Mittwoch, 5. August 2020

Die letzte Hoffnung für die Katholische Kirche


Was würde nur die Katholische tuen, stünden ihr nicht so wunderbar kreative Berater zur Seite! "Wenn der Synodale Weg scheitert, geht die Kirche gesellschaftlich ins Ghetto". So lautet der Untertitel, der Rettungsplan des Priesters und Buchautoren. Herr Stefan Jürgens Rettungsplan wird dann auf Katholisch de (4.8.2020) vorgestellt. Ganz dramatisch tönt da die Überschrift: „Priester und Autor Stefan Jürgens warnt vor Relevanzverlust der Kirche“. Der Synodale Weg sei die letzte Chance der Kirche! Welch eine Dramatik.
Was ist nun also zu tuen? Herr Jürgens hat die Lösung aller Kirchenprobleme gefunden, den Stein der Weisen:
Der Pfarrer hatte im November zusammen mit drei weiteren Priestern einen öffentlichen Aufruf zum Reformdialog gestartet. An dessen Ende müssten konkrete Beschlüsse stehen, "die den Klerikalismus, eine der Wurzeln des Missbrauchs in der Kirche, wirksam bekämpfen", heißt es darin. In seinem Buch "Ausgeheuchelt!" fordert Jürgens zudem, Frauen zu Weiheämtern zuzulassen, den Pflichtzölibat zu beenden und mit Homosexuellen wertschätzender umzugehen.“
So und nur so ist die Katholische Kirche noch zu retten:
a) durch die Demontage des Priester- und Bishofsamtes , sein antiklerikales Anliegen
b) durch die Einführung des Frauenpriestertumes
c)durch die Abschaffung des Zölibates und
d) durch die Wertschätzung der Homosexualität.

Ein einfältigeres oberflächlicheres Reformprogramm der Kirche findet man schwerlich in der Kirchengeschichte. Völlig unbegreiflich ist aber, warum dieser „Berater“ des Synodalen Irrweges nicht zur Kenntnis nimmt, daß er einfach mit seinen protestantischen Anliegen in der falschen Kirche ist. Niemand würde doch Parteimitglied der „Grünen“, wenn er ein enthusiastischer Befürworter der Kernkraftwerke ist. Zudem, wenn er auf die „Kirchen“ der EKD blicken würde, wo all seine Reformvorschläge schon längst realisiert worden sind und noch viel mehr (da dürfen Frauen Pfarrerin werden und ihre Kinder im Mutterleibe töten lassen), müßte er da nicht zur Kenntnis nehmen, daß es um diese „Kirchen“ noch viel schlimmer steht als um die Katholische.
Dieser Berater würde wohl auch dem Fußballverein „Borussia Dortmund“, damit sie endlich mal wieder den Meistertitel holen, empfehlen, sich an den Absteigern der letzten Spielsaison zu orientieren, um Erfolg zu haben!
Nie war eine Kirchenkritik so niveaulos wie die jetzige. Und um die zu artikulieren, tagt nun diese Pseudoynode jahrelang, nur um das zu beschließen, was jetzt schon feststeht: Die Kirche muß sich verprotestantisieren, denn ihr Untergang ist ihre einzige Zukunft! 

Ach ja, hat diese Kirche denn noch etwas zu sagen, außer daß sie sich dem vorherrschenden Zeitgeist unterwerfen will. Der Kirche habe kein Thema mehr, klagt dieser Modernist: "Wie wolle die Kirche etwa für Demokratie eintreten, wenn sie selbst "monarchisch und klerikal" aufgestellt sei, fragt Jürgens." Für die jetzige staatstreue Kirche sei also die Verkündigung der Demokratie ein Zentralaliegen, die sie aber nicht glaubwürdig verkünden kann, solange sie selbst nicht auch sich wie der Staat demokratisch organisiere. Ob dann im kommunistisch regierten China die dortige Kirche nicht nur diese Staatsform als die beste aller möglichen verkündigen  und auch so sich selbst organisieren sollte, um in China nicht jede Relevanz zu verlieren?

 

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