Dienstag, 20. August 2024

„Die Liebe als die Vollendung der Moral“ das ist doch wahr oder etwa nicht?

 

Die Liebe als die Vollendung der Moral“ das ist doch wahr oder etwa nicht?



Pater Recktenwald präsentiert auf der Internetseite: „Portal der katholischen Geisteswelt“ eine Predigt zu dem Verhältnis von Liebe und Moral am 14.8.2024. Daß die Liebe die Vollendung der Moral sei, wird sicher bei jedem Christen spontan auf seine Zustimmung stoßen. Die dürfte dann unter katholischen Lesern noch zunehmen, wenn hierbei kritisch zu Kants Moralphilosophie Stellung bezogen wird, der als der preußische und protestantische Philosoph ja auch nicht recht ins Katholische paßt. Der Prediger faßt dabei die Kernaussage seiner Predigt für den eiligen Leser selbst so zusammen:

Aristoteles kannte die Philia, Platon den Eros, das Christentum aber brachte uns die Agape. Jesus Christus eröffnete uns die Möglichkeit einer Freundschaftsliebe mit Gott. Alle Moral ist seitdem in diese Beziehung eingebettet. Immanuel Kant fiel unter dieses Niveau wieder zurück, indem er Gott durch das Sittengesetz und die Liebe durch die Achtung als einzigem moralischem Gefühl ersetzte.“

Das klingt gut, aber fast schon zu gut, um wahr zu sein. Ist denn die Beziehung des Menschen zu Gott die der Freundschaftsliebe? Bringen dann etwa die Priester der Alten und des Neuen Bundes Gott die Sühnopfer aus Freundschaftsliebe dar? Hat nicht König David, und gibt es einen anderen so in der Bibel gerühmten König außer Salomon, aus Liebe einen Mann töten lassen, um dessen Ehefrau zu ehelichen, von der er ein gemeinsames Kind erwartete? Meist unbedacht bleibt dabei die Frage der Liebe dieser Frau, die den Mörder ihres Ehemannes heiratete. Was, wenn nun ein Homosexueller dies läse und so urteilte: „Den Mann XY liebe ich, also ist es auch moralisch legitim,mit ihm intim zu werden.“ Aber der Katechismus verurteilt das als eine Sünde wie auch, wenn ein verheirateter Mann zu seiner Geliebten geht. Indem sie lieben, sündigen sie.

Was ist denn nun unter dem Begriff der Liebe zu verstehen? Wer sich nun auf das Wagnis einließe, die Erfolgsserie: „Sturm der Liebe“ als eine große gediegene Studie über: „Was ist denn nun die Liebe wirklich?“ anzusehen, wird kaum noch auf die Idee kommen, die Liebe als die Vollendung der Moral anzusehen. In Goethes: „Wahlverwandtschaften“ wird doch schon klassisch der Konflikt zwischen der romantischen Ehe und der Ordnung der Ehe als einem integralen Bestandteil der Sittlichkeit dargestellt, wobei hier dann die sittliche Ordnung über die romantische Liebe einen zweifelhaften Sieg erringt, wohingegen in Fontanes „Effie Briest“ wie auch in Flauberts: „Madam Bovery“ die Liebe die Eheordnung zerstört. Seit dem gehört die Liebe zu dem Standartargument gegen Intitutionen und allgemeine Morallehren.

Liebe statt Institution, Bücher die mit dieser Parole die Katholische Kirche verdammen, damit ließen sich wohl ganze Bibliotheken anfüllen. Aber: Wie wäre ein Richter zu beurteilen, der aus Liebe zu einem des Mordes Angeklagten den freispräche: „Ich kann doch den, den ich liebe, nicht zu einer lebenslangen Kerkerhaft verurteilen“? Müßte nicht vielmehr von ihm verlangt wird, daß er gemäß seiner Berufspflicht urteilt und nicht nach dem Ansehen der Person des Angeklagten, ob sie ihm sympathisch oder unsympathisch ist.

Es drängt sich so der Verdacht auf, daß „Liebe“ und „Freundschaft“ eine allgemein anerkannte Sittlichkeit voraussetzen um dann als Motivationen, sein Leben demgemäß zu führen, fungieren. Existiert so eine nicht mehr, dann eröffnet die These der Liebe als der Vollendung der Moral der Amoralität Tür und Tor. Der kantianische Begriff der Pflicht ist dann ein Bollwerk gegen eine solche Selbstauflösung der Moral.

Der Prediger arbeitet mit der Antithese von Gott statt dem Sittengesetz. Das ist so sinnwidrig als schriebe ich: Gott statt die Gebote Gottes. Diese antithetische Gegenüberstellung suggeriert eine Unmittelbarkeit zu Gott, die es überflüssig mache, sich an Gottes offenbartem Willen auszurichten. In dem Sittengesetz wäre Gott mir nur im Medium des Gesetzes, aber meine Unmittelbarkeit erübrigt mir ein Sichausrichten auf dies Vermittelnde. Die Liebe soll nun gar das Hören auf Gottes jus naturae, auf das Sittengesetz als ein Fehlen dysqualifizieren. Bruder Konrad aber ist heilig gesprochen worden weil er seine Pflichten als Pförtner des Klosters erfüllte, seine Liebe galt der Berufspflichterfüllung und die heiligte ihn.

Abstrakter: Nicht bildet die Liebe einen Gegenpol zum Hören auf das Sittengesetz, sondern der Mensch lebt moralisch, der aus seiner Liebe zur Pflicht und zum Sittengesetz handelt. Wird aber die Liebe als pure Liebe, also aus dem Sittengesetz entbunden gelebt, dann resultiert daraus eine Praxis der Liebe, die moralisch wie auch ganz unmoralisch ausfallen kann. Das veranschaulicht sehr gelungen die Serie: „Sturm der Liebe“, so die ganze Fülle der Liebe ausschöpfend. Zudem: Der Gottesdienst ist ja in erster Linie unsere Pflichterüllung Gott gegenüber und darum ist es ja auch ein Dienst und nicht in erster Linie eine Feierveranstaltung einer religiösen Gemeinde. 

Zusatz:

Wie der hl. Augustin in seinen Confessiones schrieb, jeder wüsse, was Zeit sei, aber wenn er es erklären solle, löst sich dies Wissen in Unwissen auf, so scheint es sich auch mit der Liebe zu verhalten.

 



Montag, 19. August 2024

Ob Papst Franziskus über einiges besser Bescheid weiß als Gott selbst?

 

Ob Papst Franziskus über einiges besser Bescheid weiß als Gott selbst?


Eingedenk der Maxime König Ludwig XIV: „Der Staat bin ICH“ und Papst Franziskus Übernahme dieser Maxime: „ICH bin die kirche“ liegt es nahe, anzunehmen, daß dieser Papst auch in theologischen Sachfragen sich selbst größere Sachkompetenz zuspricht als Gott selbst. Es sei nur an seine fulminante Jesus Christus Kritik erinnert, daß der Sohn Gottes uns im Vater-Unser-Gebet falsch lehrte, als er uns zu beten empfahl: Gott, führe uns nicht in Versuchung!, obzwar das dem Gottesbild des Papstes widerspäche und demzufolge nicht rechtens sein kann.

Kath net berichtete am 19.8.2024 unter der Überschrift: „Papst:Todesstrafe vergiftet die Gesellschaft“ wohlbekannte Abstrusitäten des Papstes: "Die Todesstrafe ist keine Lösung angesichts der Gewalt, die unschuldige Menschen treffen kann. Hinrichtungen schaffen keine Gerechtigkeit, sondern nähren ein Gefühl der Rache, das zu einem gefährlichen Gift im Organismus unserer Gesellschaft wird."

Der Papst setzt hier die Gerechtigkeit als einen Oppositionsbegriff zu dem der Rache: die Gerechtigkeit wäre etwas Gesolltes und Erstrebenswertes, die Rache dagegen etwas Abzulehnendes und auf keinen Fall Gesolltes! Gott selbst aber urteilt in dieser Causa völlig anders: „Mein ist die Rache“. (Röm 12,19), ja Paulus schreibt hier gar vom Zorn Gottes. Für Gott gehören also die Gerechtigkeit, der Zorn und die Rache zusammen, wie auch immer das Verhältnis dieser 3 Größen zueinander zu bestimmen ist. Das liegt nun den Verdacht nahe, daß wenn der jetzige Papst von der Gerechtigkeit spricht, die etwas der Rache Entgegengesetztes sein soll, er damit nicht von der Gerechtigkeit spricht, die Gott meint, denn die steht nicht im Widerstreit zur Rache und auch nicht zum Zorn Gottes.

Es sei nun an einen Extremfall der Geschichte Gottes mit den Menschen erinnert: die Sintflut. Gott tötete die ganze Menschheit, nur acht Menschen ließ er überleben, da nur sie in seinen Augen gerecht waren. Das war Gottes Gericht über die sündigende Menschheit. Nach Papst Franziskus hätte Gott so niemals sein Gericht halten dürfen:Gott hätte doch die Möglichkeit zur Umkehr und Besserung den Menschen gewähren müssen. Außerdem müßten doch auch in Gottes Augen die vielen Kleinkinder als unschuldig gelten, die hätte er deshalb nicht ersäufen dürfen. Gerecht kann das nicht gewesen sein. Aber wie verhält es sich, wenn dies Strafgericht Gottes auch ein Zornes- und Rachegericht Gottes gewesen war?

Jeden Montag betet die Kirche in der Komplet: „Gott hat uns nicht für Gericht seines Zornes bestimmt“. (1.Thess,5,9f) Es gibt und es wird das Gericht des Zornes Gottes geben, es wird stattfinden, davon ist nicht nur der Apostelfürst Paulus überzeugt. Für Gott besteht also kein Widerspruch zwischen seinem Gericht der Gerechtigkeit, des Zornes und der Rache. Chesterton könnte uns auf die richtige Spur führen mit dieser Aussage: „Als ob Liebe zur Menschheit und Haß auf Unmenschlichkeit nicht miteinander vereinbar wären.“ (Orthodoxie, 2015, S.93). Weil Gott lieben kann, kann er auch hassen und zürnen, kann sein Gericht auch eines des Zornes und somit der Rache sein.

Nun straft auf Erden der Staat, auch dazu hat ihm Gott sein Schwert gegeben. Der Apostelfürst Paulus mahnt die Christen: „Rächt euch nicht selbst“. (Röm 12,19). Er sagt das aber nicht, weil das Rachenehmen etwas Unmoralisches wäre, sondern weil Gott das Rächen für sein Endgericht reserviert hat, sofern er nicht schon auf Erden straft und damit auch rächt. Die Mahnung gilt uns Christen als Privatpersonen, nicht aber für den Staat, der im Auftrage Gottes richtet und straft. Sowenig Paulus hiermit den Staat abschaffen wollte (vgl dazu Röm 13), sowenig will er damit dem Staate es verbieten, die Gerechtigkeit auch als eine Rache zu vollziehen!

Wenn Gott und sein Apostel Paulus von der Gerechtigkeit sprechen, dann ist für sie die Gerechtigkeit nichts die Rache Ausschließendes. Gerade der Vollzug der Todesstrafe zeigt in gößter Klarheit, daß die wahre Gerechtigkeit das Moment des Zornes und der Rache einschließt. Der Grund dafür ist, daß Gott als Liebender geglaubt wird, der deshalb auch ein Zürnender und Rächender sein kann, ja sogar denknotwendig sein muß, wenn seine Liebe wirklich ernst genommen wird. Eine Frau, die zu ihrem Ehemann sagte: „Dich liebe ich und weil ich Dich liebe, zürne ich Dir nicht, wenn Du mich mit Deiner Geliebten betrügst“, liebt ihren Mann in Wahrheit nicht! Sie wird auch ihrem Ehemann nicht einfach verzeihen, bereut er nicht diesen Betrug an ihr. Gott selbst nun stellt sich uns nämlich im ersten Gebot so dar: „Den ich, der Herr, dein Gott bin ein eifersüchtiger Gott.“ (2.Mose 19,5) Das Wortfeld: Eifersucht, Zorn und Rache mit all seinen Derivaten ist in der heutigen Kirche aussortiert, aber deshalb bleibt es doch wahr, daß Gott, gerade weil er ein Liebender ist, auch ein Eifersüchtiger, ein Zorniger und ein Rächender ist. Deshalb sind seine Gerichte auch Zornes- und Rachegerichte und darum vollzieht Gott selbst die Todesstrafe und will auch, daß der Staat so richtet. 

Anbei: Gerade in diesem Punkte zeigt sich eine wesentliche Differenz zwischen dem Gott der Philosophen und dem lebendigen Gott der christlichen Religion, den nach dem Urteil des Philosophen Heidegger die Metaphysik getötet hat.





Sonntag, 18. August 2024

Wie man subtil die Eucharistie bekämpfen kann – Kath de demonstriert es

 

Wie man subtil die Eucharistie bekämpfen kann – Kath de demonstriert es


Mit dem Vorschlaghammer auf die Eucharistie einzuschlagen, wie das geht, demonstrierte uns die olympische Verhöhnungsaktion des letzten Abendmahles Jesu Christi, aber das geht auch viel feiner und subtiler mit kleinen Nadelstichen. Als Vorlage diente am 17.8. 2024 das Sonntagsevangelium, in dessen Zentrum Jesu Katechese des Altarsakramentes steht. „Wie Jesus uns nährt“. Da heißt es dann einleitend in die Problematik: „Was meint Jesus genau, wenn er uns dazu auffordert, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken? Schwester Regina Greefrath weiß, wie irritierend diese Stelle aus dem Evangelium wirken kann. Genauer betrachtet steckt aber viel mehr dahinter.“

Als Katholik dürfte man d“och nun erwarten, daß hier die katholische Lehre von der Realpräsenz Christi, daß das Brot und der Wein gewandelt wird in den Leib und das Blut Christi, in einem Predigtstil expliziert wird, wobei zu beachten wäre, daß eine Predigt keine Dogmatikvorlesung sein darf. Aber wir sind schon vorgewarnt durch die Einleitungsformulierung, daß viel mehr dahinterstünde. Das suggeriert ja schon, daß hinter der Aussage des mein Fleisch Essens und mein Blut Trinkens eine andere Aussage sich verberge, die nun diese Exegetin an das Tageslicht bringen wolle. Confessionskundlich Bewanderte erinnern sich an die spezifisch reformierte Interpretation, daß das „ist“, „das ist mein Leib und das ist mein Blut“ die reformierte Theologie als: „das bedeutet“, soll uns erinnern an, gemeint ist.So empfange dann der Gläubige mit dem Mund nur Brot und Wein, aber im gläubigen Herzen dann Jesus Christus rein spirituell. Das „Essen“ und das „Trinken“ meine dann eigentlich:Jesus im Glauben aufnehmen, daß Jesus in unserem Glauben lebt. Damit ist dann eine modernitätskompatible Ausdeutung, daß Jesus in uns lebt, indem und nur insofern wir uns an ihn erinnern, präfiguriert.

Die Auslegerin instrumentalisiert nun aber, statt die reformierte Theologie hier zur Hilfe zu rufen, den hl. Thomas von Aquin,um das Unbegreifliche,unser Denken Überfordernde dieses Eucharistielehre Jesu Christi zu betonen.Dabei übersieht sie generös, daß Thomas in seiner „Summa“ eine sehr gediegene Erklärung der Eucharistie uns bietet. Sie kapriziert sich lieber auf die viel bequemere Litanei über das Unverständliche des damit Ausgesagten,meint damit aber eher,daß sie die Eucharistielehre der „Summa“ nicht verstanden habe.

Nur, dann wird den Lesern doch noch eine verständliche Deutung geboten, die das Dahinterstehende,was Jesus eigentlich damit meinte, uns an das Licht bringt: „Vielleicht könnte man den Satz Jesu etwas anders formulieren: Wer mich in sich aufnimmt, wer mir einen Zugang zu seinem Herzen verschafft, wer sich mir anvertraut und mich durch sich wirken lässt, der wird leben in Ewigkeit.“ Das Fleisch und das Blut Christi sind nun verschwunden,wir nehmen nun ihn auf.Aber wie nehmen wir ihn dann auf? Das erhellt uns die Formulierung:“wer sich mir anvertraut“. Das ist eine Näherbestimmung des Glaubens an Jesus Christus im Sinne eines personalen Vertrauenglaubens. Mit dem „Herzen“ wird er also aufgenommen.Damit stehen wir fest in der reformierten Abendmahlslehre, daß hier das „Essen“ und das „Trinken“ meint, nicht mit dem Munde sondern im gläubigen Herzen nehmen wir ihn auf. Etwas befremdlich mutet nun „und mich durch sich wirken lässt“,an. Das soll wohl anzeigen, daß der Glaube für sich allein nicht genüge, da muß noch mehr sich ereignen. Die Vorstellung,daß Jesus Christus durch mich wirke,ist nun die genuin lutherische Auslegung der Paulus Aussage:“nicht ich, sondern die Gnade zusammen mit mir“ (1.Kor 15,10), daß die Gnade statt mit mir zusammen allein durch mich wirke. Das Zulassen reduzierte dann im Geiste Luthers das „zusammen mit mir“ auf ein nicht aktives sondern nur passives Geschehenlassen, daß Jesus durch mich wirke.Es klingt so,als wenn die Auslegerin zuerst das Essen und Trinken auf ein bloßes Glauben reduziert hätte,um dann den bloßen Vertrauensglauben mit dem Mantel des Wirkenlassens Jesu durch mich doch noch zu bekleiden und den Glauben so nicht so nackt stehen zu lassen.

Der Vorteil dieser Interpretation ist offenkundig: Aus dem skandalösen: „Esset und trinket mein Fleisch und mein Blut!“ wird ein: „Vertrauet auf mich und lebet aus diesem Glauben!“ Damit ist dann auch das Sakrament der Eucharistie verschwunden, denn dieser Vertrauensglaube bedarf der Eucharistie nicht. Die reformierte „Kirche“ hat daraus die Konsequenz gezogen, daß sie das Abendmahl nur 3 bis 4 mal im Kirchenjahr feiert, weil es so unwichtig ist, und die überwältigende Mehrheit der Katholiken geht nicht einmal mehr so häufig zur Eucharistie, weil es ihr ebenso unwichtig geworden ist. Der Vertrauensglaube reiche ja und für den braucht man die Kirche und die Sakramente nicht.

Zusatz:

Selbstverständlich hat die Abneigung, das Fleisch  und dann gar das Blut Christi zu trinken etwas zu tuen mit der Verzärtelungstendenz unserer Dekadenzepoche.








Samstag, 17. August 2024

Kath de klärt auf: Nicht,daß es zu wenige Priester gibt, sondern daß falsch Gesinnte Priester werden,ist das Problem der Kirche

 

Kath de klärt auf: Nicht,daß es zu wenige Priester gibt, sondern daß falsch Gesinnte Priester werden,ist das Problem der Kirche


Nun ist es wissenschaftlich bewiesen in einer sozialwissenschaftlchen Studie, daß die Kirche an ihrem verquerten Priesternachwuchs leidet. Kath de rapportiert uns die erschütternden Ergebnisse:

Der Priesternachwuchs stamme nicht mehr der Mitte der Gesellschaft sondern aus einer Randgruppe: "Katholische, monokonfessionelle Herkunftsfamilien, kirchlich-religiöse Erziehung, prägende Eindrücke von Kirche während der entscheidenden Sozialisierungsphase, konservative – um nicht zu sagen veraltete – Vorstellungen über den Priesterberuf und über die eigene Rolle als Priester" heißt es in dem Artikel:“Mehrheit der Geistlichen repräsentiere immer weniger die Mitte der Gesellschaft. Sozialwissenschaftler: Priesterstudie bestätigt Stereotype!“ am16.08.2024.

Schlimmer kann es ja nicht kommen:Der Priesternachwuchs komme also aus katholischen Familien. Der Begriff der Monokonfessionalität wird hier pejorativ verwendet, die Familien sollten eben divers sein. Die „kirchlich-religiöse Erziehung“ ist auch als ein Negativum gemeint im Sinne von einer zu großen Nähe zur Kirche, statt daß die Priesteramtsanwärter sich durch eine solide Kirchendistanziertheit auszeichnen, wie es der Durchschnittshaltung der Zeitgenossen entspricht. Die prägenden und wohl guten Eindrücke von der Kirche verschlimmern dann noch das Profil des jetzigen Priesternachwuchses.Also wären Menschen mit einer Negativeinstellung zur Kirche geeigneter für den Priesterberuf! Das Allerschlimmste erschüttert dann nicht mehr, daß so Fehlsozialisierte ein conservatives und das ist eigentlich veraltetes Priesterverständnis aufweisen.


Nun drängt sich aber eine kritische Frage auf: Was haben diese Ergebnisse mit einer wissenschaftlichen Studie zu tuen? Die Normativität der Aussagen sind hier nicht wissenschaftlich fundiert sondern allein ideologischer Natur, daß die Kirche progressiv und nicht conservativ zu sein habe,daß ihre Hauptamtlichen,isb die Priester die Einstellungen der Mehrheit der Gesellschaft zu teilen habe und sich nicht von der „Mitte der Gesellschaft“ zu unterscheiden dürfe. Absurd: Wenn das Überzeugtsein von der Wahrheit des katholischen Glaubens zu einer Minderheitenmeinung geworden ist,und das ist inzwischen so, sollte auch der Priesternachwuchs diese Position teilen, damit er gemäß der Mehrheit der Gesellschaft ist.

Man möge sich einmal vorstellen, bei der Wahl eines Direktors für ein Opernhaus würde ein Sozialwissenschaftler die These aufstellen, daß für dies Amt nur eine Person geeignet wäre, der statt die Opernmusik zu lieben, den Musikgeschmack der Mehrheit der Musikkonsumenten teile! Das wäre absurd und keiner würde das als ein Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung anerkennen, aber Kath de jubelt über solche Ergebnisse.

Was zeichnet nun diese nach angeblich sozialwissenschaftlichen Kriterien falschen Priesteramtskandidaten aus? Lieber Leser, jetzt kommen Enthüllungen, die jeden Stephen King Horrorroman zu einem Einschlafmittel degradieren: „Fragen nach der Zulassung von Frauen zur Weihe oder nach mehr Teilhabe von Laien bei kirchlichen Entscheidungen bekamen lediglich Zustimmungswerte von rund 25 bis 36 Prozent.“ Dies Umfrageergebnis ist für die Kath de Leserschaft eine reine Horrornachricht: Keine Mehrheit für die Einführung des Frauenpriestertumes und für die Forderung nach der Demokratisierung der Kirche! Es bedarf nun keiner Negativphantasie,um zu befürchten, daß diese zukünftigen Priester auch noch den Zölibat bejahen und die praktizierte Homosexualität als eine Sünde ansehen!

Kann es noch schlimmer kommen? Ja,denn dann heißt es in dem Artikel weiter:

Über 80 Prozent sind hingegen der Meinung, dass es für eine Reform der Kirche mehr Angebote mit spirituellem Tiefgang brauche; rund 76 Prozent sehen eine stärkere Ausrichtung auf Vermittlung von Glaubensinhalten als entscheidend an.“

Zukünftige Priester sehen ihre Aufgabe in der Vermittelung von Glaubensinhalten. Dabei haben doch schon progressive Ausdeuter des 2.Vaticanumes erkannt, daß dies Reformkonzil alle dogmatischen Inhalte verworfen und eben auch als veraltet reprobiert habe, da es doch nur noch darauf ankäme,jeden so Menschen anzunehmen, wie Gott auch ihn bedingungslos bejahe. Das geschähe am besten nonverbal einfach durch die praktische Zuwendung zu den Mitmenschen.“Spiritueller Tiefgang“ ist natürlich etwas völlig Reaktionäres, liebe sollten der Priesternachwuchs gegen das Klima und das viele CO2 protestieren!

Welche Konsequenz ist daraus zu ziehen? „Die Verantwortlichen sehen in den Studienergebnissen eine große Notwendigkeit zum Umsteuern in der Berufungspastoral und der Priesterausbildung.“ Am praktikabelsten wäre wohl eine gründliche Gesinnungsprüfung, bevor jemand in ein Priesterseminar aufgenommen wird, daß so jeder Nichtkirchenkritische nicht aufgenommen wird. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, daß schon die Aussage,man bete gern den Rosenkranz, in einigen Priesterseminaren zur Ablehnung führe. Da bräuchte man doch nur als weitere Prüfungsfragen hinzufügen,ob der Bewerber sich für das Frauenpriestertum, für die Demokratisierung der Kirche und für die Interessen der LGBTQ engagieren werde und die Glaubensinhalte der Kirche für bedeutungslos halte. Solche Priester bräuchte die Kirche. Das hat nur mit einer wissenschaftlichen Forschung nichts, aber mit der Propagierung der Lieblingsthesen des Linksliberalismus sehr viel zu tuen. Es zeigt aber auch, wie gern sich die Sozialwissenschaft als sich selbst kritisch engagierte verstehend in den Dienst der liberalen Ideologie stellen läßt.

Corollarium

Signifikant für diese Studie ist die völlige  Verständnislosigkeit für das Wesen des Priestertumes und die religiöse Unmusikalität,als wenn ein Tauber über die Musik schreiben würde.



Freitag, 16. August 2024

Ein ungarischer Kardinal und seine Todsünde wieder die Politische Korrektheit

 

Ein ungarischer Kardinal und seine Todsünde wieder die Politische Korrektheit




Nun weiß natürlich die weltkundiege Kath de Leserschaft, daß Ungarn bzw die Ungarn ein Problemfall Europas sind, mißbrauchen die doch stets ihr Wahlrecht dazu, die völlig inakzeptable Partei des Herrn Orban zu wählen, der nun gar sich für eine diplomatische Lösung des Ukrainekrieges einsetzt und wie ihr Regierungschef so sind eben auch die ungarischen Kardinäle völlig inakzeptabel. Kath de gibt den von ihr als conservativ abqualifizierten ungarischen Kardinal Peter Erdö in dem Artikel (15.8.2024) so wieder:Schon Papst Pius XI. habe ihren Wert betont Kardinal Erdö: Nationen und Völker sind gottgewollt“ :„Der ungarische Kardinal Peter Erdö hat an die katholische Lehre über den Wert von Nationen und Völkern erinnert. In einem Interview mit dem Portal "Vatican News", das anlässlich des Feiertags Mariä Himmelfahrt verbreitet wurde, sagte der Erzbischof von Esztergom-Budapest, schon Pius XI. habe 1937 in seiner Enzyklika "Mit brennender Sorge" den Wert der Nation genau beschrieben. Demnach "stellen die Nationen als kulturelle Gemeinschaften mit einer eigenen Sprache, einem eigenen Gedenken, eigenen Strukturen und einer eigenen Kultur einen wahren Wert dar".

Schon Pius XI ist ja ein deutliches Warnsignal, berufen sich doch nur noch Traditionalisten und Fundamentalisten auf einen der vorkonziliaren Pius-Päpste.Was da nun dieser Kardinal zum Besten gegeben hat, ist natürlich eine Ungeheuerlichkeit.Völker und Nationen, das sind doch Vokabeln, die nur noch Rechte und Rechtsradicale verwenden. Haben nicht die tapferen deutschen Bischöfe in unmißverständlicher Klarheit in ihrer kämpferischen Stellungnhme gegen die AfD klar gestellt, daß jede Art von Patriotismus eine Sünde sei, daß es die Aufgabe der Kirche sei, die eigene Kultur aufzulösen durch eine tatkräftige Unterstützung des Projektes der Multiethnisierung und Multikultivierung, und daß so auch die Gemeinschaft der Sprache aufzulösen ist durch eine Wiederbelebung des babylonischen Sprachgewirres. Überhaupt klingt denn der Begriff der Sprachgemeinschaft sehr fatal an den der Volksgemeinschaft und das ist ja nun das Verwerflichste vom Verwerflichsten. Die eigene Kultur oder die des Abendlandes verteidigen sowieso nur Rechte und Rechtsradicale. Heinz-Lothar Barth verweist in seinem sehr lesenswerten Buch: „Ist die traditionelle Messe antisemitisch?“ 2007, S.47 auf die „ pauschale Verurteilung des >christliche Abendlandes< als mehr oder weniger prinzipiell Juden mordend“ hin.

Also, dieser ungarische Kardinal heißt gut, was jedem politisch korrekten Christen nur Ausgeburten rechtsradicaler Phantastereien sein können. In der Sache hat dieser Kardinal uneingeschränkt recht, aber gerade deshalb wird er hier der Leserschaft als ein Conservativer, gar einen Pius-Papst Zitierender vorgestellt. Den theologischen Hintergrund dazu bildet ein Verständnis der Gnade Gottes, die alle natürlichen Ordnungen zerstört. Die Gnade sei die Verneinung der Natur. Die Ordnungen der Völker, der völkischen Kultur und Sprache seien eben nur Hervorbringungen des Menschen im Stande der Sünde, sodaß diese Gott nun beseitige durch seine neue Gnadenordnung, in der es keine Geschlechterdifferenzen mehr geben dürfe, keine Völker und somit auch keine Volkskulturen. Alles solle in einer Einerleikultur aufglöst werden, in der die Menschen nur noch Individuen seien sollen ohne irgendeine Teilhabe an einer kollektiven Identität als Mann oder Frau, als Angehöriger eines bestimmten Volkes mit seiner besonderen Eigenkultur.

Einen exquisiten Höhepunkt der Verdammung der Geschlechterdifferenz dokomentiert nun Kath net am 16.8.2024: „Mister, sind Sie schwanger?“ Da heißt es schwarz auf weiß: „London (kath.net / pk) Sind Sie schwanger? Diese Frage wird nun auch britischen Männern vor jedem Röntgen gestellt. Von einer entsprechenden Anordnung des britischen „National Health Service“ (Nationaler Gesundheitsdienst, NHS) berichtet das Portal LifeSiteNews.“

Nur Ewiggestrige glauben halt an 2 Geschlechter, Frau und Mann und daß die sich von ihrer Natur aus unterscheiden, an die Differenzen zwischen den Völkern mit ihrer jeweiligen Eigenkultur und daß diese Differenzen von Gott selbst gewollte und so auch von ihm erwirkte sind. Modernistisch Gesonnenen sind das alles aber nur zu überwindende Hindernisse zur Erschaffung der einen globalistischen Einheitswelt, in der alle Differenzen in dem Grau in Grau des Allesgleiches versinken. Einen Antipol dazu bildet nun die ungarische Regierung und ein so conservativer Kardinal. 

So verblüfft es dann auch nicht daß nun darüber diskutiert wird: "Kann Ungarn aus der EU geworfen werden?"  Ntv am 10.11.2023. Aus der Sicht des "Freien Westens" ist eben die Integration in die Wertewelt des Westens hier noch nicht gelungen. 

 





































Donnerstag, 15. August 2024

Bedenkliches zu Mariä Himmelfahrt, zu ihrer leiblichen Aufnahme

 

Bedenkliches zu Mariä Himmelfahrt, zu ihrer leiblichen Aufnahme


Der Prophet Elia wurde von Gott entrückt: „Während sie miteinander gingen und redeten,erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander.Elia fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.“ (2.Könige 2,11) Nebenbei: Der UFO-Experte Erich Däniken interpetierte dies Geschehnis mal als eine Aufnahme durch ein außerirdisches Raumschiff! Aber diese skurrile Interpretation kann hier unberücksichtigt auf sich ruhend beiseiten gelegt werden, denn wesentlicher ist die Frage, wie sich denn diese Entrückung des Propheten und dann auch die des Hennoch zu der leiblichen Aufnahme Mariä verhält. Zumindest die Erzählung der Aufnahme des Propheten in den Himmel wird ja nicht durch den Leib-Seele-Dualismus plausibiliert, daß die Seele des Propheten in den Himmel aufgenommen worden sei, wohingegen sein Leib auf der Erde blieb. Dabei ist zu berückichtigen, daß die alttestamentlichen Aussagen über das Beerdigtwerden und die über Weiterexistenz der Toten in der Unterwelt nur miteinander kompatibel erklärbar sind, wenn gesagt wird: Der Leib wird in die Erde begraben und die Seele gelangt dann in die Unterwelt, den Hades. Also muß diesen 2 Vorstellungen ein Leib-Seele Dualismus zugrunde liegen.

Nun besagt aber das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariä, daß sie als eine Einheit von Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist, nicht aber inkludiert dies Dogma, daß die Mutter Gottes erst gestorben wäre, d.i daß die Seele sich vom Leibe getrennt hätte und daß dann diese Trennung wieder aufgehoben worden wäre, wie sie daraufhin leiblich und nicht nur als Seele in den Himmel aufgenommen worden wäre. Es gibt gute Gründe für die Annahme, daß so wie der Prophet Elia ohne zu sterben in den Himmel auffuhr auch sie ohne zu sterben in den Himmel aufgefahren ist.

Die Kritiker des Apostelfürten Paulus lehnten die Vorstellung einer leiblichen Auferstehung zu einem ewigen Leben ab mit dem Argument, daß ein menschlicher Leib, wenn er zu einem neuen Leben aus dem Tode erweckt werden würde, wieder sterben müßte, denn zum Begriff der Leiblichkeit gehöre notwendig sein Sterbenmüssen dazu. Es erginge dann uns wie dem vom Tode erweckt gewordenen Lazarus, der dann erweckt doch wieder sterben haben gemußt. Paulus konzipiert deshalb im 1.Korinther 15 und im 2.Korinther 5 eine Konzeption der Leiblichkeit, die nicht dem Schicksal des Sterbenmüssens unterliegt: den neuen verklärten unsterblichen Leib des Menschen.

Teilte man diese paulinische Konzeption, müßte gedacht werden, daß sowohl der Leib des Propheten Elia als auch der der Mutter Gottes verwandelt worden sind, damit sie auch leiblich ewig leben können. Nun gehört aber zur Leiblichkeit notwendig ihre Dreidimensionalität. Es sei an Descartes Unterscheidung von der res cogitans, der Seele also und der res extensa, des Leibes also erinnert. Lebte der Mensch nur als Seele ewiglich, könnte der Himmel unräumlich gedacht werden, den der Seele kommt keine räumliche Ausdehnung zu. Wenn der Mensch aber leiblich ewig lebt, muß der Himmel selbst auch dreidimensional gedacht werden, denn sonst könnte in ihm nichts Dreidimensionales, also der menschliche Leib existieren. Denn auch der verklärte verwandelte Leib muß ja als ein dreidimensionaler gedacht werden, sonst wäre er kein Leib. Der Himmel als etwas von Gott Differentes, als ein von ihm Erschaffendes muß also selbst ein dreidimensional Strukturiertes sein, damit dann da, wo Gott beheimatet ist, auch die Menschen lebendig sein können. Wer eine Dreidimensionalität nicht akzeptieren will, der muß dann doch nachträglich den gnostischen Kritikern des Paulus rechtgeben, daß das ewige Leben nur als eines der Seele denkbar ist.

Aber damit stehen wir vor einem noch gößeren Problem: Wie kann der Mensch als Seele-Leib-Einheit lebend gedacht werden ohne die 4.Dimension der Zeit? Würde die Ewigkeit als die Zeitlosigkeit konsequent zu Ende gedacht,müßte eingeräumt werden, daß dies postmortale Leben nicht von einem Todsein unterscheidbar sei. Als Katholiken vertrauen wir darauf, daß unsere himmlische Mutter unsere Gebete an sie gerichtet hört und auch erhören kann und will.Wie sollte Maria aber ein Gebet hören und dann gar erhören können, wenn sie nicht zeitlich lebte, daß ihr eine Zeit zum Hören zu eigen ist und eine Zeit zum Reagieren auf das gehörte Gebet? Wäre ihr ewiges Leben das einer puren Zeitlosigkeit dann kann sie genaugenommen weder hören noch erhören, denn diese 2 Aktivitäten verlangen eine Zeit als den Ermöglichungsgrund dieser Aktivitäten, zumal schon das Leben des Leibes Zeitlichkeit verlangt für die vielfältigen Körpertätigkeiten. Man versuche sich doch bitte ein schlagendes Herz in einer ewigen Zeitlosigkeit vorzustellen!

Aber wir glauben doch an eine lebendige Himmelsmutter, die nur als lebendige unsere Mutter sein kann. Dazu wäre dann es notwendig, die Differenz von Gott und dem von ihm erschaffenden Himmel zu bedenken, daß der wirklich vierdimensional strukturiert sein kann als räumlicher und als zeitlicher. Aber im philosophischen wie dann auch in dem ihm folgenden theologischen Diskurs dominiert die Vorstellung, daß die Ewigkeit Zeitlosigkeit bedeutet. Nur, wie ist unter dieser Condition Maria noch als unsere lebende Mutter zu denken? 

Auch wenn man nun angesichts dieser Probleme zu einer platonischen  Lösung sich zurückwandte, eine den gnostischen Kritikern des Pulus vergleichbare, stände das theologische Denken vor dem Problem, wie denn eine lebendige Beziehung der Seele zu Gott zu denken sei ohne Zeit.  

Zu beachten ist aber, daß das Besondere der Aufnahme Mariae in den Himmel, ihre leibliche nur erfaßt werden kann in dem Kontrast zur Vorstellung der Trennung der Seele vom Leib und des Aufstieges der Seele zu Gott. Aber das gilt so auch schon für den Propheten Elia.











Mittwoch, 14. August 2024

Über die Vernutzung Heiliger, des Maximilian Kolbe und der Teresia Benedicta vom Kreuz

 

Über die Vernutzung Heiliger, des Maximilian Kolbe und der Teresia Benedicta vom Kreuz


Nichts ist so heilig, auch kein Heiliger, als daß er nicht für den heutigen politischen Kreuzzug gegen Rechts instrumentalisiert werden könnte. Mustergültig praktiziert dies der Standpunktkommentar „Gedenken an Maximilian Kolbe und Edith Stein auch heute aktuell“ vom 14.8.2024: „Innerhalb weniger Tage erinnert die katholische Kirche an die Heiligen Maximilian Kolbe und Edith Stein. Angesichts extremer und menschenfeindlicher Tendenzen sei das Gedenken an sie heute wichtiger denn je, kommentiert Agathe Lukassek.“

Die hl. Edith Stein gibt es gar nicht, den sie ist zum katholischen Glauben konvertiert in einen Orden eingetreten und erhielt hier den Namen, der nun der ihrige geworden ist: Teresia Benedicta vom Kreuz. Als diese ist sie heilig gesprochen worden. Der neue Name bedeutet für eine Nonne wie für einen Mönch, daß das alte adamitische Leben hinter sich gelassen wird, um als eine neues Geschöpf in Christo zu leben. Was würde man den davon halten, wenn eine Frau heiratet, ihren Mädchennamen aufgibt, um den ihres Mannes anzunehmen, und wenn nun ihre Freundin sie weiterhin nur mit ihrem abgelegten Mädchennahmen benennen würden? Mißachteten sie so nicht ihre Ehechließung, vielleicht weil sie diese Ehe für eine Mesalliance halten?

Warum wird ihre Konversion und ihr Entschluß, als eine Nonne Christi, als seine Braut Christi zu leben, nicht respektiert und sie weiterhin bei ihrem jüdischen Namen genannt? Die Antwort ist simple: Weil sie zu einer jüdischen Märtyrerin des Nationalsozialismus stilisiert werden soll, um sie so dann für den Kampf gegen Rechts zu instrumentalisieren. So wird auch gern geschrieben, sie sei vergast worden, obschon es keine zuverlässigen Erkenntnisse über das Wie ihres Sterbens in einem Konzentrationslager gibt. Der ihr gewidmete Lexikonartikel von Wikipedia formuliert deshalb in dieser Causa zurückhaltend, aber ist damit wohl eine Ausnahme.

Aber es kommt noch schlimmer. In dem Kath de Artikel vom 9.8.2017:"Sie ist für Deutschland gestorben" steht tatsächlich geschrieben:Es gibt einen Ausspruch von Edith Stein, der ihre tiefste Absicht zeigt. Bei ihrem Abtransport soll sie zu ihrer leiblichen Schwester Rosa gesagt haben: "Komm, wir gehen für unser Volk." Welches Volk meinte sie, das jüdische oder auch das deutsche? Beides passt zu ihr, denn der Gedanke der Stellvertretung prägte ihr ganzes Leben. Das kann man in ihrem geistlichen Testament vom Juni 1939 nachlesen. Damals wusste Edith Stein noch nichts von ihrem grausamen Tod in Auschwitz. Sie schreibt in diesem Testament ausdrücklich, sie wolle ihr Leben als Sühne unter anderem für Deutschland hingeben, und bietet ihr Leben stellvertretend für den Frieden an. So ist Edith Stein auch für Deutschland gestorben, worüber erstaunlicherweise nichts gesprochen wird.“ So sagt es  die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz.

Warum darüber nicht gesprochen wird, ist jedem im politischen Diskurs sich Auskennenden völlig klar: Die Motivation: „für Deutschland“ ist einfach völlig inakzeptabel, denn „für Deutschland“ sind nur Rechtsstehende und darum ist bei uns ja die Parole: „Alles für Deutschland“ strafbar. „Deutschland verrecke!“ ist dagegen politisch korrekt. Daß diese Heilige nun gar ihren Tod als ein Sühnopfer verstand, ist dann für den heutigen theologischen Diskurs völlig inakzeptabel und paßt einfach auch nicht zu der Vorstellung, sie sei ein Opfer der nationalsozialistischen Willkürherrschaft, impliziert die Sühnopfervorstellung doch, daß der Geopferte ein sich opfern Wollender gewesen sei. Aber all das interssiert nicht, es interessiert diese Heilige nur noch als ein Propagandamittel gegen Rechts.

Was wird denn nun unter extrem menschenfeindlichen Tendenzen unserer Zeit verstanden? Etwa die circa 100.000 getöteten Kinder pro Jahr, in 10 Jahren 1 Millionen Abgetriebene- nein natürlich nicht, auch nicht die vielen Opfer der Ausländerkriminalität, denn die gibt es für politisch Korrekte gar nicht, sondern wenn 600 Rechtsradicale eine Gegenkundgebung zur Homosexdemonstration CSD veranstalten! Daß die praktizierte Homosexualität laut dem Katechismus der Katholischen Kirche eine Sünde ist und somit auch die öffentliche Propagierung der Homosexualität, vergißt dieser Kath de Kommentar, politisch immer hundertprozentig korrekt selbstverständlich.

Nun zu dem hl. Maximilian Kolbe: Von ihm wird geschrieben, daß er freiwillig sein Leben geopfert habe, um das eines Mitgefangenen zu retten. Laut dem heutigen gültigen Katechismus der Kirche ist das ein Fall eines Selbstmordes: „Tötet mich und verschon den Anderen“ ist in Hinsicht auf die so Aufgeforderten eine Tötung auf Verlangen, in Hinsicht auf den so Fordernden ein Freitod. Wenn jemand sagt: „Erschieße mich, denn ich kann mir selbst das Leben nicht mehr nehmen ob meiner schweren Erkrankung, zweifelt niemand daran, daß dies ein Suizid ist. Für den Suizid gilt nun, daß diese Handlung ein malum in se ist, sodaß ein noch zu guter Zweck diese Handlung nicht rechtfertigen kann, auch nicht der, einem anderen Menschen damit das Leben zu retten. So rigoristisch urteilt der Katechismus. Das hat zur Konsequenz, daß Herr Kolbe niemals hätte heilig gesprochen werden dürfen! Aber er wurde es. Das zeitigt nun diese Abstrusität: Einerseits will die Kirche an der Verurteilung des Freitodes als schwere Sünde festhalten und anderersits will sie Maximilian Kolbe als einen Helden des antifaschistischen Kampfes, als ihren Heiligen, der beweisen soll, wie sehr die Kirche gegen Hitler war.

Daß dieser Heilige dann auch noch in dem Freimaurertum die größte Gefahr für die Katholische Kirche erkannt hatte und gegen die Logen kämpfen wollte, paßt nun auch nicht zum Heiligsein modernen Verständnisses, denn die einzig Bösen sind nun mal die „Nazis“ und da die gegen das Logenwesen vorgingen, müssen das dann ja gute Menschen sein, gegen die man nicht sein darf.

Aber so genau nimmt man das alles nicht: Wir leben in Wahlkampfzeiten, Rot-Grün schneidet bei allen Wahlprognosen nicht gut ab, sodaß jetzt die Kirche der Rot-Grünen-Regierung jetzt zur Hilfe eilt, indem sie gegen die Oppositionspartei, die AfD in den Ring steigt. Dazu sind dann auch diese zwei Heilige zu instrumentalisieren und alle Oppositionellen aus der Kirche herauszudrängen. Das Zentrum des Glaubens ist eben nicht mehr die Eucharistie sondern die Rot-Grünen- Bejubelungskirchentage! Diese Ersetzung der Religion durch die Politisierung der Kirche ist auch das Eingeständnis, mit der christlichen Religion die Bürger nicht mehr zu erreichen.