Über den Megatrend der Entweihnachtung Weihnachtens oder was einem Bischof zu Menschwerdung Gottes alles so einfällt
Ein sehr gediegenes Anschauungsbeispiel dieses Trendes bietet der Synodalwegsbischof Bätzing. Kath net konstatierte schon am 23.Dez. 2024: „Weihnachtsinterview von Bischof Bätzing kommt ohne Weihnachten aus“, aber Kath de bot uns dann erst die ganze weihnachtliche Bescherung dieses progressiven Bischofes. Kath de informiert seine Leserschaft in seinem Übersichtsartikel: „Darüber predigten die deutschen Bischöfe an Weihnachten“:
„Angesichts zahlreicher Krisen in Deutschland und weltweit warnte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Limburgs Bischof Georg Bätzing, vor der Sehnsucht nach autoritären Lösungen. Politisch rückten nicht wenige der Partnerstaaten Deutschlands nach rechts, und internationale Institutionen schienen in eine Krise geraten zu sein, sagte Bätzing in seiner Weihnachtspredigt am Mittwoch im Limburger Dom. Er warnte vor dem Wunsch nach einer vermeintlich starken Hand, die für Ordnung sorgen solle. "Gnade uns Gott, wenn solche Reaktionen auf die offensichtlichen Krisenphänomene bei der kommenden Bundestagswahl mehr Befürworterinnen und Befürworter finden."
Wie war das noch mit diesem Erlösergott, der als Allmächtiger die ganze Welt erlösen will, ach das ist jetzt eine Sehnsucht nach einer starken Hand, „die für Ordnung sorgen soll“.Nein, als Aufgeklärte wissen wir, daß die Optimierung der Welt im Sinne des Humamitarismus wir nicht von einem als allmächtig imaginierten Gott zu erwarten haben, sondern als ein Resultat geduldiger nicht nachlassender Reformtätigkeit Rot-Grüner Regierungen. Aber diese Regierung ist nun gefährdet durch den sich abzeichnenden Wahlerfolg der AfD bei der baldigen Bundestagswahl.Also ist der Wahlkampf gegen diese Partei die jetzt wichtigste Aufgabe eines deutschen Bischofes.
Dabei vernutzt Bischof Bätzing ein im politischen Diskurs sehr beliebtes Narrativ, das die Grundlage unsere Verfassung bildet: Wir Deutschen seien in Krisemzeiten besonders anfällig für extremistische Propaganda, isb wenn sie einen starken Mann mit einfachen Lösungen für die hyperkomplexen Probleme anbietet. So konnte nach der letzten freien Wahl 1933 keine demokratische Regierung mehr gebildet werden, da die NSDAP und die KPD zusammen mehr als die Hälfte aller Parlamentarier stellte. Das Volk hatte mehrheitlich die Demokratie abgewählt. Daraus schlossen nun die Väter und wie man heute zu sagen hat die Mütter des Grundgesetzes den Schluß, daß in der neuen Demokratie die Demokratie vor dem Volke zu schützen sei, da es zu einem Mißbrauch seines Wahlrechtes neiget in besonderen Krisenzeiten. Damit die sich wechselseitig als demokratisch anerkennenden Parteien stets auch regieren werden, muß die Demokratie als eine wehrhafte Möglichkeiten besitzen, das Volk an einem Mißbrauch seines Wahlrechtes zu hindern. Als die ultima ratio sieht dafür die Verfassung das Verbot von von diesen demokratischen Blockparteien nicht anerkannten Parteien vor. Jetzt begnügt man sich (noch?) mit der Mobilisierung der Zivilgesellschaft gegen diese inakzeptable Konkurenzpartei. Die Katholische Kirche hat diesen Mobilisierungsaufruf gehört und erhört und kämpft nun couragiert auch und gerade an den Weihnachtsfesttagen.
Kath de stellte nun fest, daß neben der Bundestagswahl aber auch noch andere gewichtige Themen die Weihnachtspredigten der Bischöfe Deutschlands bestimmtem: „ Magdeburg, KI oder Kriege“.
Wenden wir uns nun von den großen weihnachtlichen Bischofspredigten ab hin zu einer Lokalpredigt eines bayrischen Stadtpfarrers, der am Heiligen Abend seine Gemeinde belehrte, daß aus ganz kleinen Anfängen ganz Großes werden könne, wenn Gott das Wachstum segne. Aus dem kleinen Kindlein sei nun eine Millionen zählende Kirche geworden. So könne jeder, auch und gerade wenn auch er nur etwas sehr Kleines täte Großes hervorbringen. Gott habe jedem ein Talent für irgendwas gegeben und wenn jedermann dann das ihm Mögliche wirke, etwa freundlich einem Nachbarn zuzuwinken, dann könne auch daraus Bedeutsames und Großes werden, wie ja auch aus dem kleinen Anfang, dem Kinde in der Krippe Großes hat entstehen können dank Gottes Segen.
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