Sonntag, 9. April 2017

Falsche Freunde der Kirche?

  In einem sehr lesenswerten Artikel über Papst Franziskus eigenartiges Verhältnis zur Fronleichahmsprozession in Rom am 7.April 2017 auf Kath info findet sich die aufschlußreiche Bemerkung, daß seit dem Jahre 1870 der Kirche es verboten war, Fronleichnam öffentlich zu begehen. Erst die Lateranverträge 1929 brachten hier eine Änderung zum Positiven. Wikipedia klärt uns auf (Artikel: Klerikalfaschismus):
 "Nach der Regierungsübernahme Mussolinis kam es schrittweise zu einer Annäherung, die 1929 mit den Lateraverträgen zur gegenseitigen Anerkennung (riconciliazione) von Staat und Kirche führte. In diesem Vertrag verzichtete der Vatikan zwar endgültig auf die Restauration des Kirchenstaates und erkannte das Königreich Italien als souveränen Staat mit der Hauptstadt Rom an, erhielt aber dafür uneingeschränkte Verfügungsgewalt über den neu errichteten Staat Vatikanstaat sowie eine reichliche Abfindung in der Höhe von 750 Milliarden Lire und eine Milliarde in Staatsaleihen. Weiters enthielt der Vertrag ein Konkordat, in dem der Katholizismus zur Staatsreligion erhoben, der Religionsunterricht verpflichtend eingeführt, eine zivile Scheidung untersagt und das italienische Rechtssystem dem Kanonischen Recht angepasst wurde."
Daß der Wikipedia Artikel so ausführlich das finanzielle Moment des Vertrages in den Vordergrund stellt, ist nun nachvollziehbar, soll damit doch das Negativurteil über die Kirche, daß es ihr primär und eigentlich nur um Macht und Geld ginge, bestätigt werden. Aber was dann unter "Weiteres" aufgeführt wird, muß jeden Theologen verblüffen: Da anerkennt der faschistische Staat als Grundsatz seines positiven Staatsrechtes das Kanonische Recht-das ist eine Maximalforderung der Kirche an einen dezidiert nicht sich als katholisch verstehenden Staat. Die Katholische Religion wird zur Staatsreligion, der Religionsunterricht verpflichtend eingeführt  und der Staat schützt im Sinne der kirchlichen Ehelehre die Unauflöslichkeit der Ehe, indem er die Zivilscheidung untersagt.
Wäre der Vertragspartner nicht der Faschistenführer Mussolini gewesen, heute noch würde die Diplomatie des Vaticans für dies Vertragswerk in den höchsten Tönen gelobt. 
Aber jetzt muß das als ein Kontrakt mit dem Teufel perhorrsziert werden. Man betont, daß Mussolini vordem sich sehr feindlich der christlichen Religion gegenüber geäußert habe, ablehnender als Hitler und trotzdem habe er diesen Vertrag mit der Kirche geschlossen, eben nur aus Machtinteressen heraus. Nur, daß zwischen der Privatmeinung des Parteiführers Mussolini und seiner Haltung als Staatsmann zu unterscheiden ist, das wird dabei einfach unterschlagen. Als Amtsperson hat man eben manches anders zu sehen als als Privatmensch. Die Forderungen des Allgemeinwohles überwiegen dann manche Privatvorliebe. 
Und was sprach im Jahre 1929 angesichts der Bedrohung durch die kommunistische Massenbewegung gegen ein Bündnis der Kirche mit der radicalsten antikommunistischen Bewegung in Europa, gerade auch angesichts des antichistlichen Kurses der kommunistischen Regierung der Sowjetunion! Nichts schweißte da die Kirche mit den radicalsten Antikommunisten mehr zusammen als die gemeinsame Bedrohung durch den atheistischen Bolschewismus! Und Mussolini war auch bereit, der Kirche weitestgehende Zugeständnisse zu machen, so weitgehende, wie es keine demokratische Regierung danach je tat! Der spanische Faschistenführer Franco, der Retter der Katholischen Kirche Spaniens tat es da nach seinem Sieg über die kommunistischen Kräfte gleich. Wiederum bewährte sich ein Faschist als Bündnispartner der Kirche. 
Aber davon will heutzutage die offizielle Kirchengeschichtsschreibung nichts mehr wissen, nicht weil sie nun zu anderen und besseren Erkenntnissen gekommen ist, sondern nur aus Opportunismus den heutig Mächtigen gegenüber.            
      

Samstag, 8. April 2017

Irritierendes: Berufspolitiker

Beruf, das impliziert doch stets auch die Vorstellung einer Berufsausbildung als Einheit von theoretischer und praktischer Ausbildung. Ob ich den Beruf des Metzgers, des Friseurs oder Chirugen ausüben will, jeder setzt eine solche Ausbildung voraus. Die zukünftige Friseuse darf eben noch nicht am ersten Ausbildungstag Haare schneiden und keinen unausgebildeten Chirugen läßt man eine Operation durchführen. 
Berufung ist noch mehr. Es ist ein religiöser Begriff: von Gott zu etwas berufen zu sein. Luther entwertete den Priesterberuf, indem er jeden Beruf als Berufung durch Gott qualifizierte und wertete damit den weltlichen Beruf auf, denn nun lebt der Christ gerade in seinem Berufsleben die Nachfolge Christi. Das Opus Dei trug dies Berufsverständnis dann in die Katholische Kirche ein.Daß wir heute kaum noch von Berufen reden, sondern von "Jobs", ist nicht nur ein weiterer Beleg für die Veramerikanisierung unserer Deutschen Sprache, sondern zeigt in erster Linie die Säkularisierung an: Es gibt keine Berufung von Gott zu einem Beruf mehr, sondern Arbeitsplatzsuchende nehmen eine Anstellung an, um so ihren Lebensunterhalt sich zu verdienen.
Was qualifiziert nun Politiker in einem demokratischen Staatswesen zum Regieren? Qulifziert schon das Ereignis, daß sie von mehr Wahlberechtigten als den Kokurrenzbewerbern gewählt worden sind, zum Regierenkönnen?  Kandidaten zu Wahlen werden von politischen Parteien aufgestellt. Qualifiziert ihr Gewähltwordensein durch eine Mehrheit von Parteimitgliedern ihre Geeignetheit zum Regierenkönnen?
Keine modebewußte Frau traut ihre Haare einem Lehrmädchen an, kein schwer Erkrankter  läßt sich von irgendwem operieren, sondern er frägt nach dem Titel und der Qualifikation. Selbstredend macht die theoretische Ausbildung für sich allein weder schon einen guten Autofahrer noch Metzger, aber ohne Theorie geht es auch nicht. Und bevor jemand selbstständig seinen Beruf ausübt, praktiziert er unter Aufsicht eines Berufserfahrenen. Oder kann sich irgendwer vorstellen, daß dem Chirug bei seiner ersten Operation der Chefarzt einfach sagt: "Nun legen Sie mal los-"?
Läge es da nicht nahe, ein Studium der Politikwissenschaft als notwendige Berufsausbildung zu fordern? Oder sollte das Regieren wirklich eine so leichte Berufstätigkeit sein, daß es dazu weder einer Berufsausbildung noch eines Anlernens bedarf? 
Lenin schrieb einst in: "Staat und Revolution", daß das Geschäft des Regierns nach der Revolution so leicht wäre, daß es von jedem Arbeiterrat ausgeführt werden könnte. Das beruhte aber auf der Illusion eines Absterbens des Staates, weil es dann den Primat der Ökonomie gäbe, der politisches Handeln nach und nach unrelevant werden ließe. Dem steckte ein technokratisches Moment inne. 
Nein, die Ordnung des Staates  verschwindet nicht, weil es Völker  gibt, die durch den Staat ihr Leben gestalten. Und darum muß es auch Politik geben, wenn unter Politik die Kunst des Regierens verstanden wird. 
Es könnte nun stattdessen ein emphatischer Begriff von Politik vertreten werden. Dann gäbe es Politik erst nach der Säkularisirung bzw. Aufhebung der Religion, daß nun das, was in der Religion von Gott erhofft wurde, das Heil der Welt, nun als Aufgabe des Menschen verstanden wird und das ist dann die Politik im eigentlichen Sinne! Das verlangt nach einer politischen  Erzählung vom Ursprung des Unheiles in der Welt und eine Konzeption der Überwindung des Unheilszustandes. (Erzählung : vgl. Lyotard, Das postmoderne Wissen -über die Krise der großen Erzählungen) Hier kann nur der ein guter Politiker sein, der Schüler oder gar Meister dieser Weltanschauung, der großen Erzählung ist.
Die heutige Politik in Deutschland verzichtet auf eine Explikation ihrer weltanschaulichen Grundlagen, weil alle Parteien Parteien der Ideologie des Liberalismus sind und diese Ideologie somit unhinterfragt als wahr gilt.  Aber auch der Liberalismus war ein Produkt der Säkularisierung der christlichen Religion mit ihrer Reich Gottes Hoffnung.      

Freitag, 7. April 2017

Liberalen Schelte: oder Papst Franziskus fällt in Ungnade

Papst Franziskus gerät plötzlich ins Kreuzfeuer liberalkatholischer Hardliner. Was verbrach er? Er erklärte, daß nun auch vor einem Priester der Piusbruderschaft geschlossenen Ehen als gültig anerkannt werden. Der Papst unternimmt damit einen zweiten Schritt zur Reintegration der Piusbruderschaft in die Katholische Kirche nach der Erlaubnis, nun auch bei ihnen erlaubt die Beichte zu hören. Der Papst der Barmherzigkeit handelt hier mal wieder ganz wie wir es von ihm gewohnt sind. Theologisch-dogmatische Fragen interessieren ihn wenig. Als Seelsorger sieht er aber ernsthafte Probleme, wenn die von Piuspriestern gehörten Beichten als unerlaubt und die da geschlossenen Ehen als ungültig qualifiziert werden. Hier will er nun aus seelsorgerlichen Gründen Klarheit schaffen! 
Aber nun ertönt die Kritik: Barmherzigkeit ja, aber doch nicht gegen die Piusbruderschaft!  Odendahl kreiert dazu eigens eine ganz neue Lehre der Ehehindernisse: 
"Oder sind Islamophobie und Antijudaismus, Homophobie und die Ablehnung der Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht doch – um im Bild zu bleiben – entscheidende Ehehindernisse?" (Katholisch de vom 7.4.2017). Diese Konstruktion ist einfach phantastisch: Zuerst unterstellt er der Piusbruderschaft, daß sie Islamophobie, Antijudaismus, Homophobie vertrete und die Gleichberchtigung der Geschlechter ablehne und dann folgert er, daß Paare, die sich in einer Piuskirche trauen ließen, diese Standpunkte teilten, sodaß die da geschlossenen Ehen ungültig seien! Einfacher gesagt: Die Piusbruderschaft ist nicht politisch korrekt, dann sind das auch die nicht, die sich da trauen lassen. Die Pointe: Nur politisch korrekt Gesinnte können gültig eine Ehe schließen! 
Dieser Blockwart der politischen Korrektheit wird dann aber noch konkreter:  "Wer die Religionsfreiheit ablehnt und sich selbst vor allem durch Abgrenzung definiert, der steht außerhalb der modernen, aufgeklärten Gesellschaft".Gültig heiraten kann nur, wer die moderne aufgeklärte Gesellschaft bejaht!   

Den Vogel aber schießt der Wiener Dogmatiker Tück ab: "Wiener Dogmatiker warnt vor "Aussöhnung unter pastoraler Devise der Barmherzigkeit" und gleichzeitiger Unterschlagung der Lehrunterschiede - "Die Glaubenskongregation sollte den Papst notfalls vor überschießenden Barmherzigkeits-Umarmungen warnen". 
" In Fragen des Dialogs mit dem Judentum, mit anderen Religionen und auch in der Frage der Religionsfreiheit dürfe man katholischerseits "keinen Deut abrücken von den Positionen des Konzils", mahnte der Theologe. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) habe etwa in den Punkten Religionsfreiheit, Ökumene und bischöfliche Kollegialität "Öffnungssignale" ausgesendet und damit Weichenstellungen vorgenommen, "hinter die man nicht zurückgehen darf". (Kath net vom 6.4.2017) Eine liberaler Dogmatiker, der die Glaubenskongregation dazu aufruft, den Papst auf irreguläre Lehren zu verweisen: So geht das nicht, Papst!, das ist wirklich der Treppenwitz dieses Pontifikates. 
Keine Aussöhnung und keine Barmherzigkeit mit traditionalistischen und conservativen Kritikern der nachkonziliaren Kirche, darin sind sich eben die Barmherzigkeitsliebbhaber einig. Begeistert man sich sonst an dem theologielosen Papst, der alles seelsorgerlich praktisch angeht, so will man plötzlich Theologie. Aber nicht irgendeine, sondern die des 2.Vaticanums, die einfach in der Bejahung der modern aufgeklärten Welt besteht. Und wer da nicht auch Ja sagt, der gehört eben nicht mehr in die zeitgemäße Kirche! 

Donnerstag, 6. April 2017

Eine Katholische Universität und ein Sprecher einer Bischofskonferenz im Kampf gegen Rom

"Tommy Scholtes, Priester und Sprecher der Belgischen Bischofskonferenz, erklärte wörtlich:„Die Worte von Stephane Mercier scheinen mir karikierend. Das Wort Mord ist zu stark: Es setzt Gewalt voraus, eine im vollem Bewußtsein begangene Tat, mit einer Absicht, und das trägt nicht der Situation der Personen Rechnung, die häufig in der größten Not sind.“
Worum geht es? Gegen Sephane Mercier hat die Katholische Universität Löwen ein Disziplinarverfahren angesetzt, weil er in einer Vorlesung Abreibung als Mord bezeichnete. Dazu äußert sich nun der Sprecher der Belgischen Bischofkonferenz. (Kath info vom 30.3.: Abtreibung ist Mord). Nehmen wir mal Ernst, was dieser Sprecher der Belgischen Bischofkonferenz da geäußert hat: Ein Raubmord ist kein Mord, weil das eine Gewaltanwendung voraussetzt mit einer Tötungsabsicht, aber das wird dem Raub"mörder" nicht gerecht, weil er doch aus einer Notlage heraus das tut. Der Sprecher vergaß einfach hier, zwischen der objektiven Qualität der Tat und der Frage, ob es Umstände der Tat gibt, sodaß der Täter nicht voll verantwortlich für seine Tat ist, zu unterscheiden. Es gibt keinen moraltheologische  Begründung dafür, daß eine Kindestötung, auch solange das Kind noch im Mutterleib ist, nicht als Mord zu qualifizieren ist. Die Tötungsabsicht ist eindeutig gegeben, die Tötungshandlung ist eindeutig heimtückisch, da das Kind im Zustande völliger Wehrlosigkeit getötet wird und da es mit der Möglichkeit zur Freigabe des Kindes zur Adoption immer eine für das Kind wie die Mutter zumutbare Alternative gibt, ist das Motiv der Kindestötung auch niemals ein irgendwie moralisch  rechtfertigbares. 
Daß eine moralisch unerlaubte Tat aus einer Notsituation heraus getan wird, besagt lange noch nicht, daß der Täter dann nicht mehr verantwortlich für sein Tuen ist. Es müßte erst der Nachweis in jedem Einzelfall einer Kindestötung erwiesen werden, daß die Mutter so sehr durch ihre Notsituation beeinflußt war, daß sie nicht verantwortlich für ihr Tun war. Wenn das aber der  Fall wäre, dürfte kein Arzt die Abtreibung vornehmen, denn nach geltendem Gesetz verlangt die straffrei vollzogene Abtreibung, daß die Frau beraten worden ist durch eine staatlich anerkannte Beratungseinrichtung, sodaß abgesichert ist, daß die Mutter weiß, was sie tut, und daß sie den Kindestötungswunsch nicht einfach nur aus einer Augenblicksgestimmtheit oder einer temporären Panik heraus verlangt. 
In Belgien wird so an einer Katholischen Universität einer Lehrer gemaßregelt, weil er das lehrt, was die Katholische Kirche dazu lehrt und der Sprecher der Belgischen Bischofskonferenz gibt dazu noch seinen Segen!              

Dienstag, 4. April 2017

Irritierndes: Richtet Gott noch? Wird er noch richten?

Im apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es immer noch, daß Christus wiederkommen wird in Herrlichkeit zu richten die Lebenden und die Toten. Es wird ein Endgericht geben, in dem Gott über uns richten wird. Im "Gottesdienst-Gebet und Gesangbuch für das Erzbistum München und Freising hieß das 1950 noch: (Grundwahrheiten unseres Glaubens S.15) "Gott belohnt das Gute und bestraft das Böse. Ewige Seligkeit oder ewige Verdammnis wird das endgültige Geschick der unsterblichen Seele sein." 
Nur, was hört man jetzt in der Kirche dazu: In vielfältigsten Variationen lautet der Kernsatz, daß Gott die Entscheidung des Menschen, ohne Gott leben zu wolle, respektiere, also Niemanden gegen seinen Willen "zwangsbeglücken" wolle. Der so zur Liebe Gottes Nein Gesagthabende wird dann ewig außerhalb der Liebe Gottes leben, weil er und nur weil er selbst nicht in ihr leben möchte. Eigentlich stünden für ihn die Tore zum ewigen Leben als innigste Gemeinschaft mit Gott weit offen, aber er will eben nicht eintreten und nur darum bleibt er draußen. 
So richtet Gott nicht mehr, denn der Mensch entscheidet sich selbst für ein endgültiges Sein getrennt von der Liebe Gottes!  
Im Hintergrund stehen gravierende Änderungen im Gottesverständnis, daß Gott nie straft, sondern daß das, was uns als göttliche Strafe vorkommt, nur die immanente Folge unseres Fehlverhaltens ist, so wie man Karies bekommt, wenn man nie seine Zähne putzt! Dann kann die Hölle auch keine Strafe eines göttlichen Gerichtsurteiles sein, sondern auch sie muß vorgestellt werden als eine immanente Folge eines Fehlverhaltens. Dann ist selbstredend auch Jesus Christus am Karfreitag auch nicht für unsere Sünden gestorben, daß er das uns hätte treffen sollende Gericht er auf sich nahm, auch und gerade weil Gott selbst nie straft. Er warnt uns sozusagen nur vor den Folgen unseres verkehrten Tuens und Unterlassens. 
Es ist erschreckend, wie selbstverständlich so eine gravierende Wandlung in der Gotteslehre nachkonziliar sich ereignen konnte ohne daß es dafür auch nur eine theologische Legitimierung gäbe. Man lehrt einfach das Gericht Gottes nicht mehr, weil der moderne Mensch davon nichts mehr hören will. (vgl ausführlicher: Uwe C. Lay: Der zensierte Gott)           

Montag, 3. April 2017

Falsche Täter

"In Berlin haben Eltern ihren Sohn von einer Gemeinschaftsschule genommen, weil er monatelang drangsaliert und gemobbt wurde – wegen seiner jüdischen Religion" Und wo bleibt nun der Empörungsschrei, die Lichterketten gegen Antisemitismus, der Kampfaufruf gegen...? Liest man den Bericht in der Jungen Freiheit am 3.4. 2017 weiter, wird uns diese Frage sofort respondiert! Es sind die falschen Täter! Denn es waren Schüler mit Migrationshintergrund und islamischen Glaubens! Da steht nun unser deutscher Gutmensch vor einem existentiellen Problem: A) Antisemitismus ist etwas zutiefst Verwerfliches. B) Muslime und Menschen mit Migrationshintergrund sind immer nur Opfer von rassistischer Gewalt aber niemals Täter. Wenn nun Muslime antisemitisch agieren, dann ist das im Prinzip so, als behauptete ich, einen schwarzen Schimmel vor dem Hause zu sehen. Ich sehe so ein unmögliches Ereignis. Aber es gibt nun nicht widerlegbare Berichte, daß dieser Schüler nun wirklich von Muslimen ob seiner jüdischen Herkunft gemobbt wurde. 
Was nun?  A) Man könnte die Herkunft der Täter unerwähnt lassen. Nur jeder weiß, daß, wenn es Deutsche gewesen wäre, auf Seite 1 schon zum ultimativen  Kampf gegen Rechts aufgefordert würde- weil das nicht geschieht, waren die Täter Nichtdeutsche. B) Man verschiebt das Augenmerk auf die Schulleitung, ob die denn nicht versagt habe und C) erklärt man feierlich, daß hier es sich um Einzeltäter handle und daß ihr Tun nichts und auch gar nichts mit ihrer islamischen Religion zu tuen habe.
So ruft auch Niemand, daß hier Schweigen und Nichtdemonstrieren eine Schande für Deutschland wäre, es findet keine Lichterprozession statt, denn genau genommen ist ja nur der Antisemitismus von "Nazis" so richtig verwerflich und nur wir Deutschen können auch nur richtige Antisemitisten sein. Das liegt sozusagen im Deutschen Erbgut fest verankert. So sollte man als Gutmensch auch diesmal wieder gegen Rechts aufstehen und Flagge zeigen, auch wenn es diesmal keine "Nazis" waren- aber es hätten doch die sein können!  Der Kampf gegen die möglichen Täter ist eben wichtiger als eine Auseinandersetzung mit dem islamistisch fundierten Antisemitismus, denn den gibt es für den Gutmenschen einfach nicht, wie es auch keine schwarzen Schimmel geben kann!   

Preisfrage: Warum erscholl noch kein Bischofswort gegen diesen Antisemitismus? 

Sonntag, 2. April 2017

Erhaltungsordnungen Gottes: Staatsvolk- deusches Volk

Ist das "Deutsche Volk" nur ein soziales Konstrukt, das zur Unterscheidung von Deutsch und Nichtdeutsch dient, das dann einfach auch dekonstruiert werden könnte, so wie man heutzutage von Gutmenschen hört, daß immer dann, wenn ein oder mehrere Erwachsene mit einem oder mehr Kindern zusammenleben, dies eine Familie sei? Früher habe man halt die Familie biologistisch mißverstanden als Einheit von Mutter, Vater und leiblichen Kindern. Jetzt bedarf es nur noch Erwachsener, die die Funktion der Elternschaft übernehmen und Kinder, die rechtlich als Kinder dieser Erwachsenen gelten, auch wenn sie nicht im biologischen Sinne Eltern sind. Der Stiefvater und die Stiefmutter soll eben ein Regelfall sein, denn Kinder bräuchten nicht leibliche Eltern sondern nur Menschen, die die Rolle der Elternschaft übernehmen, und das  könnten dann auch zwei Frauen oder zwei Männer.
Der Begriff des Deutschen Volkes ist nun auch zweideutig geworden: Einerseits meint das Volk im ethnischen Sinne und andererseits im staatsbürgerlichen Sinne. Das Gutmenschkonzept der Umvolkung will nun den ethnischen Volksbegriff auslöschen und nur noch den staatsbürgerlichen Begriff erlauben: Jeder, der einen Deutschen Paß besitzt, gehört zum Deutschen Volke. Das Deutsche Volk im ethnischen Sinne kann dann getrost zur Minderheit im Deutschen Staate werden, das macht nichts, denn das Deutsche Volk im staatsbürgerlichen Sinne existiert dann auch noch, wenn es keinen einzigen Deutschen im ethnischen Sinne da mehr gibt.
Das ist so, wie der Fußballverein Bayern München auch dann noch Bayern München heißt, wenn kein einziger Bayer mehr in dieser Mannschaft mitspielt.
Der Auflösung der Familie in ihrer natürlichen Verfaßtheit durch die leiblichen Kinder der Eltern, der Mutter und des Vaters durch das zeitgenössische Ideal der Patchworkfamilie korrespondiert der Wille zur Auflösung des Volkes in seiner natürlichen Verfaßtheit durch das soziale Konstrukt des Staatsvolkes, in der Jedermann zum Deutschen Volke gehört, wenn er nur einen Deutschen Paß besitzt! Dieser Paß soll eben die natürliche Abstammung aus dem Volke ersetzen. 
Die uns regierenden Parteien sind sich in diesem Punkte einig: Nicht soll das Deutsche Volk im ethnischen Sinne erhalten bleiben sondern es soll aufgelöst werden in ein Deutsches Staatsvolk, in dem der Deutsche selbst zur Minderheit wird. 
Verhängnisvoll ist nun eine Tendenz in der Begründung des NPD-Verbotsurteiles, daß diese Partei verfassungsfeindlich wäre, weil sie es erstrebt, daß nur Deutsche im ethnischen Sinne Staatsbürger sein können. Würde diese Tendenz zur rechtmäßigen Auslegung des Grundgesetzes, dann würde das Grundgesetz zum Auftrag zur Schaffung einer multikulturellen und multiethnischen Gesellschaft uminterpretiert mit dem Ziele der Auslöschung des Deutschen Volkes. 
Dies ist neben der Homoehe ein weiterer Angriff auf die Schöpfungs-und Lebensordnungen Gottes.Es ist aber kein Zufall, daß nach dem Abfall von Gott nun auch seine Ordnungen, die er uns zum Leben gab und gibt, aufgelöst werden. Die Kultur des Todes ist eben der Wille zur Auflösung der Lebensordnungen.   
Das Natürliche verliert nämlich jede normative Kraft, wenn das Natürliche nicht mehr als das von Gott Geschaffene und so Gesollte begriffen wird. Ohne Gott wird es entwertet zum bloßen Rohstoff des menschlichen Gestaltungswillens. Jetzt kann erst aus der natürlichen Familie die Kunstpatchworkfamilie werden und aus dem natürlichen Volk das künstliche Staatsvolk, in dem die natürlichen Völker aufgelöst werden! 
Nun ist dem Menschen aber tatsächlich vom Schöpfergott das Natürliche als Aufgabe zur Gestaltung überantwortet worden, aber ihm sind durch Gott auch Grenzen gezogen worden durch die von Gott gesetzten Lebensordnungen, durch die sich das menschliche Leben am Leben erhält. Man braucht sich dies nur vor Augen zu führen: Bekämen alle Menschen nur noch so wenige Kinder wie wir Deutschen, stürbe die Menschheit sicher aus! Der Grund dafür ist die bei uns weitestgehend zerstörte Lebensordnung von Familie und Volk!