Montag, 20. April 2026

Spurensuche: Grabbeilagen und das Verständnis vom Tode

 Grabbeigaben sind eine übliche Praxis der Beerdigungspraxis zumindest in vormodernen Zeiten.Zwei Deutungen gibt es dazu, daß sie als Gebrauchsgegenstände für das postmortale Leben gedacht sind oder als Begrüßungsgschenke zur Erleichterung des Einganges in das Jenseitsleben.Der Körper des Verstorbenen ruht nun zwar im Grabe, er selbst soll aber irgendwie postmortal leben, vielleicht in einer Unterwelt oder in einer Art Paradies. Diese Dualität läßt sich durch eine dualistische Anthroplogie erklären, daß der Körper im Grabe weilt, die Seele aber postmortem weiterlebt.Aber wie verhalten sich dazu die Grabbeigaben,die doch für das postmortale Leben bestimmt sind, aber im Grabe liegen? Verdoppeln die sich auch,sodaß sie hier im Grabe sind und doch auch jenseitig sind?

Wahrscheinlicher ist es, daß an eine Auferstehung der Toten geglaubt wird, sodaß sie dann die beigegten Grabbeigaben nutzen können, Das  evoziert nun die Frage, was denn mit dem Verstorbenen ist, wenn sie schon gestorben sind und noch nicht auferstanden sind. Dazu geben die Grabbeigben keine Auskunft, denkbar ist aber ein Zwischenzustand der Seele in einer Art Unterwelt.

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