Freitag, 24. April 2026

Kriterien für die Falschheit einer Religion - Der Apostel Paulus klärt uns auf!

 "Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel Euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es Euch gepredigt haben,der sei verflucht." So schreibt es der Apostelfürst Paulus in seinem Galaterbrief. 1,8. Es gilt nunhier zwischen einem innerkirchlichen Abfall vom wahren Evangelium und einer Stiftung einer neuen Religion, die sich als die wahre ausgibt, da sie ja selbst von einem Engel des Himmels bewahrheitet ist, zu distinguieren. In der Kirche muß so mit der Möglichkeit der Häresie und gar der Apostasie gerechnet werden, da Gott das Evangelium nicht durch Künstliche-Intelligenzroboter sondern durch Menschen verkündigen läßt. 

Nach dieser Aussage läßt es der allmächtige Gott aber zu, daß ein Engel vom Himmel ein Falschevan-gelium verkündet, das wäre eine Religion, die der christlichen ähnelt, das heißt, sie ist ihm einerseite gleich, sonst wäre es kein Evangelium und andererseits ist es verschieden davon, denn sonst wäre es kein anderes Evangelium. Dieser Engel kann selbstredend keiner vom Himmel sein, sondern ist einer des Teufels, der sich als ein himmlischer maskiert. Die so gestiftete Religion wäre so selbst eines übernatürlichen Ursprunges und so auch mächtig. Ein Engel verliert ja nun seine ihm eigene Engelmacht nicht durch seinen Fall, wie der Mensch ja durch den seinigen nicht seine Macht verloren hat.

Ob ein solches Ereignis, daß ein Engel eine Falschreligion so gestiftet habe,sich wirklich ereignet hat,  soll nun nicht erforscht werden, wenngleich die islamische Religion sich als ein Prüfungsfall anböte, sondern gefragt werden, ob dann etwa alle nichtchristlichen Religionen als von falschen Engeln ins Leben gerufene zu begreifen wären. Paulus Aussage: "So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden" (Gal, 3,24) könnte uns hier weiterhelfen, insbesondere wenn man den "Zuchtmeister" erst Mal als "Pädagoge" übersetzte

Einen kleinen Umweg begehe ich nun, um so eine Antwort auf diese Frage zu finden. Wenn Tafelkläßler das Addieren und Subtrahieren im Rechenunterricht erlernen sollen. müssen sie zuerst das  Zählen lernen.   Wer nicht bis 5 zählen kann, wie sollte der erlernen, daß 3 plus 2  5 sind? Die Religionen, die vorchristlichen könnten so als eine pädagogische Hinführung zur wahren Religion verstanden werden. Jesus Christus kann nicht unmittelbar vermittelt werden, sondern bedarf einer erzieherischen Vorbereitung. Das in allen vorchristlichen Religionen offenbare Gesetz, lehrt eben, daß Gott zu verehren sei, oder die Götter, daß der Mensch nach ihren Willen zu leben hat, daß sein Glück von dem Wohlwollen Gottes abhängt. Jeder vorchristlichen Religion ist nun auch ein eigener Kult eingeschrieben mit einem Opferkult. Das sind sozusagen die elementaren Grundbausteine der Religion.

Wird nun Tafelkläßlern das Subtrahieren beigebracht, einen klugen Schüler gibt es immer, der den Lehrer frägt: "Was ist 3 minus 5?" Der Erstkläßler bekommt darauf die enttäuschende Antwort: "Das geht nicht! Die Zahl, von der man abzieht, muß größer sein als die Zahl, die abgezogen werden soll!"Das ist nicht falsch, denn in der Menge der positiven Zahlen kann es auf die Frage: "Was ist 3 minus 5 keine Antwort geben. Erst wenn die Rechenschüler in das Universum der negativen Zahlen eingeführt worden sind, ist ihnen die Antwort: - 2 verstehbar. Das einmal Erlernte,das ginge nicht!,muß negiert werden durch die Erkenntnis, daß es im Raume der negativen Zahlen darauf eine wahre Antwort gibt. 

So muß nach Paulus auch die vorchristlichen Religionen in der wahren auch negiert werden, wobei ihr Wahres in der christlichen Religion hegelisch aufgehoben wird. Die vorchristlichen sind noch nicht selbst wahre Religionen, sodaß der Mensch in ihnen durch sie das Heil erlangen könnte, denn dann wäre ja die christliche überflüssig, aber sie sind die Vorbereitungen für die wahre Religion. Die Wahrheit der vorchrsitlichen Religionen ist so ihre Negation und Aufhebung in der wahren Religion.

Das hat auch weitreichende Konsequenzen für den christlichen Religionsunterricht: Er darf nicht unmittelbar mit Jesus Christus anfangen. Wer Schülern den Unterschied zwischen einem "BMW" und einen "Trabi" erklären wollte, käme ja nie auf die Idee, daß  der Unterschied erklärbar wäre,ohne daß zuerst zu vermitteln sei, was denn überhaupt ein Automobil sei. Die Christuserkenntnis verlangt so ein Verständnis von der Religion, vom Religiösen überhaupt,um das Besondere Jesu Christi zu erkennen.  

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