Montag, 1. Mai 2017

Pax Christi- oder man darf doch mal träumen

"Jeder Krieg beginnt dadurch, dass die Herzen der Menschen vergiftet werden", ist sich Bischof Heinz-Josef Algermissen sicher. Seit 15 Jahren ist er Präsident der katholischen Friedensinitiative Pax Christi in Deutschland. Er weiß: Frieden kann nicht durch politische Konstrukte erreicht werden, "sondern nur dadurch, dass ganz viele Menschen ihre eigene Gewaltbereitschaft entdecken". Mit dieser Einsicht beglückt Bischof Algermissen im Namen von Pax Christi die Leser von Katholisch de in einem eigenen Interviewvideo! 
Was soll man angesichts von solch blauäugiger Naivität sagen! Vielleicht, daß man diesem Träumer zu Gute hält, daß er bei dem Begriff Krieg zuvörderst an Konflikte in der Familie, am Arbeitsplatz und mit Nachbarn denkt, und sich eben militärische Kriege nicht anders vorstellen kann, als als globalisierte Familienkonflickte oder Streitigkeiten mit Nachbarn. Man kann ihm zu Gute halten, daß er wohl im Studium so mit personalistischer Philosophie erfüllt worden ist, sodaß er sich Konflikte nicht anders imaginieren kann als als Konflikt zwischen zwei Personen, in denen eine aggressive Stimmung in den Beiden erst einen Konflikt zwischen ihnen hervorruft,denn es gibt gar keine legitimen Gründe für Unfriede und Krieg. 
Dieser Pax Christi Präsident offenbart uns damit eben nur, daß er völlig unfähig zum politischen Denken ist, daß er Politik und staatliches Handeln nicht begreifen kann, weil es kein personalistisches Handeln ist. Daß der Krieg ein Mittel staatlicher Politik ist, wird durch jeden Blick in ein Geschichtsbuch bewiesen, und Staaten führen auch keine Kriege, weil ihre Staatsbürger Aggressionen in sich tragen. Fußballfans mögen sich gegenseitig prügeln, Fans des einen Vereins gegen die des anderen, um ihre inneren Aggressionen abzubauen, aber die Kriege Alexander des Großen, Napoleons, Bismarcks usw. auf die den Menschen innewohnende Aggressivität zurückzuführen, ist einfach nur lächerlich. 
Als Theologe hätte dieser Bischof eigentlich auch wissen müssen, daß solange derTeufel auf Erden mitregiert-gegen Gott- es auf Erden keinen Frieden geben kann. Der selbe Staat, der durch sein Gewaltmonopol die Gewalt in seinem Herrschaftsbereich in der Regel erfolgreich eindämmt, ist der,der als Militärgewalt Kriege führt als Monopolgewalt. Aufgabe vernünftiger Politik ist es nun, daß dies Mittel der Politik,der Krieg möglichst nicht engesetzt wird, aber die Geschichte zeigt überdeutlich, daß immer wieder Staaten das Mittel des Krieges einsetzen, um nach ihrem Urteil berechtigte Ziele so durchzusetzen, weil sie anders nicht zu realisieren sind. 
So wird man schwerlich dem Staate Israel das Recht zum Kriegsführen absprechen dürfen, bedenkt man, wie viel Feinde es gibt, die dieses Volk und seinen Staat auslöschen wollen. Würde der Staat Israel auf diese christliche Stimme hören, die Tage seines Lebens wären gezählt. Aber nicht nur dieser Staat weiß die frommen Märchen von Pax Christi dort abzulegen, wo sie hingehören: neben Hedwig Courths Mahler und Rosamunde Pilcher in die Abteilung: romantische Liebesliteratur!  

Zusatz: Glaubt irgendwer, daß die Herzen der deutschen Soldaten in den Kriegen 1870/71, im 1.und 2. Weltkrieg vergiftet waren, sodaß sie deshalb in diese Kriege zogen und sind auch die Herzen der deutschen Soldaten in Afghanistan vergiftet, sodaß sie sich so an diesem Angriffskrieg beteiligt haben? 

Corollarium 1 
Untersuchenswert wäre es mal, ob dieser ursprünglich im linken Flügel der Reformation behimateter naive Pazifizismus, heute noch energisch von den Zeugen Jehovas vertreten überhaupt ein Heimatrecht in der Katholischen Kirche haben kann, denn die lehrte immer, daß der Friede ein Ziel der staatlichen Politik ist!     

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