Mittwoch, 22. Mai 2019

Abtreibung und das Recht des Gewissens- Papst Franzikus verunklart?

"Vatikanstadt (kaht.net/KAP) Papst Franziskus hat katholische Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu einem respektvollen Vorgehen bei einer Behandlungsverweigerung aus Gewissensgründen gemahnt. In extremen Fällen, "in denen die Unversehrtheit des menschlichen Lebens in Gefahr ist", müsse man nicht gegen die eigene ethische Überzeugung handeln, sagte er am Freitag im Vatikan. "Eine Verweigerung aus Gewissensgründen muss, wenn sie nötig ist, jedoch mit Respekt erfolgen, damit sie nicht Grund für Verachtung wird", so das Kirchenoberhaupt." Kath net am 18.5.2019:"Papst: Umsicht bei Behandlungsverweigerung aus Gewissensgründen"
Es muß wohl davon ausgegangen werden, daß auch in Spitälern durchgeführte Abtreibungen, also Kindestötungen im Mutterleibe zu den "Behandlungen" gehören, die aus "Gewissensgründen" Katholiken verweigern. Das dürfen sie auch als Krankenhauspersonal, denn sie dürfen nicht gezwungen werden, gegen ihre "ethische Überzeugung" zu handeln. So weit der Papst.
Aber was sagt er damit? Daß in Kliniken weiterhin Kinder im Mutterleibe getötet werden, nur daß eben Katholiken das Recht zukommt, an diesen Kindestötungen nicht mitwirken zu müssen. Das Unrecht der Kindestötung wird hier nicht in den Vordergrund gestellt, sondern das Recht, am Unrechttuen nicht mitwirken zu müssen. Und die Verweigerung an einer Mitwirkung an solchen Tötungsaktionen soll respektvoll den Kindertötern gegenüber vollzogen werden- vielleicht so wie ein Abstinenzler dem Gastgeber gegenüber höflich respektvoll den ihm kredenzten Wein ablehnt: "Ich persönlich trinke keinen Alkohol, aber ich respektiere es, daß andere gerne Wein trinken."
Dient die Rede von den Gewissensgründen, die einen Katholiken davon abhalten, an Unrechtstaten mitzuwirken, nur dazu, daß das Unrecht weiter praktiziert wird, nur daß eben Katholiken sagen, daß sie dabei nicht mitmachen, daß aber die Praxis des Unrechttuens weiter bestehen kann, solange Katholiken nicht dazu gezwungen werden, mitzuwirken?
Ist das aber die Lehre der Kirche?   

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