Donnerstag, 3. August 2017

"Er ruhe in Frieden" -Beten für Verstorbene: Nein Danke!

In England rufen per Internet Protestanten dazu auf, auf Traueranzeigen und wohl auch auf Gräbern auf die Buchstaben: "RIP" zu verzichten, berichtet Katholisch de am 2.8.2017. Die Buchstaben "RIP" kürzen die Worte des liturgischen Gebets für die Toten, "requiescat in pace" (lat. "ruhe in Frieden ab" )
Warum? Das sei ein Gebet zugunsten eines Verstorbenen und das lehne der Protestanntismus ab!Denn:
"Protestanten glaubten daran, dass die Entscheidung, ob ein Mensch in den Himmel oder in die Hölle gelangt, zum Zeitpunkt seines Todes bereits unveränderlich feststehe. Thompson erinnerte zugleich an die Grundsätze lutherischer Theologie, wonach der Mensch nur durch Christus ("solus Christus") das Heil erlange und allein durch seinen Glauben ("sola fide") zum Ewigen Leben komme."Wie oft lesen wir nicht, daß im Prinzip und eigentlich in allem Wesentlichen die "Kirchen" der Reformation und die Katholische Kirche in Allem eins sind, nur ein paar dokrtinäre Theologen sähen das nicht ein, eben Vorkonziliare! Aber was wird uns hier nun offenbart? Daß die religiöse Praxis des Betens für Verstorbene eine unerlaubte Handlung sei. Betet eine Mutter für ihr totes Kind, die Kinder für ihre verstorbenen Eltern, dann tuen sie etwas, das die reformatorische Theologie ablehnen muß: Das darf ein Christ nicht! 
Wie kann man nur auf so abwegige Gedanken kommen? Das sei die notwendige Konsequenz der reformatorischen Rechtfertigungslehre!Ob ein Mensch in die Hölle oder in den Himmel komme, stünde schon "unveränderlich" fest. Selbst Gott könne das nicht mehr ändern, indem er um unserer Gebete willen (und der Fürsprache der Heiligen) einen Menschen noch begnadigen könne. Gott kann das nicht! Ist Gott etwa nicht allmächtig? Der Gott dieser Protestanten nicht! 
Mehrere Erklärungen gibt es nun für dies unveränderliche Feststehen der Entscheidung:
A) Gott habe vor der Schöpfung der Welt in Ewigkeit vorherbestimmt, wer in die Hölle und wer in den Himmel kommt. Kein menschliches Gebet kann daran etwas ändern, denn Gott kann, weil er sich so schon festgelegt hat, kein Gebet mehr erhören und sich Menschen erbarmen. Dann macht die ewige Entscheidung Gottes jedes Beten für einen Verstorbenen sinnlos. Auch so lange er noch lebte, war ein jedes Beten für sein Seelenheil sinnlos, weil er entweder ein von Ewigkeit her Erwählter oder ein Nichterwählter bzw. Verworfener sei, und daran könne selbst Gott nichts mehr ändern.
B) Der Mensch entscheide sich zu Lebzeiten für den Glauben an Jesus Christus, dann geht er ein in das ewige Leben, oder er entscheidet sich gegen den Glauben, dann ist er ewig verloren. In diesem Falle macht das Sichentschiedenhaben des Menschen jedes Gebet für ihn sinnlos, weil die Entscheidung zu Lebzeiten selbst Gott für den Verstorbenen nicht mehr revidieren kann, und Gott kann auch seine falsche Entscheidung nicht vergeben um des Gebetes für den Verstorbenen! 
In beiden Fällen gilt also, daß eine gefällte Entscheidung das Gebet für einen Verstorbenen sinnlos macht, entweder Gottes Entscheidung als ewige Erwählung und Verwerfung oder die menschliche Entscheidung! 
Auf jeden Fall, ist das Beten für Verstorbene sinnlos, ja eine Rebellion gegen die Ordnung Gottes. Und wenn nun katholischer Seite auf den Schriftbeweis für das Opfern und Beten zugunsten Verstorbener hingewiesen wird, 2. Makkabäer 12, 32-45, überschrieben mit: "das Sühnopfer für die Toten" (Einheitsübersetzung), dann wird geantwortet: Den Text hat Luther aus der Bibel entfernt. Es ist jedem einsichtig, warum! Er paßte nicht zu seiner Theologie! Der radicale Subjektivismus Luthers!
Ob wir Katholiken bald von unseren Ökumenikern aufgefordert werden, auf das Beten für Verstorbene und die Messe für sie zu verzichten, aus Liebe zu den Evangelischen? Wenn der Präses der Katholischen Bischofskonferenz schon aus Respekt vor dem Islam sein Kreuz ablegte, warum dann nicht auch auf diese Gebetspraxis verzichten aus dem ökumenischen Ungeiste heraus!     

Vgl dazu: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott- (ob Gott Gebete erhören kann, was von vielen Modernisten bestritten wird)     

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