Donnerstag, 18. Februar 2021

Kann es politisch korrekten Rassismus geben? Oder: Spuren der Dekadenz

"Schwarzes Leben zählt"-Rassismus?


Die Junge Freiheit schrieb am 17.2.2021: „Schützenhilfe bekam Andrews, der sich zudem über die Popularität von Churchill beklagte, übrigens von der Professorin fürpostkoloniale Literatur,Priya Gopal. Sie ist nicht nur eine Kritikerin des britischen Kolonialreiches. Im vergangenen Jahr wurde sie international bekannt, als sie während der „Black Lives Matter“-Proteste twitterte: „Weiße Leben spielen keine Rolle.“ Später legte sie nach: „Weißsein abschaffen.“ Ihr Arbeitgeber, die Cambridge University, stellte sich pflichtbewußt hinter sie.“

Also, eine gebürtige Inderin, Professorin an einer englischen Universität verkündet als Anhängerin der Bewegung: „Schwarzes Leben zählt“: „Weiße Leben spielen keine Rolle“, um dann das verschärfend hinzuzufügen: „Weßsein abschaffen“. Hätte ein englischer Professor erklärt, daß schwarzes Leben keine Rolle spiele und abzuschaffen sei, es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, daß er nicht mehr Professor wäre und sehr wahrscheinlich säße er jetzt in einem Gefängnis ein, verurteilt wegen dieser Volksverhetzung.

Warum wird aber diese Aussage einer indischen Professorin in England nicht kritisiert oder gar strafrechtlich verfolgt? „Schwarzes Leben zählt“. Diese Aussage könnte als Untersatz der Aussage: „Alles Leben zählt“ verstanden werden: Weil alles Leben zählt, zählt auch diese Teilmenge von allem Leben. Sie kann aber auch als selbstständige Aussage verstanden werden, daß schwarzes Leben zählt und somit nichtschwarzes nicht. Wenn die Rechenlehrerin sagt: „12 ist die richtige Antwort auf die Frage, was 7 plus 5 ist, dann inkludiert diese Aussage, daß alle Zahlen, die nicht 12 sind, falsche Antworten sind. Die Aussage: „Schwarzes leben zählt“ präsumiert so die Antithese von: weiß oder schwarz und besagt, daß weil das schwarze Leben zählt, das weiße nicht zählt. So hat diese indische Professorin mit diesen 2 Voten nur expliziert, was in dem Votum: „Schwarzes Leben zählt“ schon impliziert enthalten ist. Da die Parole: „Schwarzes Leben zählt“ politisch korrekt ist, werden also ihre 2 diese Parole entfaltenden Aussagen nicht verurteilt.

Daß diese Parole eindeutig rassistisch ist, ist unverkennbar, weil hier Menschen einfach als minderwertiges, nein nichtswertiges Leben abqualifiziert werden bloß ob ihrer Hautfarbe. Das Erschreckende ist nun aber, daß die westlichen Gesellschaften diesen gegen sie selbst gerichteten Rassismus nicht nur tolerieren sondern gar noch gut heißen. Das ist nun ein Symptom der Dekadenz des Westens und seiner Kultur des „Weißen Mannes“, der seinen eigenen Untergang begrüßt, überdrüssig seines eigenen Lebens geworden. Die hypermoralisierende Verteufelung des (englischen)Kolonialismus hat dazu Wesentliches beigetragen, daß der „Weiße Mann“ in der Wahrnehmung diese Epoche nur noch als imperialistischer Ausbeuter zu stehen kommt, der nur, um auszubeuten, nach Indien kam. Sich die Geschichtsschreibung der einstigen „Verlierer“ ganz zu eigen zu machen, unterminiert so den Lebenswillen des „Weißen Mannes“ durch diese seine moralisierende Verurteilung.

 

Mittwoch, 17. Februar 2021

Die Selbstverachtung- die Aufgabe seiner selbst- unser Deutsches Schicksal?

Die Selbstverachtung- die Aufgabe seiner selbst- unser Deutsches Schicksal?


Vor 100 Jahren schrieb Emanuel Hirsch: „Keiner von uns weiß es z.B sicher, ob im deutschen Volke überhaupt noch soviel Wille zu einem eigenen Leben steckt, daß es der drohenden Selbstauflösung sich wird entziehen können.“ (Deutschlands Schicksal, 1920, S.33) Diese Frage ist heute noch aktueller als vor 100 Jahren, denn jetzt gilt in Deutschland jeder, der sich für den Erhalt des Deutschen Volkes engagiert, als Rechtsextremist und wird als solcher diskriminiert. Daß heute die große Mehrheit der in den Parlamenten demokratisch gewählten Parteien das so sehen und bejahen, erzwingt wohl die Erkenntnis, daß unser „Wille zu einem eigenen Leben“ verloschen ist.

Die Auslöschungsstrategie setzt dabei auf eine einfache Konzeption, die der Differenzierung von der Zugehörigkeit zum Deutschen Volke und der Zugehörigkeit zur Deutschen Staatsbürgerschaft. Diese Staats-bürgerschaft kann jeder erlangen, auch wenn er kein Deutscher im ethnischen Sinne ist, sodaß das Deutsche Staatsbürgervolk noch existieren würde, wenn es in ihm keinen einzigen Deutschen im ethnischen Sinne gäbe. Wer dagegen die Position vertritt, daß Deutscher Staatsbürger nur sein kann, der auch im ethnischen Sinne ein Deutscher sei, dem wird ein „völkisches“ Volksverständnis vorgeworfen, das angeblich nicht mit dem Grundgesetz kompatibel sei. Deshalb sei es die eigentliche Intention des Grundgesetzes, das Deutsche Volk, im ethnischen Sinne durch eine multiethnische Gesellschaft von Deutschen Paßinhabern zu ersetzen. Damit würde die Identität unseres Volkes aufgelöst werden, die Vorstellung eines „eigenen Lebens“ aufgegeben. Deutschland ist so zu entdeutschen. Das Bittere: Für dies Ziel gibt es unter uns eine demokratische Mehrheit: Wir wollen nicht mehr sein, was wir sind.


Corollarium 1


"Stefanie Drese SPD, stellvertretende Fraktionsvorstzende der SPD im
Landtag Mecklenburg-Vorpommerns:


"Den Antrag der NPD-Fraktion,den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren, lehnen die Vertreter der demokratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche,mit aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist rassistisch und menschenverachtend".(zitiert nach W. Hackert, Antigermanismus, Globalismus,Multikulti, 2015, S.210).  Die demokratischen Parteien erachten es also als rassistisch und menschenverachtend, sich für das Leben des eigenen Volkes einzusetzen. Das ist eine eindeutige Antwort auf Emanuel Hirschs Frage.

 

Dienstag, 16. Februar 2021

Mit wem darf ich reden? Über aktuelle Kontaktverbote und deren Macht



Wer meint, daß in einem freiheitlichen Rechtsstaat jeder mit jedem kommunizieren könne, der irrt. Das Spezifische unsere jetzigen Situation ist es, daß nicht primär der Staat die jetzt geltenden Kontaktverbote festlegt und durchsetzt, sondern die Zivilgesellschaft selbst. Die dem zu Grunde liegende Dauer-mobilmachung gegen Rechts ist natürlich staatlich arrangiert, aber die Hauptakteure sind die mündigen Staatsbürger, die als Gutmenschen die Sozialkontakte ihrer Mitmenschen korrigieren.

Nun zum konkreten Fall: „Jugendliche einer hessischen Ortsgruppe von Fridays for Future interviewen Politiker zu ihren Klimaschutz-Plänen. Auch ein AfD-Mann soll zu Wort kommen. Das passt der Bundesebene der Bewegung jedoch gar nicht.“ (Die Welt am 14.2.2021)

Also, da gibt es eine Organisation von jungen Staatsbürgern, die sich in besonderer Weise für den Umweltschutz engagieren. Einige von ihnen wollten nun auch Vertreter von politischen Parteien zu diesem Anliegen befragen. Da hatte man schon einen Jungunionisten (CDU) zu dieser Causa interviewt, nun sollte auch ein AfDler befragt werden. Als das ruchbar wurde, interveierte sofort der Bundesvorstand: „Ein Vertreter von Fridays for Future schrieb zu dem Ausschnitt, als bundesweite Bewegung distanziere man sich von den Aussagen.

„Für uns ist klar: „Der Kampf für Klimagerechtigkeit muss immer antifaschistisch sein. Wir sind mit der Gruppe im Gespräch und arbeiten das intern auf.“ Bereits zuvor hatten mehrere Ortsgruppen von Fridays for Future intern Kritik an dem geplanten Gespräch mit einem AfD-Vertreter geäußert.“ (Die Welt)

Das Gespräch fand dann nicht statt, der AfD-Politiker mußte ausgeladen werden. Also, die Bundesorganisation diktiert ihren Mitgliedern und Ortsgruppen, mit wem sie reden dürfen und mit wem nicht. Und die Jugendlichen gehorchen: Sie lassen sich vorschreiben, mit wem sie reden und mit wem nicht. Man darf eben nicht mit allen politischen Parteien über den Umweltschutz sprechen, sondern nur mit den politisch korrekten.

Dies ist uns ein sehr vertrautes Vorgehen auch in der Kirche. So darf auch auf dem „Ökomenischen Kirchentag“ kein AfDler sprechen, denn auch hier gilt: Gutmensch-Christen sprechen nicht mit den Schmuddelkindern der Politik. Es bestünde ja sonst eine Kontamierungsgefahr. Kontaktverbote schützen eben die Reinen vor den Schmuddelkindern.

Nun wird es aber richtig spannend. Am 12.2.2021 konnten wir nämlich auf der Internetseite der „Jungen Freiheit“ lesen:“BERLIN. Der Bundesvorstand der AfD hat dem Brandenburger Landesverband mit Ordnungsmaßnahmen gedroht, sollte der aus der Partei ausgeschlossene Andreas Kalbitz weiterhin bei AfD-Veranstaltungen auftreten. „Der Landesverband Brandenburg und die Untergliederungen, die Herrn Kalbitz als Redner geladen und haben auftreten lassen, haben damit dem öffentlichen Ansehen der AfD erheblich geschadet und gegen die Grundsätze und Ordnung der Partei verstoßen“, heißt es in einem Beschluß des obersten Parteigremiums. Sollte sich dies wiederholen, drohe der Vorstand mit Ordnungsmaßnahmen gegen einzelne Verbände.“

Die Partei, die wir gerade noch als Opfer der politisch korrekten Kontaktverbotspraxis erlebten, praktiziert diese nun selbst. Der von dem Bundesvorstand als zu „rechts“ wahrgenommene Kalbitz war aus der Partei ausgeschlossen worden, der wirtschaftsliberale Meuthenflügel hatte sich hier gegen den Nationalconservativen durchgesetzt, der aber in Ostdeutschland sehr viel Sympathien genießt und so als Gastredner noch eingeladen wird. Das „schade dem öffentlichen Ansehen der Partei- gemeint ist damit, daß dies die politisch korrekten Medien zum Anlaß nehmen, die AfD als rechtslastig zu kritisieren. Darum erteilt nun der Bundesvorstand ein Kontaktverbot und droht mit Sanktionen, wenn dies Verbot nicht eingehalten wird.

Hier erst zeigt sich der durchgreifende Erfolg dieser Kontaktverbotsstrategie, daß selbst die davon Betroffenen, hier diese Partei parteiintern genau diese Kontaktverbote selbst praktizieren und somit die politisch korrekten Kontaktverbote bejahen: „Mit Rechten darf man nicht reden!“ Um in den erlauchten Kreis der Gutmenschen aufgenommen werden zu können, muß man eben selbst seine Sozialkontakte auf das genaueste prüfen, daß man ja nicht mit Schmuddelkindern spricht. Denn auch der reinste Tugendmensch kann sich verunreinigen durch falsche Kontakte und wer erst mal in den Ruf gekommen ist, unrein zu sein, muß sich gründlich purifizieren, bis er wieder als rein wahrgenommen wird. Dazu gehört es, daß man jeden Kontakt zu Rechten abbricht.

Diese Aufspaltung der Gesellschaft in die Gutmenschen und die Bösen ist eingedenk der Maxime: „Teile und herrsche“ ein sehr bewehrtes Mittel der Herrschaftsstabilisierung, das in unseren so problematischen Zeiten eben effektiv angewandt wird mit viel Erfolg.

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Montag, 15. Februar 2021

Populäre Irrtümer in der Kirche- was man so über das Fasten redet

Populäre Irrtümer in der Kirche- was man so über das Fasten redet


Befremdliches kann man hören, hört man auf das Gerede über das vorösterliche Fasten. Selbst eine Theologiestudenten erklärte mir, daß es da primär um die Gesundheit ginge, auf etwas Ungesundes zu verzichten, den Körper zu „entgiften“, mehr zu achten, auf das, was man zu sich nimmt, die Qualität der Speisen. Darum verzichtet man ja hauptsächlich auf süßes Naschwerk, denn da wäre so viel Zucker drin und der Zucker sei nun mal der größte Feind der Gesundheit. Abzunehmen wäre aber auch ein guter Grund, die 40 Tage zu fasten.Dies und Ähnliches ist zu hören, wenn über die Fastenzeit (noch) geredet wird.

Es sollen nun zu dieser Causa erhellende Fragen gestellt werden: Warum soll ich nur 40 Tage auf mich Schädigendes verzichten, etwa auf die Süßigkeiten, das Rauchen oder den Alkoholgenuß,und dann den Rest des Jahres all dies wieder verkonsumieren? Warum verzichte ich gar an keinem der Sonntage in der Fastenzeit nicht auf dies mich Schädigende mit der Begründung, daß ein Christ an keinem Sonntage fasten darf, da wir ja jeden Sonntag ein kleines Ostern, die Auferstehung des Herrn feiern- ist die Auferstehung etwa ein legitimer Grund, Ungesundes zu sich zu nehmen?

Frömmer klingt dann schon die Rede davon, daß man fasten solle im Sinne von sich weniger um die Leibesbedürfnisse zu kümmern, um mehr Zeit zur praktizierten Frömmigkeit zu haben. Nur, führt die Fastenpraxis nicht genau dazu, sich mehr Gedanken um das Essen zu machen als sonst: Was will ich und was will ich nicht zu mir nehmen, wie koche ich was in dieser Fastenzeit? Gerade in dieser Kaprizierung auf das Essen verliert man eher das Religiöse aus den Augen.

Noch ärger wird es, wenn das Fasten linksmoralistisch motiviert wird: Weil ich so viel esse, hungern Kinder in der 3.Welt. Das ist natürlich ein völliger Fehlschluß, denn nicht ist ein Mangel an Lebensmitteln die Ursache des Hungers in der 3.Welt, sondern daß die Menschen dort über keine genügende Kaufkraft verfügen, sodaß für sie die Lebensmittel produziert würden. Die Wirtschaft produziert nämlich nicht bedarfsorientiert sondern nachfrageorientiert, für was auf dem freien Markt Kaufkraft vorhanden ist. Was in den Zeiten der Mangelkrisen eine sinnvolle Praxis war, daß jeder weniger konsumiert, damit alle etwas bekommen können, ist in den Zeiten des Überangebotes, der Überflußkrisen kontraproduktiv, in den Zeiten, wo mehr Waren für den Markt produziert werden, als dann abgesetzt werden können.

(Die Biowirtschaft ist ja eine Reaktion auf die Erfolge der Industrialisierung der Landwirtschaft, daß wir jetzt über Produktionskapazitäten verfügen, die weit mehr Lebensmittel herstellen können als verkauft werden kann; deshalb wird so die Produktionsmenge in der Landwirtschaft reduziert, um dann für weniger aber hochwertigere Lebensmittel zu erzeugen, die dann mit mehr Gewinn verkauft werden können ob ihres Images als Bioerzeugnisse. Daß so nun weniger produziert wird an Lebensmitteln macht es den Armen der Welt noch schwerer, genug Eßbares zu erwerben.)

Aber Gutmenschen sehen das anders: Für sie ist der, der gut ißt eben ein Reicher, der den armen Kindern das Brot wegißt. Darum solle man 40 Tage auf ein gutes Essen verzichten, als würde dadurch in der Welt weniger gehungert.

Nicht zu überhören ist aber, daß die genuin religiöse Bedeutung des Fastens ganz und gar verloren gegangen ist: daß ich auf etwas mir Gutes verzichte als Buße für meine Sünden oder als Sühne für das Sündigen anderer. Die religiöse Praxis des Fastens (so eine Vorstellung könne man doch Niemanden mehr zumuten, tönt es da aus berufenem Theologenmunde)präsumiert nämlich, daß auch der Gott Jesu Christi ein gerechter ist, der Sünden bestraft, hier oder im Jenseits, daß er aber auch ein gnädiger ist, der uns um unserer Buße willen die Sünden vergeben will, wenn wir den reuig Bußwerke vollbringen; das Fasten ist solch ein Bußwerk oder ein Sühnewerk für die Sünden der Anderen. Ohne diese Gottesvorstellung kann nicht mehr im religiösen Sinne gefastet werden.


 

Sonntag, 14. Februar 2021

Geht die Kirche unter oder: „…dass er noch mit eigenen Augen sieht, wie die Kirche aus ihren derzeitigen Ruinen aufersteht“

Geht die Kirche unter oder: „…dass er noch mit eigenen Augen sieht, wie die Kirche aus ihren derzeitigen Ruinen aufersteht“


So respondierte B.Meuser auf die Drohbotschaft des Augsburger Historikers Kaufhold, daß es in 20 Jahren die Katholische Kirche, so wie wir sie kennen, zumindest in Deutschland nicht mehr geben wird. (Kath net am 11.2.2021)Die meisten dort veröffentlichten Kommentare schlossen sich diesem optimistischen Protest an. Nur ist dieser Optimismus berechtigt? Der Optimismus verwechselt dabei einfach die Verheißung Jesu Christi an die Römisch-Katholische Kirche mit einer Zusage an die Bistumskirchen Deutschlands, daß auch sie bestehen bleiben werden. Selbst wenn in Deutschland die Kirche gänzlich verschwinden würde, lebte die Römisch-Katholische Kirche noch!

Erinnern wir uns an die Causa Luther. Zizek schreibt dazu: „Luthers Rückkehr zu Christus, zum ursprünglichen Christentum, einer Rückkehr, die eine radikal neue Form des Christentums hervorbrachte.“ S. Zizek, Absoluter Gegenstoß, 2014, S.57. Es war also möglich, daß unter der Parole der Reform sich eine große Menge von Christen von der Katholischen Kirche abspalten konnten, um ein ganz neues Christentum zu kreieren, das bis heute noch existiert als organisierter Protestantismus. Warum sollte es dann nicht auch möglich sein, daß unter der Parole der notwendigen Reformen die Bistümer Deutschlands als Ganzes sich von der Katholischen Kirche abspalten, um so eine neue Kirche hervorzubringen, die dann keine Katholische mehr ist, wie auch die Lutherkirche keine Katholische mehr ist?

Dieser Historiker verkündet ja einen zwiefachen Tod der Katholischen Kirche zumindest für Deutschland: Entweder wird sie in 20 Jahren nicht mehr sein, wenn sie sich nicht verändert oder sie wird dann noch sein, wenn sie sich so sehr entkatholisiert und verprotestantisiert, daß sie dann zwar keine Katholische Kirche mehr sein wird, sondern als etwas ganz Neues dann existieren wird. Der Historiker schlägt also den Freitod der Kirche vor, damit sie dann post mortem als etwas ganz Neues, als eine völlig verweltlichte „Kirche“ weiterlebt.

Das ist keine völlig unmögliche Möglichkeit, bedenkt man den Destruktionstrieb des „Synodalen Irrweges“ mit seiner Tendenz zur Selbstradiclisierung und wenn nicht ausgeschlossen werden kann, daß diese Reformbewegung dann den Bruch mit Rom wagt oder daß Rom den Deutschen Revolutzern einen Sonderstatus zubilligt, um ein weiteres Schisma durch deutschen Reformeifer zu verhindern.

Jesu Christi Verheißung gilt, aber sie schließt nicht aus, daß Teilkirchen völlig vom Glauben abfallen. Wie viel Glauben gibt es denn noch in der Katholischen Kirche Deutschlands- lebt sie denn nicht nur noch von der Kirchensteuer?

 

Samstag, 13. Februar 2021

Eine mustergültige Religionsunterrichtsstunde- es gibt keine einzig wahre Religion

Musterstunden gelungenen Religionsunterrichtes stellt nun Kath de vor. Zur Demontage der Kirche in der Epoche des „Synodalen Irrweges“ gehört eben auch ein dem gemäßer Religionsunterricht. „Alle Religionen sind gleich oder außerhalb der Kirche kein Heil? Die Welt ist voller Religionen, die etwa in Deutschland oft dicht beieinander existieren. Wie verhalten sich Christen da am besten? Rudolf Hengesbach spielt ein Szenario in seiner Klasse durch – und verweist auf ein besonderes Projekt“.. So wird in die (fast) gelungene Religionsunterrichtskonzeption eingeführt. (Kath de am 12.2.2021).

Das Feindbild ist klar, daß es nur eine wahre Religion und so nur eine wahre Kirche gäbe. Die anderen Religionen sollen nicht nur toleriert, sondern als etwas Wahres gewürdigt werden. Dabei wird diese Aussage des 2.Vaticanums zitiert:

"Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“

Diese Aussage ist nun wirklich befremdlich. Die Kirche hält also bestimmte Lehren für wahr. Soll das etwa heißen, daß das so für wahr Gehaltene gar nicht sicher wahr ist? Nun soll es Lehren geben in anderen Religionen, die von diesen für wahr gehaltenen Lehren der Kirche abweichen und doch soll von ihnen gelten, daß auch sie wahr sein können, ja einen Strahl der Wahrheit inkludieren. Das Ziel dieser eigentümlichen Selbstrelativierung der Wahrheit des Katholischen Glaubens ist es wohl, daß so auch andere Religionen als wahr angesehen werden können, auch wenn sie anderes aussagen als die Kirche. Alle Religionen sind irgendwie wahr, das ist also die durch den Religionsunterricht zu vermittelnde Erkenntnis, die dann aber nicht ganz so wie erwünscht bei den Schülern ankam. Aber den Exclusivismus verwarfen sie, daß nur die christliche Religion die wahre sei.

Dann kommt aber das eigentliche Anliegen dieses RU-Konzeptes zu tragen. Küngs Projekt des „Weltethos“ wurde eingebracht, ein Konzept einer Einheitsethik,die von allen Religionen mitzutragen sei. Das ist nun nur die so und so vielte Aufwärmung der Freimaureridee, daß die Religionen trennen, daß aber die Ethik alle vereine, sodaß man die Religionen doch vergleichgültigen möge um des Zieles der Humanisierung der Welt willen. Alle Religionen sind so zu vergleichgültigen, es käme doch nur jetzt auf die Modethemen der aktuellen Weltbegückungskonzepte an, etwa die Schöpfung bewahren, Frieden und Gerechtigkeit usw... Das soll das Ziel des heutigen zeit(geist)gemäßen Religionsunterrichtes sein. Daß die Religionen und dann auch die christliche was Gleichgültiges ist, das kommt sicher bei den Schülern gut an, bestätigt es doch nur ihr Urteil über die Kirche und die Religion.


 

Freitag, 12. Februar 2021

»George Soros hat Abtreibungslobby weltweit mit 32 Milliarden Dollar gefördert«

(daß die Besitzer der Medien bestimmen, was wir in ihnen sehen und lesen dürfen)

„Joe Biden setzt auf ganzer Linie auf die globale Förderung von Abtreibung, der LGBT-Agenda und der Gender-Ideologie und bekommt finanzielle Unterstützung.“ So kommentiert die „Freie Welt“ am 12.2.2021. Dazu paßt diese Meldung auf Kath net am selben Tage: „Die zum Google-Konzern gehörende Videoplattform YouTube hat den Kanal von LifeSiteNews gelöscht. Laut einer Stellungnahme von LifeSiteNews handelt es sich nicht um eine temporäre Sperre. Es seien alle Videos gelöscht worden, heißt es in einer Stellungnahme, in der keine Begründung für das Vorgehen von YouTube genannt wird.“

Ein paar grundsätzliche Anmerkungen zur „Presse- und Meinungsfreiheit“. Es gilt der Grundsatz, daß die Presse- und Meinungsfreiheit darin besteht, daß ein paar reiche Männer publizieren wollen, was sie möchten. Die Katholische Kirche führte ihren Kampf gegen dieses Recht im Namen der Wahrheit, daß die Presse zur Wahrheit verpflichtet sei. Diesen Kampf verlor sie. Es gäbe keine erkennbare Wahrheit sondern nur Meinungen. Das bedeute aber auch, daß jeder das Recht habe, seine Meinung frei zu sagen. Das gälte gerade von der Presse.

Einst sprach man mit kritischem Unterton von dem „Privatbesitz an Produktionsmitteln“ als Problem für das gesellschaftliche Leben. In Benedikt Kaisers Opus: „Solidarischer Patriotismus“ erleben wir eine gewisse Revitalisierung dieser gesellschaftskritische Tradition, aber mehrheitlich hat sich der liberale Standpunkt durchgesetzt, daß dieser Privatbesitz das Fundament jeder modernen Gesellschaft bildet. Das heißt nun aber auch, daß die Medien in Privatbesitz sich befindend schreiben dürfen, was ihren Besitzern gefällt und verschweigen, was ihnen mißfällt.So gibt es, weil YouTube im Privatbesitz sich befindet, kein Recht, daß YouTube dazu verpflichtet, etwas in sein Programm aufzunehmen oder drin zu lassen, was den Besitzern mißfällt.

Die Zensur wird hier so rein privatrechtlich durchgeführt, daß der Besitzer nicht verpflichtet ist, etwas in seinem Programm zu dulden, das er da nicht haben will. So siegt gerade jetzt die liberale Ideologie,in deren Namen nun solche Zensurmaßnahmen ergriffen werden: Weil Medien im Privatbesitz sich befinden, kann der Besitzer so viel Zensur ausüben, wie es ihm gefällt. Nicht mehr staatliche Zensur sondern die von privater Hand zensierten Medien untergraben so die Meinungsfreiheit. Sie sind sich ihrer Macht bewußt, sie produzieren das, was die Allermeisten dann für die Realität halten. Dazu gehört es dann auch konstitutiv, daß damit Inkompatibles aus den Medien herauszensiert wird. Sicher verdankt der jetzige US-Präsident seinen Wahlerfolg den so zensierten sozialen Medien, die auschließlich Pro-Trump Seiten zensierten.

Bidens Sieg ist so auch ein Sieg der ihn gesponsert habenden Abtreibungslobby, die nun freudig die ersten Erfolge ihrer Unterstützung einfahren können. YouTube reagiert auch auf diesen Machtwechsel und wirft Inopportunes jetzt aus seinem Videokanal. Diese große finanzielle Unterstützung für die unheilige Dreieinheit der Förderung von Abtreibung,Homosex und Genderideologie beeinflußt eben auch die Entscheider der Privatmedien, wer bei ihnen im Programm sein darf und wer nicht.

Der Privatbesitz an den Medien zeigt nun so seine Janusköpfigkeit: Aus der staatlichen und kirchlichen Bevormundung entlassen, erscheint nun nicht ein Reich der unzensierten Freiheit, sondern eine Medienwelt, in der die Mächtigen bestimmen, was die Konsumenten sehen und lesen können. Die Macht ist sozusagen dezentralisiert worden und in die Hände machtvoller Privatentscheider gelegt worden, die nun ganz nach ihrer Willkür entscheiden, was publiziert wird und was verschwiegen wird. So drängt sich aber der Verdacht auf, daß faktisch diese Presse- und Meinungsfreiheit in den Medien nur eine euphemistische Umschreibung für eine faktische Plutokratie ist, die bestimmt, was die Konsumenten zu lesen bekommen und was nicht.

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