Sonntag, 23. August 2015

Die EKD schlägt zu: Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive

"Es mag aus der Perspektive des christlichen Glaubens zunächst eine verlockende Auffassung sein, zu meinen, Judentum und Islam bezögen sich ebenfalls auf den wahren und einzigen Gott, nur hätten sie diesen (noch) nicht als Vater Jesu Christi identifiziert. Ein solches »im Grunde schon, aber letztlich noch nicht ganz« löst aber keines der Probleme, die sich im Dialog der Religionen stellen. Letzterer verlangt ja eine ernsthafte Anerkennung der Andersheit des anderen, die durch eine gutgemeinte Integration eher verhindert als vollzogen wird. Auch bedenkt ein solches hermeneutisches Angebot der nachsichtigen Unvollständigkeit der anderen nicht, dass aus der Perspektive von Judentum und Islam spiegelbildlich eine entsprechende Defizitdiagnose auf den christlichen Glauben zurückfällt. Im Grunde kann keine der drei Religionen mit dem Gedanken, die anderen beiden hielten sich bereits zum einzigen Gott, nur bleibe er diesen noch in wesentlichen Dimensionen verborgen, einen Plausibilitätsgewinn erzielen. Gewiss könnte sich jeder selbst die angemessene Gottesauffassung, den anderen aber bloß partielle Annäherungen bescheinigen – aber mit solchem Verfahren wird man keinen Dialog befördern." So liest sich das in der offiziellen Studie der EKD aus dem Jahre 2015 in dem der Frage, glauben den Mohammedaner, Juden und Christen nicht an den einen selben Gott! Wir lernen daraus, daß das Kriterium zur Prüfung der Frage, wie ist das Verhältnis dieser drei Religionen zu Gott zu bestimmen, das der Förderung des Dialoges ist. Nur die Bestimmungen, die dem interreligiösem Dialog förderlich sind, können so als wahr angesehen werden. Das wird verbunden mit der These, daß nur die Anerkennung der anderen Religion in ihrer Andersheit den innerreligiösen Dialog befördern könne. Also, es darf von christlicher Seite nicht mehr geurteilt werden, daß die jüdische wie die islamische Gotteserkenntnis eine defizitäre wäre, denn erst durch Jesus Christus wäre die Gotteserkenntnis vollendet. Schon gar nicht darf geurteilt werden, daß nur die christliche wahr sei und so die anderen unwahr. Um des Dialoges willen müßten also alle Religionen sich als gleich wahre wechselseitig anerkennen! 
Dazu erübrigt sich jeder Kommentar: dies ist eben der völlige Abfall  von Jesus Christus.  

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