Die EKD klärt vorbildlich auf: Was ich nicht mehr denken und sagen darf und woran ich den Feind erkenne
Die Tagespost widmet sich am 1.4.2025 in aufklärerischer Intention der Frage, was laut der neuesten Studie zur AfD ein Christ nicht denken darf und woran er den Feind erkennen kann, mit dem er als ein Gutmensch keine Kontakte mehr unterhalten sollte.1
Das seien nicht akzeptable populistische Äußerungen: „es wird fürchterlich enden, ihr seid zurecht unzufrieden“, es existierten „Denkverbote“, es ereigne sich eine „Deindustrialisierung“ oder auch „Explosion der Kriminalität“. Besonders paradox ist die Verunlaubung de Behauptung; Es existierten „ Denkverbote“: Weil es die nicht gäbe, dürfe man nicht sagen, daß es sie gibt und damit entsteht dies Denkverbot, daß es sie nicht gibt.
Daß ein Blick in jede Kriminalitätsstatistik ein starkes Ansteigen der Kriminalität aufweist, kann nun die EKD nicht bestreiten, aber sie will damit sagen, daß es nicht erlaubt ist, das zu sagen, denn die Rückfrage nach den Ursachen dieses Anstieges würde die Antwort zeitigen, daß die Ausländerkriminalität für den Anstieg maßgeblich ist und das dürfe nun wirklich nicht gesagt werden. Merke: Nach dem Glauben der EKD können nur Deutsche im ethnischen Sinne Straftäter sein, denn nur die können böse Menschen sein.2
Daß die grüne Wirtschaftspolitik zu einer Deindustrialisierung Deutschlands führt, ist auch unverkennbar, aber auch dies Unverkennbare darf nicht geäußert werden. Denn zumindest sich in unserer Geschichte Auskennende wird der Begriff der Deindustrialisierung an den amerikanischen Deindustrialisierungsplan Morgenthaus erinnern, Deutschland nach der militärischen Besiegung endgültig niederzuwerfen, indem es völlig deindustrialisiert werden sollte. Diese Erinnerung dürfe aber nicht geweckt werden und schon gar nicht die naheliegende Frage,ob es denn wohl einen Zusammenhang zwischen der Grünen-Industriepolitik und dem Morgenthauplan gibt3.
Aber das Tollste ist doch nun, daß wir Christen nicht urteilen dürfen,daß es fürchterlich enden wird. Aber das rufen doch uns die selbsternannten Umweltschützer Tag und Nacht in die Ohren! Die können damit nicht gemeint sein, sondern nur irgendwie politisch Rechtsstehende, vielleicht die, die Oswald Spenglers „Untergang des Abendlandes“ zitieren. Ein Christ dürfe eben nicht urteilen, daß er rechtens unzufrieden sei, auch und gerade nicht mit dem Hinweis auf das fürchterliche Ende.
Warum darf ein Christ all das, was nur Rechte sagen, nicht sagen? Die christliche Botschaft baue nämlich auf „Gottvertrauen und Zuversicht“ und sagt deshalb: Fürchtet Euch nicht! Unser christliches Gottvertrauen schließt es also aus, zu urteilen, daß die Grünen eine Deindustrialisierungspolitik betrieben, daß die Kriminalität stark ansteige und daß man zurecht unzufreiden sei!
Aber auch andere Aufklärer kommen uns in unserer Orientierugslosigkeit zur Hilfe, was wir nicht denken dürfen und woran wir den politischen Feind erkennen: „Die „Mitte-Studie“ der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung definiert als menschenfeindlich zum Beispiel die Aussage „Frauen sollten sich wieder mehr auf die Rolle der Ehefrau und Mutter besinnen.“ In erster Linie ist natürlich die Vorstellung, daß die Berufung der Frau die des Lebens in der Familie als Ehefrau und als Mutter sei, frauenfeindlich, soll sie doch wie der Mann in erster Linie für die Wirtschaft leben als Arbeitskraft. Eigne Kinder wollen und gar noch als Familienmutter leben wollen, das sind eben rechtsradicale frauenfeindliche Positionen. Für uns Katholiken heißt das, daß wir in Maria, der Gottesmutter das Anschauungsbeispiel eines völlig verfehlten Frauenlebens vor Augen gestellt bekommen. Sie hätte eben abtreiben und dann als eine Geschäftsfrau ihren Lebensunterhalt sich verdienen sollen.
Ja, die EKD wie auch die deutschen Bischöfe wissen eben, daß die Systemrelevanz der einstigen Volkskirchen darin besteht, sich als nützlich in dem Kampf gegen Rechts zu erweisen und in unerschütterlicher Nibelungentreue die Grün-Rote Politik zu unterstützen, zu der sich nun wohl auch die Merz-CDU bekennen wird. Denn die Substanz der christlichen Religion ist die Grün-Rote-Gesinnung.
1 Unchristlich, wer „Deindustrialisierung“ sagt
Pathologisieren statt dozieren: Die Evangelische Kirche hat ein Papier zum Umgang mit Populismus erstellt, das überheblicher nicht sein könnte“
2Es müssen da aber doch Ausnahmen gemacht werden: die bösen Russen mit Putin an der Spitze, die Amerikaner,die Trump wählten und noch ein paar mehr!
3An diesen Plan darf auch nicht erinnert werden, da er nicht zum politisch korrekten Geschictsnarrativ, daß die Amerikaner uns vom deutschen Faschismus befreien wollte, paßt. Nur Stalin wollte uns befreien, aber das darf auch nicht gesagt werden. In Spanien versucht nun die linke Regierung, per Strafgesetzbuch festzulegen, wie die Geschichte des Bürgerkrieges zu schreiben ist mit Franco als dem schlimmsten aller schlimmen Diktatoren.