Montag, 7. Februar 2022

Legimiereren die Mißbräuchsfälle die Deformationsagenda des "Synodalen Irrweges?

Legitimieren die Mißbräuchsfälle die Deformationsagenda des „Synodalen Irrweges“?


Die Deformagenda soll ja nach offizieller Lesart die angemessene Antwort der Kirche auf diese Vorfälle sein und präventiv wirken.Da es bei diesen Mißbräuchen um Sex geht, liegt es nun nahe, die vorgesehenen Reformen diesbezüglich zu erötern. Eine der markanntesten Forderungen ist ja nun bekanntlich die Beseitigung des „Pflichtzölibates“.(Daß diese Forderung nun schon zu den Klassikern liberaler Kirchenkritik gehört,soll nun mal unberücksichtigt bleiben in der Meinung, daß diese Ladenhüterparole nun plötzlich durch die Mißbräuchsfälle eine neue Legitimität bekommen haben könnte.)

Also heterosexuelle Priester würden deutlich weniger zu sexuellen Übergriffen neigen, wenn sie verheiratet legitim ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen dürften. Deutlich weniger weil sonst diese Maßnahme ja effektlos wäre. Nun ist aber zu fragen, ob unverheirate bzw ohne eine feste Freundin lebende Heterosexuelle deutlich weniger häufiger etwa Frauen vergewaltigen als solche Männer ohne eine Beziehung zu einer Frau. Meines Wissens gibt es dazu keine Untersuchung und wenn, dann ist eine solche nicht zur Legitimierung der Abschaffung des „Pflichtzölibates“ herbeigezogen worden. Darüber hinaus ist zu fragen, warum dann Heterosexuelle, wenn sie schon als „Single“ leben, ihre sexuellen Bedürfnisse nicht mit Postituierten befriedigen, statt sexuell übergriffig zu werden. Nun verurteilt zwar die Katholische Morallehre die Prostitution, aber wer hält sich noch an sie? Was sollte so gesehen einen Heterosexuellen zu einem sexuellem Mißbrauch motivieren, wenn er seine Befriedigung auch problemlos so finden könnte. Eine nahe liegende Erklärung: Der Täter will mit einer bestimmten Frau Sex haben und da er weiß, daß sie nicht freiwillig will, benutzt er Gewalt (jetzt im weitesten Sinne). Dann würde das Verheiratetsein aber keine Garantie dafür sein, daß der Heterosexuelle nicht doch gewaltsam sich eine Frau nimmt.

Da nun circa 80 Prozent der Opfer im kirchlichen Raum männlichen Geschlechtes sind, das ist nur in der Kirche so, sonst mit Mädchen und Frauen vorrangig die Opfer, ist es keine unzulässige Behauptung, daß die Mehrzahl der Täter Homosexuelle sind. Ein überzeugter Vegetarier speist ja auch nicht am Sonntag einen Schweinsbraten sondern dann eher einen Kaiserschmarrn.Warum soll nun eine Neubewertung der Homosexualität diese von Mißbräuchen abhalten? Man müßte meinen, wenn es Homosexuellen erlaubt wird, ihre eigene Sexualität im Raume der Kirche auszuleben, daß sie dann deutlich weniger zu Mißbräuchen geneigt seien. Solange die Kirche ihnen das Ehesakrament noch verweigert – ich persönlich gehe aber davon aus, daß in Bälde eine kirchliche Eheschließung für Homopaare gefordert werden wird- bleibt dann nur, daß homosexuelle Priester von dem Gebot der Keuschheit freigesprochen werden, damit sie ihre Sexualität ausleben können.

Das evoziert aber einige Nachfragen: Warum sollten homosexuelle Priester ihre Sexualität so übergriffig ausleben, wenn es für sie andere weit unproblematischere Möglichkeiten zur Befriedigung gibt. Die diversen Homonetzwerke, Sexkontaktbörsen und die Verfügbarkeit von „Strichern“ (homosexuelle Prostitution) zumindest in größeren Städten läßt es fragwürdig erscheinen, daß das Risiko sexueller Übergriffe gewagt wird, wenn es so viel weniger risikobehafteter Optionen gibt.Ein Vergewaltiger muß immer mit einer Aufdeckung und einer Bestrafung rechnen, aber wer zeigte einen Priester an, wenn er einvernehmlich Sex mit einm anderen Mann hat? Der Münchner Modezar Moshammer nahm wohl regelmäßig die Sexdienste von „Strichern“ in Anspruch- von einem ist er dann ja getötet worden- und die Öffentlichkeit nahm keinerlei Anstoß daran: er war eben das ungekrönte Oberhaupt Münchens.

Daß wenn nun homosexuellen Priestern ein Sexleben erlaubt wird, die Menge der sexuellen Übergriffe reduzieren würde, ist so gesehen durch nichts bewiesen. Meiner Vermutung nach ist das sexuelle Bedürfnis, dem dann die Mißbräuchsfälle entspringen, eben kein unspezifisches, mit irgendwem männlichen Geschlechtes Sex zu haben, sondern mit einer bestimmten Person. Wenn diese nun nicht einwilligen will, dann versucht der Täter es gewaltsam. Dabei existiert nun ein großer Spielraum zwischen den zwei Extremen, dem der Vergewaltigung und dem, daß zwei sich lieben und deshalb auch Sex miteinander haben zu wollen. Ein einfaches Beispiel möge das veranschaulichen: Ich gebe Dir 100 Euro, wenn Du mit mir schläft- ist das Gewaltanwendung- ist das freiwillig?

Es darf gemutmaßt werden, daß der größte Teil der Täter subjektiv der Überzeugung ist, daß das Opfer es doch freiwillig getan habe und daß so diese Übergriffe mit einem guten Gewissen vollzogen werden konnten. Denn nur eine „reaktionäre Moral“ verböte, was in Ordnung ist, weil es allen Beteiligten gefiele. Gefällt es aber den Opfern doch nicht, dann seien diese eben ein Opfer dieser reaktionären lustfeindlichen Morallehre der Kirche, die ja alles verböte, was den Menschen eine Freude bereitet.

Wie soll nun aber die Neigung zu solch unerlaubtem Sex gemindert werden, wenn nun die Kirche lehren wird, daß die praktizierte Homosexualität keine Sünde mehr sein soll? Soll also eine kirchliche Absegnung der praktizierten Homosexualität einen Mann davon abhalten, Sex mit wem haben zu wollen, auch wenn der ganz freiwillig nicht will, sodaß mit Versprechungen: Wenn Du einwilligst, dann verschaffe ich Dir....der Sex erlangt wird? Vielleicht auch mit Androhungen?

Näher liegt da doch die Annahme, daß eine Bejahung homosexuell praktiziertem Sexes die Hemmschwelle, auch gegen den Willen des Anderen, des Opfers Sex mit ihm zu haben,senken wird. Es wird jetzt ja etwas prinzipiell Erlaubtes gewünscht und eingefordert.

Resümierend muß festgestellt werden, daß die Reformdebatte keine überzeugenden Argumente vorgebracht hat, daß durch die Abschaffung des Zölibates und durch eine Bejahung praktizierter Sexualität die Neigung zu sexuellen Übergriffen abnehmen sollte. Es müßte erst bewiesen werden, daß Männer ohne feste Sexpartner deutlich häufiger zu sexuellen Übergriffen neigen als die anderen. Wen nun eingewandt werden würde, es ginge doch um Liebe, nicht um Sex, muß erwidert werden: In den Mißbräuchsfällen geht es nie oder so gut wie nie um Liebe, sondern allein um Sex.


Eine Ausnahme könnten „Lolita“-Beziehungen bilden- vgl Vladimir Nabokov, Lolita, denn hier ist die Frage doch erlaubt, ob dieser Roman zwar von einer verbotenen aber doch wahren Liebesbeziehung erzählt. 

Außer Acht gelassen wurde hier nun noch das Phänomen, daß es Männer gibt, denen gewaltsam praktizierter Sex mehr Lustgewinn bereitet als einer liebevoll praktizierter. Die Gewaltsamkeit steigert dann den Lustgewinn. Vgl de Sade- aber seine Werke kann nicht jedem zur Lektüre empfohlen werden, sind sie doch zu realistisch und so für viele unerträglich.  


Wenn nun aber prinzipieller und ganz und gar zu recht gefragt wird, ob denn all dies den Geboten Gottes zuwider ist, muß ich leider antworten, daß in der heutigen Kirche die Gebote Gottes nicht mehr sehr hoch im Kurs stehen. Gott liebe eben uns alle und drum dürfen wir leben, wie es uns gefällt, solange dabei nicht andere geschädigt werden. Dies liberale Menschenrechtscredo, mit Gottes Allliebe etwas aufgeschmückt, hat schon längst in der Kirche die kirchliche Morallehre faktisch aufgelöst.


Alle anderen Demontagevorhaben des „Synodalen Irrweges“ haben nun mit der Causa der Mißbräuchsfälle nichts, aber viel mit antikatholischen Ressentiments zu tuen. Der Geist der Rotte Korach und Luthers ist hier eben lebendig und gewiß nicht der Heilige Geist.



 

Sonntag, 6. Februar 2022

Der "Synodale Irrweg" oder der Abschied von Jesus Christus

 Eine neue Kirche wird nun erschaffen, sie liegt noch in den Geburtswehen, aber der "Synodale Irrweg" kommt voran weg von der Kirche Jesu Christi hin zu einem religiösen Dienstleister mit breit ausgefächerten Serviceangebot. So meint die Marketingabteilung, daß es noch einen beachtlichen Markt für Segungshandlungen gäbe, der die Kirche bisher nur nicht nachkäme,weil sie einer verstaubten unzeitgemäßen Morallehre anhängend, bestimmten Personen die Seg-nung verweigere. Homosexuelle Paare und Geschieden-Wi(e)verheitatete stehen bei den Marketingerwägungen im Vordergrund. Da dank Papst Franziskus Geschieden-Wi(e)derver- heiratete nun die hl. Kommunion empfangen dürfen, lag es für diese "Synode" nahe, auch solche Paare zukünftig zu segnen.

Was lehrt nun Jesus Christus zu dieser Causa? "Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet,begeht Ehebruch;auch wer eine Frau heiratet,die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch." (Lk 16,18) Ergo. Geschieden Wi(e)der-verheiratete leben in einem Ehebruch. Wie dürfte die Kirche eine Ehebruchsbeziehung segnen? Mose hatte dem Volke aus Rücksicht auf ihre Schwäche gestattet, unter bestimmten Voraussetzungen, einen Scheidebrief auszustellen und zu Zeiten Jesu wurde unter jüdischen Theologen recht kontrovers diskutiert, wann eine Scheidung erlaubt sei. Liberale und restrinktivere Auslegungen stritten da miteinander. Jesus exponiert sich hier klar, indem er jede Wiederverheiratung von aus einer Ehe Entlassenen als einen Ehebruch qualifiziert. 

Es wäre nun zu erwarten, daß in der EKD, für die ja allein die "Heilige Schrift" maßgeblich ist, so Luther so jede Wiederverheiratung Geschiedener nicht akzeptabel sein kann, denn der Ehe-bruch ist ja nun keine Bagatellsünde. Aber mitnichten: Ein evangelischer Christ darf, so oft er will, heiraten und dann sich scheiden lassen und wieder heiraten und diese "Kirche" sagt ihm dazu: Alles in Ordnung. Wie in allen sonstigen Punkten gilt nun auch hier die Parole: Vom Protestantismus lernen. heißt siegen lernen! Nur was machen dann unsere eifrigen Kirchen-revoluzzer mit dieser klaren Aussage Jesu Christi? Jesu Ehelehre sei eben nicht mehr zeitgemäß, neuere wissenschaftliche Erkenntnisse sprächen dagegen...oder ? Aber wozu noch eine Begründung geben. Es soll eben unter den Geschieden-Wiederverheirateten eine Nachfrage für die Segnung ihrer Beziehung geben und da nun mal der Kunde König sei. muß diesem Wunsch die Kirche Rechnung tragen. Jeder kann für alles und jedes einen kirchlichen Segen bekommen, ist man doch in der Kirche schon froh über jeden, der noch gesegnet werden möchte. Jesus mit seiner "rigoristischen Moral" paßt eben nicht in eine um Zeitgemäßheit ringende Kirche.

Zusatz:

Im Hintergrund dieses Abschiede von Jesus Christus stehen selbstredend die Anliegen des "interreligiösen Dialoges", daß die Gemeinsamkeiten, wir glauben alle an den selben Gott betont wird und das Trennende, also Jesus Christus in den Hintergrund gestellt wird.

Samstag, 5. Februar 2022

Die Revolte gegen Rom und Christus- Anmerkungen zum "Synodalen Irrweg"

 Eine zweite antikatholische Revolution soll nun von deutschem Boden ausgehen. Die erste, die lutherische zeitigte verhängnisvollste Folgen,denn viele folgten Luther und gründeten dann evangelische "Kirchen"und spalteten sich so von der Katholischen Kirche ab. Die jetzige Revo- lution gleicht dann eher einer Revolte gegen Rom und es ist noch nicht absehbar, wie starke  Destruktionskräfte sie freisetzen wird. Der "Synodale Irrweg" hat nun aber schon gewaltig an Fahrt aufgenommen. Der Geist dieser "Synode" soll nun hier erörtert werden, nicht wieder das schon sattsam bekannte Destruktionsprogramm dieser Liquidatoren. 

Zwei Elemente dieses Synodengeistes sind klar erkennbar: a) das Axiom, daß die Kirche sich wohl der Offenbarung Gottes in Jesus Christus verdankt, sie aber faktisch die menschlich-all-zumenschliche von den Menschen selbst zu verantwortende Antwort ist, die als solche eben notwendigerweise zeitbedingt ausfallen mußte und so revidierbar ist. In der Kirche selbst gibt es so keine absoluten sondern nur relative Wahrheiten, die ob ihrer Zeitbedingtheit immer auch revozierbar sind. 

b) das Axiom, daß der demokratische Parlamentarismus das Medium ist, in dem allein ent-schieden werden kann, was legitim als wahr zu gelten habe. Der "Synodale Irrweg beschreitet hierbei dann einen Sonderweg, indem er drei Foren installiert, die Abstimmung im Plenum, die unter den Bischöfen und die unter den Frauen. Nur wenn ein Antrag in allen drei Foren Mehr-heiten findet, gilt er als angenommen und so als verbindlich. 

Diese beiden Axiome sind natürlich inkompatibel zum Kirchenverständnis der Katholischen Kirche und so siegte der Geist des Protestantismus schon in der Anerkennung dieser zwei Elemente des Synodengeistes.

Das Ur- oder auch Vorbild dieser Revolte gegen die Katholische Kirche ist offensichtlich der Revolutionsversuch der Rotte Korach, 4.Mose 16: Es dürfe keine Hierarchie geben, weil Gott allen gleich nahe sei bzw alle ihm gleich nahe. Da die Ordnung der Kirche nun ein rein weltlich Ding sei und auch sonst die Lehren der Kirche nur rein menschliche seien als kontingente Antworten auf Gottes Offenbarung, kann alles revolutioniert werden. Denn die Kirche gehöre dem Kirchenvolke, das nun repräentiert durch die Synodalen die Kirche regiert. Die Verdemokratisierung der Kirche ist somit wesentllich die Entthronung des einstigen Herrn der Kirche, Jesu Christi. Die Kirche habe sich nun der Befriedigung der menschlich-allzu-menschlichen Bedürfnisse zu richten. So ist es dann auch konsequent, daß diese zwei Themen die Diskussionen bestimmten: Sex und Macht. Alle wollen Sex für alle und Macht für alle. Nicht nur Feministen, auch Homosexuelle und Gremienchristen wollen Macht und Einfluß für sich, damit sie den Kurs der Kirche bestimmen können. 

Die Machtfrage ist auf diesem Synodenparlament eindeutig geklärt: In allen Punkten verfügt das linksliberal- katholische Lager über satte Mehrheiten und stimmt so die Minderheitsvoten nieder. Genau genommen sind alle synodeninternen Debatten völlig überflüsig, wie auch im deutschen Bundestag, da die Mehrheiten vor jeder Aussprache schon feststehen und die Re-gierungsmehrheit immer die Opposition überstimmt. Argumente machen nicht die Wahrheit eines Antrages aus sondern die Zahl der Jastimmen. Wahrheit ist abzählbar. Das ist selbst-redend der Tod des theologischen Diskurses. Das macht die wesentliche Differenz der ersten großen antikatholischen Revolution Luthers und der jetzigen Revolte aus. Jetzt kann fast auf jedes theologische Argument verzichtet werden: Den Theologen kommt nur noch die Aufgbe zu, alle Wahrheitsansprüche der bisherigen Theologie zu dekonstruieren und so zu delegiti-mieren. Im demokratischen Parlamentarismus reicht es aus: "Ich will das" zu proklamieren. Findet dies Anliegen genug Mitbejaher, gilt es eben als wahr.  

Eine Frage und zwar die wichtigste läßt sich jetzt noch nicht respondieren: Wie erfolgreich wird diese "Synode" sein? Die objektive Tendenz ist klar erkennbar: Die Entkatholisierung der Kirche und ihre Transformation in einen bürgerlichen Religionsverein. Die Rotte Korach scheiterte an Gott, er griff ein und machte diesem Revolutionsspuk ein (vorläufiges) Ende, denn nun tritt dieser Rottengeist wieder im Raume der Kirche auf, energischer als je. Ist es vorstellbar, daß Rom unter der Führung von Papst Franziskus dieser Revolte gegen Rom ein Ende setzen wird? Vielleicht, weil dieser Papst selbt als der Reformator und Modernisierer in die Kirchengeschichte eingehen möchte und so sich von diesen Aufständlern nicht diesen Rang ablaufen lassen will, als würde er von diesen Leuten da zu den Reformen, besser gesagt Deformen getrieben.  

1.Zusatz:

Die Frage, ob es denn in der Hölle auch eine Freude geben könnte, läßt sich jetzt respondieren: Ja, jetzt wird mit Sekt da angestoßen vor Freude über diese Synode.

2.Zusatz

Der Ex-ZK-Vorsitzende stellt klar (Kath de am 5.2.2022), daß es eine berechtigte und eine unberechtigte Kritik am "Synodalen Weg" gäbe: Die unberechtigte sei die aus "einer rechten Ecke". In die politische Sprache übersetzt heißt das: "Rechtsabweichler" sind zu ignorieren, mit "Linksabweichlern" kann diskutiert werden, auch wenn das ZK immer Recht hat.

  

Freitag, 4. Februar 2022

Sind nicht alle Religionen irgendwie gleich wahr- populäre Irrtümer in der Kirche

Sind nicht alle Religionen irgendwie gleich wahr- populäre Irrtümer in der Kirche


Papst Leo XIII lehrte in dieser Causa in seiner Verurteilung des Freimaurer-tumes noch ganz anders: „Obendrein erlangen sie durch die Öffnung ihrer Reihen für Jünger, die aus den verschiedensten Religionen kommen, die Fähigkeit,dem großen Irrtum unserer Zeit Glaubwürdigkeit zu verschaffen,der darin besteht, die Frage der Religion unter die gleichgültigen Dinge zu verbannen und sämtliche religiösen Formen auf gleichen Fuß zu stellen. Nun genügt aber schon dieses Prinzip für sich allein, um alle Religionen und insbesondere die katholische zu ruinieren“. (zitiert nach: Die zehn Gebote Satans, Bd 1, Autor anonym, Übersetzer Rothkranz, 2004, S.168)

Ab ovo: Zu jeder Religion gehört konstitutiv die Frage, wie die Götter oder der eine Gott zu verehren sei,denn es wird davon ausgegangen, daß es den Göttern oder dem Gott nicht gleichgültig, wie er verehrt wird, daß sie nicht unangemessen verehrt werden wollen. Religionen nehmen dann eine Morallehre in sich auf, oder bringen sie selbst hervor, wenn geglaubt wird, daß der Lebenswandel der Priester oder der ganzen Gemeinde Gott oder den Göttern nicht gleichgültig sei, daß davon die Gültigkeit des Kultes abhängig ist. Einfach gefragt: Nimmt ein Gott noch ein ihm eigentlich wohlgefälliges Opfer an, wenn an den Händen des Priesters noch das Blut eines von ihm Ermordeten klebt?

Solange an eine Vielzahl von Göttern geglaubt wird, leuchtet es noch ein, daß dieser Vielzahl eine Vielzahl differenter Gottesverehrungen korreliert. Dann könnte jeder Kult als wahr angenommen werden, da eben die verschiedenen Götter verschieden verehrt werden möchten.

Wenn aber der Monotheismus sich durchzusetzen beginnt, kann es für den einen wahren Gott nur eine wahre Verehrung geben, sodaß alle anderen Gottesverehrung zu Götzenverehrungen werden. Die wahre Gottesverehrung duldet nicht neben sich falsche. So wie es für einen verheirateten Mann nur eine Frau geben darf, die er liebt so gilt auch für den Monotheismus die eheliche Treue.

Wie kann dann die Vorstellung entstehen, daß alle Religionen nun doch gleich wahr sein könnten, wenn nicht einfach eine Repristination einer Vielgötterwelt versucht werden soll? Es müßte behauptet werden, daß alle Religionen faktisch immer nur den einen wahren Gott verehrten und daß diesem einen Gott alle Weisen der Verehrung und des Glaubens an ihn gleich-gültig wären. Aber in welcher Religion bekundet der in ihr geglaubte eine wahre Gott, daß ihm alle Arten seiner Verehrung gleich-gültig seien? In keiner.

Jede Religion müßte so die Wahrheit ihrer spezifischen Gottesverehrung als nur eine mögliche der Verehrung des einen wahren Gottes relativieren. Gott sei es also gleichgültig, ob er christlich, islamisch, jüdisch oder als Pamama verehrt würde. Was Gott dann in den verschiedenen Religionen über sich und die Weise, wie er verehrt werden will, offenbart hat, ist dann auch gleichgültig, weil ja sowieso immer der wahre Gott verehrt wird.Wie soll dann noch eine monotheistische Religion eine Bindungskraft unter ihren Anhängern erwirken, wenn im Prinzip gilt: Gott ist das alles gleich. Diese Vergleich-gültigungsstrategie ist so ein sehr effektives Mittel zur Devitalisierung aller Religionen.

In der Ökumene triumphierte diese Vergleichgültigungsstrategie zuerst. Ohne dies Axiom der Gleichgültigkeit aller christlichen Confessionen gäbe es gar keine Ökumene, so wie sie jetzt betrieben wird. Dann ist es eben egal, ob ein Pfarrer evangelisch verheiratet oder katholisch zölibatär lebt, ob nach evangelischer Lehre jeder Laie dem Abendmahl vorstehen kann oder nur ein gültig geweihter Priester katholisch. So verhielte es sich dann in allen theologischen Fragen: alles gleichgültig.

Nun wird aber gar diese Vergleichgültigungsstrategie christlicher Seite auf das Verhältnis zu allen anderen Religionen übertragen. Wenn so den Christgläubigen seine eigene Religion als gleichgültig gelehrt wird, warum sollte er sie dann noch leben? Es reiche doch, irgendwie an ein „höheres Wesen“ zu glauben und anständig moralisch zu leben. Das ist dann der faktische Ruin der christlichen Religion, die so dieser Papst so klar vorausgesehen hat, wenn erstmal dies freimaurerische Prinzip obsiegt.

 

Donnerstag, 3. Februar 2022

Zum Projekt der Verweltlichung der Kirche - der Abschied von Jesus Christus?

Im Aufmerksamkeitszentrum der Debatten um und in der Kirche stehen die Mißbräuchsfälle, oder besser beobachtet, wie versucht wird unter Zuhilfenahme dieser Mißbräuchsfälle die Kirche zu verweltlichen,um  so die nun schon angestaubten antikatholischen Anliegen der Bewegung: "Wir sind Kirche" umzusetzen. Der Zölibat, die  Morallehre der Kirche und ihrer hierarische Verfas-sung  soll nun ausgehebelt werden und das Besondere: Die Mehrheit der Bischöfe Deutschlands fungieren dabei als Agitatoren in der ersten Reihe: Weg damit! Die Heilmittel sind bekannt:die Einführung des Frauenpriestertumes, Sex für alle und die Verdemokratisierung der Kirche.

Aber was ist denn nun mit dem Herrn der Kirche, Jesus Christus? Wenn er der Herr seiner Kirche ist, wie kann es dann möglich sein, daß seine Kirche nun von Kirchenmitarbeitern so vermenschlicht werden kann, daß nun in der Kirche die Parole lautet: "Unser Wille geschehe!" Wie kam es zu diesem Herrschaftswechsel in der Kirche? In einem Artikel zum 90 Geburtstag des Altbischof Kamphaus (Kath de am 2.2.2022) könnte darauf ein Hinweis gefunden werden.

Bischof Kamphaus ist ja nun einer der profilitiersten Bischöfe Deutschlands ob seines Helden-kampfes für das Recht der Kirche, Tötungslizenzen für das ungeborene Leben auszustellen, ja er stellte sich gar gegen den Papst, um dies Recht der Kirche zu verteidigen. Er unterlag zwar, aber gewiß lieben ihn noch heute alle Femistin. In dem Artikel erweist sich der Altbischof auch als enthusiastischer Verehrer des 2.Vaticanums. Dies Konzil sei ein Befreiungsschlag gewesen.Wir hätten wieder atmen können nach der Enge der Vorkonzilszeit. Aber von was befreite denn dies Konzil die Kirche? 

Der Altbischof beantwortet die Frage, was für ihn das Christliche ausmache: "Gott ist unser Zie punkt". Jesus dagegen "hat uns einen neuen, ganz eigenen Zugang zu Gott erschlossen." Das Zentrum der christlichen Religion ist so also nicht mehr der dreifaltige Gott, sondern der Gott, zu dem uns Jesus einen besonderen Zugang ermöglicht hat. Das ist offenkundig eine Entchristlichung der christlichen Religion: Man ist jetzt gottgläubig unter besonderer Berücksichigung von Jesu Weg zu diesem Gott.  

Welche Bedeutung hat diese Umwandlung der christlichen Religion zu einer rein monothe-istischen? Zuvörderst stellt sich damit die christliche Religion auf eine Stufe mit allen anderen monotheistischen Religionen, isb dem Islam und der jüdischen Religion. Das könnte nun so gedacht werden: Es gibt viele Wege zu den einen Gott, aber alle enden im selben Zielpunkt, dem einen allein wahren Gott. Dann kann das spezifisch Christliche nicht mehr von einer einzigartigen Bedeutung sein. Das spezifisch Christliche könnte so surrogiert werden durch den Glauben an den einen wahren alle Menschen liebenden Gott, der sich eben der Welt durch verschiedene Vermittler kundgetan hat. Einer davon,wohl ein besonderer ist dann dieser Jesus. Die Kirche ist aber von ihrem Zielpunkt her zu begreifen und auszurichten, vom Glauben an den alle Menschen liebenden Gott. Es scheint so, als wenn so das aufklärerische Anliegen der natürlichen Religion in die christliche Kirche heimgeholt wird, daß nun vernünfig an Gott geglaubt werden soll, der als die reine Menschenliebe eben die Menschenwürde jedes Menschen letztbegründet und so das Fundament für eine humanitär ausgerichtete Gesellschaft bildet. Ist dann das Projekt der Verweltlichung der Kirche nicht die letzte Konsequenz dieser Neuauflage der natürlich-vernünftigen Religion, zu der uns dieser Jesus ja auch selbst nur hinführen wollte? 

Im Zentrum der christlichen Religion steht- aus aufklärerischer Perspektive betrachtet- der Mythos von Gott, der Mensch wurde, am Kreuze für uns starb, der seine Kirche gründete, um die Menschen zu erlösen. Dieser Mythos wird nun ersetzt von der Vorstellung von dem einen Gott, der durch alle Religionen sich als der jeden Menschen bejahende Gott erweist und der so der Appell für eine humane geschwisterliche Weltgesellschaft ist. Ist das nicht auch die theologische Präsumption von "Wir sind Kirche" und des "Synodalen Irrweges"? 

 Hat etwa das 2. Vaticanum in der Meinung dieses Altbischofes uns zu diesem "neuen" Gottverstehen befreit, uns befreit von aller Christologie und vom Glauben an den dreifaltigen Gott?  

Dienstag, 1. Februar 2022

Von der ecclesia militans, der kämpfenden zum Freizeitsgestalter Kirche...von der Wahrheit zu: Wie hätten Sie es denn gerne?

(eine Orientierungsskizze)

 Früher war irgendwie alles auch in der Kirche anders. Ein Kind, vor sich eine Unmemge von Legobausteinen und es erbaut zuerst ein Haus aus ihnen, dann demontiert er das Erbaute und baut aus ihnen ein Schiff. Beide, das Haus wie das Schiff sind aus den selben Bauelementen er-stellt worden und doch stellen sie Grundverschiedenes dar und somit hat sich auch die Bedeu-tung der einzelnen Legosteine verändert, denn der eine Baustein des Hauses erhält nun im Schiffsbau eine andere Bedeutung bzw Funktion.

Könnte es nicht so auch eine Differenz zwischen der Vorkonzilskirche und der Nachkonzils-kirche geben, daß zwar noch alle Elemente der Vorkonzilskirche auch noch in der Nachkonzils-kirche präsent sind, daß sie aber einem Bedeutungswandel unterzogen worden sind? 

Ein Versuch zur Erhellung dieser Grunddifferenz:

Die Vorkonzilskirche lebte aus diesem Narrativ, daß Gott die Welt gut erschaffen hatte, daß der Mensch aber aus der guten Schöpfung durch seine Sünde herausgefallen nun von dem dreieinen Gott wieder gerettet werden soll. Das ist Gottes Geschichte mit den Menschhen als Heilsge-schichte mit seinem ersten Bund mit dem Volke Israel, der seine Vollendung im Bund mit der Kirche findet. Es ist die Geschichte des Widerstreites zwischen Gott und dem Satan, der die ersten zwei Menschen zur Sünde verführte bis zu Gottes endgültigem Sieg über ihn, wie es uns die Johannesapokaypse offenbart. Was die Kirche ist, ist nicht verstehbar, wenn sie nicht als Element dieser "großen Erzählung" (Lyotard) begriffen wird. Sie ist selbst das Heilmittel Jesu Christi, durch das er selbst die Menschen aus ihrem Unheil befreien und erlösen will. Alle Elemente dieser Kirche dienen diesem Zweck, daß a) in ihr die Gläubigen schon Gott, wie es der Bestimmung des Menschen entspricht verehren und b) das Evangelium zu verkünden zur Rettung der Menschen. Mk 16,16: Wer glaubt und ggetauft wird, wird gerettet, wer nicht glaubt, wird verdammt- der Missionsauftrag Jesu an die Apostel seiner Kirche. Die Kirche war so um es bildlich zu formulieren die Apotheke Gottes auf Erden für die Erkrankten und Geschwächten. Sie war so aber auch die "kämpfende Kirche" gegen die Sünde und den Teufel.

Für die Nachkonzilskirche gilt nun, daß dieses Narrativ faktisch außer Kraft gesetzt worden ist und ersetzt wurde durch den Glauben an einen Gott, der zu jedem Menschen sein Ja sagt. Nun gilt die Sorge der Kirche primär der Humanisierung, daß jeder Mensch als von Gott Bejahter leben kann. Die Kirche ist so wesentlich diakonisches Handeln. Da jeder Mensch immer schon ein von Gott bedingslos Angenommener ist, braucht es keiner Evangelistion und Mission mehr sondern daß alle Menschen guten Willens gemeinsam sich für die Humanisierung der Welt einsetzen. Der Gottesdienst und die sonstigen religiösen Aktivitäten haben so primär der Motivierung zu einer solidarischen Lebenspraxis zu dienen. Im Gottesdienst, isb in den Sakra-menten soll so Gottes Liebe erfahren werden, die jedem gälte. Dieser Punktualismus, Gott sagt Ja zu Dir tritt nun an die Stelle der Unheils- und Heilsgeschichte. Christsein heißt jetzt nur noch, aus dem Vertrauen darauf, daß Gott jeden liebe, zu leben.

So ist die Kirche als ecclesia militans, als missionierende und verkündigende eigentlich über-flüssig. Was kann sie dann noch sein? Die Gemeinden werden so zu Orten einer Freizeit-beschäftigung, die leider nur noch von wenigen ihrer Mitglieder so in Anspruch genommen wird. Sie ist nicht attraktiv unterhaltsam genug. Denn was sie inhaltlich noch zu sagen hat, ist eben so banal wie der (post)bürgerliche Humanismus des 20.Jahrhunderte, der Glaube an die Würde jedes Menschen und die Forderung, daß das gesellschaftliche Leben demgemäß zu ge-stalten sei. 

Die Kirche müsse so sich besser auf die Konsumwünsche ihrer potentiellen Kunden einstellen, statt  nicht mehr gewünschte Angebote zu offerieren. Orientierte sich die Vorkonzilskirche an dem Leitbild des Arztes, sie war für die Heilung und die Bewahrung des Heiles zuständig, so orieniert sich die Nachkonzilskirche an dem Leitbild des Unterhaltungsmanagements, nur das zu sagen, was die Kunden hören möchten. Die Kirche ist eben eine Serviceagentur für allerlei menschliche Bedürfnisse und Interessen. Aber zusehens entsteht das Problem: Für welche Interessen und Bedürfnisse ist sie denn noch da, wenn ihre Offerten und Angebote immer weniger nachgefragt werden. Wo findet sich noch ein Absatzmarkt für christliche Produkte?Man kann sich nicht des Eindruckes entziehen, daß selbst die in der Kirche Verantwortlichen und vielen Hauptberuflichen die Produktpalette der Kirche als Ladenhüter, die Niemand mehr will, ansieht.

 

Die Geburt einer "neuen" Kirche - oder die Katholische Kirche schafft sich in Deutschland ab

 Die Geburt einer "neuen" Kirche - oder die Katholische Kirche schafft sich in Deutschland ab

 

Auf der quasi offiziellen Internetsauftrittsseite der Deutschen Bischöfe  proklamiert der Sozio-loge Pickel, daß eine Parallelkirche in Deutschland möglich sein könnte, wenn Rom nicht end-lich die vom Linkskatholizismus geforderten Re/Deformen durchführt. (Kath de am 31.1.2022)

Vier Bischöfe unter Führung von Bischof Bode fordern mehr Macht für Frauen in der Kirche und somit den Zugang zum Priesteramt.(Kath de am 31.1.2022), Pastoralreferenten verlangen, daß es keine roten Linien für den "Synodalen Weg" geben dürfe. Gemeint ist damit, daß keine verbindlichen Wahrheiten es für dies Quasikirchenparlament geben dürften. Alle kirchlichen Traditionen müßten im Prinzip abschaffbar sein. "Wer die Menschenrechte nicht akzeptiert, stellt sich gegen den Grundkonsens unserer demokratischen Gesellschaft", heißt es dann. Die Menschenrechtsideologie sei also das einzige Fundament für die Kirche, wobei dann gar das Evangelium identifiziert wird mit dieser Ideologie, deren geistiger Väter das Freimaurertum ist. (Kath de am 31.1.2022) 

Unverkennbar manifestiert sich in diesen Voten der unbedingte Wille zur Abschaffung der Ka-tholischen Kirche. Hoffen diese Destrukteure darauf, daß Rom Deutschland einen solchen Sonderweg erlaubt,oder will man sich doch ganz von Rom lossagen, um hier eine neue pro-gressive Kirche zu gründen? Da die Katholiken Deutschlands als die Hauptgeldgeber Roms gelten und es wohl auch sind, liegt es wohl nahe, daß Rom den Deformern Zugeständnisse machen wird, um sie nicht ganz zu verlieren. Die Forderung nach mehr Diversität und Plura-lität hieße dann konkret, daß es hier in Deutschland eine "katholische" Sonderkirche gäbe mit Frauen als Diakone, Priester und Bischöfe, mit Segnungen für Homopaare und einer von Gremien demokratisch regierten Kirche. In ihr beschlössen dann faktisch Kirchenparlamente, was als wahr zu gelten habe. 

Einst legte die antikatholische Kampfbewegung ihr Destruktionsprogramm vor und erhielt für ihr Kirchenvolksbegehren viel Zustimmung (vgl dazu mein Buch: Der zensierte Gott)- jetzt ist dies Deformprogramm faktisch zum Programm wohl der Mehrheit der Bischöfe Deutschlands geworden. Eine Frage muß deshalb nun gestellt werden: Wird es noch eine Katholische Kirche in Deutschland geben, wenn diese Destruktionsagenda volllständig umgesetzt worden sein wird?  

Auf Kath de ist der Auflösungsprozeß der Kirche schon weit fortgeschritten und es muß davon ausgegangen werden, daß die Mehrheit der Kirchenmitglieder diese Auflösung bejaht. Die freimaurerische Menschenrechtsideologie soll so das Fundament dieser neuen reformierten Kirche bilden und so die Kirche entsubstantionalisieren. Jesus Christus hat der Kirche ver-heißen,daß sie nicht untergehen kann bis zum Ende der Geschichte, nicht aber, daß nicht Teilkirchen der Kirche untergehen können. Die Katholische Kirche wird es auch dann noch geben, wenn in Deutschland sie völlig destruiert worden sein wird. Das Entsetzliche daran ist aber, daß in diesem Kirchenkampf der Feind der Kirche mitten in  ihr stehend von innen heraus sie bekämpft und dabei sehr effektiv ist. Welch ein großer Tiumph Satans zeichnet sich hier doch ab. Aber die Kirche ermöglichte  auch diesen Sieg indem sie aufhörte, in jeder Messe den Erzengel Michael zum Schutze der Kirche anzurufen, weil man meinte, diesen Schutz nicht mehr zu bedürfen!   

Zu beachten ist, daß dieses Selbstdestruktionsprogramm schon vollständig ausgearbeitet vor-lag durch etwa die Bewegung: "Wir sind Kirche", als noch nichts von den Mißbräuchsfällen bekannt war. Jetzt wird dies Programm als Antwort auf diese Mißbräuchsfälle propagiert, ob-zwar es nichts mit diesen Mißbräuchen zu tuen hat, sondern einfach nur die totale Verwelt-lichung der Kirche fordert.