Freitag, 1. September 2017

Die Kirchen- Merkels Kampftruppen?

Berlin (kath.net) Die Kirchen sind finanziell gesättigt, aber spirituell ausgezehrt und sie politisieren sich zunehmend. Gebet und Glaubensbekenntnis würden zunehmend durch Umweltschutz und Flüchtlingshilfe verdrängt. Das behauptet das Debattenmagazin „Cicero“

Nach der Einschätzung von „Cicero“ handelten der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Marx wie ein „großkoalitionär-ökumenisches Paar“, welches den Kurs von Bundeskanzlerin Merkel unterstütze. [...]Der Münchner Kardinal Marx mache die Grenzöffnung durch die Bundeskanzlerin im Jahr 2015 „zum Akt des Glaubens“. Kath de vom 31.8.2017.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD-Ratsvorsitzende, nicht nur einen Sinnes, wenn es um das Kreuzablegen geht aus Respekt vor dem Islam, beide agieren auch noch Seit an Seit als Hilfstruppen der Regierungskoalition von den C-Parteien und der SPD! Die Politisierung besteht nun darin, ob der wachsenden Zweifel an der Richtigkeit der Politik der offenen Grenzen, klar zu stellen, daß diese Politik die einzig richtige ist, daß sie alternativlos christlich ist. 
Genau genommen profilieren sich die Katholische Kirche und noch mehr die EKD als linke Gesinnungsgemeinschaften, in der jeder politisch korrekte Gutmensch seine Heimat finden kann. Alles andere wird an den rechten Rand des Christentumes hinausgedrängt, als nicht mehr akzeptabel ausgegrenzt.  
Bezeichnend ist, daß der zum Zentralbegriff der christlichen Religion avancierte Begriff der Menschenwürde einzig allein dazu dient, die Politik der offenen Grenzen, der Aufnahme von unbegrenzt vielen Flüchtlingen zu legitimieren und jede kritische Debatte zu unterbinden: Unmenschlich, inhuman, Menschen verachtend sei es, jemanden das begehrte Asyl nicht zu gewähren. Der Deutsche Staat hat eben das Sozialamt für die ganze Welt zu spielen, sonst genügt er nicht den Moralanforderungen von EKD und der Deutschen Bischofskonferenz. 
Die Familienpolitik und gar die Frage der Abtreibung sind da sebst für Vertreter der Katholischen Kirche nur noch Nebensächlichkeiten, denn das einzige, was zählt, ist das unbedingte Ja zum Ideal der Multiethnisierung Deutschlands. Stand bei Altlinken noch das Ziel der Errichtung einer  klassenlosen Gesellschaft als Endziel auf der politischen Tagesordnung, so steht da jetzt: Multikulti und diesmal unterstützt das organisierte Christentum nicht nur in Deutschland diese Utopie vorbehaltlos! 
Irritierend ist nun, daß eine CDU-Kanzlerin eingehen wird in die Geschichte als radicale Umsetzerin dieser linken Utopie! Von Linken und Grünen hätte man da nichts anderes erwartet, stellten sie die Regierung. Daß nun aber eine sich selbst als bürgerliche Partei verstehende  christliche Partei die Auslöschung der bürgerlichen Kultur sich zur Tagesaufgabe machte und macht und sicher in der nächsten Bundestagswahl dafür wieder mit der Regierung beauftragt wird, das müßte uns verblüffen, wären wir nicht schon so desillusioniert über die geistige Lage Deutschlands. 
Die Politisierung der Katholischen Kirche ist dabei nur die andere Seite ihrer selbstverschuldeten Selbstsäkularisation, wobei aber die EKD hier stets voranschritt und die Katholische Kirche ihr folgte: Das ist die praktizierte Ökumene!  
Der Begriff der Menschenwürde leistet für diese Selbstsäkularisation Beachtliches. Er stieg auf zum Zentralbegriff, weil mit ihm die christliche Religion einfach säkularisierbar wird. Er ist anschlußfähig an den humanistischen Glauben als den Menschen als den höchsten Wert. Im Hntergrund steht dabei noch der Glaube an den Gott, der den Menschen erschuf und so ihn zum höchsten Gut auf Erden machte, aber dann braucht nur noch gefragt zu werden, was der Würde des Menschen entspricht und was nicht. Damit emanzipiert sich dieser Diskurs ganz von den Geboten Gottes, weil nun allein aus dem Begriff der Mennschenwürde heraus das moralisch Gesollte deduziert. Die christliche Religion wird dabei auf Gott als Schöpfer des Menschen und auf Jesus, der praktisch vorlebte, was es heißt, die Würde des Mitmenschen zu achten, reduziert.  Materialiter ist das nur noch ein von Gott und Jesus ummäntelter Humanitarismus, in dem an den Menschen geglaubt wird! Gott wird dabei dem Menschen subordiniert, da er nur noch als die Legitimierungsquelle des Wertes des Menschen fungiert.

Zusatz: Selbstredend hat diese unüberbietbare Regierungstreue von den beiden Vorsitzenden auch etwas damit zu tuen, daß sie wissen, daß die EKD wie die Katholische Kirche von der staatlich eingezogenen Kirchensteuer leben und daß das so bleiben soll. Damit sie weiterhin finanziell gesättigt bleiben, singen sie im  ökumenischen Duett eben ihre Liebeslieder an die hochverehrte Kanzlerin.         

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