Dienstag, 30. April 2019

Phantastereien über Europa, oder die Verwechslung der EU mit dem christlichen Europa:

"Europa wurde aus einem christlichen Geist heraus geegründet, aus dem Geist des Friedens und der Versöhnung“, sagt der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese im „Tagespost“-Interview. Der Nationalismus sei zutiefst gegen den christlichen Glauben.". So liest sich das in der Tagespost am 30.4.2019. 
Was mag das nur für ein "christlicher Geist" sein oder ist damit einfach nur das Parteiprogramm dieser C-Partei damit gemeint? Entmythologisieren wir einmal diese Parteiaussage. Europa gab es geographisch schon lange vor der Gründung der EU nach 1945 und wird es auch noch geben, wenn die nach 1945 gegründete EU nur noch eine Fußnote in der Geschichte Europas sein wird. Europa steht für die kulturelle Einheit Europas als Abendland, die in der christlichen Religion fundiert ist, in der Kultursynthese von Jerusalem (die christliche Religion), Athen(der griechischen Philosophie, isb. Platon und Aristoteles) und von Rom (das römische Recht, das römische Organisationstalent). Zu diesem kulturellen Europa  gehört Rußland mit der Russisch-Orthodoxen Kirche selbstredend dazu.
Was ist nun dagegen die Europäische Union? Der Zusammenschluß westeuropäischer Staaten unter der amerikanischen Hegemoniemacht, das antisowjetische Bündnis als Beiprogramm zur Nato. Westeuropa schloß sich unter der Vormacht der USA gegen Osteuropa zusammen als Defensiv- und Offensivbündnis. Daß dies Bündnis nicht Westeuropäische Union sondern Europäische Union, anfänglich Europäische Wirtschaftsgemeinschaft getauft wurde, manifestiert gleich ihren imperialistischen Anspruch, obzwar nur ein Teil Europas zu sein, doch schon das ganze Europa zu präsentieren. Diese Namensgebung nahm sozusagen die Expansion Westeuropas bis vor die Türen Rußlands voraus, das so das antirussische Europa sein sollte. 
Das ist nicht Europa,, weil es  eines der wichtigsten Länder Europas ausschließt, sondern ein politischer Kampfbegriff, daß die westliche Kultur ganz Europa außer Rußlands beherrschen sollte. Zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gehörte auch die Unterhaltungssendung: EWG, Einer wird  gewinnen! moderiert von Herrn Kuhlenkampf. Diese Sendung sprach die geheime Wahrheit der EWG aus: daß alle in Westeuropa gleichberechtigt sein sollten, daß aber nicht ausschließt, daß ein Staat "gleicher" ist als die anderen, der Sieger eben. Rußland sollte so ausgeschlossen werden und bleiben, da dieser Staat wohl in einem Europa Chancen hätte, diese Nummer eins zu sein, und Deutschland sollte nicht die Nummer eins werden können. 
Daraufhin wurde die EWG gegründet. Die Geschichte Europas war und ist nämlich immer auch der Kampf darum, welcher Staat der Europa dominierende sein soll. Nach 1945 vereinfachte sich das zum Kampf von Westeuropa  versus Osteuropa. Dem Militärprojekt der Nato war dabei die EWG subordiniert, damit die Wirtschaft die ökonomische Basis einer starken Nato bildet. Die letzten 2 Weltkriege hatten doch überdeutlich gezeigt, daß letztendlich die Wirtschaftskraft die modernen Kriege entscheidet: wer wieviel Waffen welcher Qualität unter Kriegsbedingungen produzieren kann!
Das hat mit Frieden und Versöhnung nun gar nichts gemein, außer das die westeuropäischen Staaten ihre Interessensgegensätze hintenanstellten, angesichts des gemeinsamen Feindes der Sowjetunion. Das Ziel war ja eindeutig nicht nur ein Verteidigungsbündnis sondern auch ein Angriffsbündnis,um die sozialistischen Staaten in den Weltkapitalismus zu reintegrieren.Das ist nun weitestgehend gelungen, auch wenn es im einstigen Osteuropa nationalistisch-patriotische Regierungen gibt, die ihrer Subordination unter der EU sich widersetzen, wie jetzt Polen, Ungarn und Kroatien.  
Mit christlichen Werten hätte diese EWG, bzw. EU nur etwas gemein, wenn die liberal-bürgerliche Ordnung des Westens als christlich geprägt verstanden werden könnte. Aber diese Kultur reduziert sich doch faktisch auf den Glauben an das Ordungsprinzip des freien Marktes, daß dabei die Ordnung der Ökonomie das wichtigste sei. Wenn die Gleichung: Christentum gleich Liberalismus plus Sozialstaat gelten würde, nur dann wäre die westlche Kultur eine christliche. Und daß der Liberalismus jeden Nationalismus verurteilt, das ist selbstverständlich, setzt doch jeder Nationalstaat den Primat der Politik über die Ökonomie, daß die Wirtschaft als Volkswirtschaft dem Volke zu dienen habe, während der Liberalismus das Ideal einer nicht vom Staat regulierten Ökonomie propagiert, die nur noch Warenanbieter und Konsumenten kennt. Daß der Mensch nur noch ein homo oeconomicus sein soll, ist ja das Ziel des Liberalismus. Jede andere Einbindung an das Volk, zu dem der Einzelne gehört, wie auch jede Familieneinbindung würden diesen homo oecomomicus relativieren und somit beeinträchtigten und darum will nun der Kapitalismus auch die bürgerlichen Formen des Lebens in der Familie und in dem eigenen Volke auflösen, um  den postmodernen Arbeitsnomaden hervorzubringen, der von Job zu Job wandert. So löst selbst diese bürgerlichen Formen noch der liberalistisch entfesselte Kapitalismus auf. So verschwinden dann auch noch die Restbestände christlicher Kultur in dem postmodernen Europa. Einfacher gesagt: Der  Liberalismus löst nun auch den christlichen Rest Europas auf. Dafür stehen die C-Parteien, das ist ihr Europa.
Mit dem CDU-Liberalismus ist also wirklich jeder Nationalismus unvereinbar, während für die christliche Religion über das Gebot der Elternliebe die Liebe zum eigenen Volke selbstverständlich dazu gehört, denn jeder lebt immer auch aus, in und für sein Volk als Glied des Volkes, zu dem Gott ihn erschuf.    
      

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