!  Das Ressentiment  ist der Widerwille gegen das Vornehme, Schöne, Gesund und Kraftvolle- so Nietzsche.







Freitag, 14. November 2025

Wen warum die Kolpingfamilie ausschließen will oder wie wenig das mit dem christlichen Glauben etwas zu tuen hat

Wen warum die Kolpingfamilie ausschließen will oder wie wenig das mit dem christlichen Glauben etwas zu tuen hat



Nun wurde endlich ein Beschluß gegen Rechts, konkreter gegen die AfD gefaßt, daß eine Mitgliedschaft in dieser Partei unvereinbar sei mit einer Mitgliedschaft. Damit will die Kolpingfamilie extremistischer gegen ihr unliebsame politische Meinungen vorgehen als es der Radicalenerlaß zur Sicherstellung des Berufsbeamtentumes vorsah, daß eine Mitgliedschaft in einer vom Verfassungsschutz observierten Organisation noch nicht allein ein Grund zur Nichtzulassung in ein Beamtenverhältnis sei, sondern daß noch eine Einzelfallprüfung vorzunehmen sei. Aber man hat vom Radicalenerlaß gelernt und will nun in diesem Sinne die Famillie von unliebsamen Mitgliedern säubern, bzw ihren Eintritt verhindern.

Das war so zu erwarten und wird auch keinen irritieren. Aber die Begründung für diesen Unvereinbarkeitsbeschluß irritiert nun doch. Als erster und damit wohl besonders hervorgehobener Anklagepunkt wird in diesem Beschluß deketiert: „Rückwärtsgewandtes Gesellschaftsbild: Die AfD bezieht sich in ihrem Grundsatzprogramm explizit auf >traditionelle Rollenbilder< und betont ein Familienbild, das moderne Gleichstellungs- und Gleichberechtigungskonzepte infrage stellt. Die Forderung nach einer „Wiederherstellung der natürlichen Geschlechterordnung“ steht im Gegensatz zu der Haltung von Kolping Deutschland, das sich schon in der Nachkriegszeit für die Gleichberechtigung von Frauen stark gemacht hat.“1

Seit wann widerspricht die traditionelle Vorstellung von der Ordnung der Familie und die natürliche Geschlechterordnung der Lehre der Kirche? Eine Familie, in der der Mann arbeitet und die Frau eine Ehefrau ist und die Erziehung der Kinder übernimmt, statt berufstätig zu sein und ihre Kinde zur Kita und dann zur Kindertagesstätte bringt widerspricht also den Grundsätzen von Kolping! Diese Ordnung sei rückwärtsgewand! Ob die Beschließer mal nachgedacht haben, ob nicht gerade diese Ordnung für die Kinder die beste ist und daß so viele Frauen statt sich der Famillie zu widmen, arbeiten gehen, weil das Gehalt des Mannes nicht ausreicht?

Das Urgestein des Feminismus, Simone de Beauvoir bringt das zeitgemäße Rollenverständnis der Frau so auf den Punkt: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden.“2

Diese Wahl haben nun viele Frauen nicht mehr, weil das Lohnniveau entsprechend gesenkt worden ist, daß die Frauen arbeiten müssen, obzwar sie nach dem Urteil dieser Feministin lieber traditionell leben möchten.Die „Gleichnerechtigung“ der Frau bedeutet so nichts anderes als daß auch sie primär der Wirtschaft als einer Arbeitskraft zur Verfügung zu stehen habe wie der Mann und ihr das Familienleben nur etwas Sekundäres sein dürfe.

Nicht geht es so der Kolpingorganisation um das Wohl des Kinder oder das der Frauen sondern in erster Linie um das Interesse der Wirtschaft, auch über die Frau als Arbeitskraft verfügen zu können: Der Mensch ist eben für die Wirtschaft da.

Als zweiten Punkt führt nun der Unvereinbarkeitsbeschluß aus: „Nationalismus und Ausgrenzung statt Solidarität und Inklusion.Die AfD forciert in ihrem Programm ein stark nationalistisches Gesellschaftsbild, das kulturelle Vielfalt nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung begreift.Kolping Deutschland steht hingegen für internationale Solidarität, interkulturelle Zusammenarbeit und ein christlich motiviertes Bekenntnis zur Nächstenliebe über nationale Grenzen hinweg.“

Es verundert nun niemanden, daß die Kolpingfamilie nicht nur die Ordnung der Familie ablehnt sondern auch die des Volkes,sind beides doch Schöpfungsordnungen Gottes und die gelten nun mal als etwas Rückgewandtes. Daß für die Praktizierung der christlichen Nächstenliebe der Ordo amoris zuständig ist, wird hier geflissentlich verdrängt und so aus der Nächstenliebe ein kosmopolitischer Universalismus, der die Ordnung des Sozialstaates zerstört, indem nun die ganze Welt zum Betreuungs- und Versorgungsobjekt des deutschen Sozialstaates werden soll: Jeder Mensch, der in Deutschland leben möchte,wo immer er auch beheimatet ist, hätte auch das Recht dazu, voll vom deutschen Staat versorgt zu werden, auch wenn das zu Lasten der eigenen Staatsbürger ginge. Daß die kulturelle Vielfalt zu einer Bedrohung der Einheimischen geworden ist, beweist nun jede Kriminalitätsstatistik, wenn sie nicht politisch korrekt zensiert wird, aber Sorge zu tragen für Deutsche ist ja praktizierter Nationalismus. So sündigt ja auch eine Mutter, sorgt sie in erster Linie für ihre eigenen Kinder, statt sich um die in Afrika zu sorgen. Zudem: Ob die Flucht aus der eigenen Heimat nun selbst mit dem Gebot zur Nächstenliebe vereinbar ist, wird nicht reflektiert!

Als dritter Grund wird nun angeführt: „Der Landesvorsitzende der AfD Thüringen, Björn Höcke, beispielsweise wurde 2024 rechtskräftig wegen der Verwendung einer NS-Parole verurteilt (§ 86a StGB). Dennoch wurde er nicht von führenden Parteivertreter*innen kritisiert oder ausgeschlossen. Im Gegenteil: Er bleibt nicht nur Mitglied, sondern prägt die Partei programmatisch maßgeblich mit.“ Der Landesvorsitzende wurde wegen der Äußerung: „Alles für Deutschland“ verurteilt.Damit ist selbstredend gemeint: Alles Gute für Deutschland! Daß diese Aufforderung bei uns krininalisiert wird, dagegen; „Deutschland verrecke“ der Gruppe „Feine Sahne, Fischfilet“ als politisch korrekte nicht beanstandet wird, sagt viel über unser Land aus. Die Kolpingfamilie stellt damit in wohltuenender Klarheit fest: Wer alles Gute unserer Heimat wünscht, kann nicht ein Mitglied der Kolpingfamilie sein. Damit stellt sich diese katholishe Organisation in die Tradition der „vaterlandslosen Gesellen“, so Bismarck über die SPD und in die der jetzigen „Antideutschen“, das ist ihre Eigenbezeichnung. die sich ja aus Protest wider die Wiedervereinigung gründeten.

Bedauerlicherweise steht nun im jetzt gültigen Katechismus: „Die Heimatliebe und der Einsatz für das Vaterland sind Dankespflichten und entsprechen der Ordnung der Liebe.“ 2239. Aber diese Aussage gehört sicher auch zum Rückwärtsgewandten und smit Inakzeptablen des Katholischen Glaubens.

Wer also die Ordnung der Ehe und Familie bejaht und die daß die Menschheit in Völker aufgegliedert ist, die so als Volkstümer zu bewahren sind, kann kein Mitglied von Kolping sein!







1Zitier wie auch alle weiteren Zitate nach der Interntseite von Kolping: Kolping Deutschland – Bundesversammlung Beschluss – Die Mitgliedschaft bei Kolping ist unvereinbar mit einer Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland

2Zitiert nach: „Tagespost“ : Männer sind anders, 8.3.2025.


Donnerstag, 13. November 2025

Bischof „Bätzing spaltet politisch!“ - oder ein Bischof wird verkannt.

 

Bischof „Bätzing spaltet politisch!“ - oder ein Bischof wird verkannt.



Am 12.11.2025 titelte Kath net: „Bätzing spaltet politisch! Ein absoluter Tiefpunkt in der deutschen Kirchengeschichte!“ Die Kirche hätte doch eine Integrationsaufgabe zu erfüllen, stattdessen führe sie einen Kampf gegen Rechts: „Peter Hoeres, Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg, übt scharfe Kritik an Marx, Kampf der Kirchen gegen "rechts" und Bischof Bätzing - Bätzing habe in den vergangenen drei Jahren keinen einzigen Priester mehr geweiht.“

Diese Kritik beruht auf der antithetischen Gegenüberstellung von dem integrativen Auftrag der Kirche und der Praxis der Spaltung der Gesellschaft durch den Ratsvorsitzenden der deutschen Herrn Bischöfe Bätzing. Das Weglassen seines Bischofstitels in der Überschrift suggeriert dabei, daß dies Spaltungsvorhaben eine Privatvorliebe des Herrn Bätzing wäre und verkennt so völlig, daß er hier als eine Amtsperson agiert.

Geradezu naiv ist nun die Antithetik von dem Ziel der Integration und dem der Spaltung, als wären das zwei nicht miteinander verträgliche Zielvorgaben. Bischof Bätzing ist eben ein geschulter Dialektiker, der eben weiß, daß eine Integration nur durch eine Spaltung möglich ist. Die Summe aller geraden Zahlen existiert nur durch den Ausschluß aller ungeraden Zahlen. Jede gerade Zahl wird so in die Menge der geraden integriert dadurch daß sie nicht ungerade ist. Denn alle ungeraden Zahlen werden von der Menge der geraden abgespalten und so erst konstituiert sich die Menge der geraden Zahlen, eingedenk der Wahrheit: Omnes determinatio est negatio.

In eine Gesellschaft kann nur ein Element integriert werden, wenn sie selbst eine allen Elementen gemeinsame Eigenschaft aufweist, die auch das zu integrierende Element aufweist. Klassisch ist das Gemeinsame die Volkszugehörigkeit oder eine gemeinsame Religion oder als der Ersatz für die gemeinsame Religion eine gemeinsame Kultur.Das Projekt der Multiethnisierung und Multikultivierung löst nun politisch intendiert diese Homogenitäten auf und verwandelt so die Gesellschaft in eine Anzahl von atomisierten Einzelelementen, die durch keine ethnische oder kulturelle Gemeinsamkeit mehr verbunden sind.

Die Antwort auf diese Entvergemeinschaftungstndenz der Gesellschaft ist nun die Proklamation des Feindes als dem neuen(?) Zentralbegriff des politischen Diskurses. Innenpolitisch wird der Feind klar markiert: alles, was rechts von der politischen Position der CDU-Regierung unter der Kanzlerin Merkel verortbar ist. Wer dort sich positioniert oder positioniert wird, wird zum „Paria“ im politischen Diskurs, über den man nur noch redet, aber nicht mit ihm und wenn, dann nur, wenn der auf die Anklagebank positioniert wird, um ihn als Feind zu entlarven! Durch diese Ausschlußpraxis wird nun jeder Antirechte in die Gemeinschaft der Gutmenschen integriert, denn deren Gemeinsamkeit ist ihr „Nein“ zu allem, was so als „rechts“ bezeichnet wird.

Die Katholische Kirche wie auch die EKD praktizieren diese Ausschlußpraxis gerade zu mustergültig. Gerade erst hat die Kolpingfamilie ihren Unvereinbarkeitsbeschluß gegen die AfD und alle sonstigen politisch Rechtsdenkenden verabschiedet.

Bundespräsident Steinmeier rief ja in seiner großen Rede am 9.11.2025 alle Gutmenschen zum Kampf wider die Dunkeldeutschen auf und praktizierte so das Konzept der Integration durch das der Spaltung, des Ausschließens aller politisch inkorrekten Deutschen. Was hier der Bundespräsident im Großen praktiziert, praktiziert die Katholische Kirche im Kleinen:Auch in ihr soll alle politisch Inkorrekten aus der Kirche ausgeschlossen werden, allerdings möchte man sie als die Kirchensteuer Zahlenden behalten, nur soll ihnen jede weitere innerkirchliche Mitwirkung verwehrt werden.

Der Verlust der ethnischen bzw religiösen oder kulturellen Homogenität soll so durch eine rein politische surrogiert werden. Dazu bedarf es der Proklamation des inneren Feindes, die aber ergänzt wird durch die des äußeren Feindes, in erster Linie: Putin und Trump, nun aber auch Netanjahu. Die Personalisierung unterstützt dabei die Effektivität dieser Feindbildpropaganda. So paßt es dazu, daß auch die Kirche jeden Kontakt zur Russisch- Orthodoxen Kirche abgebrochen hat, da diese nun zur Feindkirche geworden ist1 und daß die Bischöfe Amerikas primär daran gemessen werden, wie energisch sie sich gegen den Feind Trump in Stellung bringen2. Ein schon im Kampf gegen die einstige Friedensbewegung bewährtes Mittel, den inneren Feind als Agenten des äußeren zu diffamieren,wird nun auch wieder angewandt: Die Rechten seien Agenten Moskaus und evtl auch Chinas und sympathisieren mit Trump!

Die Bischöfe verurteilen nun energisch das Konzept der ethnischen Homogenität, das wird als völkisch perhorresziert und das der religiösen Homogenität, man wolle das sog. „christliche Abendland“ nicht gegen den einströmenden Islam verteidigen sondern unterstützt stattdessen die Islamisierung Deutschlands, auch das Konzept einer Leitkultur wird im Namen der Ideologie des Multikulturalismus reprobiert, sodaß nur noch das politische Konzept der Homogenisierung übrig bleibt, das des Kampfes gegen den politischen Feind,der auszugrenzen ist, sozusagen zu pariasieren ist, Für Parias ist eben kein Platz in der Kirche wie auch nicht im öffentlichen Leben.



1Vorbildlich agiert da die „Tagespost“ in ihren Haßartikeln gegen die Russisch-OrthodoxeOrthodoxe :“Spaltung und Verlogenheit.Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. ist ein Brandstifter, der sich als Feuerwehrmann präsentiert.“

am 3.6.2025. Sonst dem liberalen Kurs der deutschen Bischöfe kritisch gegenüberstehnd,kämpft sie hier couragiert gegen den politischen Feind Rußland und gegen die russische Kirche. Vgl dazu auch den polemischen Artikel: „Russland – Ein Beispiel für eine politische Religion“ Kath net vom 18.10.2025.Dabei galten die Orthodoxen Kirchen Kardinal Ratzinger noch die der Katholischen Kirche am Nähe stehendsten.





2Vgl dazu den Kath de Artikel: „Konservativer Erzbischof neuer Chef der Bischofskonferenz. Theologe Dahlke: US-Bischöfe zeigen mit Vorsitzwahl Nähe zu Trump“ 12.11.2025.



Mittwoch, 12. November 2025

Kath de offenbart: Was macht das Theologiestudium aus und warum qualifiziert dies Studium für den Arbeitsmarkt?

 

Kath de offenbart: Was macht das Theologiestudium aus und warum qualifiziert dies Studium für den Arbeitsmarkt?


Kath de treibt die große Sorge um, was denn aus den katholischen und wohl auch aus den evangelischen Fakultäten werden soll, wenn immer weniger Theologie studieren wollen, gälten diese Fakultäten doch auch als Hochburgen der politischen Korrektheit,in denen sich eine wagemutige Professorenschaft samt ihrem Gefolge den braunen Fluten entgegenstemmen. Der Standpunktkommentar vom 12.11.2025 gibt uns nun die wohl etwas irritierende Antwort, daß dieser Studiengang optimal seine Absolventen für den Arbeitsmarkt qualifiziere! Damit meint der Kommentar aber nicht, daß einem ausgebildeten Theologen ein Arbeitsplatz in der Kirche sicher wäre, würde er Pfarrer werden wollen, sondern daß seine Marktchancen in vielfältigsten Hinsichten sehr gut wären, gerade außerhalb der Kirche eine Anstellung zu finden.

Studierende der Theologie lernen, philosophisch, historisch, ethisch, juristisch, sozialwissenschaftlich, ästhetisch, pädagogisch und sprachwissenschaftlich zu denken – und mit den Unterschieden dieser Zugänge zur Wirklichkeit zurechtzukommen. Vielleicht ist das alte Studienfach Theologie das modernste der Welt: weil es nicht für den Trend der nächsten fünf Jahre ausbildet, sondern die Kompetenzen schult, mit den Trends der nächsten fünfzig Jahre umzugehen.“

Damit soll das Theologiestudium beworben werden! Wozu befähigt dies Studium also? Mit der Wirklichkeit zurechtzukommen? So ist das hier nicht gemeint, sondern mit den Unterschieden der Zugänge zur Wirklichkeit zurechtzukommen! Weniger klausuliert formuliert hieße das: Was die Wirklichkeit ausmache, dazu existieren verschiedene Theorien, die sich auch aus der Vielzahl der wissenschaftlichen Perspektiven ergäben. Das Theologiestudium befähige also zu einem Umgang mit diesem multiperspektivischen Pluralismus. Dem liegt eine Krisendiagnose der Gegenwart zugrunde, daß uns die Wirklichkeit, so wie sie an sich ist, nicht (mehr)zugänglich ist, daß wir stattdessen eine schwer überschaubare Pluralität von Wirklichkeitsdeutungen vor uns haben, sodaß das die Frage aufwirft: Wie damit umgehen? Das Theologiestudium befähige so zu dem Umgang mit dieser Pluralität!

Der Gegenstand der Theologie: Gott, bzw alles in seiner Relation von,in und zu Gott, wird hier völlig aufgegeben. Es existieren für dies Studium nur noch Weltdeutungen, die (auch) aus den Differenzen der verschiedenen Wissenschaften resultierten und es nun gälte,mit diesem Pluralismus angemessen umgehen zu lernen. Die vulgärste Umgangsweise ist wohl die, zu deklarieren, daß niemand sich anmaßen dürfe,über die allein wahre Wirklichkeitserkenntnis zu verfügen und daß deswegen die Pluralität der Wirklichkeitsdeutungen eine unhintergehbares Faktum der Gegenwart sei, der Postmoderne eben.

Lernen,mit dieser unhintergehbaren Pluralität umzugehen,heißt dann, daß a) der Konsument frei sich die ihm gefallendste Deutung zu eigen macht, aber respektiert, daß die anderen andere sich erwählen oder daß b) der Konsument keine der angebotenen Weltdeutungen sich erwählt und in einer ironischen Distanz allen gegenüber verharrt. Warum soll nun ein Theologiestudium in besonderer Weise pluralitätsfähig machen? Weil die Theologie durch den ökumenischen und interreligiösen Dialog gelernt hat,auf jegliche Wahrheitsansprüche verzichtend alle Religionen und Confessionen als gleich-gültig zu verstehen.Das ist nun nicht ein Resultat vertiefter Gotteserkenntnis sondern nur ein Postulat des interreligiösen Dialoges:Erachte alle als gleich wahr und gleichgültig, damit es in diesem Dialog zu keinen Konflikten kommt. Eingeforderte Wahrheitsansprüche gefährden halt den Frieden.

Zu beachten ist dabei, daß die Wirklichkeit, die doch eigentlich durch ihre Deutung begriffen werden solle als unerkennbar präsumiert wird, daß stattdessen es nur noch die Wirklichkeit der Mannigfaltigkeit der Weltdeutungen gibt und daß es deshalb nur noch darauf ankommt,diese Pluralität zu bejahen und sozialverträglich das Neben- und auch Miteinander der Deutungen zu gestalten.

Die Zugänge zur Wirklichkeit sind so genaugenommen gar keine Wege, die den auf ihnen Wandernden in die Wirklichkeit ankommen lassen sondern eher Kreisbewegungen,wobei die Mitte des Kreises nie erreicht werden kann, da jeder einnehmbare Standpunkt des Kreises von der zu erkennenden Wirklichkeit gleich nah und gleich fern ist.

Warum soll das nun aber Theologiestudenten besonders für den Arbeitsmarkt qualifizieren? Nun ja, da alle westeuropäischen Länder multiethnisch und multikulturell sich formierende Gesellschaften sind, sind für diesen Pluralismus Ausgebildete überall in der Arbeitswelt gesuchte Arbeitskräfte.


1.Corollarium


Die Gegenstandsbestimmung der Wissenschaften als die Wirklichkeit ist nun selbst auch schon eine defizitäre, denn das Ganze, die Totalität beinhaltet auch das Nichtrealisierte aber Mögliche, das sich im konjunktivischen Denken erschließt,und auch das, was sein soll und das sind nicht deskriptive Aussagen über moralische und sittliche Vorstellungen, die es in der Wirklichkeit gibt, sondern präskriptive: Was sein soll. Das Ganze, wird es auf die Wirklichkeit reduziert wäre eine ohne moralische Aussagen, was denn sein soll, und ohne Freiheit und Kontingenz,da die konjunktivischen Aussagen keiner Wirklichkeit in der Wirklichkeit entsprechen. 

2.Corollarium

Das Land Niedersachsen hat den traditionellen Religionsunterricht an den Schulen 2025 abgeschafft und durch ein neues Konzept ersetzt. Die "TAZ" jubelte darüber am 17.8.2025:"Religiöse Bildung für alle". Da heißt es dann: "Das ist ein gelungener Neustart, bei dem nicht mehr die Systematik katholischer und evangelischer Theologie im Mittelpunkt steht. Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lebenswelt in Form einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft sind konsequent ins Zentrum gerückt. Die fünf Bereiche, für die erwartete Kompetenzen formuliert wurden, sind nunmehr Identität, Gemeinschaft, Sinn und Glaube, Handeln sowie Freiheit und Zukunft. Die „anderen“ Religionen und Weltanschauungen, explizit auch säkulare, sind nicht nur Appendix, sondern durchgehende Bezugsgrößen. Sie machen das neue Fach attraktiv für all jene, die keiner oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehören". 

Das Ziel dieses Religionsunterrichtes ist also wie in dem Kath de Artikel die Befähigung zum Zurechtkommen in einer pluralistischen Gesellschaft mit einem großen Angebot an religiösen und säkularen Weltdeutungsangeboten, also eine Konsumentenschulung. Daß eine Religion wahr sein könnte und daß gar Glaubensinhalte vermittelt werden solltendas sind Vorstellungen,die hier nichts mehr zu suchen haben.Dem hat die Katholische Kirche Niedersachsens zugestimmt. Das Konzept stammt von einer Grünenpolitikerin!