Donnerstag, 24. November 2022

Klare Kriegsziele- selten werden sie so offenherzig bekannt nicht nur von der Ukrainisch-Katholischen Kirche

Klare Kriegsziele - selten werden sie so offenherzig bekannt nicht nur von der Ukrainisch- Katholischen Kirche Auf Kath de, eine Internetseite mit einer klaren antirussischen Positionierung offenbart das Oberhaupt der Ukrainisch-Katholischen Kirche: „Oberhaupt der Ukrainisch-katholischen Kirche: Ohne Regimewechsel in Moskau wohl keine Friedensverhandlungen möglich“ (24.11.2022) Diese leicht verklausulierte Formulierung läßt sich aber leicht dechiffrieren: Die ukrainische Kirche unterstützt vorbehaltlos den Regierungskurs: Es soll keine diplomatische Lösung dieses Konfliktes angestrebt werden, denn man setzt auf einen militärischen Sieg, vertrauend auf die westliche Militärhilfe. Erst wenn die jetzige russische Regierung gestürzt wäre, wäre man zu diplomatischen Verhandlungen bereit. Dahinter zeichnet sich die Hoffnung ab, daß ein langwieriger Krieg zum Sturz der russischen Regierung führe. Das dürfte den Plänen der Nato entsprechen, um so den politischen Feind zu besiegen. Man schenkt der Ukraine so viele Waffen, daß sie nicht besiegt werden können, aber auch nicht den endgültigen Sieg einfahren können. Das Zarenregime stürzte ja auch in Folge des 1. Weltkrieges durch eine Revolution, zu der Deutschland eigens russischen Berufsrevolutionären die Einreise nach Rußland ermöglichte,damit die dann den Zaren stürzten. Der jetzige „Verteidigungskrieg“ dient so dem Zwecke, in Rußland eine dem Westen genehme Regierung zu etablieren. Es wundert nicht, daß die deutschen Bischöfe die Waffenlieferungen an die Ukraine gutheißen und nicht darauf insistieren, daß es für diesen Krieg eine diplomatische Lösung geben solle. In der Ukraine werden indessen von der dortigen Kirche Bischöfe, die die Kriegspolitik der Regierung nicht bejahen, suspendiert, weil sie „prorussisch“ seien, um sie sicher in Bälde durch regierungstreue zu substituieren. Aber diese Regierungstreue wird in unseren Medien natürlich begrüßt. Eines wird zukünftige Kirchenhistoriker vielleicht irritieren: Ließ man die Bergpredigtverheißung: „Selig sind die Sanftmütigen“ in der „Einheitsübersetzung“,dem Zeitgeiste folgend falsch übersetzen: „Selig, die keine Gewalt anwenden,“ (Mt 5,6) so müßten sie jetzt übersetzen: „Selig der, der der Ukraine Waffen gibt, um den Russen, den Feind des Westens zu besiegen! Ob der „Freie Westen“ sein großes Kriegsziel, den Sturz der Putin-Regierung durch ihren Wirtschaftskrieg und durch die militärischen Unterstützung erreichen wird, wird dann wohl aber primär davon abhängen, ob starke zum Putsch Bereite und Befähigte in Rußland gefunden werden. Ich selbst vermute, aber das ist nur meine persönliche Vermutung, daß das geglückte Autobombenattentat auf die Tochter von Alexander Dugins ein Bewerbungsversuch war: Unterstützt uns, wir können jetzt schon Regierungstreue liquidieren, traut uns einen erfolversprechenden Putsch zu, gibt uns somit Geld zur Finanzierung des Putsches. Wer aufmerksam die Diskussion um die Kriegsziele in den westlichen Medien verfolgt, dem könnte aufgefallen sein, daß immer mal wieder angedacht wird, die russische Regierung vor ein Kriegsverbrechertribunal zu stellen, eingedenk der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse: Sieger haben eben das Recht, die Verlierer als Kriegsverbrecher zu verurteilen. Dafür müßte aber ein Regimewechsel in Rußland gelingen, damit dann eine prowestliche Regierung ein solches Tribunal durchführt. Gewisser ist aber, daß wenn dieser Regimewechsel gelingt, daß dann auch in Moskau Homosexparaden stattfinden werden und der „Freie Westen“ diese Befreiung Rußlands bejubeln wird. Es kommt eben auf die Werte an, für die der „Freie Westen“ unsere „Eine Liebe“-Fußballer in Katar und wir alle kämpfen! Zusatz: Die Lehre vom "gerechten Krieg" heißt nicht, die Welt der Staaten in "gute" und "böse" einzuteilen, um dann alle Kriege der Guten, der Nato zu bejahen unnd alle Kriege der Bösen (Deutschland bis 1945, Rußland nach 1945) zu verurteilen!

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