Dienstag, 15. September 2026

Der Kampf eines Musterschülers der politischen Theologie gegen die Eucharistie

 

Der Kampf eines Musterschülers der politischen Theologie gegen die Eucharistie





Professor Paul Zulehner ist nun nicht einfach ein linksliberaler immer hundertprozentig politischer Korrekter sondern auch ein Musterschüler der politischen Theologie.Mit gemischten Gefühlen erinnere ich mich an einen (Wahlkampf)Vortrag dieses Professors, wo ich am Ende nur noch eine Frage hatte: Hat uns Jesus Christus oder die aller- aller christliche Bundeskanzlerin Merkel erlöst?

Kath de berichtet nun von einem neuen Einfall dieses „Pastoraltheologen“, von seinem Kampf wider die Eucharistie. Im Hintergrund könnte eine gewisse Renaissance der eucharistischen Frömmigkeit stehen, es sei an die Heiligsprechung von Carl Acutis und an die Widerbelebung der eucharistischen Anbetung erinnert. Schon der Reformator Luther polemisierte gegen diese Anbetungspraxis mit dem phantastischen Argument: Jesus wolle von uns im Abendmahl gegessen und getrunken und nicht angebetet werden.

In dieser Tradition steht wohl auch diese Äußerung des Pastoraltheologen: „Laut Paul Zulehner ist die Eucharistie ein Auftrag zur Veränderung von Kirche und Gesellschaft. Wenn Menschen sich von der Eucharistiefeier tatsächlich verwandeln ließen, müsste dies Folgen für den Umgang mit Geflüchteten, für den Schutz der Schöpfung und für den Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit haben, sagte der Pastoraltheologe“.1

Also, nicht ist die Eucharistie ein gnadenvermittelndes Sakrament und schon gar nicht das Meßopfer der Kirche, sondern ein Appell an die Empfänger, sich selbst zu verändern. Theologegeschichtlich Interessierte könnten hier eine Rezeption der reformierten Theologie Karl Barths vermuten, der die letzten zwei Sakramente innerhalb des Protestantismus abschaffen wollte, um sie neu zu erfinden als das Fundament der Ethik, daß der Christ auf das ihm zugekommende Heil antwortet, gemäß Jesus Christus leben zu wollen. Ein Sakrament wäre so ein Eid, christlich leben zu wollen und nicht etwas Gnadenvermittelndes.

Unter dem Terminus des: Umganges mit den Geflüchteten versteht dieser politische Theologe, daß die Politik der offenen Grenzen der Kanzlerin Merkel prolongiert werden solle und daß jede Kritik an dem Projekt der Multiethnisierung der Völker Europas widerchristlich sei.

„Für den Schutz der Schöpfung“ ist natürlich ein völlig unsinniges Anliegen, da Gottes Schöpfung das ganze Universum umfaßt und nicht nur den Planeten Erde. Gott allein ist der Schöpfer des Universums, er allein kann es auch erhalten und wenn er seine Schöpfung wirklich nichten wollte, dann hätte Gott dafür gewiß gute Gründe, sodaß wir als Christen nicht gegen ihn zu protestieren hätten.

Und dann soll der Christ sich verpflichtet fühlen, „für Frieden und Gerechtigkeit“ einzutreten. Das klingt gut, aber vor kurzem las ich in einem sehr klugen Buch: „Heute dient Demokratie samt Menschenrechtsforderungen in erster Linie der Sicherung des Weltbeherschungsanspruches der USA, der Legitimierung von Interventionen in die Angelegenheiten anderer Staaten, der Aufhebung ihrer Grenzen, dem Abbau ihrer Souveränitätsrechte und der Auslöschung der nationalen Kulturen zugunsten jener westlichen Zivilisationen und >Wertegemeinschaft<, die mit ihren oft genug gewaltsamen Interventionen die Freiheit ganzer Völker und Staaten mit Füßen tritt.“2,

Meint der politische Theologe nicht genau dies, wenn er von dem Ziel des Friedens und der Gerechtigkeit schreibt? Daß der Umgang mit den „Geflüchteten“ das Ziel der Auslöschung der nationalen Kulturen verfolgt, ist ja unübersehbar.

Augenfällig ist das völlige Unverständnis für den religiösen Charakter der Eucharistie, daß die Eucharistie der Gottesdienstkult der christlichen Religion ist in der Tradition des Jerusalemer Tempelkultes .

Der Empfang der Kommunion soll nur noch ein Appell und eine Selbstverpflichtung zu einem politischen Engagement sein gemäß den Vorgaben der politischen Korrektheit. Dann darf wohl auch gemutmaßt werden, daß der geforderte Schutz der Schöpfung meint, daß das Volk den „Gürtel enger zu schnallen habe“, da es bis jetzt in einer ihm nicht zukommenden Weise konsumiere und genieße! Wenn die Eurokraten große Kriege planen für die westliche Wertegemeinschaft, dann muß der „gemeine Mann“ eben zu verzichten lernen, müssen wir Europäer doch kriegsbereit gegen Rußland werden!



1 Theologe Zulehner fordert eine "Europaverwandlung" durch Eucharistie, Kath de 15.9.2026.



2Friedrich Romig, Die Rechte der Nation, 2002, S.101.

Bischof Bätzing profiliert sich weiterhin als Vertreter einer politischen Theologie und als regierungstreu

Bischof Bätzing profiliert sich weiterhin als Vertreter einer politischen Theologie und als regierungstreu


Wikipedia informiert uns über den Ursprung des Begriffes der „politischen Theologie“:

„Der Begriff der Politischen Theologie geht auf den römischen Gelehrten Varro zurück. Dieser grenzte mit dem Begriff >theologia civilis< die den Kaiserkult legitimierende >bürgerliche Theologie< von der >mythischen Theologie („theologia mythica und der >natürlichen Theologie< (>theologia naturalis<) ab. In der Übersetzung wurde der Begriff >theologia civilis< im deutschen Sprachraum in der Regel als >Politische Theologie< wiedergegeben. Es handelt sich aus heutiger Sicht dabei eher um für politische Zwecke benutzte >Mythologie<.“

Bürgerlich meint hier: staatsbürgerlich und soll eine religiöse Legitimierung des Staates,seiner Ordnung benennen. Man könnte nun spontan meinen, daß eine wie dann auch immer materialiter ausgeführte theologische Legitimierung der Staatsordnung durch ihre jetzige demokratische obsolet geworden ist. Eric Peterson versuchte gar in seiner Kritik an den angeblich Kaiser Konstantin hoferierenden und beweihräuchernden Eusebius von Caesarea das Ende der „politischen Theologie“ erblickt zu haben, denn der Glaube an den dreieingen Gott ließe keine politische Theologie zu.1

Aber die „politische Theologie“ erhielt im Geiste der 68er einen ganz anderen Gehalt: In ihrem Namen wurde das politische System kritisiert und oft eine radicale Systemveränderung eingefordert, daß eben Reformen keine qualitative Verbesserung des Bestehenden erwirken könnten. Die marxistische Befreiungstheologie und viele Spielarten von „Christen für den Sozialismus“ revitalisierten so das Konzept einer „politischen Theologie“, nun aber in einer systemkritischen Akzentuierung.

Aber diese kritische Theologie verschwand mit dem Ende des „real existierenden Sozialismus“, da nun der Kapitalismus als die alternativlose Gesellschaftsform anerkannt wurde und nur noch Reformen eingefordert wurden in einem sozialdemokratischen Sinne: Der Staat solle den Kapitalismus als „soziale Marktwirtschaft“ humanisieren.

Nun aber erleben wir eine Renaissance der politischen Theologie im ursprünglichen Sinne, im Geiste Varros! Nach Carl Schmitt ist für den politischen Diskurs konstitutiv die Bestimmung des „Feindes“. Das ist der, der so eine wesentliche These Michel Foucaults, aus dem regelgesteuerten Diskurs ausgeschlossenen ist: Nicht jeder ist ein legitimer Teilnehmer eines bestimmten Diskurses. Ein komplexes Regelsystem bestimmt, was ein legitimes Element eines Diskurses ist und wer ein legitimer Teilnehmer eines Diskurses ist.

Mit dem Feind redet man nicht, man redet nur über ihn! Diesen Standpunkt hat sich Bischof Bätzing und nicht nur dieser Amtsinhaber der Kirche zu eigen gemacht. Die Zeiten der Idee eines „herrschaftsfreien Diskurses“ im Geiste Habermas sind ad acta gelegt, Die Kirche hat heute den Liberalismus als einzig legitime Ideologie anerkannt und verwirft so jedes Gespräch mit Vertretern einer anderen Ideologie. Sah die sog vorkonziliare Kirche noch den Liberalismus als eine kirchenfeindliche Ideologie an, so änderte sich das durch den „Kalten Krieg“. Als die antisozialistische Ideologie im Widerstreit mit den sozialistischen Staaten reüssierte der Liberalismus zu der einzig anerkannten Ideologie des „freien Westens“, der sich die Kirche auch unterwarf angesichts der Bedrohung durch einen atheistischen Marxismus.

Nach dem Untergang des „real existierenden Sozialismus“ fand der Liberalismus sich in einer politischen Welt ohne ideologische Feinde wieder und ermöglichte es so dieser Ideologie, sich als eine Nichtideologie zu maskieren: Ideologien hätten nur die „Feinde“, nicht wir.

Aber auch wenn ein amerikanischer Philosoph gar euphorisch das „Ende der Geschichte“ proklamierte angesichts dieses Endsieges des Liberalismus erwuchs dem politischen System des Liberalismus ein alter neuer Feind: die Wiedergeburt der politisch Rechten. In Deutschland offenbarte sich dieser alte und doch so neue „Feind“ in den Demonstranten gegen die SED- Regierung in der patriotischen Parole: „Wir sind ein Volk“,das die demokratische: „Wir sind das Volk und nicht die SED“ ersetzte. Seit dem avancierte der Kampf gegen Rechts zu der Aufgabe für den politischen Diskurs, als 1989 f viele Antideutsche, nicht nur die „Grünen“ gegen die Wiedervereinigung protestierten und ein vereintes Deutschland als die Gefahr für den Weltfrieden deklarierten.2


Die neue Sternstunde der politischen Theologie gründet sich so direkt aus dem ideologischen Kampf des Liberalismus gegen jede conservative und rechte Liberalismuskritik. Dabei gelingt es sehr simpel, die ganze Ideologie des Liberalismus in die Theologie und Kirche zu implantieren durch die Aussage, daß Gott als der Schöpfer des Menschen der Grund seiner Menschenwürde und der Menschenrechte sei, sodaß die Lehre von der Menschenwürde nun die Substanz der Kirche ausmache und die wird im Geiste des Liberalismus ausgelegt.

Die Kirche offeriert so dem politischen System eine kontingente Letztbegründung, daß nur die Demokratie,eine von der christlichen Religion bejahbare Staatsform sei. Deshalb muß die Herrschaft der demokratischen Blockparteien von jedem Christen gegen jede Kritik verteidigt werden. Da nun die westliche Demokratie sich in einer Legitimierungskrise befindet, will nun die Kirche dem Staate zur Hilfe eilen, ihn gegen jede Kritik zu verteidigen. Dazu gehört nun konstitutiv die Ausgrenzung des „Feindes“ aus dem öffentlichen Diskurs: Mit solchen reden wir nicht! „Spiel nicht mit Schmuddelkindern“ hieß das einst bei J. Degenhardt, nur damals kritisch gemeint.

Die Kirche wie auch die EKD gehen dabei vorbildlich innerkirchlich gegen Rechts vor durch eine konsequente Ausgrenzung aller Nichtliberalen.

Der Primat der Politik wirkte sich auch auf die Ökumene aus: Dem Zusammenschluß von katholischen und evangelischen Christen in den C-Parteien korrelierte das ökumenische Anliegen, die innerchristlichen Glaubensdifferenzen als unwesentlich zu beurteilen im gemeinsamen Kampf gegen den „Osten“. Der alte Feind des „Kalten Krieges“ Moskau wird nun auch wieder revitalisiert in der Renaissance des Kalten Krieges und die „Russisch- Orthodoxe Kirche“ zur Feindkirche erklärt aus rein politischen Gründen. Der politische Diskurs bestimmt, wen die Kirche dann auch selbst zu ihrem Feind deklariert.

Bischof Bätzing erweist sich so als ein wahrhaftiger Bischof einer politischen Theologie, die ihre Aufgabe in der Apologetik des herrschenden politischen Systemes und der Bekämpfung jeder Kritik an ihm ansieht. 

Corollarium

"Bischof Bätzing führte nun aus, es gehe in der Debatte zum einen um das Selbstbestimmungsrecht für ungewollt schwangere Frauen und zum anderen um den Schutz ungeborenen Lebens. Die derzeitige Praxis - Paragraf 218a garantiert Straffreiheit unter bestimmten Bedingungen - bedeute aus seiner Sicht eine "kluge Balance", so der Bischof von Limburg. " Domradio 17.7.25: In dieser Debatte ist viel schief gelaufen. Dieser Bischof beurteilt die Tötung von 100.000 Kindern pro Jahr, 1 Million in 10 Jahren für eine "kluge Balance",aber den Willen zur Repatrierung illegal Eingewanderter für inhuman. 


1Vgl dazu: Carl Schmitt, Politische Theologie I und II.

2So etwas der Grünenpolitiker und Exaußenminister J. Fischer in seinem antideutschen Elaborat: „Risiko Deutschland“.

Montag, 14. September 2026

Wie man sich das Sonntagsevangelium Mt 28,21-35 kommod zurechtlegt und ohne Gott dabei auskommt

 

Wie man sich das Sonntagsevangelium Mt 28,21-35 kommod zurechtlegt und ohne Gott dabei auskommt



Dieser Bibeltext kann als eine Ausführung zur VaterUnser Bitte: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben“,indem dieser Text uns belehrt, welche Folgen es hat, wenn wir, denen Gott uns unsere Sünden vergibt, unseren Mitmenschen nicht vergeben wollen.

„Pater Christoph Kreitmeir über das Sonntagsevangelium :Über die Kunst der Vergebung“ ist auf Kath de am 13.9. 2026 nachzulesen.Bedeutsam ist nun in erster Linie nicht, was der Ausleger da nun zu Papier gebracht hat, sondern was er völlig uns verschweigt: daß Gott, die erteilte Sündenvergebung widerruft, wenn dem er sie vergeben hatte, selbst seinem Nächsten seine Sünden ihm gegenüber nicht vergibt. „Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern,bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.“

Bedeutsam ist hier zunächst, daß von dem „Bruder“ gesprochen wird und somit nicht von jedem Mitmenschen, denn in den Evangelien meint der Bruder stets einen Christgläubigen und nicht jeden Menschen.1

Ich kann mich an keine Predigt zu diesem Evangelium erinnern, indem nicht hier statt vom Mitchristen von allen Menschen die Rede gewesen ist! So wird dies auch in der Auslegung auf Kath de verschwiegen.

Aber es wird noch seltsamer: „Kennen Sie unversöhnliche Menschen, die sich selbst, anderen, dem Schicksal, ja vielleicht sogar Gott nicht vergeben können? Wenn ja, dann wissen Sie, dass diese Menschen nicht nur unglücklich und bitter sind, sie vergiften um sich herum auch die Atmosphäre.“

Es geht also nicht darum, daß Gott uns vergibt, sondern daß wir gar gegen Gott murren, und daß Nichtvergebungsbereite sich selbst und ihren Mitmenschen damit schädigen. Sie vergiften so sich selbst und ihre Mitmenschen.

Aber Jesus Christus lehrt uns hier etwas ganz anderes: Nicht, daß der Nichtvergebungsbereite sich selbst damit vergiftet sondern daß Gott ihm dann die Vergebung widerruft. Gott zürnt dem Nichtvergebungsbereiten. Von „Gottes Zorn“ spricht hier der Sohn Gottes und nicht von einer Selbstschädigung, wenn wir nicht zum Vergeben bereit sind.


Diese Auslegung schafft es, Gott aus dem Text herauszudrängen und aus dem Vergeben ein psychologisches Phänomen zu machen: „Vergib und versöhnt wirst Du dann besser, da nicht sich selbst vergiftest, leben!“ Daß Gott vergibt aber sein Vergeben revozieren kann, wenn wir nicht bereit sind, zu vergeben, das wird aber nicht nur in dieser Auslegung verschwiegen. In der von mir gehörten Sonntagspredigt wurde immerhin von Gottes Vergeben unserer Sünden gepredigt, aber auch kein Wort darüber verloren, wie Gott reagiert, wenn wir unseren Brüdern (und Schwestern) die Sünden uns gegenüber nicht vergeben!


Dabei ist dieser Text eine Explikation der VaterUnserBitte: wie wir vergeben wird auch Gott uns vergeben, sodaß gilt: Wenn wir nicht vergeben, obschon Gott uns unsere Sünden vergeben hat, dann revoziert Gott seine Sündenvergebung.


Ganz modernistisch streicht die Kath de Predigt Gott ganz aus, um aus dem Vergeben einen rein zwischenmenschliches Tuen zu machen, gemäßigter ist es, zwar von Gottes Vergeben zu predigen, aber Jesu Rede vom Zorn Gottes über den Nichtvergebenden wegzustreichen. Gott vergebe uns, egal wie wir dann uns den Mitchristen gegenüber verhalten, ob wir ihnen vergeben oder auch nicht vergeben. Jesus lehrt hier genau das Gegenteil aber mit solch einer Wahrheit will wohl kein Prediger mehr seine Hörer inkommodieren.

1Es ist wohl heutiger Standard, „Brüder“ im Geiste der Französischen Revolution auszulegen, dabei aber zu verschweigen, daß die Kritiker dieser Revolution ganz „brüderlich“ durch die Guillotine enthauptet wurden.

Sonntag, 13. September 2026

Ein gravierendes Problem der kirchlichen Ehemorallehre

 

Ein gravierendes Problem der kirchlichen Ehemorallehre


„Was tun?“, wenn einer der Ehepartner zu dem anderen sagen muß: „Ich liebe Dich nicht mehr – einen Anderen liebe ich!“ Die wechselseitige Liebe gilt für unser heutiges Eheverständnis als das Fundament der Ehe. (Eine Vernunftehe dagegen erscheint als problematisch, wenn nicht gar als eine Nichtehe, da das Wesentliche, das Sichwechselseitiglieben fehlt!)

Bekannte nun etwa der Ehemann: „Dich liebe ich nicht mehr, könnte dann die Ehefrau erwidern: „Du hast mich zu lieben, das ist Deine Pflicht als mein Ehemann, also liebe mich wieder“? Von jedem Angestellten kann im Berufsleben sein Vorgesetzter verlangen, daß er seinen Berufspflichten nachkommt, der Staat, daß wir unsere staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen, aber kann die eheliche Liebe als eine Pflichterfüllung eingefordert werden?

Oder sollte die Ehefrau in diesem Falle so argumentieren: „Du hast mich geliebt und mich ewig zu lieben geschworen, also kann es nicht sein, daß Du aufgehört hast, mich zu lieben“? Das ist so, als wenn ein Autofahrer in der Folge eines Frontalzusammenstoßes mit einem Geisterfahrer auf einer Autobahn erklärte: Er könne nicht da gestorben sein, da es auf einer Autobahn a) keinen Geisterfahrer geben dürfe, b) es also auch keinen gegeben habe, sodaß c) dieser Unfall nicht geschehen sei und er d) nicht in der Folge des Unfalles verstorben sei! Nur, das was nicht sein durfte, ist doch geschehen.

Der Imperativ: „Liebe“ ist ein erfüllbarer, wenn darunter ein Willensakt verstanden würde, etwa im Sinne Thomas von Aqiuns, daß lieben hieße, den man liebt, Gutes tuen zu wollen. Wenn ein Arzt seinen Patienten Gutes tuen will, indem er sie gesund machen will, erfüllt er wohl seine ärztlichen Pflichten dem Erkrankten gegenüber, aber niemand urteilte: „Er liebt seinen Patienten!“

Die Liebe ist nun mal ein Gefühlt, neben dem Haß das stärkste, wozu ein Mensch befähigt ist, aber seinen Gefühlen kann niemand befehlen.


Was hielte man von dieser Aussage: „Da beschloß ich,diesen Mann zu lieben!“? „Was muß ich tuen, damit ich mich in einen Jungen verliebe?“, mag ein junges Mädchen ihre Freundin fragen, aber was sollte und könnte sie ihr darauf respondieren? Die Römische Kultur wußte, daß das Verlieben die Folge eines Amorpfeiles ist, der im Herzen von Menschen es zum Verlieben und zur Liebe entzündet. Jetzt leben wir in einer wissenschaftsgläubigen Zeit, aber im Punkte des Sichverliebens sind wir nicht über den Amorpfeil hinausgekommen. (Die Erfolgsserie: „Sturm der Liebe“ illustriert dies auf das überzeugendste!)

Die Ehefrau kann um des katholischen Glaubens an die Unauflösbarkeit einer gültig geschlossenen sakramentalen Ehe zum Ehemann sagen: „Du hast mir gegenüber Deine Ehepflichten weiter zu erfüllen!“, aber die Liebe, die verloschene kann sie nicht einfordern, daß der Mann sie zu lieben habe. Nur die Nächstenliebe ist einforderbar, als den Willen, dem Nächsten Gutes tuen zu wollen, also seine Pflichten nachzukommen.

Gilt aber die wechselseitige Liebe als das Band der Ehe, das das Ehepaar Zusammenbindende, dann wird die Ehe, in der der Eine den Anderen nicht mehr liebt, zum gravierenden Problem. Der Gesetzeslehrer Moses hatte ein Einsehen in dies Problem und erlaubte so in bestimmten Fällen eine Ehescheidung, aber unser Gesetzeslehrer Jesus Christus hat zu dieser Ermäßigung sein „Nein!“ gesprochen. Die Reaktion seiner Schüler: Dann sei es nicht gut, zu heiraten!, zeigt, daß schon die ersten Christen das Problem dieser Ehelehre ad hoc vor Augen hatten.

Die Protestanten streichen Jesu Ehelehre und kehren zu Mose zurück, die Katholische Kirche hält an Jesu Ehelehre fest- trotz dieser gravierenden Problematik.




Freitag, 11. September 2026

Carlo Acutis ein Heiliger unser Zeit schreibt uns, ein ganz aus unserer Zeit Herausgefallender und so für immer wahr:

 

Carlo Acutis ein Heiliger unser Zeit schreibt uns, ein ganz aus unserer Zeit Herausgefallender und so für immer wahr:


„Die Heilige Eucharistie ist meine Autobahn in den Himmel.“

„Immer mit Jesus vereint sein, das ist mein Lebensprogramm.“

„Die Jungfrau Maria ist die einzige Frau in meinem Leben.“

„Je mehr wir die Eucharistie empfangen, desto mehr werden wir wie Jesus werden,
so dass wir auf Erden einen Vorgeschmack auf den Himmel haben werden.“

„Wenn wir uns der Sonne zuwenden, werden wir braun …
aber wenn wir in der Eucharistie vor Jesus stehen, werden wir heilig.“

„Nach der Heiligen Eucharistie ist der Rosenkranz die stärkste Waffe,
um den Teufel zu besiegen.“

„Bitte ständig Deinen Schutzengel um Hilfe.
Dein Schutzengel muss dein bester Freund werden.“

„Wir haben es besser als die Apostel, die vor 2000 Jahren mit Christus gelebt haben. Wir brauchen, um Ihm zu begegnen, nur in die Kirche zu gehen.
Wir haben Jerusalem vor der Haustür.“ 

„Der Weg führt geradeaus ins Paradies,
wenn man jeden Tag die Eucharistie empfängt und sie anbetet.“

„Es ist wundervoll, denn alle Menschen sind gerufen, wie Johannes Lieblingsjünger zu sein. Es reicht aus, eine eucharistische Seele zu werden und Gott zu erlauben, in uns jene Wunder zu vollbringen, die nur er vollbringen kann! Notwendig ist allerdings die freie Zustimmung unseres Willens. Gott will niemanden zwingen. Er will unsere frei geschenkte Liebe.“

„Der Herr hat uns durch sein Opfer am Kreuz gerettet, das muss in uns unendliche Liebe und Dankbarkeit hervorrufen.“

„Was nützt es dem Menschen, wenn er tausend Schlachten gewinnt und es dann nicht schafft, sich selbst zu besiegen?“

„Geld ist nur Altpapier.
Was im Leben zählt ist der Adel des Geistes, das heißt die Art und Weise, wie man Gott liebt und wie man den Nächsten liebt.“



zitiert nach:


Carloacutis.de https://carloacutis.de

Auf eine Kommentierung dieser tiefgründigen Aussagen verzichte ich, sie sprechen für sich! 




Donnerstag, 10. September 2026

„Glaube als >Schwungrad der Demokratie<"? Über den neuen Sendungsauftrag der Katholischen Kirche

 

„Glaube als >Schwungrad der Demokratie<"?1 Über den neuen Sendungsauftrag der Katholischen Kirche



In dem Communioartikel heißt es nun sehr treffend: „Wider die Funktionalisierung des Glaubens – eine Antwort auf Kardinal Marx“2:

„Kardinal Reinhard Marx sieht den christlichen Glauben als >Schwungrad der Demokratie<. Das ist ein starkes Bild – und doch stellt sich die Frage, ob es den Glauben nicht zu sehr von seiner gesellschaftlichen Funktion her denkt.“

M.E ist der Terminus der „gesellschaftlichen Funktion“ unpräzise, besser hieße es: für das politische System, wobei dann dies als eine Teilmenge der Gesellschaft verstanden werden kann. Die „Demokratie“, präziser die Herrschaft der demokratischen Blockparteien, das sind die Parteien, die sich wechselseitig als „demokratisch“ und als „regierungsberechtigt“ anerkennen, ist durch die Erfolge rechter Parteien, in Deutschland jetzt durch die AfD gefährdet.Im Namen des Kardinals Marx offeriert nun die Katholische Kirche ihre Dienste diesen Blockparteien an. Die Kirche sei notwendig für die Apologetik des jetzigen politischen Systemes gegen ihre Kritiker.

Die Kirche will so ihre Existenz legitimieren durch ihre Nützlichkeit für dies politische System. Kardinal Marx ermahnte ja schon die Kirche: „Keine Behauptungen aufstellen, als hätte man einen unmittelbaren Zugriff auf die Wahrheit: Kardinal Reinhard Marx warnte im Fuldaer Dom davor, so zu tun, "als wüssten wir genau Bescheid und die anderen bräuchten nur zuzuhören".3 Die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus habe eben kein gewisses Wissen über Gott uns vermittelt, auch die Kirche wüsse halt nichts Gewisses über Gott, so rede man doch lieber und besser, so darf nun dieser Kath de Artikel ergänzt werden von dem Anti-Rechts- Engagement der Kirche als ihre Zentralaufgabe.

Salopp formuliert: Nicht mehr Gott sondern das politische System ist der Auftraggeber der Kirche, dem sie durch eine Verteidigung dieses Staatssystemes zu dienen habe.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Wilmer demonstriert dann praktisch, wie dieser Staatsauftrag zu erfüllen sei:

„Die AfD sei nachweislich nationalistisch und völkisch eingestellt, sagte Wilmer am Mittwochabend in Berlin. Für dieses völkische Gedankengut sei weder in noch außerhalb von Gotteshäusern, weder im Christentum noch im Judentum, noch im Islam Platz.“4 Irritierend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Bischof den anderen Religionen diktiert, was in ihnen nicht erlaubbar sei! Ein Blick in das Nachbarland der Türkei zeigt überdeutlich die dortig praktizierte Synthese zwischen dem Islam und dem türkischen Nationalismus. Der jüdischen Religion ist der jüdische Patriotismus und Nationalismus so im Blute eingeschrieben, daß nur ein paar wenige kosmopolitische liberale Juden da herausfallen. Alle Orthodoxen Kirchen sind selbstverständlich nationalistisch, nicht nur die Russische!

Aber dieser Bischof diffamiert diese Synthese des Jas zu Gott mit einem Ja zum eigenen Volkstum eben als „völkisch“ und antichristlich aus rein politischen Gründen, da unsere demokratischen Blockparteien antinational eingestellt sind ganz im Sinne der westlichen Siegermächte, die jedes Wiedererwachen Deutschlands zu einer eigenen Stärke verhindern wollen. Bei uns ist ja die Aufforderung: „Deutschland erwache!“ verboten.

Die Demokratie zu verteidigen gegen ihre Kritiker meint, die Herrschaft der Blockparteien gegen jede Opposition zu verteidigen, denn unter der Demokratie wird hier die Oligarchie der sich wechselseitig als regierungsberechtigt anerkennenden Parteien verstanden. Dieser Bischof offeriert dann sogar praktische Vorschläge zur Verteidigung der Blockparteienherrschaft:

"Eine freie Gesellschaft lebt davon, dass Menschen unterschiedliche Meinungen vertreten dürfen. Doch Freiheit setzt eine gemeinsame Wirklichkeit voraus", so Wilmer. Würden Tatsachen verfälscht, unterdrückt oder durch Desinformation ersetzt, verlöre die Meinungsfreiheit ihren demokratischen Sinn.“5

Also, es dürfen keine Tatsachen verfälscht, und Desinformationen verbreitet werden. Mit dieser Begründung wurde in Europa der Empfang von „Rußland heute“ schon verboten, da dieser Sender einseitig über den Ukrainekrieg berichte; nur die Sicht der Nato sei objektiv ausgewogen! Das von der SPD geforderte Verbot des Magazines „Compact“ scheiterte aber, das Magazin war der SPD zu regierungskritisch! Im Klartext meint der Bischof, daß die Medien verpflichtet seien zum Schutze der Demokratie, die Tatsachen so darzustellen, wie sie der jeweilige Regierungssprecher uns Untertanen darlegt. Entgegengesetzte Darstellungen gefährdeten nämlich die Oligarchie der demokratischen Parteien.

Die Aufgabe der Kirche sei eben ihr Nützlichkeitserweis für das politische System, das ist wirklich die (Selbst)Aufgabe der Kirche oder eben ihr neuer Sendungsauftrag!Die "politische Theologie" erlebt so eine Wiedergeburt, nachdem sie eine lange Zeit ob der Kritik des ersten "politischen Theologen", Eusebius von Caesarea obsolet war.

1Jan-Heiner Tück: Wider die Funktionalisierung des Glaubens – eine Antwort auf Kardinal Marx, Communio 10.9.2026

2A.a.O.

3Kath de 29.9.2022: Kardinal Marx mahnt Amtsbrüder zu mehr theologischer Bescheidenheit.

4 Bischof Wilmer: Für völkische Gedanken ist im Christentum kein Platz, Kath de am 9.9.2026.

5Wie Nr 4.

„Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!“ Die Erfolge von Multikulti!

 

„Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!“


So titelt Kath net am 10.9.2026 und faßt damit zutreffend die Ergebnisse der aktuellen Pisastudie zusammen. M.W ist noch nie den KI- Überblicken in den Medien vorgeworfen worden, sie seien „rechtslastig“. Was sagt nun die „Übersicht mit KI“ zu dieser Causa:

„Der Anteil von Schülern ohne deutschen Pass liegt in Deutschland bei rund 16 Prozent, während über 40 Prozent einen Migrationshintergrund haben. Die PISA-Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Zuwanderung, sprachlichen Hürden und sinkenden schulischen Leistungen.“

Das könnte auch weniger klausuliert, aber hier muß eben auch eine „Künstliche Intelligenz“ der Politischen Korrektheit ihren Tribut zahlen, ausgesagt werden: Viele Schüler können so wenig Deutsch, daß sie im Schulunterricht nicht die erwünschten und gesollten Leistungen erbringen können.

„Kernergebnisse zu Schülern mit Migrationsgeschichte.Starke Leistungsunterschiede: Deutschland gehört laut OECD-Sonderauswertungen zu den Ländern, in denen die Leistungsunterschiede zwischen einheimischen Schülern und solchen mit Migrationshintergrund am größten sind.

Sprachbarrieren als Hauptfaktor: Bildungsforscher und der PISA-Chef Andreas Schleicher betonen, dass mangelnde Sprachkompetenz in der Unterrichtssprache das größte Risiko darstellt.“ 

 

Um der politischen Korrektheit willen wird hier von „Sprachbarrieren“ geschrieben: Der Terminus soll eben suggerieren, daß hier um einer Benachteiligung der Schüler mit einem Migrationshintergrund willen Hindernisse aufgestellt werden, sodaß sie im Schulunterricht nicht mithalten können. Man hätte das auch so sagen können: Kinder von ausländischen Eltern, Ausländerkinder können oft so wenig Deutsch, daß sie nicht erfolgreich unterrichtet werden können.


Eine simple Tatsache kann dies erklären: Inzwischen existieren in Deutschland diverse Sprach- und Nationengemeinschaften, die fast nur noch intern in ihrer jeweiligen Sprachgemeinschaft kommunizieren. Die Herausbildung von Parallelgesellschaften ist im Wesentlichen die Herausbildung von insularen Sprachgemeinschaften, die zwar in dem Raum Deutschland existieren, aber sich zusehens von ihrem Gastland und den anderen ausländischen Gemeinschaften separieren.

Ein paar private Beobachtungen stützen diese These: Wenn ich an einem Spielplatz einer bayrischen Kleinstadt entlang spaziere, höre ich fast kaum noch eine Mutter mit ihren Kindern deutsch sprechen; ein babylonisches Sprachgewirr herrscht, denn jede Mutter spricht mit ihrem Kinde in ihrer Muttersprache. Mütter der selben Sprache sprechen dann auch nur miteinander. Wann und wie kommt dann ein solches Ausländerkind mit der deutschen Sprache in einen Kontakt? Wenn, dann nur im Kindergarten!

Ich wohne in einem Haus mit circa 15 Mietparteien, von denen kein Mieter mehr Deutsch kann! Nicht mal die Warnung: „Glatteis- seien Sie vorsichtig!“ konnte von den Nachbarn verstanden werden: „Nix Deutsch!, wurde mir geantwortet.

Inzwischen existieren in Deutschland Firmen, Handwerksfirmen etwa, in denen nur noch der „Chef“ Deutsch kann, seine Mitarbeiter rekurriert er aus Landsleuten, die kein Wort Deutsch mehr können und es auch nicht können brauchen! ´´Man kann inzwischen als ein Ausländer unter Deutschen gut leben, ohne ein einziges Wort Deutsch zu können! Ja, Berufsschüler in München erzählten mir, daß selbstbewußte Türken ihnen erklärten, daß sie kein Deutsch mehr lernen wollten in einem radebrechenden Deutsch, da sie bald hier den „Laden übernehmen“ würden, aus Deutschland „Türkland“ werden würde, sodaß sie gefälligst Türkisch zu erlernen haben werden! „Unsere Frauen bekommen mehr Kinder als die Eurigen, wir sind bald die Ton angebende Mehrheit!“


Zur Multikultiideologie gehört konstitutiv, daß sich die hier angesiedelten ethnischen Minderheiten nicht einer „Leitkultur“ unterordnen sollen, sondern jede ihre Eigentümlichkeit bewahren soll. Dazu zählt nun auch ein „Nein“ zum Erlernen der Sprache der Einheimischen, man will in seiner eigenen Muttersprache und ihrer Kultur verweilen und reduziert die Kontakte mit uns Fremden, uns Deutsche auf das Allernotwendigste. Man will sich eben gar nicht integrieren, weil man im Eigenen weiterleben möchte. Die Aufforderung des türkischen Staatsmannes Erdogan: „Türken, assimiliert Euch nicht, bleibt Türken, auch wenn Ihr in Deutschland lebt!“ zeigt einfach, wie patriotisch die Türken auch die in Deutschland weilenden sind, daß für sie wir nur „Fremde“ sind, deren Kultur man sich nicht zu eigen machen möchte. 

Zusatz:

Wie soll den erfolgreich unterrichtet werden können, wenn in den Schulklassen viele kaum Deutsch können?