Dienstag, 15. Januar 2019

Wissenschaftsfreiheit in den Zeiten der Politischen Korrektheit

Eine schöne (antikirchliche)Erzählung: Die Dogmen der Kirche und Märtyrer der Wissenschaft, die von ihr verfolgt wurden, weil sie wissenschaftlich zu Erkenntnissen kamen, die den kirchlichen Dogmen widersprechen. So lehrte die Kirche, die Erde sei eine Scheibe, über die die Sonne auf- und unterginge und als dann der tapfere Galilei dem widersprach, wurde er von der Kirche verfolgt. So hat sich das abgespielt, schenkt man Bertold Brechts "Leben des Galieo Galelei" Glauben. Die Kirche ist eben der Feind der Wissenschaft. Daß faktisch die Kirche gerade indem sie die Bestimmung des Menschen, machet euch die Welt untertan, gerade der Inspirator aller Wissenschaften war, wird dabei geflissentlich übersehen.
Aber wie sieht das nun heute aus? In der "Jungen Freiheit" vom 14.Jänner (Internetseite)ist unter der Überschrift: "Biologe verliert nach Aussagen über Intelligenz von Schwarzen" zu lesen:  
"Watson hatte Anfang Januar in einem TV-Interview geäußert, die Gene seien verantwortlich für die unterschiedlichen Ergebnisse von Schwarzen und Weißen bei Intelligenztests. Bereits 2007 hatte der Wissenschaftler, der als einer der Pioniere der DNA-Forschung gilt, mit ähnlichen Aussagen für Empörung gesorgt. Damals hatte er der Sunday Times gesagt, er sehe die Zukunft Afrikas sehr pessimistisch. Denn „all unsere Sozialpolitik basiert auf der Annahme, daß ihre Intelligenz dieselbe ist wie unsere obwohl alle Tests sagen, daß dies nicht wirklich so ist“.  
Also, Watson legt wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse vor. Diese widersprechen der Politischen Korrektheit und das Kesseltreiben gegen ihn wird eröffnet. Als "wissenschaftlich" gilt eben nur, was politisch korrekt ist.
Wikpedia berichtet über einen ähnlichen Fall (Artikel: Philippe Rushton):
"Im Jahr 1995 erschien das umstrittene Buch Race, evolution, and behavior. Rushton vertrat die Meinung, dass individuelle Unterschiede von Angehörigen der drei von ihm postulierten menschlichen Populationsgruppen (Schwarze, Kaukasier und Asiaten; von ihm als "Rassen"  bezeichnet) in Bezug auf Intelligenz, Persönlichkeit, kriminelle Veranlaguung und anderer Eigenschaften in erster Linie nicht durch soziale oder kulturelle Rahmenbedingungen bedingt, sondern genetisch determiniert seien, und meint die Ursachen dieser Unterschiede in der Evolutionsgeschichte zu finden. Laut Rushton gebe es eine Überlegenheit der asiatischen Rasse hinsichtlich der Intelligenz und Lebenserwartung, während die schwarze Rasse am anderen Ende der Skala stehe. " Selbstredend wurde  und wird auch dieser Wissenschaftler verteufelt. Es sei alles unwissenschaftlich, weil nur Forschungsergebnisse, die der Politischen Korrektheit entsprechen, wissenschaftlich sind.
Also: Die politische Korrektheit definiert, was als wissenschaftliches Ergebnis gelten kann. Kommt ein Forscher zu anderen Ergebnissen, wird er als unwissenschaftlich perhorresziert.
Auch in der Geschichtswissenschaft ist das die Praxis:  Ariel Toff, ein jüdischer Historiker hatte in einem Buch geschrieben, daß es tatsächlich jüdische Ritualmorde gegeben habe. Nach energischten Protesten nahm der Verlag dies Buch nicht nur vom Markt, nein in einer revidierten Neuausgabe mußte diese Aussage gestrichen werden: Sowas habe es nie gegeben.
Daß über die Homosexualität nicht mehr frei geforscht werden kann, ist so selbstverständlich geworden, daß es nicht mal mehr erwähnt werden braucht. 
Die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit unter dem Diktat der Politischen Korrektheit, das wäre wahrlich eine Studie wert. Oder wer wollte dieser Aussage widersprechen:
"Deutsche Ex-Handball-Star Stefan Kretzschmar hat in BILD-Zeitung mangelnde Meinungsfreiheit in Deutschland kritisiert: "Hat man eine kritische Meinung, gesellschaftskritisch oder regierungskritisch, dann darf man das in diesem Land nicht sagen." Kath net am 15. Jänner 2019.
Nun könnte eingewandt werden, daß das Faktum, daß diese Aussage in der Bild-Zeitung getätigt werden konnte, nicht diese Aussage selbst widerlegt. Klarheit in dieser Causa ist wohl nur zu erreichen, wenn hier zwischen der Aussagenintention des Exhandballers und der Intention der Publizierung dieser Aussage distinguiert wird. Kritisiert Kretschmar diesen Zustand, so sagt der Artikel der Zeitung: So ist es, halte dich, lieber Leser daran, denn sonst ergeht es dir übel.  


 

 

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