Freitag, 6. Januar 2017

Vor- und Nachkonziliar

"Kardinal Willem Jacobus Eijk, der Erzbischof von Utrecht, erinnerte unlängst daran, daß vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil 90 Prozent der niederländischen Katholiken am Sonntag die Heilige Messe besuchten. Heute sind es nur mehr sechs Prozent."


Kath info am 6.1. 2017 im Artikel zum neuen Vaterunser-Gebet in den Niederlanden. Die Niederlande gelten als eine der progressivsten Kirchen der Welt. Fürwahr und so sind ihr die Gläubigen abhanden gekommen! Aber das Befremdliche nun: Überall in der Katholischen Kirche verlangen die "Reformkräfte", daß die Kirche progressiver als schon nach dem 2.Vaticanum sich gestalten müssen, um endlich wieder die Menschen zu erreichen- nur sie bewirken genau das Gegenteil: Die Kirche wird immer kleiner und leerer!


Donnerstag, 5. Januar 2017

Über ein Dilemma des Papstes

"Im Prinzip fällt der Regen immer von oben nach unten, aber im Einzelfall schon mal von unten nach oben!" Frägte nun ein Naturwissenschaftler, wie denn dieser Einzelfall mit den allgemein geltenden Naturgesetzen in Einklang zu bringen sei, muß jeder Vertreter dieses Einzelfalles kapitulieren.Ein Regen kann nur von unten nach oben fallen, wenn für diesen Einzelfall die allgemeinen Naturgesetze außer Kraft gesetzt werden.
Dem Papst ergeht es nun mit seinem Schreiben AL genau so.Als 4 Kardinäle, sozusagen dogmatische Naturwissenschaftler feststellten, daß die Möglichkeit, daß im Einzelfall nicht nur der Regen von unten nach oben fallen könne, sondern daß auch Geschieden-Wiedervereinigten, die ihre irreguläre Zivilehe prolongieren, zur Kommunion zulaßbar seien, den allgemeinen Moralgesetzen widersprächen, konnte und kann der Papst und seine Anhänger darauf nichts respondieren. 
Entweder müßten sie einräumen, daß sie die allgemeine Morallehre über die Ehe und die Conditionen der Zulassung zum Empfang der hl. Kommunion punktuell auflösen möchten oder sie müßten sagen, daß sie eine Praxis des Kommunionempfanges bejahen, die unvereinbar ist mit der allgemeinen Lehre der Kirche.
Was geschieht? Litaneienhaft erklären Apologeten nun, daß Alles klar sei. Damit haben sie recht. Klar ist, daß die päpsliche Intention die ist, per Einzlfallentscheidung Menschen zum Empfang der Kommunion zuzulassen, die sie nicht empfangen dürften. Unklar ist nur, wie das theologisch zu rechtfertigen ist, aber um so klarer ist es, daß die Apologetik auf eine theologische Rechtfertigung verzichten möchte, es reicht ihr die Proklamation der Erlaubtheit im Einzelfall. Und da man für die Prüfung von Einzelfällen auch keine Kriterien benennt, wird die Frage der Erlaubtheit des Kommunionempfanges für Geschieden-Widerverheiratete zu einer reinen Willkürentscheidung!Das freie Gewissen triumphiert nun über die Morallehre. 
Es bleiben aber offene Fragen: Darf das päpstliche Lehramt so die allgemein verbindiche Lehre relativieren? Wer hier spontan mit einem Nein respondiert, möge dies Problem bedenken. Die Katholische Kirche verbietet die Benutzung künstlicher Verhütungsmittel. Die Deutsche wie die Österreichische Bischofskonferenz haben nun ihren Gläubigen faktisch diese Nutzung erlaubt, indem sie lehrten, daß es legitim sei, künstliche Verhütungsmittel zu nutzen, wenn das eigene Gewissen gegen die Lehre der Kirche es als erlaubt beurteilt. Der Königsteiner Erklärung ist dann aber von Rom nicht widersprochen worden, sodaß wir nun in dieser Causa vor der Situation stehen, daß etwas prinzipiell Unerlaubtes in Deutschland und Österreich den Gläubigen erlaubt ist per Sondereinzelfallregelung, daß schlußendlich das individuelle Gewissen entscheidet!  
Ist diese Einzelfallregelung nun selbst irregulär? Sündigt ein Katholik, wenn er gemäß der Intention der Deutschen Bischofskonferenz mit der Begründung, daß sein Gewissen das ihm erlaube, Kondome gebraucht? 
Prinzipieller gesagt: Mit der Anerkennung des Gewissens als letzter Entscheidungsinstanz hat das 2.Vaticanum einen Geist in die Moraltheologie hineingelassen, der nun aufgenommen, alle materialen Bestandteile der Morallehre aufzulösen droht. AL ist tatsächlich das Produkt der Eingießung des Glaubens an die Gewissensentscheidung als Letztentscheidungsinstanz in das Gebäude der Katholischen Morallehre. So widerspricht AL der Morallehre und widerspricht ihr auch nicht, weil durch diesen Text die Lehre der Kirche gemäß dem Prinzip der Gewissensfreiheit dereguliert wird!    

Zusatz: W.J. Mertensacker schreibt (Die Treue.Deutschlands Wesen und Ehre.Ein Plädoyer für Deutschland- 2016, S. 92; mehr als lesenswert): "Als Papst Paul VI. 1968 in seiner Enzyklika Humanae vitae alle Methoden der künstlichen Empfängnisverhütung verworfen hatte, antworteten die Bischöfe schon nach wenigen Wochen mit der Königsteiner Erklärung. Darin wurde behauptet, daß der Einzelne habe das Recht,über solche Dinge selbst zu entscheiden." Das Problem steckt in dem Verb: "behauptet"- die Bischöfe behaupten das nicht, sondern sie lehren das in in dieser Erklärung als Bischöfe kraft ihres Lehramtes! Wer hier nur von einem Behaupten spricht, beraubt den Bischöfen ihre Lehrautorität! Der Papst hätte nun diese Erklärung als ungültig verurteilen können, aber er tat das nicht- das ist das Problem der Königsteiner Erklärung: Sie widerspricht der päpstlichen Enzyklika und wurde doch nicht vom Papst revoziert!                  

Mittwoch, 4. Januar 2017

Wahrheit oder Fiktion?

In Kath net wie auf Kath info wird berichtet, daß auf Anordnung von Papst Franziskus Kardinal Müller drei bewährte Mitarbeiter der Glaubenskongregation entlassen mußte. Der Kardinal bat um ein klärendes Gespräch, das dann wie folgt verlaufen sein soll:"Die Antwort von Franziskus soll wie folgt gelautet haben: "Und ich bin der Papst, ich brauche keine Gründe für meine Entscheidungen geben. Ich habe entschieden, dass sie die Glaubenskongregation verlassen müssen und sie haben diese zu verlassen." Über die Gründe der Entlassung wird jetzt im Vatikan spekuliert."(Kath net vom 3.1.2017). Das Gespräch soll ein vertrauliches Zwei-Augen-Gespräch gewesen sein.
Nun stehe nicht nur ich, siehe die Kommentare auf Kath net zu dieser Causa, vor einem Problem: Wenn das Gespräch wirklich so stattgefunden hat, wie kann es dann publik geworden sein,sodaß ein Vaticankenner es dann auf seiner Internetseite publizieren konnte? Da an diesem Kurzdialog nur 2 Personen beteiligt waren, der Papst und der Kardinal, müßte also wenigstens eine von ihnen "ausgeplaudert" haben.
Ist es vorstellbar, daß der Papst selbst den Vorfall so weiter erzählt hat? Er rückt ihn ja nicht gerade in ein positives Licht.Oder sollte der Papst extra diesen Vorfall bekannt gemacht haben, um allen Mitarbeitern im Vatican zu signalisieren: So gehe ich mit Mitarbeitern um, wenn mir an ihnen irgendetwas mißfällt. Dann wäre das wohl jetzt ein Wink mit einem Betonpfahl an alle potentiellen Kritiker von AL.   
Oder hat Kardinal Müller das publik gemacht, um deutlich zu machen: So regiert der Papst wirklich? Aber betont er nicht stets seine Loyalität dem Papst gegenüber und müßte er nicht, wenn er wirklich die Quelle wäre, jetzt auch mit seiner Dimission rechnen? 
Oder ist diese Nachricht doch nur ein Phantasieprodukt, wobei davon ausgegangen wird, daß es schon gläubige Leser finden wird, weil das Rapportierte doch so glaubwürdig klingt: Man kann sich es gut vorstellen, daß es genau so sich ereignet hat. Es paßte zum Papststil. Aber ist es deshalb auch schon wahr? Aber: Ignoriert nicht der Papst eher die Arbeit der Glaubenskongregation, als daß er sie bekämpft? Oder irritiert den Papst die anhaltende Kritik an AL so sehr, daß er nun rabiat gegen seine Kritiker vorgeht. Das implizierte aber, daß die 3 Priester wegen einer Papstkritik in irgendeiner Causa entlassen worden sind! Aber über die Entlasungsgründe herrscht bisher völlige Unklarheit!
Was soll man angesichts dieses Meeres an Unklarheiten von dieser Causa halten: Nichts Gewisses weiß man nicht? Und warum erfolgte bis jetzt noch kein Dementi entweder im Namen des Papstes oder des Kardinales? Spricht das eher für die Wahrheit dieses Berichtes?

Dienstag, 3. Januar 2017

Lesefrüchte: Demokratie und Moral

Man könnte ja meinen, daß Unmenschlichkeit, Inhumanität, ja auch das Führen von Kriegen ein Privileg von nichtdemokratischen Regierungen seien, daß dagegen die Demokratie ein Schutz sei.
Aber, so lesen wir in Werner J. Mertensacker: Die Treue, 2016,S.25f:
"Da der Staat eine Foge der Erbsünde ist, mußten wir lernen, daß auch die Demokrati keine Treue kennt. Das bedeutet z.B.daß sie großzügig Todesurteile in Form von Beratungsscheinen ausstellt. Daß ausgerechnet die Demokratien es sind, die den größten Frevel aller Zeiten begehen, ist eine besonders bittere Lektion der Staatsbürgerkunde."Denn es gibt nichts Ruchloseres auf Erden,als ein Kind zu ermorden",klagt die Dichterin Gertrud von le Fort. Und weiter:" Wenn man zu einem Verbrechen schweigt,so billigt man in dasselbe ein."
Ein neues Bild ist an die Seite des uralten Bildes der Mutter mit ihrem Kinde getreten:Die Mutter als Mörderin ihres Kindes. Für die massenhafte Tötung ungeborener Kinder hat die Mehrzahl der Abgeordneten gestimmt und die Mehrheit der Wähler."
Ob der Staat sich allein der Erbsünde verdankt,das wird man bezweifeln dürfen, denn schon allein die Aufgliederung der Menschheit in Völker verlangt für das jeweilige Volksleben die Organisationsform des Staates. Aber daß der Staat StaatsGEWALT ist, das ist die Einpassung der Idee des Staates in die durch die Erbsünde bestimmte Realität. Und daß die demokratische Staatsform keine Garantie für ein moralisches Regieren ist,das beweist hinlänglich die Abtreibungsgesetzgebung in allen demokratischen Staaten und das Phänomen, das es gerade Josef Stalin war, der ganz undemokratisch das Recht auf die Kindestötung im Mutterleibe verbot!     
      

Ein bischöflicher Liebhaber des Synkretismus

Zudem erklärte der Bischof laut Bericht der Bistumszeitung, es führe „nicht weiter“, wenn man sich gegenüber fremden Religionen und Kulturen „abschotten“ wolle. Wörtlich heißt es zu Genns Predigt: „In einer globalisierten Welt sei die Vermischung von Kulturen und Religionen nicht aufzuhalten.“ (Aus der Sylvesterpredigt des Bischofs Genn, zitiert nach: Christliches Forum vom 1.1.2017) Also, der Synkretismus sei nicht aufzuhalten, urteilt hier ein katholischer Bischof. Ja, will er ihn denn überhaupt aufhalten? Zu Sylvester genießt so mancher gerne Cocktails und frägt sich dann, warum sich die christliche Religion so gebären soll wie die Deutschen Bierbrauereien, die so viel Wert auf das Deutsche Bierreinheitsgestz legen. Wäre da nicht ein bißchen mehr Weltoffenheit förderlich, daß es endlich Bier mit allerlei Zusatzingredienzien geben kann? 
Aber das Bier ist uns Deutschen zu heilig- da soll nur drin sein, was da rein gehört. Halte unser Bier rein, ist noch erlaubt, aber: Halte Dein Blut rein!, ist eine rein rassistische Parole und so unerlaubt. Und wie steht es mit dem Reinheitsgebot für die christliche Religion? Die Vorstellung der Reinhaltung der christlichen Religion ist diesem Bischof wohl auch nur ein Ausdruck von Angst vor dem Fremden, wenn nicht gar sich darin eine Fremdenfeindlickeit manifestiert. Nein, die Katholische Kirche darf sich nicht abschotten, sondern sie soll in sich fremde Religionen aufnehmen, damit so eben ein buntgemischter Religionscocktail entsteht.Und wenn sich nun da Unverträgliches mit hineinmischt? Ach, alle Religionen vertragen sich doch irgendwie- alles eben gleichgültig!
Einst unterschied die Kirche zwischen wahrer und unwahren Religionen- was waren das noch für Zeiten der Diskriminierung. Jetzt darf jeder Konsument sich eben seinen eigenen Religionscocktail zusammenmixen und das ist dann wohl die postmoderne Freiheit eines jeden Christenmenschen!  

Ein prinzipielles Problem offenbart sich hier: daß das Konzept der Globalisierung eben auch der Wille zur Auflösung von Identitäten ist. Es ist kein Zufall, daß die Identitäre Bewegung in Deutschland vom Verfassungsschutz observiert wird. Der Wille, sein zu wollen, was man ist, gar Treue zum Eigenen zu leben, ist den Förderen der Globalisierung eine Kriegserklärung, denn in der erstrebten Einheitswelt soll alles sich in einem uniformen  Einerlei auflösen. Der Religionssynkretismus gehört so zum Konzept der Globalisierung, das dieser Bischof so begeistert unterstützt!  
    

Montag, 2. Januar 2017

Aus der Märchenwelt des Papstes Zum Weltfriedenstag

Rosamunde Pilcher Filme garantieren dem Genießer eines: am Ende gibt es immer ein "Happy-End". Vielleicht macht das auch diese Filme so sehenswert.In jedem Tatortkrimi wird am Ende der Fall aufgeklärt, der Mörder gestellt, in jedem Herz-Kino-Film siegt die Liebe. Nur, die Autoren wissen eben, um es mit der so arg geschmähten ungekrönten Königin des Liebesromanes, Hedwig Courths-Maler zu sagen, daß sie Märchen für Erwachsene produzieren. Weiß das aber auch Papst Franziskus, als er seine Ansprache zum Friedenstag, dem 1.Jänner hielt? Katholisch de dokumentiert diese päpstlichen Herzensergießungen unter dem Titel: "Die Logik der Gewalt durchbrechen". Der Zentralsatz lautet: "Wahre Jünger Jesu zu sein, bedeutet heute, auch seinem Vorschlag der Gewaltfreiheit nachzukommen." So doziert Papst Franziskus. 
Ob dieser Papst wohl jemals sich mit der katholischen Lehre vom Staat beschäftigt hat, ausgehend von dem Grundlagentext im 13. Kapitel des Römerbriefes? Ob er sich wohl mal gefragt hat, warum von dem Schwert des Staates da geschrieben wird?
Wenn der Papst sich angesichts der Steinigung des ersten christlichen Märtyrers, dem hl. Stephanus gefragt hätte: Warum ist Jesus nicht auch einfach von Juden zu Tode gesteinigt worden, warum wollte stattdessen Gott, daß sein Sohn zur Sühne durch den Römischen Staat hingerichtet wurde, dann hätte er wohl auf den Gedanken kommen müssen, daß Gott selbst die Staatsgewalt bejaht, ja sie sogar zum Heil der Menschen einsetzt! Und wer sich frägt, warum es dieses Jahr zu Sylvester (so weit bis jetzt bekannt zu keinen Übergriffen auf Deutsche Frauen wie im letzten Jahre zu Köln gekommen ist, dann verdankt sich dies zuvörderst der massiven Präsenz der Polizei. Sie allein verhinderte Übergriffe! Nicht Pazifisten, sondern mit Pistolen bewaffnete Staatsdiener  verhinderten ein zweites Köln! Aber in den Märchenwelten der Pazifisten gibt es all diese Realitäten nicht.
Da meint man, daß der Islamische Staat mit seinem Terror wohl durch Einladungen zu Kaffe-und Kuchen gebremst werden kann! Da meint man, daß Gott sich geirrt habe, als er dem Staate das Schwert in die Hand gab,damit es mit ihm die Welt regiere! Wer für die Gewaltfreiheit votiert, der erreicht nur eines: daß die Bösen die Macht an sich reizen und sie die Welt dann mit Terror regieren! 
Ja, in Liebesfilmen, da siegt immer die Liebe- aber das ist nicht das Realleben. 
Es gibt wirklich viele gute Gründe, das Realleben hinter sich lassend, so schöne Märchenfilme zu genießen, aber wenn wer dann anfängt zu überlegen, wie könnte es im wirklichen Leben etwas friedlicher und schöner werden, der darf die Differenz von den Herz-Kino-Traumwelten und dem Realleben nicht vergessen!  

Merke: Papst Franziskus erlaubt sich schon Besorgnis erregen müssende Freiheiten gegenüber dem, was die hl. Schrift und die Kirche zu allen Zeiten geglaubt und gelehrt hat. Ob ihm das alles eigentlich gleichgültig ist, wenn er nur seine medienwirksamen Auftritte bekommt?            

Sonntag, 1. Januar 2017

Eine alte Häresie- frisch aufgetischt: Jesus war nur Mensch (Arius)

"Weihnachten: Noch lange nicht zu Ende
(erschienen in: Pfarrblatt Dompfarre St. Stephan 3 (2016), 4-5)


Bitte erschrecken Sie jetzt nicht: Die Vorstellung von der „Menschwerdung“ Gottes ist eine Häresie – ein anderer als der biblisch bezeugte Glaube. Weder im Alten noch im Neuen Testament ist davon die Rede, dass Gott Mensch geworden ist. Die Vorstellung – die auch ich jahrelang hatte – dass der allmächtige Gott zu Weihnachten in Form eines Kindes zur Welt gekommen ist, entstammt heidnisch-hellenistischen Vorstellungen von Theophanien. Diese waren durchaus auch religiös, entsprechen aber nicht der Erfahrung der biblischen Autoren. Weihnachten ist eine Chance, diesen heidnischen Glauben zu ent-lernen und mit dem lebendigen Gott in Beziehung zu treten." (zitiert nach: Das Netzwerk: zeitgemäß glauben) Ganz erfüllt vom (Un)Geiste des christlich jüdischen Dialoges entdeckt Regina Polak in der christlichen Trinitätslehre etwas Antijüdisches. Das ist furchtbar und so soll diese Lehre verschwinden.Gott wurde auch nicht Mensch, sondern zu Weihnachten begann das Leben eines besonders frommen Menschen-- sonst nichts! Es gibt nur einen Gott, und so kann Jesus Christus nicht auch Gott sein.
Das wußten  schon die Arianer, aber warum nicht alte Häresien neu auftischen. Für eine Wiener Patoraltheologin ist das kein Problem, da sie ja nun die Repristination dieser altwürdigen Häresie mit ihrem Anliegen, Antijudaistisches aus der Theologie zu entfernen legitimiert: Alles, was einem jüdisch Gläubigen an der Christlichen Theologie mißfällt, ist zu exkommunizieren- so einfach geht zeitgemäße Theologie. Ja, der christliche Glaube ist genaugenommen heidnisch und darum muß er sich rejudaisieren. Diese Idee ist nun nicht neu:Die Zeugen Jehovas kämpfen schon seit ihrer Entstehung gegen den christlichen Glauben der göttlichen Dreifaltigkeit, der Protestantimus kann seit der Aufklärung nichts Rechtes mehr mit der Trinität Gottes anfangen, auch wenn Hegel noch einmal die Trinitätslehre als das Zentrum der christlichen Religion zu begreifen versuchte.   
Was bleibt dann von Jesus Christus übrig:  „in“ Jesus von Nazareth, [zeigte Gott] wie er den Menschen gemeint hat und in und mit ihm wirken will".Also, Jesus ist der Mensch, so wie Gott wollte, das alle Menschen sind und mit dem Gott dann auch zusammenwirken will. Erstaunlich ist nun, wie plump sie vorgeht: Ihr Anliegen sei es, "den Blick auf Weihnachten aus biblisch-jüdischer Sicht zu präzisieren und von häretischen und antijüdischen Sichtweisen zu befreien." Die Pointe liegt in dem Zusatz: "jüdischer Sicht". Damit macht sie die jüdische Auslegung des Alten Testaments zu der für uns Christen verbindlichen. Und da die jüdische Thologie die christliche Aussage der Menschwerdung Gottes reprobiert, habe das nun die christliche Theologie für sich als verbindlich zu akzeptieren. Und so bleibt für Jesus nur noch ein bloßes Menschsein übrig.  Das ist natürlich noch weit weniger als Arius von Chrisus  lehrte! Die Pastoraltheologin reduziert ihn auf einen bloßen Idealmenschen. Aber das Alles nur aus Respekt vor der  jüdischen Religion. Wie sehen jetzt den großen Zusammenhang zwischen der Kreuzesverleugnung von Kardinal Marx und dieser Christusverleugnung dieser Pastoraltheologin: Aus Respekt vor Fremdreligionen die eigene zu verleugnen! Nicht Jesus Christus vor der Welt zu bekennen, sondern ihn zu verleugnen ist die höchste Tugend  dieser zeitgemäßen Christen!