Montag, 27. April 2026

BDKJ: Schützt die Jugend!

Das Gerücht, schon Adam und Eva hätten über ihre Kinder geklagt, daß sie doch (etwas) mißraten seien und nicht so seien wie es ordentlichen Kindern geziehmt, hält sich hartnäckig und prolongiert sich von Generation zu Generation, daß die jeweiligen Nachwüchse nicht den Wünschen ihrer Eltern entsprächen.

Dem widerstreitet nun das Narrativ, daß die Jugend für die Kreativität, den Wille zu Reformen stünde, gar zu Revolutionärem, das ihnen im Blute läge. Setzten orthodoxe Marxisten einseitig auf das revolutionäre Potential der Arbeiterklasse, so entdeckte die Neue Linke neben den unterdrückten Frauen und Homosexuellen auch das reformerisch- revolutionäre Potential der mit dem Bestehenden unzufriedenden Jugend.

Für den BDKJ heißt das, daß zumindest ein richtig Jugendliche uneingeschränkt die Reformagenda des Synodalen Weges bejaht, gegen Rechts ist, hundertprozentig politisch korrekt stets bereit ist, dafür einzutreten. Was aber ist zu tuen, wenn es sich herumspricht, daß die Jugend nicht so ist, daß gar conservative und gar rechte Positionen eine Zustimmung unter ihnen finden gar traditionalistisch gesonnene Frauen das Ziel einer eigenen Familie als sehr erstrebenswert ansehen und das Glück eher in der Liebe erwarten als in einem feministischem Engagement? 

Die Jugend müsse manipuliert, korrumpiert worden sein, wenn sie so dem Jugendlichen Wider-sprechendes gutheißen! Als der vorrangige Urheber solcher Fehlentwickelungen können nur von Jugendlichen genutzte Medien in Frage kommen, die eben nicht politisch korrekt ausgerichtet sind. Nicht will man nun Jugendlichen den Zugang zu den sozialen Medien verbieten oder wenigstens einschränken, denn sie sollen ja, um auf den rechten, Entschuldigung linken Pfad der Tugend geführt werden durch den Gebrauch der Medien. Nur sie dürfen nicht den falschen ihr Gehör schenken!So verbot die EU "Rußland heute", da da der russische Krieg gegen die Ukraine gerechtfertigt wurde, aber nie käme die EU auf die Idee, Medien zu verbieten, die den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA gegen den Iran rechtfertigen. Eine SPD- Ministerin wollte gar das Magazin "Compact" verbieten, da es rechts stehend die Regierung zu energisch kritisierte und scheiterte dann vor dem Gericht mit ihrem Verbotsantrag. 

Die neuen Sozialen Medien müßten so zum Schutze der Jugend einer Zensur unterworfen werden bzw sich einer Selbstzensur unterwerfen.     "Soziale Netzwerke sind wichtige Lebensräume junger Menschen. Gleichzeitig sind es Räume, in denen Hass, Desinformation und Manipulation besonders jene treffen, die ohnehin Diskriminierung erfahren", erklärte der BDKJ-Bundesvorsitzende Henner Gädtke. Es brauche klare und verbindliche Regeln, die die Betreiber von Plattformen in die Verantwortung nähmen und die Rechte junger Menschen stärkten." Kath de: BDKJ fordert Schutzstanards für Jugendliche in Sozialen Medien." 26.4.2026. Das ist eindeutig als das Vokabular der politischen Korrektheit recognizierbar,mit der die Einrichtung einer Zensur gefordert wird. Den Jugendlichen sollen weiterhin ihre Lebensräume der sozialen Netzwerke erhalten bleiben, aber sie sollen durch sie politisch korrekt erzogen werden. 

Man kann eben nicht auf eine natürliche Zuneigung der Jugend für eine linke Politik vertrauen, sie muß dazu erzogen werden und das verlangt eben Zensurmaßnahmen.  

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