„Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten“
Kath net berichtet am 13.Februar 2026 in diesem Artikel: „Crash der "deutschen Theologie" hat begonnen - Studentenzahl im Vollstudium hat sich innerhalb von sechs Jahren mehr als halbiert“ und präsentiert dazu auch gleich eine Analyse des Leiters des Augsburger Gebetshauses: „Johannes Hartl: "Wer heute Theologie studiert, möchte seinen Glauben vertiefen, nicht dekonstruieren".Kath de meldet Tags darauf: „Massiver Rückgang beim Theologiestudium .Theologie: Studierendenzahlen zeigen große Probleme für die Kirche.“
Das Problem ist nun aber, daß kaum noch jemand die Theologie studieren will, auch wenn dann Hartls These, daß die, die sie noch studieren wollen, vermehrt die staatlichen Fakultäten meiden, gerade weil sie die Theologie studieren möchten, zustimmen kann. Kath de berichtet: „Aktuelle Daten, die dem "KNA-Hintergrund"-Dienst vorliegen, deuten auf ein viel massiveres Problem hin, als es die offiziellen Statistiken vermuten lassen. Während die gesamten Geisteswissenschaften in den vergangenen sechs Jahren einen Schwund von 12,5 Prozent verzeichneten, brach die Zahl der Studierenden im theologischen Vollstudium im selben Zeitraum um rund 50 Prozent ein. Die genaue Erfassung bleibt schwierig“.
Hegel schrieb 200 Jahre davor noch in seiner:“Enzyklopädie der Wissenschaften in seinem ersten Paragraphen über die Aufgabe der Theologie wie der Philosophie: „Beide haben die Wahrheit zu ihrem Gegenstande,und zwar im höchsten Sinne – in dem, daß Gott die Wahrheit und er allein die Wahrheit ist. Beide handeln dann ferner von dem Gebiete des Endlichen,von der Natur,und dem menschlichen Geiste, deren Beziehung aufeinander und auf Gott als auf ihre Wahrheit.“ Im Jahre 1830 schrieb das Hegel, im Jahre 2026 will kaum noch jemand die Theologie studieren! Wie ist das erklärbar? Will man noch studieren, aber steht der Frage nach der Wahrheit gleichgültig gegenüber? Nicht ein obskurantistischer Hinterweltlertheologe sondern einer der bedeutendsten Philosophen spricht so von der Wahrheit.
Vor voreiligen Schnellschüssen sei gewarnt: Wenn das Theologiestudium so wäre, wie ICH es für gut, richtig hielte, dann würden wieder viele Theologie studieren. Oder : Jeder müßte an der Beantwortung der Pontius Pilatus Frage : „Was ist Wahrheit?“ interessiert sein, und somit müßten viele Theologie oder Philosophie studieren.
Empirische Untersuchungen, warum so viele Theologie nicht studieren wollen, ja sicher nicht ein mal die Frage, ob das für sie eine Option sein könnte, erwägen, sind mir nicht bekannt. Um so leichter läßt sich dann über die Beweggründe spekulieren, aber wie richtig sind die dann?
Ich selbst, der ich mit Leidenschaft Theologie studiert habe, stehe etwas ratlos vor dieser Frage und limitiere mich so darauf, traurig zu sein, daß so Wenige nur noch Theologie studieren wollen!
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