Donnerstag, 19. März 2020

Eine marxistische Ökobefreiungstheologie?

Als Leonardo Boff erkennen mußte, daß mit marxistischer Essayistik kein Geld mehr zu verdienen war, nach der Implosion des real existierenden Sozialismus 1989ff und somit auch die marxistisch fundierte Befreiungstheologie im Abseits stand, sattelt er um, um jetzt als Ökotheologe mit Neuheid-nischem vermengt zu reüssieren.
Fraglich ist aber, ob dies Neue noch etwas Marxistisches ist. Ein Zentraldogma des Marxismus lautet ja, daß die Entwickelung der Produktivkräfte, und das meint den Grad der Naturbeherrschung, das die Menschheit Voranbringende ist. In der Endphase des Kapitalismus würde die gesellschaftliche Organisation, der Kapitalismus mit seiner bürgerlichen Kultur zum Hemmnis der Weiterentwickelung der Produktivkräfte, sodaß der Umsturz dieser Ordnung
auf der Tagesordnung stünde. Der Sozialismus/Kommunismus brächte so die Vollendung der Naturbeherrschung durch den Menschen.
Gerade dies lehnt die Ökobewegung ab. Der Marxismus unterschied selbst zwischen einer progressiven Kapitalismuskritik, die seinige- wen wundert es!- und einer reaktionär-romantischen: Zurück in die Idylle des Mittelalters. Dazu gehört dann die romantische Verklärung der Natur, die Rückwendung zur Religion. Leonardo Boff ist so- marxistisch gedeutet- ein typischer Vertreter so einer romantischen Kapitalismuskritik, die wirklich ihren Höhepunkt in der Vergöttlichung der Natur findet, wo doch schon die Aufklärung die Religion erledigt habe, etwas Feuerbach. Boff ist weiter links, aber er hat wie die Allermeisten nach 1989 den Marxismus aufgegeben. Als Anfangspunkt dieser Auflösungstendenz und Abkehr vom Marxismus kann Adorno/Horkheimers: Dialektik der Aufklärung angesehen werden, die aber erst in der Ökobewegung zum Gemeingut der Neuen Linken wurde. Die Differenz der Neuen Linken zur marxistischen darf nicht übersehen werden. (Vgl dazu auch: Palko, Die Löwen kommen. Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern.)

Was in der Kirche nicht mehr gesagt werden darf!



Was dieser Weihbischof Marin Eleganti so alles von sich gibt, das ist einfach in der Katholischen Kirche nicht mehr tragbar und so wird er nun einer Vorzenzur unterworfen, der jetzt nur noch im Einvernehmen mit der Churer Bistumsleitung sich in den Medien äußern darf. (Vgl Katholisch de am 18.3.2020). Hier werden dann auch dessen Vergehen dokumentiert:
A) „In der Vergangenheit ist Eleganti bereits mehrfach mit provokanten Aussagen in Erscheinung getreten. So hatte er beispielsweise erklärt, dass es sich beim sexuellen Missbrauch in der Kirche "erwiesenermaßen vorwiegend um homosexuelle Täter" handele.“
Die Tatsachenbehauptung ist zwar wahr, aber nicht alles, was wahr ist, darf auch in der Kirche gesagt werden. Denn angesichts der faktischen Macht der Homosexlobby in und außerhalb der Kirche ist es eben mehr als inopportun, diese Wahrheit auszusprechen.
B) „Eleganti zählte auch zu den Gewährsleuten einer Gruppe konservativer Katholiken, die Papst Franziskus im Anschluss an die Amazonas-Synode zu öffentlicher Buße wegen angeblichen Götzendienstes aufriefen.“
Erstmal gehört dieser Weihbischof zu einer Gruppe konservativer Katholiken- damit ist für den Kenner innerkatholischer Sprachregelungen klar gestellt, daß er im Prinzip ein Häretiker ist, denn es gilt, was vorkonziliar die Kirche als Häresie beurteilte, ist in der nachkonziliaren Kirche der Vorwurf, conservativ, gar traditionalistisch zu sein.
Zudem soll hier der Begriff der Gruppe suggerieren, daß es sich hier um eine Verschwörung gegen den Papst handle, was, als der Papst noch Papst Benedikt hieß, als ein Kompliment, jetzt aber als grober Verstoß gegen die Disziplin der Kirche gewertet wird. Daß eine Kritik der Göttinverehrung Pachamama durch den Papst inakzeptabel ist, versteht sich von selbst, gilt es doch jetzt in den Zeiten der Globalisierung und der unbegrenzten Toleranz der Postmoderne tatkräftig Abschied zu nehmen von der Intoleranz des Monotheismus. (Selbstredend muß die ganze Bibel mit ihrem intoleranten: Jahwe-Allein und dem Monotheismus umgeschrieben werden: Die hl. Schrift irrte eben.)
C) „Eleganti hatte sich zuletzt mehrfach zur Corona-Krise zu Wort gemeldet. In einem Video-Beitrag des österreichischen Portals "kath.net" nannte er die Pandemie eine "Strafe Gottes". Gebet, Buße und Umkehr sowie Gottesvertrauen wirkten sich auf die Befindlichkeit von Nationen und wie auch von einzelnen Menschen aus. "Es gibt da ganz klar einen Zusammenhang, den wir nicht übersehen dürfen", so der Weihbischof.“
Was zuviel ist, ist zuviel. Daß in der Bibel regelmäßig Naturkatastrophen und Epidemien mit Gott in Verbindung gebracht werden, ist unbestreitbar. Es sei an die bekannteste Naturkatastrophe der Bibel erinnert, die Sintflut als Strafe Gottes, die Tötung der Erstgeburt Ägyptens durch den Würgeengel und die Pest (2.Samuel 24), aber das sind biblische Erzählungen, die nach heutiger Meinung zynisch und mit Jesu Botschaft unvereinbar sind. (Erzbischof Schick)
Es muß nun wohl davon ausgegangen werden, daß in diesem Gerede von Jesu Botschaft nun doch noch Marcion gegen den Kanon der Katholischen Kirche siegt, der schon am Anfang feststellte, daß der Gott des Alten Testamentes mit Jesu Gott inkompatibel sei, sofern vordem alle anstößigen Aussagen des Neuen Testamentes hinwegexegetisiert werden.Einfacher gesagt: Die Kirche darf nur noch sagen, was die Einfußreichen der Welt hören wollen! 

Zusatz:
Ganz anders sieht das aber aus, wenn der einstige marxistische Befreiungstheloge Boff von der Coronaepidemie als Strafe spricht:

"Leonardo Boff ist überzeugt, daß das Coronavirus eine Reaktion von „Gaia“, der „Mutter Erde“, auf den „Raubbau“ des Menschen an der Natur sei.

Auf einem brasilianischen Meinungsportal A terra é redonda schrieb Boff den Beitrag „Die Ursprünge des Coronavirus“ und veröffentlichte dazu ein düsteres Bild (siehe oben). Darin vertritt er die Meinung, daß die Pandemie eine „Vergeltung“ des Planeten sei, den der Ökomarxist wie James Lovelock, der Erfinder der Gaia-Hypothese, für ein Lebewesen hält, dem auch die Menschen angehören. Laut Boff kann die Erde „fühlen, denken, lieben, verehren und sich sorgen“.Kath info am 18.3.2020 -Die Göttinverhrung Pachamama war eben keine Eintagsfliege des Papstes, den Boff zu seinen Freunden zählt: "Das Coronavirus ist eine Strafe … dixit Leonardo Boff" Kath info am 18.3.2020.
 

Mittwoch, 18. März 2020

Sturmangriff auf die Eucharstie


„Privatmessen passen nicht zum heutigen Verständnis von Eucharistie
Spätestens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gilt die Heilige Messe nicht mehr als Besitzstand der Priester. Dass sie viele Geistliche während der Corona-Krise wieder alleine feiern, finden deshalb gleich mehrere Liturgiewissenschaftler problematisch.“ Sie fürchten eine "doppelte Exklusion" der Laien“.
So greift nun die quasi offiziele Internetseite: Kath de die Eucharistie an! (18.3.2020). Dazu greifen diese „Problematisierer“ tief in die Mottenkiste antikatholischer Polemik Luthers wider das katholische Verständnis des Altarsakramentes. Mit der Vokabel: Privatmesse perhorreszierte Luther das von einem Priester Gott dargebrachte Meßopfer, weil er meinte, daß auch die Eucharistie primär eine Veranstaltung zu Gunsten der Gemeinde sei, sodaß eine Eucharistiefeier ohne eine mitfeiernde Gemeinde eine sinnlose Aktivität sei. Darin manifestiert sich der anthropozentristische antitheozentrische Ansatz Luthers, dem jedes Verständnis für die hl.Messe als primärer Dienst an Gott fehlt, daß der Priester Gott zur Ehre, ihm zum Lobe opfert und dann sekundär auch als Sühn- und Bittopfer darbringt.
Nach Meinung dieser Liturgieker hätte das 2. Vaticanum nun die katholische Lehre verworfen, um rein lutherisch zu werden – zumindest in diesem Punkte. Völlig unsinnig ist die Rede von einem Besitzstand des Priesters, denn seit wann sind die Berufspflichten ein Besitzstand eines Berufes?
Peinlich ist dabei die völlige Verständnislosigkeit für die religiöse Praxis des kultischen Opfers. Was tat der fromme König David, als Jerusalem von der Pest bedroht war? Er brachte ein Opfer dar, um Gottes Zorn zu besänftigen! (2.Samuel 24). In jeder Kultur, in der die Religion noch ein lebendiges Teil der Kultur ist, würden, sobald das Leben durch eine sogeartete Epidemie gefährdet ist, die Priester aufgerufen, nun, mehr noch als sonst, ihren Opferdienst zu erfüllen. Die Eucharistie wird dabei -gegen Luther- immer als Sakrament und als Sacrificium gefeiert und nur so recht gefeiert. Als Meßopfer wird der Gottesdienst Gott gefeiert, auch damit er sich der Menschen wieder erbarme und ihnen beistehe.Aber zuerst ist das Meßopfer immer für Gott bestimmt,daß er es gnädig annehme und so bereit wird, die Bitten des Priesters zu erhöhen.
Daran hat auch das 2. Vaticanum nichts geändert,(auch wenn traditionalistische und liberale Kreise das in trauter Eintracht gern so sehen) sodaß auch heute noch das Kirchenrecht es erlaubt, daß ein Priester allein die Messe liest, weil das die hinreichende Bedingung für eine gültige Messe ist. Es bedarf dazu keiner Laienbeteiligung. Daß die Eucharistiefeier nur sinnvoll ist, wenn Laien an ihr teilnehmen, ist allein eine Sonderlehre Luthers, der dann aber viele gefolgt sind, leider nach dem 2.Vaticanum auch Katholiken!

Weniger Meinungsfreiheit um der Demokratie willen!

Der aufrechte Kämpfer gegen Rechts, Professor Zulehner beglückt nun seine Kampfgefährten mit seinem Vortrag: „Sind Christen gute Demokraten?“ Die Katholische Ewachsenenbildung Stadt und Landkreis Passau laden zu diesem Hochfest der politischen Korrektheit ein. So präludiert nun das Einladungsschreiben <der KEB diesen Kampfauftritt.„Die evangelische Kirche nennt sich eine >Kirche der Freiheit<. Das ist der katholischen Kirche am Beginn der modernen Freiheitsgeschichte nicht leichtgefalllen.“ Daß die evangelische „Kirche“ gar keine Kirche ist, vergleiche: Dominus Jesus von dem damaligen Kardinal Ratzinger,weiß die KEB nicht, oder ignoriert es geflissentlich, stattdessen gefällt man sich hier in die liebgewonnende Attitüde des: Ach wie gut ist es doch bei den Protestanten, wie schlimm ist es doch bei uns Katholiken! Unreflektiert wird dann statt des verheißenden Themas der Demokratie das der Freiheit in den Vordrgrund gerückt. Der Vortrag soll in Bayern gehalten werden- da frägt man sich doch: Soll das etwa heißen, daß solange unser Wittelbacher Herrscherhaus residierte, es hier keine Freiheit gab, auch nicht unter unserem liebsten Regierer, König Ludwig, dem Märchenkönig und daß es die erst gäbe, seit die CSU das Land regiere?
Nach Aristoteles gibt es drei Regierungsformen, die der Monarchie, die der Aristokratie und die der Demokratie mit ihren jeweiligen Perversionsmöglichkeiten, die der Diktatur, der Oligarchie und der Ochlokratie. In Hinsicht auf das Freiheitsthema bedeutet dies, daß gerade die Perversionsvarianten Zustände des Verlustes der Freiheit bezeichnen, daß es aber Freiheitsrechte sowohl in der Demokratie, in der Aristokratie wie in der Demokratie gibt. Aber für das Einladungsschreiben begann die Freiheit erst mit der liberalen Bewegung. Daß der Liberalismus zuvörderst eine antikatholische Bewegung war und ist, vergißt dabei dieser Einladungstext geflissentlich.
Nun wenden wir uns der Gegenwart zu: Ganz im Geiste der Traditionalisten, der Piusbruderschaft wird nun der Bruch des 2. Vaticanums mit der bisherigen Lehre der Kirche behauptet und dann allerdings gut geheißen. Aber nun gäbe es eine neue Polarisierung auch in der Kirche: Inzwischen aber finden wir Politiker, die sich auf das Christentum berufen und für eine >illiberale Demokratie< eintreten. Auch viele andere wollen die lästige Last der Freiheit wieder loswrden. Gegen die müsse nun der Kampf geführt werden. Jetzt gälte es so, den Kampf gegen die Rechtspopulisten aufzunehmen.
Nun müßte spätestens hier der Leser irritiert sich fragen, ob es denn, wenn es Freiheitsrechte nur in der Demokratie geben sollte, in Bayern, als uns da das Wittelbacher Herrscherhaus regierte, insbesondere Köng Ludwig II. Keine Freiheit gab, daß es die erst gäbe, seit die CSU demokratisch regiere. Aber etwas anders muß noch viel mehr irritieren, daß wir doch täglich nun zu hören bekommen daß die Meinungsfreiheit einzuschränken sei im Kampfe gegen Rechts. 60% einer repräsentativen Befragung erklärten, daß man nicht frei seine Meinung hier äußern könne, etwa über den Islam, Asylanten und Homosexuelle. Der Kampf gegen Rechts kann dies sicher als Erfolg für sich verzeichnen. Ich erinnere mich noch gut an ein Magazin für Erstsemester, ich meine als eine Beilage der Süddeutschen Zeitung: Was tun, wenn ein Kommilitone neben mir was Rechtes sagt? Empfohlen wurde, a) dem zuständigen Professor den Kommilitonen anzuzeigen, dann sich an das Studentenparlament zu richten, am besten an das Antifareferat, um auch dort eine Anzeige zu machen und man könne auch sich direkt an die Polizei wenden, Abteilung Rechtsextremismus, um dort prüfen zu lassen, ob polizeilich vorgegangen werden kann. Eine Gewerkschaft in Norddeutschland schlug ein ähnliches Vorgehen gegen Arbeitskollegen vor, die was Rechtes äußerten: Anzeige beim Chef und wenn vorhanden beim Betriebsrat. Das sind nur 2 von vielen Praktiken, die erfolgreich ein Klima erschufen und aufrechterhalten, indem jeder weiß, sei vorsichtig, wenn du dich über heikle Themen äußerst. Diese drastische Einschränkung der Meinungsfreiheit ist nun aber nicht das Werk von „illiberalen Rechtspopulisten, sondern von liberalen Demokraten ,deren Devise lautet: Keine Meinungsfreiheit für Andersdenkende.
Man versuche sich bitte, dies Szenario vorzustellen: Ein Theologieprofessor kündigte einen Vortrag an: Ist gelebte Homosexualität Sünde- was lehrt der Katechismus dazu? Was geschähe? Dieser Vortrag könnte an keiner Deutschen Universität gehalten werden, weil die da ansässige Antifa im Verbund mit Homosexlobbyisten den Vortrag niederbrüllen würden: Nazis raus! Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda. Nahe läge es doch nun, das als Einschränkung der Freiheit zu beurteilen, aber faktisch beeinträchtigt dieser Vortrag die Meinungsfreiheit und die den Vortrag Verunmöglichenden sind couragierte Demokraten, die den Mißbrauch der Freiheit verhindern wollen.
Das diene dem Schutz der Demokratie. Also: Die Meinungsfreiheit gefährdet die Demokratie und deshalb muß sie reduziert werden. Das ist nun aber nicht die Ansicht rechtspopulistischer Kreise, sondern ist die Meinung der liberalen Demokraten. Die christlichen Kirchen sollen so nun sich also im Kampf gegen Rechts engagieren. Das tuen sie doch schon mustergültig, wird da so mancher erstaunt fragen. Verlangt der BDKJ nicht schon ein Auftrittsverbot von Rechtspopulisten in der Kirche, hat die Katholische Arbeitnehmer Bewegung nicht schon einen Unvereinbarkeitsbeschluß gegen AfDler gefaßt, so auch der katholische Schützenverein, ist nicht jeder evangelische und Katholische Kirchentag eine einzige Kampfansage gegen Rechts?
Also, die Demokratie verlangt zu ihrem Schutz den Kampf um eine drastische Einschränkung der Meinungsfreiheit, daß Menschen ob ihrer rechten Meinung willen zu diskriminieren sind, von der Gaststätte, wo sie nicht mehr bedient werden bis zum Sportverein, der sie nicht aufnimmt. Und das ist praktizierte Liberalität! Das ist Demokratie. Die Feinde der Demokratie dagegen insistieren darauf, daß es auch eine Freiheit für Andersdenkende geben müsse. Das ist nun ein Zeichen illiberaler Demokratie! Was für eine Confusion! Oder hat sich in Deutschland die Demokratie in eine Ochlokratie gewandelt?

Dienstag, 17. März 2020

Die Corona-Epidemie stößt auf eine säkularisierte Kirche

"Zugleich kritisierte der Weltkirche-Bischof der Deutschen Bischofskonferenz: "Coronavirus als Strafe Gottes zu bezeichnen, ist zynisch und mit Jesu Botschaft unvereinbar." Schick appellierte dagegen, die freie Zeit zum Nachdenken über den Sinn, Wert und Ziel des Lebens, über Gott und die Welt zu nutzen. Auch der Limburger Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sieht in der Verbreitung der Coronavirus "gewiss keine Strafe Gottes, vor der wir Angst haben müssen und der wir nicht entkommen können". Gott liebe die Menschen bedingungslos und er möchte, dass es uns gut geht", so Bätzing am Samstag in Limburg." Katholisch de am 13.3.2020
In einer religiös geprägten Kultur wäre es eine Selbstverständlichkeit, daß eine solche Epidemie etwas mit Gott zu tuen habe, und da es eindeutig etwas Negatives ist, spräche man wohl vom Zorn Gottes, um dann die  Hoffnung auf die Priester zu setzen, daß sie Gottes Zorn durch dargebrachte Opfer besänftigen, denn dazu sind sie ja im Besonderen dar. 
Eine Epidemie könnte und müßte so auch ein Anlaß sein, selbstkritisch zu prüfen, ob wir wirklich auf Gottes Wegen wandeln oder sie verlassen haben, eingedenk der Unterscheidung von privaten und öffentlichen Sünden, denn die privaten straft Gott privat an dem Täter, etwa einem Mörder, öffentliche, von allen bejahte und gemeinsam praktizierte an der Allgemeinheit,wie etwa im Falle von Sodom  und Gomorrah.Von diesem so strafenden Gott hat sich nun Jesus niemals distanziert, als würde er einen anderen Gott als den des Alten Bundes verkündigen. Aber davon will die nachkonziliare Kirche nichts mehr wissen. Ja, sie ist selbst so säkularisiert, daß sie nun zu dieser Epidemie nichts zu sagen weiß, was nicht auch jeder Weltmensch auch zu dieser Causa sagen kann.So versäumt sie nun auch, das ihr Aufgetragene in den Vordergrund zu stellen, daß sie jetzt mehr noch als sonst Meßopfer Gott darzubringen hat. 
Aber es zeigt so auch, daß auch für die Kirche Gott ein toter Gott geworden ist, einer, der keine Relevanz mehr hat für das reale Leben. 

So erledigt ein zeitgenössischer Moraltheologe dies Problem: (Domradio 3.2.2020: Sind Krankheiten auch eine Strafe Gottes?):

DOMRADIO.DE: Gibt es eine religiöse Dimension von Krankheiten?
Monsignore Peter Schallenberg (Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Paderborn): Wir würden heute sagen: Krankheit und Leiden sind keine Sündenstrafen, sondern sind Ereignisse, die zum naturwissenschaftlichen Bereich des Menschen und unserer Welt gehören. Sie müssen mit naturwissenschaftlichen und technischen Mitteln bewältigt werden und haben unmittelbar mit dem Bereich des Glaubens nichts zu tun.
DOMRADIO.DE: Im Alten Testament gibt es zehn biblische Plagen. Sind die denn gottgewollt?
Schallenberg: Das ist eine Bildrede, sagen wir heute. Gottgewollt sind sie nur im allerweitesten Sinn - dass Gott zulässt, dass diese Welt auch Plagen, Krankheiten und Epidemien hat. Wir sagen heute, es ist eine Aufgabe an die Vernunft des Menschen, das zu bewältigen. Gott lässt die Schöpfung zu. Insofern sind es von Gott zugelassene Plagen. Als gottgewollte Plagen würden wir sie heute nicht mehr formulieren.

Merke: Die zeitgenössische Theologie weiß eben besser über Gott Bescheid als die hl. Schrift, denn die lehrt, daß Gott diese Plagen gewirkt hat.

Unmögliches erlauben-der Kampf ums Frauendiakonat geht weiter!t

"Zum einen könnte der Papst Canon 1024 des kirchlichen Gesetzbuchs ändern, nach dem nur ein getaufter Mann das Weihesakrament gültig empfängt", erklärt Anuth. In einer Neufassung könnte Franziskus nach Weihestufen unterscheiden und zur Diakonenweihe auch Frauen zulassen“.Der Kampf um das Frauendiakonat ist noch nicht abgeschlossen. Nach einer kurzen Enttäuschungsphase über das nachsynodale Schreiben des Papstes zur Amazonassynode, von dem doch gerade die Deformkräfte so viel erhofft hatten, den Einstieg aus dem Ausstieg aus dem Zölibat und erste Schritte zum Frauenpriestertum, wird jetzt weitergekämpft. Die quasi offizielle Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz arbeitet nun an Konzepten, daß die große Deform der Kirche doch noch gelingen könne: „Diakoninnenweihe auch Thema beim Synodalen Weg. So könnte der Frauendiakonat Wirklichkeit werden“ Kath de am 16.3.2020. Aber es wird dann Canon 1024 zitiert. Hier steht aber nicht: daß nur getaufte Männer das Weihesakrament erlaubt empfangen können, sondern gültig. Das heißt, daß wenn eine Frau das Weihesakrament empfängt, sie es gar nicht empfängt, sie bliebe ungeweiht! Ein grober Vergleich möge das verdeutlichen: Einem Mann ist es unmöglich, schwanger zu werden und selbst wenn im Geiste der Antidiskriminierung nun der Gesetzgeber Männern die Schwangerschaft erlaubte, könnte er nicht schwanger werden. Etwas Nichtmögliches kann durch eine Erlaubnis nicht möglich werden.
Der gültige Empfang eines Sakramentes verlangt nämlich auch auf Seiten des Zuweihenden Mindestanforderungen, damit das Sakrament effektiv=gültig empfangen werden kann. So verhindert das Nichtgetauftsein einen gültigen Empfang des Weihesakramentes und so verunmöglicht auch die weibliche Natur den gültigen Empfang des Weihesakramentes. Das ist die Wahrheit dieses Canons, die nicht einfach abgeschafft werden kann. 

Corolarium 1
Der Kampf um das Frauendiakonat und das Frauenpriestertum ist der Kampf um die Verweltichung der Kirche, daß sie weltförmig umgstaltet zu einer Serviceorganisation für religiös-menschliche Bedürfnisse  wird. Dazu muß sie sich von einer ihr vorgegebenen Ordnung und des ihr vorgegebenen Auftrages emanzipieren, um ein rein weltlicher Dienstleistugsanbieter  zu werden. So gehört es zu der Destruktionsagenda des synodalen Irrweges, daß die Neuevangeisation kein Thema dieser Synode ist, daß stattdessen die Verweltichung der Kirche forciert werden soll: Erst wenn wir ganz und gar uns derWelt gleichförmig gemacht haben werden, wird sie uns nämlich erst lieben. 
Dieser Umformungswille offenbart aber auch noch ein anderes Problem, daß nämlich selbst  oder gerade auch die Kirchenleitung die christliche Religion und insbeondere die katholische Version dieser Religion für einen nicht mehr an den Mann zu bringendes Produkt erachtet und so erstrebt man eben eine Sortimentsmodernisierung:eine Prise politische Korrektnes, ein bißchen Feminismus und Genderideologie, viel Humanitarismus und Kampf der Klimakastrophe und am wichtigsten, um bei den Mächtign Beifall zu bekommen:Ja zur Auflösung der Nationalstaaten durch ihre Multiethnisierung und der Kampf gegen Rechts. 

Montag, 16. März 2020

Die Coronaepidemie und das Gottvertrauen

Ein sehr schwieriges Thema soll hier nun erörtert werden: Wie ist die Tatsache, daß, Weihwasser zu nehmen, den Friedensgruß zu unterlassen, gar Messen zu feiern, untersagt wird, und daß dies gar von Kirchenleitungen so angeordnet wird, im Regelfall aber auch im Einklange mit staatlich verordneten Schutzmaßnahmen? Eine einfache Antwort liegt nahe: Durch geweihtes Wasser könne keine Krankheit übertragen werden und der beste Schutz gegen eine Ansteckung mit einer gefährlichen Krankheit sei der Empfang der hl. Kommunion, sofern der Kommunikant angemessen disponiert wäre. Deshalb sollten in Zeiten einer Epidemie möglichst nicht weniger sondern mehr hl.Messen gelesen werden.
Zur Erinnerung: Als Jerusalem von der Pest bedroht wurde, präziser vom die Pest bringenden Engel Gottes, brachte König David ein Opfer dar und Gott ließ von dieser Bestrafung ab. (2.Samuel 24)
Manifestiert sich hierin einfach nur das schwindende oder gar schon verdunstete Gottvertrauen? Anstatt nun eine Position zu beziehen in dieser Frage, will ich mich darauf limitieren, erstmal Fragen zu dieser Causa zu stellen, weil ich mir eine Antwort noch nicht zutraue. Was müßte theologisch begründet zu diesen Fällen gesagt werden?

1.Gestz den Fall, ein Christ fährt per Motorrad zur Sonntagsmesse, und angefragt, warum er keinen Schutzhelm trüge, respondierte er: Ich fahre zur Sonntagsmesse und da vetraue ich darauf, daß Gott mich bewahren wird vor einem Unfall, denn er will ja, daß ich an der Sonntagsmesse teilnehme. Ist das ein angemessener Akt des Gottvertrauens, oder eher, in Anlehnung an den Versuchungsversuch des Teufels in der Wüste ein nicht akzeptables Gott-auf-die-Probe-Stellen? (vgl Math 4,7)

2.Gesetz den Fall, ein trockener Alkoholiker, nach ein paar Jahren der Abstinenz, erklärte, daß, wenn auch den Laien der Kelch in der Eucharistiefeier gereicht wird, er ohne Bedenken trinken würde. Zwar könnte ihn die dabei getrunkene Menge an Wein gefährden, seine Sucht also reaktivieren, da er aber er nicht Wein sondern das heilmachende Blut Christi tränke, bestände keine Gefahr eines Neuauflebens seiner Suchtkrankheit. Ist das ein Ausdruck an Gottvertrauen , fundiert in der Lehre von der Transsubstantion, daß der Wein in das Blut Christi verwandelt wird, oder ein hybrischer Akt, weil hier ein Kranker das Risiko seines Rückfalles verkennt?

3.Gesetz den Fall, daß tatsächlich in großen Menschenansammlungen das Ansteckungsrisiko steigt, ist es dann theologisch legitim zu urteilen, daß wenn der Zweck dieser Versammlung das Feiern einer hl. Messe, eines Kreuzweges oder eines Rosenkranzes ist, da ein Ansteckungsrisiko nicht bestünde, weil Gott die um eines religiösen Zweckes willen Versammelten vor jeder Ansteckung bewahren wird? Oder gilt, weil nun mal Menschen sich da versammeln und keine Engel, daß das Ansteckungsrisiko auch da virulent ist, wenn es in allen größeren Versammlungen virulent ist?

4.Gesetz den Fall, der Staat ordnet das Verbot aller größeren Veranstaltungen an, etwa ab 100 erwarteten Teilnehmern,ist es dann legitim, wenn die Kirche darauf insistiert, sich nicht an dies Verbot zu halten ob des besonderen Charakters der hl. Messe? Oder sollte sie, damit sie nicht einen Anlaß dafür bietet, daß nun viele andere auch mit der Begründung des besonderen Charakters ihrer Veranstaltungen Sondererlaubnisse einfordert: keine Privilegien für die Kirche, darauf verzichten? Es muß hier unbedingt an Paulus, Röm 13, erinnert werden, an seine Lehre von der Gehorsamspflicht der Obrigkeit gegenüber, der sich die Kirche nicht leichtfertig entziehen darf, auch wenn es gilt, daß Gott mehr als dem Staate zu gehorchen sei.

5.Gesetz den Fall, daß sich die recht drastischen Maßnahmen, die der chinesische Staat zum Schutze seiner Bevölkerung vor dieser Seuche ergriffen hat, als erfolgreich erweisen, sollte dann nicht auch die Kirche solch drastischen Maßnahmen zustimmen und sie auch mitvollziehen um des Allgemeinwohles des Volkes willen?

Viele Fragen, auf die der Frager sich noch keine endgültigen Antworten zutraut!