„Bartholomaios: Menschheit steht größter Bedrohung jemals gegenüber“ oder ein Anschauungsbeispiel hysterischer Panikmache
Als einen „Dramatischer Appell zu Umweltschutz“ bezeichnet Kath de am 30.8.2026 die Äußerungen des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I zum Problem des Umweltschutzes. „Die Menschheit stehe der größten Bedrohung in ihrer gesamten Geschichte gegenüber, zitiert die Presseagentur Kathpress aus dem Hirtenwort des Patriarchen zum Beginn des orthodoxen Kirchenjahres und des "Weltgebetstag für die Schöpfung" am Dienstag.Das unersättliche Bestreben, die Natur zu beherrschen, zu instrumentalisieren und auszubeuten, werde für das Leben auf der Erde tragisch enden, schreibt das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, das auch als "Grüner Patriarch" bekannt ist. Der heutige "Mensch, der sich als Gott betrachtet", setze seinen Weg der Zerstörung der Erde fort.“
Es gibt also einen „Weltgebetstag für die Schöpfung“! Nehmen wir mal an, ich unternähme eine Fernreise in die Saharawüste, was aber zugegebenerweise mehr als unwahrscheinlich ist, da ich kein Freund des Reisens bin und es in der Heimat am schönsten finde, und entnähme dann der Wüste ein Sandkörnchen, um es als ein Andenken bei mir Daheim in ein Regal zu stellen und erklärte dann: Da ich ein Sandkorn aus der Wüste weggenommen habe, sei die Existenz der Wüste auf das dramatischte gefährdet, jeder erklärte mich rechtens für verrückt.
Nun gibt im Universum, das ist Gottes Schöpfung sicher mehr Planeten als Sandkörner in der Wüste. Gelänge es uns Erdbewohner, unseren Planeten in die Luft zu sprengen durch etwa den Einsatz aller Atombomben, sodaß statt des Planeten Erde eine Staubwolke unsere heimische Sonne umkreiste, so wäre dadurch die Schöpfung Gottes so gefährdet wie durch die Entnahme eines Sandkornes die Existenz einer Wüste. Ein „Weltgebetstag für die Schöpfung“ ist einfach, nimmt man das theologisch ernst, geradezu lächerlich.
Das Bestreben, „die Natur zu beherrschen“ gründet sich selbst in dem Auftrag Gottes an uns Menschen, sie zu beherrschen, sie zu subjektivieren, wie es die Vulgata so tiefgründig übersetzt: es subjicite eam“ 1.Mose 1,18. Gott gab diesen Auftrag Adam und Eva vor dem Sündenfall, sodaß das Gebot: „Vermehret Euch“ nicht primär dem Erhalt der Menschheit diente, da der Einzelmensch noch nicht dem Schicksal des Sterbenmüssens unterworfen war, sondern damit er sich vermehrend diesen Auftrag Gottes erfüllen kann. Auch wenn nun um des Polemisierens willen von einer Ausbeutung geschrieben wird und einem unersättlichen Bestreben, so kann auch diese Polemik nicht gänzlich verschleiern, daß die Welt dem Menschen in seine Hände gelegt worden ist von dem Schöpfergott selbst, damit er sie für sich instrumentalisiere.
Der Mensch betrachtet sich so nicht, als wäre er Gott sondern er tut so ganz genau das, wozu ihn der Schöpfergott bestimmt hat. Bertold Brecht hat sehr weise einmal gesagt: Eine schlechte Zeitung ist kein Argument für die Abschaffung der Zeitungen sondern ein Aufruf, bessere hervorzubringen. Das gilt so prinzipiell für die Technik. Da sie ein menschliches Produkt ist, funktioniert sie nicht immer gut, ja sie kann auch Katastrophen hervorbringen, man denke an einen Flugzeugabsturz. Aber technische Probleme werden durch eine Verbesserung der Technik gelöst und nicht durch eine Abkehr von der Technik. Oder möchte jemand ernsthaft auf seine Waschmaschine verzichten, um ganz natürlich seine Schmutzwäsche in einem Bach zu reinigen?
Die Möglichkeit der Zerstörung des Planeten Erde durch die Technik kann eben nur durch eine Optimierung der Technik abgewehrt werden.
Ein kleiner Zukunftsausblick: Unsere Sonne hat mit jedem Feuer eine Gemeinsamkeit, die des Ausbrennenwerdens und Verlöschens. Es wird einen Zeitpunkt geben, da wird unsere Sonne aufhören zu scheinen und spätestens dann jedes Leben auf der Erde auslöschen. Über den zukünftigen Weltuntergang in der Folge des Ausbrennens der Sonne existieren unter den Wissenschaftlern diverse Vorstellungen, ob wir erst verbrennen werden und danach erfrieren werden, oder ob uns der Sauerstoff schon vorher ausgehen wird...wie auch immer: Wenn die Menschheit nicht gewaltige technische Höchstleistungen vollbringen werden wird, wird die verlöschende Sonne uns alle töten.
Nur durch einen gewaltigen technischen Fortschritt ist uns ein dauerhaftes Überleben möglich. Stattdessen wird hier die Technik daimonisiert, dem Volke mal wieder „Wasser und Brot“ gepredigt, der „Kleine Mann“ habe den Gürtel mal wieder enger zu schnallen, jetzt nicht mehr um des Himmels willen, sondern weil sein Konsumieren die Natur gefährde. Und das Ärgste: Hier vergißt ein hoher Würdenträger der Kirche völlig den Auftrag, den Gott uns selbst gegeben hat: „Unterwerft Euch die Natur!“
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