Ein paar Abstrusitäten der jetzigen Situation der Kirche in Deutschland
Die Zahl der Kirchenaustritte, so hoch sie auch sind, beunruhigen die Kirchenoberen nicht, denn die staatlich eingezogene Kirchensteuer spült der Kirche so viel Geld in die Kassen, daß man beruhigt schlafen könnte, hätte die Kirche nicht so eine schlechte Presse seit den sog. Mißbräuchsfällen.
Einst propagierte das sog.“Kirchenvolksbegehren“, initiiert von der antikatholischen Organisation: „Wir sind Kirche“ eine Reformagenda: Abschaffung des „Pflichtzölibates“, die Liberalisierung der Sexualmorallehre unter besonderer Berücksichtigung der Interessen der Homosexuellen, das Frauenpriestertum und die Verdemokratisierung der Kirche. (vgl dazu ausführlich mein Buch:Der zensierte Gott!) Dann wurden die Mißbräuchsfälle aufgedeckt und plötzlich avancierte diese schon angestaubte Reformagenda zu der Therapie der durch diese Fälle angeschlagenen Kirche, obgleich diese Agenda ursprünglich nichts mit den Problemen dieser Mißbräuchsfälle zu tuen hatte.
Ja, in den beauftragten wissenschaftlichen Studien zu diesen Mißbräuchsfällen wird nirgendwo ein Zusammenhang zwischen dem Zölibat, der hierarischen Ordnung der Kirche und ihrer Morallehre und diesen Vorfällen gesehen, geschweige denn ein Kausalitätsverhältnis nachgewiesen.
Gesetz den Fall, in der Organisation A, in der nur Christen Mitglieder wären, ereigneten sich in einem Jahr 10 Vergewaltigungen und in der Organisation B, in der nur Atheisten Mitglieder wären, eben so viele Vergewaltigungen in einem Jahr, dann wäre es absurd, aus einer Eigentümlichkeit der Organisation A diese Übergriffe zu erklären, wenn in der Organisation B diese Eigentümlichkeit nicht existent ist und doch da das Gleiche sich ereignete. Es muß nämlich davon ausgegangen werden, daß die Vergewaltigungen in den beiden verschiedenen Organisationen in beiden die selben Ursachen haben.
Vergewaltigungen und sexuelle Mißbräuche allgemein geschehen in der Kirche und in vielen anderen Orten unserer heutigen Gesellschaft. Es ist nicht einzusehen, warum diese Ereignisse in der Kirche kirchenspezifische Ursachen aufweisen sollten, wenn das Gleiche anderen Ortes geschehend dann nicht durch diese Ursachen bedingt zu denken wäre.
Ein Alleinstellungsmerkmal weisen aber die kirchlichen Mißbräuchsfälle auf, daß nur in der Kirche die Mehrzahl der Opfer männlichen Geschlechtes sind.Genau diese Eigentümlichkeit verlangte nun nach einer kirchen-spezifischen Ursachenerforschung. Das wurde aber tunlichst unterlassen, da die Ursachen offenkundig sind: Das Geschlecht der Opfer läßt auf eine homosexuelle Orientierung der Täter schließen. Dem korreliert dann das Faktum, daß, auch wenn es keine zuverlässigen Zahlen von homsexuellen Mitarbeiter und Priester in der Kirche gibt, überdurchschnittlich viele homosexuell Orientierte in der Kirche tätig sind. Da diese Tatsache aber der Politischen Korrektheitsideologie widerspricht, wurde dieser Zusammenhang tabuisiert um des Täterschutzes willen. Der Primat des Täterschutzes verlangt nun Ersatztäter der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das gelang durch eine gut inszenierte Desinformationskampagne, die den „Klerikalismus“ zum Hort aller Übel der Kirche deklarierte.
Daran konnte dann die antikatholische Reformagenda des „Kirchenvolksbegehrens“ angeschlossen werden, das uns nun in einem neuen Gewand als das Programm des „Synodalen Weges“ präsentiert wird. Aber eines ist nun anders: Auch die Mehrheit der Bischöfe stimmen nun dieser Deformagenda zu.
Theologiegeschichtlich gesehen siegt jetzt in Deutschland der Modernismus, etwas postmoderistisch aufgestilt, den die Päpste der Vorkonziliarenkirche so vehement als Antikatholisches bekämpft hatten.
Aktuell zeigt sich aber auch die Schwäche Roms gegenüber der deutschen Renitenzkirche. Alle „Gelben Karten“ und Mahnungen Roms ignorierend marschiert die neue „Synodalkirche“, auf dem „Synodalen Irrweg“ kreiert voran, alles Katholische als nicht mehr zeitgemäß hinter sich lassend. In den Bistümern wird schon gemacht, was uns gefällt: Homopaare werden gesegnet und Frauen predigen in Messen, in denen die Eucharistie gefeiert wird. Das dürfte aber nur der Anfang sein, denn wenn erst auf allen kirchlichen Ebenen die noch zu installierenden Räte die Macht in der Kirche für sich okkupiert haben werden,wird Rom in der Kirche in Deutschlands nichts mehr zu sagen haben.
Es entsteht so aber keineswegs eine deutsche Nationalkirche, denn alles Patriotische und Nationale gilt ja den politisch korrekten Christen als eine Sünde wider den Heiligen Geist. Nein, die „Synodalen“ und zukünftigen „Räte“ verstehen sich als die Avantgardetruppe des Fortschrittes in einer noch zu sehr im Mittelalterlichen verhafteten Kirche. Es wird also hier das Zukunftsgesicht der Katholischen Kirche moduliert.
1.Zusatz
Wie stark die innerkirchliche Homosexlobby ist, zeigt unübersehbar, wie der Täterschutz in der Causa der Mißbräuchsfälle gelang!
2.Zusatz
Zur Postmoderne: Die Simulation eines "Klerikalismus", der der strukturelle Ermöglichungsgrund dieser Mißbräuchsfälle sei, ersetzt die "Realität" der eigentlichen Geschehnisse. Der Diskurs über diese Causa wird so beherrscht durch diese Simulation!
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